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Herzlich Willkommen zu den kleinen Helfern im Juli. Trotz Sommerloch und Prüfungsstress gibt's wieder eine neue Ausgabe - leider etwas sehr verkürzt, da mir langsam die Ideen für neue Reviews ausgehen und zudem einige meiner Test-Kandidaten nicht ganz so wollten, wie ich mir das gedacht hatte. Nun denn, diesmal gibt es nur eine Kurzvorstellung zu FroggerNG. Nächstes mal fällt diese Rubrik hoffentlich wieder etwas umfangreicher aus.
Aufgrund steigender Verbreitung breitbandiger Internetzugänge entwickelt sich das Netz langsam zur Videothek. Die Zeiten von stundenlangen DFÜ- Sitzungen, nur um kleine fünfminütige Videos in miserabler Qualität anzusehen, gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Auch die Codierung solcher Videos macht aus grobgepixelten Blöckchengrafiken Videos in (nahezu) VHS-Qualität, ohne dabei Abstriche an der Kompaktheit der Daten in Kauf nehmen zu müssen.
Amiga-User hatten leider lange Zeit das Nachsehen, wenn Schlagworte wie DivX, Mpeg4, WMF oder RealMedia fielen. Der generalüberholte Video-Player "FroggerNG" bringt jetzt endlich auch Amiga-Rechnern diese neuen Video- Formate bei.
Eines vorweg: FroggerNG befindet sich noch im Beta-Stadium. Zwar konnte ich mich während meiner Tests nicht über mangelnde Stabilität beklagen, doch sind z.B. noch keine Menüs - wie von der Vorgängerversion bekannt - integriert. Außerdem sind einige Codecs noch nicht allzu sehr optimiert: Stockender Ton als auch ruckelnde Wiedergabe machen sich vor allem bei MPEG- und DivX-Videos bemerkbar. Der Autor erwähnt aber, dass in der finalen Version die entsprechenden Codecs noch wesentlich schneller werden sollen.
Die Installation ist ein Kinderspiel. Das Frogger-Archiv, das auf der Homepage für 68k- und PPC-Amigas angeboten wird, wird einfach an einen beliebigen Platz auf der Festplatte entpackt. Alle benötigten Libraries befinden sich im selben Verzeichnis, in dem auch das Frogger-Programm ist. Das zusätzliche Archiv mit den externen Codec-Dateien wird einfach in das Frogger-Verzeichnis entpackt - fertig! Frogger kann sowohl von der Workbench als auch der Shell aus verwendet werden. Vor dem Workbench-Start sollte man dem Programm allerdings erst eines der mitgelieferten Piktogramme verpassen. Etwas komplizierter wird die Installation der RealPlayer-Codecs (rv20, rv30 aka G2 und RealVideo 8). Diese müssen dem Archiv der PPC-Linux-Version des RealPlayers entnommen werden und laufen demzufolge auch nicht auf 68k-Amigas (RV10 wird allerdings auch von der 68k-Version unterstützt). Die genaue Vorgehensweise als auch alle Programm- Parameter werden in einer englischen AmigaGuide-Anleitung erklärt. Anwender ohne PPC-Karte sollten außerdem vor dem Start von Frogger aufpassen, dass der Stack-Speicher auf mindestens 100.000 Byte gesetzt wurde. Wer das vergisst, riskiert Programmabstürze.
Die Systemvoraussetzungen sind moderat. Ein Amiga mit ca. 8 MByte RAM sollte in der Lage sein, mit Frogger kleine Filmchen abzuspielen. Um aus einem Video allerdings keine Slideshow zu machen, gilt: Je schneller, desto besser. Die 68k-Version benötigt mindestens einen übertakteten 060er, um MPEG-Videos mittlerer Größe inklusive Sound halbwegs flüssig abzuspielen. Besser noch ist eine PowerUp-Karte. Wer Amithlon oder UAE auf einem schnellen PC verwendet, ist ebenfalls fein raus. Eine Grafikkarte ist für annehmbare Darstellungsqualität ebenfalls unerlässlich. Auf AGA-Rechnern können maximal 256 Farben zur Darstellung der Videos genutzt werden, da eine HAM8- oder HAM6-Unterstützung fehlt. Besitzer der Soundkarten Delfina oder Melody können die rechenintensive Dekodierung von MPEG-Audio von diesen Karten erledigen lassen. Entsprechende Audio-Codecs werden mitgeliefert. Der Soundtreiber-Standard AHI wird ebenfalls unterstützt, so dass auch Besitzer anderer Soundkarten-Modelle in den Genuss hochwertiger Audio-Qualität gelangen können. Wer Playstation-Filme, Video-CDs oder CDI- CDs abspielen möchte, benötigt zudem ein CD-ROM-Laufwerk, welches heutzutage ja sowieso zur Standard-Peripherie gehört.
Frogger ist "crippled" Shareware. Die kostenlose Demo spielt nur ca. ein Drittel der Video-Datei ab und blendet danach ein schwarzes Bild mit dem Hinweis auf die fällige Registrierung ein. Wer sich schon für ältere Versionen von Frogger registriert hat, kann sein altes Keyfile weiterverwenden. Wer sich hier in Deutschland die Vollversion von Frogger zulegen möchte, kann sich bei Funtime World die Vollversion auf CD bestellen. Näheres dazu ist der Homepage http://www.funtime-world.de zu entnehmen.
| Autor: | Sebastian Jedruszkiewicz |
| Aminet: | |
| Programmversion: | 2.0 preview |
| Homepage: | http://frogger.rules.pl |
| Lizenz: | Shareware (15,- EUR) |
Christian Aichinger <aichi@gmx.de>