2. Leserbrief zum Workshop »Anti-Spam mit YAM« (von Wolf Zimmer)

Diesen Workshop von Christian Aichinger finde ich gut, ich möchte sogar 
sagen, sehr gut - und das hier nun erwartete "ABER" kommt einfach nicht.
Denn es gibt kein "ABER". Vor allem werden hier wohl die Kunden von T-
Online mitfühlen, denn diese sind ja die Geplagten. Und alle haben beim 
Lesen dieses Workshops gesagt: Genau wie bei mir.

Nur habe ich die Befürchtung, der Remote-Filter ist beinahe wirkungslos, da 
die Absender meist kein zweites Mal auftauchen, und die Betreffzeile lässt 
auch nicht immer einen eindeutigen Hinweis vermuten.
Firmenwerbungen werden hiermit aber einfach und schnell abgeblockt und 
können im Vorfeld meist eliminiert werden. Gegen die Sex-Anbieter ist der 
Filter meist wirkungslos, da auch diese Absender die Filtersoftware kennen 
und versuchen, diese zu umgehen. Deswegen auch die Doppel- oder Dreifach-
Eingänge, denn einer wird schon durchkommen.

Ich weiß nicht, ob YAM langsamer wird, wenn der Remote-Filter zu groß wird. 
Aus diesem Grund habe ich es nun unterlassen, alle bisherigen Eingänge zu 
"dokumentieren" und habe in der Rubrik "Neue Post" das Feld "Vorauswahl" 
auf "immer" und "Transferfenster" auf "immer zeigen" gestellt und bei 
"Duplikate vermeiden" und "Status aktualisieren" einen Haken gesetzt.

Wenn nun wieder eine Mail von Steffi oder Konsorten zu sehen ist, kann 
diese nun vor dem Runterladen gelöscht werden. Weiter habe ich mir zur 
festen Gewohnheit werden lassen, nie eine Mail zu öffnen, wenn ich noch 
online bin. Meine Tochter wollte mir einreden, dass dies alles nichts 
nutzen würde, sie könne trotzdem feststellen, ob ich die Mail angenommen 
hätte. So ist es aber nicht. Sie arbeitet in einer Bank und kann wirklich 
nicht herausbekommen, ob ihre Mail nun angekommen ist oder ob sie auf dem 
Server nun die 30 Tage vor sich hinschmort oder ob ich sie ungelesen 
gelöscht habe. Da sie eine funktionierende Reply-Adresse angibt, würde sie 
aber sehen, wenn mein Account geschlossen oder inaktiv wäre. Steffi benutzt 
aber eine imaginäre Reply und erhält demgemäß keine Rückmeldung.

Anfangs habe ich mich bei den Providern der Absender beschwert, hatte aber 
in den meisten Fällen keinen Erfolg, also habe ich es sein lassen. 
Ausgenommen, ich kann erkennen, hier war ein Kunde von T-Online am Werk. Da 
werde ich aktiv. Das Abuse-Team arbeitet in diesen Fällen sehr effizient. 
Von Susanne und Claudia habe ich nie wieder etwas gehört.

Eines möchte ich zum Abschluss noch sagen, ich bleibe bei T-Online, auch
wenn hier irgendjemand meine Adresse weiterverkauft. Wenn ich diesen jedoch 
einmal ermitteln kann, bekommt er eine Anzeige von mir.

Wolf Zimmer <wozim@t-online.de>