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2. Stellungnahme von Eyetech zur AmigaOne/AmigaOS4.0-Ankündigung

Wie einige User in den letzten Wochen süffisant anmerkten, scheint es AMIGA, Inc. einfach nicht zu gelingen, eine Presseveröffentlichung so klar zu verfassen, dass anschließend keine Klarstellung notwendig wird... Kurz nach AMIGAs neuestem Executive Update sah sich Alan Redhouse von Eyetech in der AmigaOne-Mailingliste gezwungen, diverse Dinge zu verdeutlichen:

»Bei ann.lu und auch an anderen Stellen gab es zahlreiche Spekulationen über die Art der ROM-Anpassungen, durch die dem A1-G3 (und allen weiteren von AMIGA, Inc. genehmigten Modellen) der Betrieb mit OS4+ ermöglicht werden soll. Wie die meisten Interessierten hier wissen werden, haben wir schon immer betont, dass wir das offizielle AmigaOS verwenden wollen und für Hyperion und Amiga die gerechtfertigten Einkünfte für die Lizenzierung des AmigaOne und der OS4-Erzeugnisse erwarten. Wir sind nicht der einzig mögliche Lizenznehmer, aber ich denke doch, dass wir uns als Erste diesen Bedingungen unterworfen haben. Auf Grund dessen haben wir während des A1- Entwicklungsprogramms sehr eng sowohl mit AMIGA. Inc. als auch mit Hyperion zusammengearbeitet, um sicher zu stellen, dass die Piraterie bei dem OS4 auf ein Minimum begrenzt wird. Gemeinsam haben wir erarbeitet, dass der beste Schutz wie folgt erreicht wird:..."

Obwohl ohne Zweifel ein geübter Pirat den Boot-Code kopieren und ROMs damit erzeugen könnte, wären die Kosten dafür, wenn es nicht im Massenbetrieb geschieht - welcher leicht zu orten und zu unterbinden wäre - im Vergleich mit dem legalen Erwerb der ROMs so hoch, dass kaum jemand das tun würde. Die Situation ist vergleichbar mit den OS OS3.1/3.5/3.9 in so weit, dass Sie 3.1-ROMs besitzen/kaufen müssen, wenn Sie nicht außergewöhnliche Schwierigkeiten in Kauf nehmen wollen.

Wir fertigen alle Entwickler-/Händler-Platinen und wenigstens die erste Charge der Endverbraucher-Platinen mit diesem Dongle-Code im ROM - und damit besteht die Verpflichtung, das OS4 mit zu kaufen. (Natürlich kann man mit ihnen Linux betreiben, aber Sie müssen trotzdem OS4 mit diesen Platinen kaufen). Wenn genügend Bedarf in der Linux-Gemeinschaft besteht, werden wir wahrscheinlich einige Platinen ohne den AmigaOne-Namen (und ohne den Dongle-Code, der für den Betrieb des OS4 nötig ist) produzieren. In diesem Falle werden wir auch ein Aufrüstungspaket OS4 + ROM (wie das für OS3.5/3.9 + 3.1-ROM, welches von den meisten Amiga-Händlern bereit gehalten wird) denjenigen zur Verfügung stellen, die ihre Nur-Linux-Platinen auf OS4 aufrüsten wollen.

Was andere lizenzierte eigenständige PPC-Hardware angeht, würde es meiner Ansicht nach ein ähnliches Schutzformat erfordern (d.h. gesockeltes hartcodiertes ROM, nicht Flash-ROM), um den gleichen Schutzlevel gegen Piraterie zu erreichen wie beim A1G3-SE. Es ist mir nicht bekannt, ob besonders bei anderen Hardware-Herstellern diese gesockelten ROMs bereits eingeführt sind, ob sie eine Option bleiben oder ob sie einen teilweisen Neuentwurf der Hardware erforderlich machen. Das muss zwischen AMIGA, Inc. und den jeweiligen Lizenznehmern ausgemacht werden.

Diese strikten Anti-Piraterie-Maßnahmen haben offenbar einige Personen in den Mailinglisten verärgert, die glaubten, für das OS4 nichts bezahlen zu müssen oder die hofften, sie könnten eine nicht zugelassene bzw. unlizenzierte PPC-Linux-Platine kaufen, um ein paar Euros zu sparen. Nicht schlecht gedacht, aber wir verzichten unter diesen Umständen auf das Geschäft mit ihnen und wir werden alles tun, was in unser Macht steht, dass, wenn eine Platine nur für Linux verkauft wird, eine Verwendung mit OS4 unmöglich ist, wenn man nicht bereit ist, an Hyperion und AMIGA, Inc. die zustehenden Lizenzgebühren zu bezahlen.

Und ich bin sicher, dass alle anderen in Frage kommenden ernsthaften Lizenznehmer von eingetragener Amiga-Hardware die Sache genau so sehen werden.

Alan Redhouse, Eyetech CEO«

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