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Es war einmal, dass sich Dichter und Denker hinsetzten und unter viel Zeiteinsatz ein Meisterwerk fabrizierten, das viele Menschen glücklich machte. Natürlich nur, wenn es gedruckt und gebunden in Händen gehalten werden konnte. Stand doch die kiloschwere Last für viele Möglichkeiten.
Doch die Leser wurden immer fauler und wussten die Lektüre nicht mehr zu schätzen. Auch der Zeitdruck bei den Dichtern und Denkern nahm zu, so dass keine großen und aufwendigen Werke mehr verfasst werden konnten. Man beschränkte sich vielmehr auf das Wichtigste und hinterließ es den Lesenden auf schwarzen Plastikscheiben. Mit der Zeit wurden daraus schöne silbrig glänzende Scheiben. Diese wurden oftmals auch noch liebevoll mit einem farbigen Aufdruck versehen. Und auch immer mehr aufwendig gestaltete Fotos fanden ihren Einzug in die Werke.
Womit die Lesenden recht gut leben konnten, brachte aber die Prüfenden auf die Palme, weshalb sie in jedem Bericht deutlich das Fehlen des bedruckten Papiers anprangerten. Und sogar in der Benotung wirkte sich dieser Punkt sichtbar aus! Aus Sicht der Prüfenden sicher verständlich, mussten sie doch jetzt in den kalten Wintertagen ohne die wärmende Literatur auskommen. Stattdessen mussten sie jetzt in den Wald gehen, um sich Brennholz als Ersatz für die wärmenden Öfen zu schlagen.
Dabei geben sich doch die Dichter und Denker immer größere Mühe und legen der Dokumentation oftmals auch gleich eine fertig druckbare Version bei. Unter Benutzung geeigneter Sichtbarmacher und dem dazu passenden Papierproduzierer, kann dieser philosophische Text jederzeit und in beliebiger Menge zu dem ersehnten Papierstapel verarbeitet werden.
Und vielleicht kann dadurch auch wieder der eine oder andere Leser an die spannende Lektüre herangeführt werden. Finden sich doch dort oftmals viele interessante Perlen, die einem im täglichen Leben sonst verborgen geblieben wären. Und auch die Prüfenden können wieder in wohlig warmer Umgebung ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen.
Michael Christoph <michael@meicky-soft.de>