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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Auf dem Amiga (Mindestvoraussetzungen am Schluss) soll bald "Alien Nations", bei uns besser als "Die Völker" bekannt, erscheinen. Also habe ich meinen Bruder beauftragt, sich das Game mal auf dem PC für mich anzuschauen. Lest, was er zu diesem Spiel sagt:
»Da ich einen PC habe, musste ich mal wieder für einen kleinen Test herhalten. Ich habe "Die Völker" früher immer gerne gespielt und spiele jetzt sehr gerne den zweiten Teil. Um mich an den ersten Teil zu erinnern (3 Jahre her), habe ich mir das Spiel noch mal installiert.
Worum geht es? Die Völker ist ein Aufbaustrategiespiel á la "Die Siedler". Zwar kommen im weiteren Spiel auch Kampfelemente, aber der Aufbau nimmt den größten Teil ein.
Das Spiel beginnt mit einem sehr lustigen Intro. 2 Weltraumstörche sollen drei Babys verschiedener Rassen auf 3 Planeten absetzen. Da sie aber total besoffen sind und lieber noch einen heben möchten, setzen sie die drei Babys auf 1 Planeten ab.
So entwickeln sich drei unterschiedliche Rassen auf einem Planeten:
Bevor man in die 20 Missionen pro Rasse einsteigt, gibt es 5 Tutorialmissionen, die einen in das Spiel einweisen.
Und hier entdeckt man direkt die beiden Stärken von "Die Völker": Eine wirklich atemberaubende Grafik, zwar im Comicstil, aber alles bewegt sich, super Farben und wirklich zum Knuddeln süße Animationen der Bewohner, und zum anderen die perfekte Steuerung. Trotz der Tatsache, dass jedes Gebäude (und davon gibt es 75!) und jeder Spieler (auch mal über 1000) auswählbar und mit Optionen belegbar ist, weiß man immer, welche Möglichkeiten man hat.
Der Einstieg in das Spiel ist wirklich kinderleicht. Die ersten Missionen (pro Rasse) auch noch. Dann wird der Schwierigkeitsgrad angezogen. Aber langsam und ausgewogen. Auch das gefällt mir sehr gut.
In "Die Völker" müsst ihr mit strategischem Weitblick dem eigenen Volk größtmöglichen Wohlstand sichern, die dazu nötigen Ressourcen erwirtschaften und eure Siedlungen gegen feindliche Übergriffe verteidigen. Zahlreiche Bau- und Entwicklungsoptionen stehen dafür zur Verfügung. Von Jägern und Sammlern kann euer Volk zu fleißigen Ackerbürgern gemacht werden, Forschung im volkseigenen Labor ermöglicht den Bau neuer Einheiten und Gebäude, und geschickter Handel mit befreundeten Nachbarn bietet lukrative Einnahmequellen. Was richtig Spaß macht, ist der große Forschungsteil. Nur so erfindet man neue Häuser und Erweiterungen. Auch Arbeiter wachsen nicht (wie noch bei "Die Siedler") an den Bäumen, sondern müssen von teuer bezahlten Lehrern ausgebildet werden. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da die Schule nur ein paar Leuten Platz gewährt und die Ausbildung Zeit braucht.
Eure Völker entwickeln ein Eigenleben. Mit fortschreitendem Wachstum verlangen sie nach Wirtshäusern, Zeitungen, Theatern und anderem Luxus. Solide Finanzplanung ist hier von Nöten, denn jedes Gebäude hat natürlich Betriebskosten.
Unterschiede im Verbrauch von Ressourcen, in der Forschungsgeschwindigkeit und bei den Kampfeinheiten machen für jede Rasse andere Vorgehensweisen notwendig.
Mein persönliches Fazit: Das Spiel ist jetzt natürlich nicht mehr auf dem neusten Stand. Aber davon abgesehen ist es ein sehr ausgewogenes Spiel, das niemals Langeweile aufkommen lässt. Es verfügt über sehr gute Missionen und eine wirklich überaus gelungene Steuerung.
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. Und ich hoffe für alle Amiga- User, dass der zweite Teil auch noch umgesetzt wird.
Ansgar«
So, dass hört sich ja schon mal ganz vielversprechend an. Im Anschluss gibt es nochmals die komplette Featureliste, die laut Titan auch bis auf eine kleine Einschränkung im Multiplayermodus (keine Vernetzung mit PC, dafür aber mit Amiga und MAC über TCP oder LAN) 1:1 umgesetzt werden soll:
Und nun zu der alles entscheidenden Frage: Wird das Spiel auch für den "Classic-Amiga" erscheinen? Auf der Homepage steht dort "noch" ein JA (PPC und massig Speicher vorausgesetzt), aber gerade dieser Speicherverbrauch stellt ein Problem dar. Originalton Michael Garlich (Titan): »Tja, und die Amiga-Umsetzung macht heftigste Probleme: Der Speicher reicht hinten und vorne nicht. Sieht schwer nach einer MorphOS/OS4-only-Geschichte aus, denn wir bekommen den Speicherverbrauch ohne VM nicht unter 128 MB.«
Jürgen Theiner <Juergen.Theiner@t-online.de>