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Abschließend

Der Sommer ist »gegessen« - das Warten geht weiter (von Carsten Schröder)

Waren einige Anwender bislang noch zuversichtlich, dass ihre favorisierten Amiga-Nachfolgeprojekte AmigaOne & AmigaOS 4.0 bzw. Pegasos & MorphOS in den nächsten Wochen endlich erscheinen werden, so hat sich diese Hoffnung vor kurzem einmal mehr zerschlagen. Nun heißt es offiziell: Entwicklung A(miga) soll zu Weihnachten verfügbar sein, Entwicklung B(plan) im September - man beachte aber das Wörtchen "soll". Denn nachdem die beiden Projekte in der Vergangenheit schon etliche Male angeblich "kurz vor ihrem Erscheinen" standen und doch nie erschienen sind, ist es keineswegs sicher, dass die neuen Termine nun endlich eingehalten werden. Ich zumindest gehe davon aus, dass es auch auf der Aachener Amiga-Messe im Dezember lediglich "Anschauungsobjekte", aber keinen erwerbbaren PPC-Rechner inklusive (partiell) PPC-natives Betriebssystem geben wird. Ich bin gespannt, ob sich mein Pessimismus bewahrheitet...

Apropos Aachen: Jedes Jahr, wenn der Standort der kommenden Amiga-Messe bekannt gegeben wird, sehe ich mich aufs Neue gezwungen, ihn zu kritisieren - so auch diesmal. Schon Köln und Neuss hielt ich für alles andere als optimal, was die Austragung der einzigen deutschen Amiga-Messe betrifft. Aachen setzt dem Ganzen die sprichwörtliche Krone auf: Diese geschichtsträchtige Stadt liegt im westlichsten Bereich Deutschlands, so dass wesentliche Teile der Amiga-Anwender, insbesondere in den östlichen Bundesländern inklusive der 4-Millionen-Einwohner-Stadt Berlin und auch in Polen, wo der relative Anteil an Amiga-Anwendern verhältnismäßig groß ist, quasi von vornherein von der Messe ausgeschlossen werden. Denn man kann es nun wirklich niemandem zumuten, zweimal eine Sechs-Stunden- oder gar längere Fahrt zu unternehmen, womöglich noch am selben Tag hin und zurück - zumal es ja auch anders ginge: Frankfurt oder Hannover wären keine schlechte Wahl, und geradezu optimal wäre Kassel, eine Stadt in der Mitte Deutschlands mit einer sehr guten Verkehrsanbindung und vielen geeigneten Räumlichkeiten, die auch für Nordlichter und "Bazis" in akzeptabler Zeit erreichbar ist. Auch ein Messeveranstalter müsste einsehen, dass der Erfolg seines Events (also die Besucherzahl), an dem ja gerade er interessiert sein muss, maßgeblich von dessen Austragungsort abhängt.
Der von einigen Usern jedes Jahr gern verwendete Slogan "Seid froh, dass es überhaupt wieder eine Messe gibt!" kann auch nicht als Argument herhalten, denn je erfolgreicher eine Messe ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch im darauffolgenden Jahr wieder eine abgehalten wird, so dass überhaupt nichts dagegen spricht, einen ungünstigen Veranstaltungsort zu kritisieren - im Gegenteil.
Aber was soll's, die Entscheidung für Aachen ist nun mal gefallen - bleibt nur meine (allerdings nicht allzu große) Hoffnung, dass im nächsten Jahr - endlich mal - ein für alle in Deutschland lebenden Amiga-User akzeptabler Austragungsort gewählt wird.

Bis zum nächsten Mal,

euer

Carsten Schröder

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