Auf meiner Reise durch die Webseiten bin ich an einer sehr interessanten Seite hängengeblieben. Und zwar war es die Seite http://www.8bit-museum.de.
Das 8 Bit-Museum existiert als virtuelles Museum seit 1988 im Web und gehört zu den grössten Web-Museen weltweit, die sich mit der Geschichte der Videospiele und Heimcomputer beschäftigen.
Das 8Bit-Museum besteht aus zwei Abteilungen:
In der ersten gibt es einen ausführlichen Überblick über die Entstehung der Videospiele. Angefangen von dem ersten Tennis-Spiel, das als Ausgabemedium noch ein Oszilloskop vewendete, über die ersten Arcade-Automaten und Heimkonsolen, bis zu den Heimcomputern, die in den 80er Jahren eine Revolution auslösten, erfährt man fast alles über die Entstehung der Videospiele.
Die zweite Abteilung beshäftigt sich mit der "Geschichte der Heimcomputer". Hier findet man über 30 Firmengeschichten. Auf unzähligen Seiten erfährt man ales über die Unternehmensgründung und wer die Hardware entwickelte. Es gibt Übersichten über die hergestellten Computermodelle, Screenshots von damals noch top-aktuellen Spielen, Bilder von Werbeanzeigen aus der damaligen Zeit und natürlich vielen Bilder von den "alten" Geräten.
Stephan Slabihoud, der hinter dem 8Bit-Museum steckt( geb. 1970, Diplom-Informatiker), entdeckte schon im Alter von 11 Jahren sein Interesse an diesen Geräten. Damals bekam er seinen ersten Computer geschenkt, einen ZX81 von der Firma Sinclair, den er heute noch in seiner Sammlung besitzt. Es folgten schnell ein ZX Spectrum, Atari-ST, Atari TT und noch ein paar andere, bis er irgendwann bei einem "ordinären" PC ankam. "Zu dieser Zeit begann auch meine Leidenschaft, alte Geräte zu sammeln.", erinnerte sich Stephan Slabihoud, "Irgendwann Anfang der 90er Jahre habe ich diese Geräte wieder aus dem Keller geholt und in eine Vitrine gestellt. In den nächsten Jahren bekam ich viele Geräte geschenkt oder erstand diese günstig auf Flohmärkten." Mittlerweile besitzt das 8Bit-Museum über 400 Exponate. Alle Geräte sind liebevoll restauriert worden und man könnte fast meinen, dass diese gerade aus dem Werk kommen. "Die Restauration eines Computers dauert in der Regel zwischen 2 bis 10 Stunden, je nach Zustand", bestätigt Stephan Slabihoud, der den grössten Teil seiner Freizeit mit diesem exotischen Hobby verbringt.
Die Highlights dieser virtuellen Ausstellung sind einige "Exoten", wie z.B. ein japanischer Commodore Computer mit dem Namen MAX-Machine und der Enterprise ein "Design-Computer" aus England. Aber auch alle anderen (bekannten) Computer sind vertreten: Der C64 und Amiga in allen Varianten, die beliebten Heimcomputer des Sir Clive Sinclair ZX81 und ZX Spectrum und natürlich die Atari-Computer wie z.B. 800XL und 1040ST.
Aber das 8Bit-Museum soll nicht virtuell bleiben. Nach ein paar kleineren Ausstellungen , ist Stephan Slabihoud bemüht, einen geeigneten Raum für eine dauerhafte Ausstellung zu finden. "Leider fehlen mir immer noch ein paar Geräte, die ich für eine umfangreiche Ausstellung benötige", gibt Stephan Slabihoud zu. "Aber durch den Internet-Auftritt melden sich fast täglich Leute, die ihr Gerät spenden möchten". Als "Dankeschön" gibt es übrigens die 8Bit-Museums CD-ROM, die nur exklusiv an Personen abgegeben wird, die das 8Bit-Museum z.B. mit einem Computer unterstützt haben.
Wer sein Wissen über die Computerhistorie mal testen möchte, den bietet das 8Bit-Museum mehrere Quize aus den Themengebieten "Videospiele", "Automatenspiele", "Heimcomputer" und Computergeschichte.
Und wer jetzt online einen Blick ins 8Bit-Museum werfen möchte kommt hier rein.
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