@DATABASE "Jesaja"
@master DieBibel:AT/Jesaja.guide
@$VER: Jesaja.guide V0.3 (28 Apr 2002)
@author "unbekannte in alter Zeit, zum Teil Jesaja selbst"
@(c) "1998 Ronald Schmiers"
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@NODE MAIN "Altes Testament - Das Buch Jesaja"
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   @{"Die Bibel" link "DieBibel:Bibel.guide/main" 0}   	@{b}@{u}@{fg shadow}Das Alte Testament - @{i}prophetische Bücher @{ui}@{ub}@{uu}@{fg text}  @{b}@{u}@{fg highlight} Das Buch Jesaja @{ub}@{uu}@{fg text}
@{jcenter} @{maintitle " Die Bibel "}
 @{subtitle " Das alte Testament  "}

@{title " Der Prophet Jesaja "}@{fg text}

Der Prophet Jesaja

@{i}( lebte etwa 740 - 701 v. Chr.; manche Quellen sagen 622 trat er öffentlich auf) @{ui}

@{" 1." Link Jes_1.} @{" 2." Link Jes_2.} @{" 3." Link Jes_3.} @{" 4." Link Jes_4.} @{" 5." Link Jes_5.} @{" 6." Link Jes_6.} @{" 7." Link Jes_7.} @{" 8." Link Jes_8.} @{" 9." Link Jes_9.} @{"10." Link Jes_10.} @{"11." Link Jes_11.} 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
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@{" Inhaltsverzeichnis " Link JesTable_Of_Contents}

@{" Einleitung zu Jesaja " Link Jes_}

Die Texte der Bibelbücher im durchsuchbaren @{AMIGAGUIDE}-Format.@{line}Gewandelt von Ronald Schmiers und @{line}optimiert für @{b}HTDS@{ub} (von Stefan Ruppert).@{line}

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@{jleft}


@ENDNODE

@NODE JesTable_Of_Contents " Table Of Contents "
MAIN@{" Jesaja " Link MAIN}
  Jes_@{" Einleitung zu Jesaja " Link Jes_}
    Jes_1.@{" Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten " Link Jes_1.}
      Jes_1.10.@{" Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst " Link Jes_1.10.}
      Jes_1.18.@{" Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage über Zion - Zukünftige Umkehr durch Gericht " Link Jes_1.18.}
    Jes_2.@{" Das zukünftige Friedensreich " Link Jes_2.}
    Jes_3.@{" Gericht über Sünden, besonders über die der höheren Stände und deren Frauen " Link Jes_3.}
    Jes_5.@{" Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg " Link Jes_5.}
      Jes_5.8.@{" Weherufe wegen Sünden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind " Link Jes_5.8.}
    Jes_6.@{" Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung " Link Jes_6.}
    Jes_7.@{" Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel " Link Jes_7.}
    Jes_8.@{" Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts " Link Jes_8.}
      Jes_8.23.@{" Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids " Link Jes_8.23.}
    Jes_9.@{" -Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids " Link Jes_9.}
      Jes_9.7.@{" Drohendes Gericht über Israel " Link Jes_9.7.}
    Jes_10.@{" Jesaja Kapitel 10. Weheruf über Assur und dessen Niederlage " Link Jes_10.}
      Jes_10.5.@{" Weheruf über Assur und dessen Niederlage " Link Jes_10.5.}
      Jes_10.20.@{" Rettung des Überrestes Israels und Jerusalems " Link Jes_10.20.}
    Jes_11.@{" Das zukünftige Friedensreich des Christus " Link Jes_11.}
    Jes_12.@{" Dank des Überrestes im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_12.}
    Jes_13.@{" Jesaja Kapitel 13. " Link Jes_13.}
    Jes_14.@{" Freude und Staunen über den Sturz Babels und seines Königs " Link Jes_14.}
      Jes_14.24.@{" Drohendes Gericht über Assur und die Philister " Link Jes_14.24.}
    Jes_15.@{" Drohendes Gericht über Moab " Link Jes_15.}
    Jes_16.@{" Jesaja 16. " Link Jes_16.}
    Jes_17.@{" Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel " Link Jes_17.}
    Jes_18.@{" Drohendes Gericht über Kusch " Link Jes_18.}
    Jes_19.@{" Drohendes Gericht über Ägypten " Link Jes_19.}
      Jes_19.16.@{" Ägypten und Assur mit Israel im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_19.16.}
    Jes_20.@{" Ankündigung des Sieges Assurs über Ägypten und Kusch " Link Jes_20.}
    Jes_21.@{" Weissagung der Verwüstung Babels " Link Jes_21.}
    Jes_22.@{" Strafrede gegen Jerusalem " Link Jes_22.}
      Jes_22.15.@{" Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim " Link Jes_22.15.}
    Jes_23.@{" Ausspruch über Tyrus " Link Jes_23.}
    Jes_24.@{" Verwüstung des Landes als Heimsuchung Gottes " Link Jes_24.}
    Jes_25.@{" Freude im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_25.}
    Jes_26.@{" Zukünftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil " Link Jes_26.}
    Jes_27.@{" Drohendes Gericht über die Weltmächte - Sammlung Israels " Link Jes_27.}
    Jes_28.@{" Drohendes Gericht über Samaria und Warnung an Jerusalem " Link Jes_28.}
    Jes_29.@{" Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems " Link Jes_29.}
      Jes_29.9.@{" Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott " Link Jes_29.9.}
    Jes_30.@{" Warnung vor Hilferuf an Ägypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen -Zukünftige " Link Jes_30.}
      Jes_30.27.@{" Drohendes Gericht über die Feinde, besonders über Assur " Link Jes_30.27.}
    Jes_31.@{" Warnung vor Hilferuf an Ägypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur " Link Jes_31.}
    Jes_32.@{" Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgießen des Geistes Gottes " Link Jes_32.}
    Jes_33.@{" Jerusalems Not, Rettung und zukünftiges Glück " Link Jes_33.}
    Jes_34.@{" Zukünftiges Gericht über die Feinde Israels, besonders über Edom " Link Jes_34.}
    Jes_35.@{" Heimkehr Israels nach allem Leid " Link Jes_35.}
    Jes_36.@{" Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Königs Hiskia " Link Jes_36.}
    Jes_37.@{" Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems " Link Jes_37.}
    Jes_38.@{" Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit " Link Jes_38.}
    Jes_39.@{" Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung " Link Jes_39.}
    Jes_40.@{" Botschaft des HERRN von der Erlösung " Link Jes_40.}
      Jes_40.12.@{" Die unvergleichliche Größe Gottes " Link Jes_40.12.}
    Jes_41.@{" Das Walten Gottes mit den Völkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage " Link Jes_41.}
    Jes_42.@{" Der Knecht des HERRN in seiner Größe und Armut - Klage über Israel als Knecht des " Link Jes_42.}
    Jes_43.@{" Israels Erlösung aus Gnaden " Link Jes_43.}
    Jes_44.@{" Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes " Link Jes_44.}
    Jes_45.@{" Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels " Link Jes_45.}
    Jes_46.@{" Vernichtung der Götzen - Heil in Gott " Link Jes_46.}
    Jes_47.@{" Triumph und Spott über den Untergang Babels " Link Jes_47.}
    Jes_48.@{" Jesaja 48. - Weitere Mahnung an Israel und erneute Verheißung der Rettung" Link Jes_48.}
    Jes_49.@{" Der Knecht des HERRN: Licht für die Heiden und Heil für Israel " Link Jes_49.}
      Jes_49.14.@{" Klage, Tröstung und Wiederherstellung Israels " Link Jes_49.14.}
    Jes_50.@{" Israels Schuld - Erniedrigung des treuen Knechtes Gottes " Link Jes_50.}
    Jes_51.@{" Gottes Trost im Leid und Ankündigung der Erlösung " Link Jes_51.}
    Jes_52.@{" Jerusalem im kommenden Königreich " Link Jes_52.}
      Jes_52.13.@{" Die Stellvertretung des erniedrigten Knechtes Gottes und seine Erhöhung " Link Jes_52.13.}
    Jes_53.@{" Jesaja 53. " Link Jes_53.}
    Jes_54.@{" Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit " Link Jes_54.}
    Jes_55.@{" Heilsangebot Gottes an alle " Link Jes_55.}
    Jes_56.@{" Heil für die Nationen bei Sabbatheiligung " Link Jes_56.}
      Jes_56.9.@{" Friede den Gerechten - Kein Friede den Gottlosen " Link Jes_56.9.}
    Jes_57.@{" Jesaja 57. " Link Jes_57.}
    Jes_58.@{" Falsche und echte Frömmigkeit " Link Jes_58.}
    Jes_59.@{" Sündhaftigkeit, Bekenntnis und Gottes zukünftiges Handeln zum Heil " Link Jes_59.}
    Jes_60.@{" Die zukünftige Herrlichkeit Zions " Link Jes_60.}
    Jes_61.@{" Gute Botschaft vom zukünftigen Heil " Link Jes_61.}
    Jes_62.@{" Gottes Bemühen um die Wiederherstellung Israels " Link Jes_62.}
    Jes_64.@{" Jesaja 64. " Link Jes_64.}
    Jes_65.@{" Gottes Urteil über Abtrünnige und Getreue - Neuer Himmel und neue Erde " Link Jes_65.}
    Jes_66.@{" Ablehnung von heuchlerischem Gottesdienst - Zukünftige Heilsvollendung für " Link Jes_66.}
      Jes_66.15.@{" Drohendes Gericht über die Treulosen - Zukünftige Heimkehr der Zerstreuten " Link Jes_66.15.}
@ENDNODE

@NODE Jes_ "Einleitung zu Jesaja"
@TOC JesTable_Of_Contents
 Einleitung zu Jesaja

	@{font helvetica.font 24}@{b}@{fg highlight}Einleitung zum Buch Jesaja@{ub}@{fg text}@{deffont}

	 Der Prophet Jesaja aus Jerusalem (etwa 740-701 v.u.Z.) hat mit seiner
 Verkündigung  den  Grundstock des Buches geschaffen, das seinen Namen trägt.
 Aus  dem  Inhalt  der von ihm überlieferten Prophetenworte schließt man, daß
 er,  im  Todesjahr  des Königs Usija (739 v.Chr.) berufen (Kap. @{"Jes_6" Link Jes_6.}), in
 vier  wichtigen  Perioden  der  Geschichte Judas das Wort Jahwes verkündete.
 Zunächst  befaßte  er  sich  mit  Drohworten  (Kap.  @{"1-3" Link Jes_1.}  und @{"5" Link Jes_5.}) mit den
 Zuständen in Juda und Jerusalem.


   Zu seiner Zeit gelang es dem König Ahas das Land Juda von den assyrern los-
 zukaufen, indem er ihnen den tempelschatz als erste Rate auf Tributforderungen
 überließ. Dann erhob er bei allen Untertanen, die Land besaßen eine Sondersteuer
 um die Eroberer regelmäßig bezahlen zu können. Diesem Umstand verdankte sein
 Sohn Hiskia, daß er nach ihm den Thron besteigen konnte. Nach vielen Jahren
 meinte Hiskia eine Chance zu sehen, sich von den Tributzahlungen drücken zu 
 können, da Assyrien mit anderen, wichtigen Dingen beschäftigt war. er hatte
 sich leider verrechnet. Der assyrische König Sanherib II. rächte sich mit
 grausamen Überfall auf Juda. Er belagerte auch Jerusalem, doch gelang es ihm
 nicht die stadt zu erobern. Er mußte sich wegen einer Seuche in seinem Heer
 zurückziehen, was er aber in seinen Aufzeichnungen verschwieg.
   Der Unterdrücker wurde der als verlängerter Arm Gottes bezeichnet, der die
 Judäer für ihre Abwendung vom wahren Gott bestrafte.

   Im Film "Jeremija", der etwa 608 v.Chr. lebte wird aber dann Nebukadnezzar
 als dieser Eroberer und  genannt  als verlängerter  Arm Gottes?! 587 wurden
 die wichtigsten Bewohner Jerusalems und Judas nach Babylon verschleppt.
 
   Ein Wandel im Verständnis für Gott hatte sich vollzogen:
 Für Abraham war er ein Familiengott, für Moses und die Richter ein Stammesgott;
 Saul, David und Salomo sahen ihn als nationalen Gott. Nun war der Gott der
 Israeliten zum GOTT aller Völker geworden.

@{" Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten " Link Jes_1.}
@{" Das zukünftige Friedensreich " Link Jes_2.}
@{" Gericht über Sünden, besonders über die der höheren Stände und deren Frauen " Link Jes_3.}
@{" Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg " Link Jes_5.}
@{" Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung " Link Jes_6.}
@{" Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel " Link Jes_7.}
@{" Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts " Link Jes_8.}
@{" -Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids " Link Jes_9.}
@{" Jesaja Kapitel 10. Weheruf über Assur und dessen Niederlage " Link Jes_10.}
@{" Das zukünftige Friedensreich des Christus " Link Jes_11.}
@{" Dank des Überrestes im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_12.}
@{" Jesaja Kapitel 13. " Link Jes_13.}
@{" Freude und Staunen über den Sturz Babels und seines Königs " Link Jes_14.}
@{" Drohendes Gericht über Moab " Link Jes_15.}
@{" Jesaja 16. " Link Jes_16.}
@{" Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel " Link Jes_17.}
@{" Drohendes Gericht über Kusch " Link Jes_18.}
@{" Drohendes Gericht über Ägypten " Link Jes_19.}
@{" Ankündigung des Sieges Assurs über Ägypten und Kusch " Link Jes_20.}
@{" Weissagung der Verwüstung Babels " Link Jes_21.} 21. 
@{" Strafrede gegen Jerusalem " Link Jes_22.}
@{" Ausspruch über Tyrus " Link Jes_23.}
@{" Verwüstung des Landes als Heimsuchung Gottes " Link Jes_24.}
@{" Freude im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_25.}
@{" Zukünftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil " Link Jes_26.}
@{" Drohendes Gericht über die Weltmächte - Sammlung Israels " Link Jes_27.}
@{" Drohendes Gericht über Samaria und Warnung an Jerusalem " Link Jes_28.}
@{" Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems " Link Jes_29.}
@{" Warnung vor Hilferuf an Ägypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen -Zukünftige " Link Jes_30.}
@{" Warnung vor Hilferuf an Ägypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur " Link Jes_31.}
@{" Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgießen des Geistes Gottes " Link Jes_32.}
@{" Jerusalems Not, Rettung und zukünftiges Glück " Link Jes_33.}
@{" Zukünftiges Gericht über die Feinde Israels, besonders über Edom " Link Jes_34.}
@{" Heimkehr Israels nach allem Leid " Link Jes_35.}
@{" Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Königs Hiskia " Link Jes_36.}
@{" Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems " Link Jes_37.}
@{" Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit " Link Jes_38.}
@{" Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung " Link Jes_39.}
@{" Botschaft des HERRN von der Erlösung " Link Jes_40.}
@{" Das Walten Gottes mit den Völkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage " Link Jes_41.}
@{" Der Knecht des HERRN in seiner Größe und Armut - Klage über Israel als Knecht des " Link Jes_42.}
@{" Israels Erlösung aus Gnaden " Link Jes_43.}
@{" Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes " Link Jes_44.}
@{" Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels " Link Jes_45.}
@{" Vernichtung der Götzen - Heil in Gott " Link Jes_46.}
@{" Triumph und Spott über den Untergang Babels " Link Jes_47.}
@{" Jesaja 48. " Link Jes_48.}
@{" Der Knecht des HERRN: Licht für die Heiden und Heil für Israel " Link Jes_49.}
@{" Israels Schuld - Erniedrigung des treuen Knechtes Gottes " Link Jes_50.}
@{" Gottes Trost im Leid und Ankündigung der Erlösung " Link Jes_51.}
@{" Jerusalem im kommenden Königreich " Link Jes_52.}
@{" Jesaja 53. " Link Jes_53.}
@{" Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit " Link Jes_54.}
@{" Heilsangebot Gottes an alle " Link Jes_55.}
@{" Heil für die Nationen bei Sabbatheiligung " Link Jes_56.}
@{" Jesaja 57. " Link Jes_57.}
@{" Falsche und echte Frömmigkeit " Link Jes_58.}
@{" Sündhaftigkeit, Bekenntnis und Gottes zukünftiges Handeln zum Heil " Link Jes_59.}
@{" Die zukünftige Herrlichkeit Zions " Link Jes_60.}
@{" Gute Botschaft vom zukünftigen Heil " Link Jes_61.}
@{" Gottes Bemühen um die Wiederherstellung Israels " Link Jes_62.}
@{" Jesaja 64. " Link Jes_64.}
@{" Gottes Urteil über Abtrünnige und Getreue - Neuer Himmel und neue Erde " Link Jes_65.}
@{" Ablehnung von heuchlerischem Gottesdienst - Zukünftige Heilsvollendung für " Link Jes_66.}
@ENDNODE

@NODE Jes_1. "Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten"
@TOC JesTable_Of_Contents

Gottes Anklage gegen sein Volk und Klage des Propheten


 1
     1 Das Gesicht, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem
 geschaut hat in den Tagen von Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, den Königen von
 Juda.

     2 Hört, ihr Himmel, und horch auf, du Erde! Denn der HERR hat geredet: Ich
 habe  Kinder  großgezogen  und auferzogen, sie aber haben mit mir gebrochen. 3
 Ein  Rind  kennt  seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel
 [aber]  hat  keine  Erkenntnis,  mein Volk hat keine Einsicht. 4 Wehe, sündige
 Nation,  schuldbeladenes  Volk,  Geschlecht von Übeltätern, verderbenbringende
 Kinder!  Sie  haben den HERRN verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen,
 sie  haben  sich  nach  hinten  abgewandt. - 5 Wohin wollt ihr noch geschlagen
 werden,  die  ihr [eure] Widerspenstigkeit [nur] vermehrt? Das ganze Haupt ist
 krank,  und  das  ganze  Herz  ist siech. 6 Von der Fußsohle bis zum Haupt ist
 keine  heile  Stelle an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind
 nicht  ausgedrückt und nicht verbunden, noch mit Öl gelindert. 7 Euer Land ist
 eine  Öde,  eure  Städte  sind  mit  Feuer  verbrannt; euer Ackerland - Fremde
 verzehren  [seine  Frucht]  vor  euren  Augen;  eine  Öde ist es wie bei einer
 Umkehrung  durch  Fremde.  8  Und die Tochter Zion ist übriggeblieben wie eine
 Laubhütte  im  Weinberg, wie eine Nachthütte im Gurkenfeld, wie eine belagerte
 Stadt.  9 Hätte der HERR der Heerscharen uns nicht einen ganz kleinen Überrest
 gelassen, wie Sodom wären wir, Gomorra wären wir gleich.


@{" Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst " Link Jes_1.10.}
@{" Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage über Zion - Zukünftige Umkehr durch Gericht " Link Jes_1.18.}
@ENDNODE

@NODE Jes_1.10. "Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst"
@TOC JesTable_Of_Contents
Verurteilung des falschen Gottesdienstes und Aufruf zum echten Gottesdienst

     10 Hört das Wort des HERRN, ihr Anführer von Sodom! Horcht auf die Weisung
 unseres  Gottes,  Volk  von  Gomorra!  11  Wozu  [soll]  mir  die  Menge eurer
 Schlachtopfer  [dienen]?  #  spricht  der  HERR.  Ich  habe die Brandopfer von
 Widdern und das Fett der Mastkälber satt, und am Blut von Jungstieren, Lämmern
 und  jungen  Böcken  habe  ich kein Gefallen. 12 Wenn ihr kommt, um vor meinem
 Angesicht  zu erscheinen - wer hat das von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe
 zu  zertreten? 13 Bringt nicht länger nichtige Speisopfer! Das Räucherwerk ist
 mir  ein  Greuel.  Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde
 und  Festversammlung  ertrage  ich nicht. 14 Eure Neumonde und eure Feste haßt
 meine  Seele.  Sie  sind  mir  zur  Last  geworden,  ich bin es müde, [sie] zu
 ertragen.  15 Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor
 euch.  Auch  wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht: eure Hände sind voll
 Blut.  16  Wascht  euch,  reinigt  euch!  Schafft mir eure bösen Taten aus den
 Augen, hört auf, Böses zu tun! 17 Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist
 den  Unterdrücker zurecht! Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der
 Witwe!


@ENDNODE

@NODE Jes_1.18. "Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage über Zion - Zukünftige Umkehr durch Gericht"
@TOC JesTable_Of_Contents
Gottes Rechtshandel mit Juda, Klage über Zion - Zukünftige Umkehr durch Gericht

     18 Kommt denn und laßt uns miteinander rechten! spricht der HERR. Wenn
 eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie
 rot  sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden. 19 Wenn ihr willig seid und
 hört,  sollt  ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und
 widerspenstig  seid, sollt ihr vom Schwert gefressen werden. Denn der Mund des
 HERRN hat geredet.

     21 Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voller Recht;
 Gerechtigkeit  wohnte  darin, und jetzt Mörder! 22 Dein Silber ist zu Schlacke
 geworden,  dein  edler  Wein  mit  Wasser  gepanscht.  23  Deine Obersten sind
 Widerspenstige und Diebesgesellen, jeder von ihnen liebt Bestechungen und jagt
 Geschenken  nach.  Der Waise verschaffen sie nicht Recht, und der Rechtsstreit
 der Witwe kommt nicht vor sie.@{line}
     24 Darum spricht der Herr, der HERR der Heerscharen, der Mächtige Israels:
 Wehe!  Ich  werde  mich  weiden  an  meinen Gegnern und Rache nehmen an meinen
 Feinden.  25  Und  ich  werde  meine  Hand  gegen  dich wenden und werde deine
 Schlacken ausschmelzen wie mit Pottasche und all deine Schlacke beseitigen. 26
 Ich  will  deine  Richter  wiederherstellen wie in der ersten [Zeit] und deine
 Ratgeber  wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit,
 treue  Stadt.  27  Zion  wird  erlöst  werden  durch Recht und die, die in ihm
 umkehren,  durch  Gerechtigkeit. 28 Aber Zerbruch [trifft die] Abtrünnigen und
 Sünder alle miteinander; und die den HERRN verlassen, werden umkommen. 29 Denn
 sie  werden  beschämt  werden  wegen der Terebinthen, die ihr begehrt, und ihr
 werdet  schamrot  werden  wegen  der Gärten, die ihr erwählt habt. 30 Denn ihr
 werdet  sein wie eine Terebinthe, deren Laub verwelkt ist, und wie ein Garten,
 der  kein  Wasser  hat. 31 Und der Starke wird zu Werg werden und sein Tun zum
 Funken; und beide miteinander werden sie brennen, und niemand wird löschen.


@ENDNODE

@NODE Jes_2. "Das zukünftige Friedensreich"
@TOC JesTable_Of_Contents
Das zukünftige Friedensreich 
@{"Mi 4" Link Mi 4},1-5

 2
   1 Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut
 hat:@{line}
     2 Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des
 HERRN feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle
 Nationen  werden zu ihm strömen. 3 Und viele Völker werden hingehen und sagen:
 Kommt,  laßt  uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs,
 daß er uns auf Grund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn
 von  Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem. 4 Und er
 wird  richten  zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann
 werden  sie  ihre  Schwerter  zu  Pflugscharen  umschmieden und ihre Speere zu
 Winzermessern.  Nicht [mehr] wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und
 sie werden den Krieg nicht mehr lernen.

     5 Haus Jakob, kommt, laßt uns im Licht des HERRN leben! Gericht am Tag des
 HERRN
     6 Ja, du hast dein Volk, das Haus Jakob, aufgegeben. Denn sie sind voll
 [von  Wahrsagern]  aus  dem Osten und sind Zauberer wie die Philister, und mit
 den  Kindern der Fremden schlagen sie in die Hände. 7 Sein Land wurde voll von
 Silber  und  Gold, und seine Schätze haben kein Ende. Sein Land wurde voll von
 Pferden,  und  seine Wagen haben kein Ende. 8 Sein Land wurde voll von Götzen.
 Man  wirft  sich  nieder  vor dem Werk seiner Hände, vor dem, was seine Finger
 gemacht  haben.  9  Da wird der Mensch gebeugt und der Mann erniedrigt. Und du
 mögest  ihnen  nicht vergeben! 10 Verkriech dich in den Fels und halte dich im
 Staub  versteckt  vor  dem  Schrecken  des  HERRN  und  vor  der Pracht seiner
 Majestät! 11 Die stolzen Augen des Menschen werden erniedrigt, und der Hochmut
 des  Mannes  wird  gebeugt  werden.  Aber  der HERR wird hoch erhaben sein, er
 allein, an jenem Tag.

     12 Denn der HERR der Heerscharen hat [sich] einen Tag [vorbehalten] über
 alles Hoffärtige und Hohe und über alles Erhabene, daß es erniedrigt werde; 13
 über  alle  Zedern  des Libanon, die hohen und erhabenen, und über alle Eichen
 Basans;  14 über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel; 15 über jeden
 hohen  Turm  und  über jede steile Mauer; 16 über alle Tarsis-Schiffe und über
 alle  kostbaren  Boote.  17  Und  der  Stolz des Menschen wird gebeugt und der
 Hochmut  des Mannes erniedrigt werden. Und der HERR wird hoch erhaben sein, er
 allein, an jenem Tag. 18 Und die Götzen - [mit ihnen] ist es völlig aus. 19 Da
 wird  man sich in Felsenhöhlen und in Erdlöchern verkriechen vor dem Schrecken
 des  HERRN und vor der Pracht seiner Majestät, wenn er sich aufmacht, die Erde
 zu schrecken. 20 An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen Götzen und seine
 goldenen  Götzen, die man ihm zum Anbeten gemacht hat, den Spitzmäusen und den
 Fledermäusen  hinwerfen,  21  um  sich  in  die Felsspalten und Steinklüfte zu
 verkriechen  vor  dem  Schrecken des HERRN und vor der Pracht seiner Majestät,
 wenn  er  sich  aufmacht,  die  Erde zu schrecken. 22 Laßt ab vom Menschen, in
 dessen Nase [nur] ein Hauch ist! Denn wofür ist er zu achten?


@ENDNODE

@NODE Jes_3. "Gericht über Sünden, besonders über die der höheren Stände und deren Frauen"
@TOC JesTable_Of_Contents
Gericht über Sünden, besonders über die der höheren Stände und deren Frauen

 3
     1 Denn siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, nimmt von Jerusalem und
 von  Juda  Stütze  und Stab hinweg, jede Stütze des Brotes und jede Stütze des
 Wassers:  2  Held  und  Kriegsmann,  Richter  und  Prophet  und  Wahrsager und
 ältesten;  3  den  Obersten  von  fünfzig  [Mann]  und den Angesehenen und den
 Ratgeber  und  den  geschickten  Zauberer und den Beschwörungskünstler. 4 Dann
 mache  ich  junge  Männer  zu  ihren  Obersten, und Mutwillige sollen über sie
 herrschen.  5  Da  wird  sich  das Volk [bedrängen], Mann gegen Mann und jeder
 gegen  seinen  Nächsten. Sie werden frech auftreten, der Junge gegen den Alten
 und  der  Verachtete  gegen  den Geehrten. 6 Dann wird jemand seinen Bruder im
 Haus  seines  Vaters packen [und sagen]: Du hast [noch] einen Mantel, Anführer
 sollst du uns sein! Und dieser Trümmerhaufen sei unter deiner Hand! 7 Doch der
 wird  an jenem Tag [seine Stimme] erheben: Ich will kein Wundarzt sein, und in
 meinem  Haus  ist kein Brot und kein Mantel. Macht mich nicht zum Anführer des
 Volkes! - 8 Denn Jerusalem ist gestürzt und Juda gefallen, weil ihre Zunge und
 ihre  Taten gegen den HERRN sind, um den Augen seiner Herrlichkeit zu trotzen.
 9  Daß  sie  die Person ansehen, zeugt gegen sie. Und von ihrer Sünde sprechen
 sie  offen  wie Sodom, sie verschweigen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich
 selbst  tun  sie  Böses an. 10 Sagt vom Gerechten, daß [es ihm] gutgehen wird,
 denn  die  Frucht  ihrer  Taten werden sie genießen. 11 Wehe dem Gottlosen! Es
 wird  ihm  schlechtgehen,  denn  das  Tun  seiner Hände wird ihm vergolten. 12
 [Ach,]  mein Volk, seine Antreiber sind Mutwillige, und Frauen beherrschen es.
 Mein  Volk,  deine  Führer  sind  Verführer, und den Weg, den du gehen sollst,
 verwirren sie.

     13 Der HERR steht da zum Rechtsstreit, und er tritt auf, um die Völker zu
 richten. 14 Der HERR wird ins Gericht gehen mit den Ältesten seines Volkes und
 dessen  Obersten:  Ihr,  ihr  habt  den  Weinberg  abgeweidet, das dem Elenden
 Geraubte  ist in euren Häusern. 15 Was [fällt] euch [ein]? Mein Volk zertretet
 ihr,  und das Gesicht der Elenden zermalmt ihr! spricht der Herr, der HERR der
 Heerscharen.
     16 Und der HERR sprach: Weil die Töchter Zions hochmütig sind und mit
 hochgerecktem  Hals  dahergehen  und  verführerische Blicke werfen, [weil sie]
 trippelnd  einherstolzieren  und mit ihren Fußspangen klirren: 17 deshalb wird
 der Herr den Scheitel der Töchter Zions grindig machen, und der HERR wird ihre
 Stirn  entblößen.  18  An  jenem  Tag  wird der Herr wegnehmen den Schmuck der
 Fußspangen  und Stirnbänder und Halbmonde; 19 die Ohrgehänge und Armketten und
 Schleier;  20 die Kopfbunde und Schrittkettchen und Gürtel und Riechfläschchen
 und  Amulette;  21  die  Fingerringe  und Nasenringe; 22 die Prachtkleider und
 Mäntel  und  Umschlagtücher  und  Beutel;  23  die  Handspiegel und Hemden und
 Turbane  und  Überwürfe.  24 Und es wird geschehen, statt des Wohlgeruchs wird
 Moder sein und statt des Gürtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze
 und statt des Prunkgewandes ein umgürteter Sack, ein Brandmal statt Schönheit.
 25  Deine Männer werden durchs Schwert fallen und deine Helden im Krieg. 26 Da
 werden ihre Tore klagen und trauern, und vereinsamt sitzt sie am Boden.


 4
     1 Und an jenem Tag werden sieben Frauen einen Mann ergreifen und sagen:
 Wir wollen unser eigenes Brot essen und uns mit unserem eigenen Mantel
 bekleiden. Wenn nur dein Name über uns genannt wird! Nimm unsere Schmach
 hinweg!

@ENDNODE

@NODE Jes_5. "Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg"
@TOC JesTable_Of_Contents
Gleichnis vom unfruchtbaren Weinberg

 5
     1 Singen will ich von meinem Freund, das Lied meines Liebsten von seinem
 Weinberg:  Einen  Weinberg  hatte mein Freund auf einem fetten Hügel. 2 Und er
 grub  ihn um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit Edelreben. Er
 baute  einen Turm in seine Mitte und hieb auch eine Kelterkufe darin aus. Dann
 erwartete er, daß er Trauben bringe. Doch er brachte schlechte Beeren.
     3 Und nun, Bewohner von Jerusalem und Männer von Juda, richtet doch
 zwischen  mir  und  meinem Weinberg! 4 Was war an meinem Weinberg noch zu tun,
 und  ich  hätte es nicht an ihm getan? Warum habe ich erwartet, daß er Trauben
 bringe,  und  er  brachte  schlechte  Beeren?  5  Nun,  so  will ich euch denn
 mitteilen,  was  ich  mit  meinem  Weinberg  tun werde: Seinen Zaun [will ich]
 entfernen,  daß er abgeweidet wird, seine Mauer niederreißen, daß er zertreten
 wird. 6 Ich werde ihn zur Wüstenei machen. Er soll nicht beschnitten und nicht
 behackt  werden,  in  Dornen  und  Disteln  soll er aufgehen. Und ich will den
 Wolken  befehlen,  daß  sie  keinen  Regen  auf  ihn regnen lassen. 7 Denn der
 Weinberg  des  HERRN  der  Heerscharen ist das Haus Israel, und die Männer von
 Juda  sind  die  Pflanzung  seiner  Lust. Und er wartete auf Rechtsspruch, und
 siehe  da:  Rechtsbruch;  auf  Gerechtigkeit,  und  siehe  da:  Geschrei  über
 Schlechtigkeit.


@{" Weherufe wegen Sünden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind " Link Jes_5.8.}
@ENDNODE

@NODE Jes_5.8. "Weherufe wegen Sünden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind"
@TOC JesTable_Of_Contents
Weherufe wegen Sünden - Drohendes Gericht durch einen furchtbaren Feind

     8 Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rücken, bis kein Raum
 mehr  ist und ihr allein ansässig seid mitten im Land! 9 [So hat] der HERR der
 Heerscharen  in  meine  Ohren  [geschworen]:  Wenn nicht die vielen Häuser zur
 Einöde  werden  [und]  die großen und schönen ohne Bewohner sind! 10 Denn zehn
 Juchart Weinberge werden [nur] ein Bat bringen, und ein Homer Samen wird [nur]
 ein  Efa  bringen.  -  11  Wehe  denen,  die sich früh am Morgen aufmachen, um
 Rauschtrank  nachzujagen,  die  bis  spät am Abend bleiben, [daß] der Wein sie
 erhitze!  12  Zither  und  Harfe, Tamburin und Flöte und Wein gehören zu ihrem
 Gelage.  Aber  auf  das  Tun  des HERRN schauen sie nicht, und das Werk seiner
 Hände sehen sie nicht.

     13 Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Seine
 Vornehmen  sind  Hungerleider,  und  seine  lärmende  Menge ist ausgedörrt vor
 Durst.  14  Darum  sperrt  der Scheol seinen Schlund weit auf und reißt seinen
 Rachen  auf  ohne  Maß. Und hinabfährt seine Pracht und sein Getümmel und sein
 Lärm  und  wer  darin  frohlockt.  15  Da wird der Mensch gebeugt und der Mann
 erniedrigt,  und  die Augen der Hochmütigen werden erniedrigt. 16 Und der HERR
 der  Heerscharen  wird  im  Gericht  erhaben sein, und Gott, der Heilige, sich
 heilig erweisen in Gerechtigkeit. - 17 Und Lämmer werden [dort] weiden wie auf
 ihrer Trift, und Ziegen nähren sich in den Trümmerstätten der Vertriebenen.

     18 Wehe denen, die die Schuld herbeiziehen mit Stricken des Nichts, und
 die  Sünde  wie mit Wagenseilen! 19 Die da sagen: Es eile, es komme rasch sein
 Werk,  damit  wir  es sehen! Und der Ratschluß des Heiligen Israels nahe heran
 und  komme, damit wir ihn erkennen! 20 Wehe denen, die das Böse gut nennen und
 das  Gute  böse;  die  Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die
 Bitteres  zu  Süßem  machen und Süßes zu Bitterem! 21 Wehe denen, die in ihren
 eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten! 22 Wehe denen,
 die  Helden sind im Weintrinken und tapfere Männer im Mischen von Rauschtrank;
 23 die den Ungerechten wegen eines Bestechungsgeschenkes gerecht sprechen, den
 Gerechten aber ihre Gerechtigkeit absprechen!

     24 Darum, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und dürres Gras in
 der  Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte
 auffliegen  wie  Staub.  Denn  sie  haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen
 verworfen  und das Wort des Heiligen Israels verschmäht. 25 Darum ist der Zorn
 des  HERRN  gegen  sein  Volk  entbrannt,  und  er  hat  seine  Hand gegen sie
 ausgestreckt  und  sie  geschlagen.  Und  die Berge erbebten, und ihre Leichen
 lagen  wie  Kehricht  mitten  auf  den Straßen. Bei alledem hat sein Zorn sich
 nicht gewandt, und noch ist seine Hand ausgestreckt.

     26 Und er wird ein Feldzeichen aufrichten für die Nation in der Ferne, und
 er  wird sie herbeipfeifen vom Ende der Erde; und siehe, eilends, schnell wird
 sie  kommen.  27  Kein  Erschöpfter  und  kein  Stürzender  ist bei ihr; nicht
 schlummert  noch  schläft  sie; keinem löst sich der Gürtel von seinen Lenden,
 [und]  keinem zerreißt der Riemen seiner Schuhe. 28 Ihre Pfeile sind geschärft
 und  all  ihre Bogen gespannt, die Hufe ihrer Pferde sind Kieselsteinen gleich
 und  ihre Räder gleich dem Wirbelwind. 29 Ihr Gebrüll ist wie das einer Löwin,
 sie  brüllt  wie  die Junglöwen. Und sie knurrt und packt die Beute und bringt
 sie in Sicherheit, und kein Retter ist da. 30 Und sie knurrt über ihr an jenem
 Tag  wie das Tosen des Meeres. Dann blickt man zur Erde, und siehe, angstvolle
 Finsternis; und das Licht ist verfinstert durch ihr Gewölk.


@ENDNODE

@NODE Jes_6. "Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung"
@TOC JesTable_Of_Contents
Gesicht des Jesaja und seine Beauftragung

 @{font times.font 24}@{b}@{fg fill}6 @{ub}@{fg text}@{deffont}
     1 Im Todesjahr des Königs Usija (736 v.u.Z.), da sah ich den Herrn
 sitzen  auf hohem und erhabenem Thron, und die Säume seines Gewandes füllten
 den Tempel. 2 Seraphim standen über ihm. Jeder von ihnen hatte sechs Flügel:
 mit  zweien bedeckte er sein Gesicht, mit zweien bedeckte er seine Füße, und
 mit  zweien  flog  er.  3  Und  einer rief dem andern zu und sprach: Heilig,
 heilig,  heilig ist der HERR der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt mit
 seiner  Herrlichkeit!  4 Da erbebten die Türpfosten in den Schwellen von der
 Stimme  des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. 5 Da sprach ich:
 Wehe  mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich,
 und  mitten  in  einem  Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen
 haben  den  König,  den  HERRN der Heerscharen, gesehen. 6 Da flog einer der
 Seraphim  zu  mir;  und  in  seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit
 einer  Zange vom Altar genommen hatte. 7 Und er berührte  damit  meinen Mund
 und  sprach:  Siehe,  dies  hat  deine  Lippen  berührt; so ist deine Schuld
 gewichen und deine Sünde gesühnt.

     8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer
 wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! 9 Und er sprach: Geh
 hin und sprich zu diesem Volk: Hören, ja, hören sollt ihr und nicht verstehen!
 Sehen, ja, sehen sollt ihr und nicht erkennen! 10 Mache das Herz dieses Volkes
 fett, mache seine Ohren schwer[hörig], und verklebe seine Augen: damit es mit
 seinen Augen [nicht] sieht und mit seinen Ohren [nicht] hört und sein Herz [nicht]
 einsichtig wird und es [nicht] umkehrt und Heilung für sich findet! 11 Da sagte
 ich: Wie lange, Herr? Und er sprach: Bis die Städte verwüstet sind, ohne Bewohner,
 und die Häuser ohne Menschen und das Land zur Öde verwüstet ist. 12 Der HERR wird
 die Menschen weit fortschicken, und die Verlassenheit mitten im Land wird groß
 sein. 13 Und ist noch ein Zehntel darin, so wird es wieder dem Niederbrennen
 anheimfallen wie die Terebinthe und wie die Eiche, an denen beim Fällen ein Stumpf
 [bleibt] - ein heiliger Same ist sein Stumpf.


@ENDNODE

@NODE Jes_7. "Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Des Königs Ahas Verzagtheit und Unglaube - Verheißung des Immanuel

 7
     1 Und es geschah in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, des Sohnes Usijas,
 des Königs von Juda, da zog Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn des
 Remalja, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf gegen es; aber er
 konnte nicht gegen es kämpfen. 2 Als nun dem Haus David gemeldet wurde: Aram hat
 sich auf [dem Gebiet von] Ephraim niedergelassen, da bebte sein Herz und das Herz
 seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben. 3 Der HERR aber sprach
 zu Jesaja: Geh doch hinaus, Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das
 Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes, 4 und sage
 ihm: Hüte dich und halte dich ruhig! Fürchte dich nicht, und dein Herz verzage
 nicht vor diesen beiden rauchenden Holzscheitstümpfen, [nämlich] vor der Zornglut
 Rezins und Arams und des Sohnes Remaljas! 5 Weil Aram Böses gegen dich beschlossen
 hat [ebenso wie] Ephraim und der Sohn des Remalja, indem sie sagen: 6 `Laßt uns
 gegen Juda hinaufziehen und ihm Grauen einjagen und es für uns erobern, und dort
 den Sohn des Tabeal zum König machen!, 7 so spricht der Herr HERR: Es wird nicht
 zustandekommen und nicht geschehen. 8 Denn das Haupt von Aram ist Damaskus, und das
 Haupt von Damaskus ist Rezin - und noch 65 Jahre, dann ist Ephraim zerschlagen,
 [dann ist es] kein Volk [mehr] -, 9 und das Haupt von Ephraim ist Samaria und das
 Haupt von Samaria ist der Sohn des Remalja. Glaubt ihr nicht, dann bleibt ihr
 nicht!

     10 Und der HERR fuhr fort, zu Ahas zu reden, und sprach: 11 Fordere dir ein
 Zeichen vom HERRN, deinem Gott! In der Tiefe fordere es oder oben in der Höhe! 12
 Ahas aber sagte: Ich will nicht fordern und will den HERRN nicht prüfen. 13 Da
 sprach er: Hört doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu ermüden, daß
 ihr auch meinen Gott ermüdet? 14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben:
 Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen
 Namen Immanuel nennen. 15 Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu
 verwerfen und das Gute zu wählen. 16 Denn ehe der Junge weiß, das Böse zu verwerfen
 und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dir
 graut. 17 Der HERR wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters
 Tage kommen lassen, wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Ephraim sich
 von Juda getrennt hat: den König von Assur.

     18 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird der HERR die Fliege, die am Ende
 der Ströme Ägyptens, und die Biene, die im Land Assur ist, herbeipfeifen. 19 Dann
 werden sie kommen und sich alle niederlassen in den Tälern der Schluchten und in
 den Spalten der Felsen, in allen Dornsträuchern und an allen Tränkplätzen. 20 An
 jenem Tag wird der Herr durch das Schermesser, das auf der anderen Seite des
 Stromes gedungen wurde, [nämlich] durch den König von Assur, das Haupt scheren und
 das Haar der Beine, ja, auch den Bart wird es wegnehmen. 21 An jenem Tag wird es
 geschehen, da wird einer eine junge Kuh und zwei Schafe am Leben erhalten. 22 Und
 es wird geschehen, wegen der Menge der Milch, die sie geben, wird er Rahm essen,
 ja, Rahm und Honig wird jeder essen, der im Land übriggeblieben ist. 23 Und es wird
 an jenem Tag geschehen, daß jeder Ort, wo tausend Weinstöcke [im Wert] von tausend
 Silber[schekeln] stehen, den Dornen und Disteln gehört. 24 [Nur] mit Pfeilen und
 Bogen wird man dorthin kommen, denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land
 werden. 25 Und [auf] alle Berge, die mit der Hacke behackt werden, dahin wirst du
 nicht kommen aus Furcht vor Dornen und Disteln. Und sie werden ein Ort sein, an den
 man Rinder treibt und der von Schafen zertreten wird.


@ENDNODE

@NODE Jes_8. "Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts

 8
     1 Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir eine große Tafel und schreibe darauf mit
 Menschengriffel: Für Schnell-Raub Eile-Beute! 2 Da nahm ich mir zuverlässige
 Zeugen: den Priester Uria und Secharja, den Sohn des Jeberechja. - 3 Und ich nahte
 der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und der HERR sprach zu
 mir: Gib ihm den Namen: `Schnell-Raub Eile Beute! 4 Denn ehe der Junge zu rufen
 versteht: `Mein Vater! und: `Meine Mutter!, wird man den Reichtum von Damaskus und
 die Beute von Samaria vor dem König von Assur hertragen.

     5 Und der HERR fuhr fort, weiter zu mir zu reden: 6 Weil dieses Volk die Wasser
 von Siloah verworfen, die still dahinfließen, und Freude hat an Rezin und dem Sohn
 des Remalja: 7 darum, siehe, läßt der Herr die mächtigen und großen Wasser des
 Stromes über sie heraufsteigen - den König von Assur und all seine Herrlichkeit. Er
 wird heraufsteigen über all seine Betten und über all seine Ufer gehen. 8 Und er
 wird über Juda dahinfahren, [alles] überschwemmen und überfluten; bis an den Hals
 wird er reichen. Und die Spanne seiner Flügel wird die Weite deines Landes füllen,
 Immanuel!

     9 Tobt, ihr Völker, und erschreckt! Und horcht auf, all ihr fernen [Bewohner]
 der Erde! Gürtet euch und erschreckt, gürtet euch und erschreckt! 10 Schmiedet
 einen Plan, er geht in die Brüche! Beredet die Sache, sie wird nicht
 zustandekommen! Denn Gott ist mit uns. 11 Denn so hat der HERR zu mir gesprochen,
 als [seine] Hand [mich] packte und er mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes
 zu gehen: 12 Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk
 Verschwörung nennt. Das, was sie fürchten, sollt ihr nicht fürchten und nicht
 [davor] erschrecken. 13 Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei
 eure Furcht, und er sei euer Schrecken! 14 Und er wird zum Heiligtum sein und zum
 Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum
 Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems. 15 Und viele unter ihnen
 werden stürzen, werden fallen und zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. - 16
 Binde die Offenbarung zusammen, versiegele die Weisung unter meinen Jüngern! - 17
 Und ich will auf den HERRN harren, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt,
 und will auf ihn hoffen.

     18 Siehe, ich und die Kinder, die der HERR mir gegeben hat, wir sind zu Zeichen
 und zu Wundern in Israel [geworden] vom HERRN der Heerscharen, der auf dem Berg
 Zion wohnt. 19 Und wenn sie zu euch sagen: Befragt die Totengeister und die
 Wahrsagegeister, die da flüstern und murmeln! [, so antwortet:] Soll nicht ein Volk
 seinen Gott befragen? [Soll es etwa] für die Lebenden die Toten [befragen]? 20 Hin
 zur Weisung und zur Offenbarung! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann
 gibt es für sie keine Morgenröte.

     21  Man wird  darin  umherziehen,  bedrückt  und hungrig.  Und  es  wird
 geschehen,  wenn  man  Hunger leidet, dann wird man von Wut übermannt werden
 und  seinen  König  und  seinen Gott verfluchen. Und man wird sich nach oben
 wenden  22  und wird zur Erde blicken: und siehe, da ist Not und Finsternis,
 bedrängendes Dunkel, und in dichte Finsternis ist man hineingestoßen.

@{" Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids " Link Jes_8.23.}
@ENDNODE

@NODE Jes_8.23. "Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids

     23 Doch nicht  bleibt das Dunkel  über dem,  der  von  der Finsternis
 bedrängt ist.  Wie die frühere Zeit dem Land Sebulon und dem Land Naftali
 Schmach  gebracht hat,  so bringt die spätere  den Weg am Meer,  das Land
 jenseits des Jordan und den Kreis der Nationen zu Ehren.

@ENDNODE

@NODE Jes_9. "-Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Verheißung des Reiches unter dem Sohn Davids

 9
	1 Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht. Die im Land der 
Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen. 2 Du vermehrst den Jubel, du machst die 
Freude groß. Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte, wie man jauchzt 
beim Verteilen der Beute. 3 Denn das Joch ihrer Last, den Stab [auf] ihrer Schulter, den 
Stock ihres Treibers zerbrichst du wie am Tag Midians. 4 Denn jeder Stiefel, der 
dröhnend einherstampft, und [jeder] Mantel, in Blut gewälzt, fällt dem Brand anheim, 
[wird] ein Fraß des Feuers. 5 Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, 
und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: 
Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. 6 Groß ist 
die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über 
seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von 
nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.


@{" Drohendes Gericht über Israel " Link Jes_9.7.}
@ENDNODE

@NODE Jes_9.7. "Drohendes Gericht über Israel"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Israel

     7 Ein Wort sendet der Herr gegen Jakob, und in Israel fällt es nieder. 8 Und
 das ganze Volk erkennt es, Ephraim und die Bewohner von Samaria, die in Hochmut und
 mit überheblichen Herzen sagen: 9 Die Ziegelsteine sind gefallen, aber mit Quadern
 bauen wir auf. Die Sykomoren sind abgehauen, aber wir setzen Zedern an ihre Stelle.
 10 Doch der HERR wird die Gegner, [nämlich] Rezin, über es erhöhen und seine Feinde
 aufstacheln: 11 Aram von Osten und die Philister von Westen; die werden Israel
 fressen mit vollem Maul. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist
 seine Hand ausgestreckt.

	12 Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt, und den HERRN der 
Heerscharen suchen sie nicht. 13 Da haut der HERR von Israel Kopf und Schwanz ab, 
Palmzweig und Binse an einem Tag. 14 Der Älteste und Angesehene, er ist der Kopf; 
und der Prophet, der Lüge lehrt, er ist der Schwanz. 15 Denn die Führer dieses Volkes 
werden zu Verführern und die von ihnen Geführten zu Verwirrten. 16 Darum wird sich 
der Herr über dessen junge Männer nicht freuen, und über seine Waisen und Witwen 
wird er sich nicht erbarmen. Denn sie alle sind Gottlose und Übeltäter, und jeder Mund 
redet Torheit. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand 
ausgestreckt.

	17 Denn die Gottlosigkeit brennt wie Feuer: Dornen und Disteln verzehrt sie und 
zündet in den Dickichten des Waldes, daß sie emporwirbeln als hoch aufsteigender 
Rauch. 28 Durch den Grimm des HERRN der Heerscharen ist das Land verbrannt, und 
das Volk ist wie ein Fraß des Feuers geworden; keiner hat Mitleid mit dem andern. 19 
Und man verschlingt zur Rechten und hungert, und man frißt zur Linken und wird nicht 
satt. Jeder frißt das Fleisch seines Nächsten: 20 Manasse den Ephraim, und Ephraim 
den Manasse; diese miteinander zusammen [aber fallen] über Juda her. - Bei alldem 
wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine Hand ausgestreckt.


@ENDNODE

@NODE Jes_10. "Jesaja Kapitel 10. Weheruf über Assur und dessen Niederlage"
@TOC JesTable_Of_Contents

 10
	1 Wehe denen, die Ordnungen des Unheils anordnen, und den Schreibern, die 
Mühsal schreiben, 2 um die Geringen von [ihrem] Rechtsanspruch zu verdrängen und 
den Elenden meines Volkes [ihr] Recht zu rauben, damit die Witwen ihr Plündergut 
werden und sie die Waisen plündern! 3 Und was wollt ihr tun am Tag der Heimsuchung 
und beim Sturm, der von weither kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe und wo 
euren Reichtum lassen? 4 Beugt man sich nicht unter Gefangenen, so muß man unter 
Erschlagenen fallen. - Bei alldem wendet sich sein Zorn nicht ab, und noch ist seine 
Hand ausgestreckt.


@{" Weheruf über Assur und dessen Niederlage " Link Jes_10.5.}
@{" Rettung des Überrestes Israels und Jerusalems " Link Jes_10.20.}
@ENDNODE

@NODE Jes_10.5. "Weheruf über Assur und dessen Niederlage"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Weheruf über Assur und dessen Niederlage 

@{"Nah_1.-3." Link Nah_1.-3.}; @{"Zeph_2." Link Zeph_2.},13-15

	5 Wehe, Assur, Rute meines Zorns! Und der Stock meines Zorns - in ihrer Hand 
ist er. 6 Gegen eine gottlose Nation sende ich ihn, und gegen das Volk meines 
Grimmes entbiete ich ihn, Raub zu rauben und Beute zu erbeuten und es zertreten zu 
lassen wie Straßenkot. 7 Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, 
sondern zu verheeren hat er im Sinn und nicht wenige Nationen auszurotten. 8 Denn er 
sagt: Sind meine Oberste nicht allesamt Könige? 9 Ist Kalne nicht wie Karkemisch, 
Hamat nicht wie Arpad, Samaria nicht wie Damaskus? 10 Wie meine Hand die 
Königreiche der Götzen erreicht hat - und ihre geschnitzten Bilder waren mehr als die 
von Jerusalem und von Samaria #, 11 werde ich nicht, wie ich Samaria und seinen 
Götzen getan habe, ebenso Jerusalem und seinen Götzenbildern tun?

	12 Aber es wird geschehen, wenn der Herr sein ganzes Werk am Berg Zion und 
an Jerusalem vollendet hat, wird er die Frucht des überheblichen Herzens des Königs 
von Assur heimsuchen und den hochmütigen Stolz seiner Augen. 13 Denn er hat 
gesagt: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es getan und durch meine Weisheit, 
denn ich bin verständig. Und ich beseitige die Grenzen der Völker und plündere ihre 
Schätze und stoße die Bewohner hinab wie ein Starker. 14 Meine Hand hat den 
Reichtum der Völker erreicht wie ein Nest. Und wie man verlassene Eier 
zusammenrafft, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft: da war keiner, der mit 
dem Flügel schlug oder den Schnabel aufriß und piepste. - 15 Rühmt sich die Axt 
gegen den, der damit haut? Oder brüstet sich die Säge gegen den, der sie zieht? Als 
schwänge ein Stock den, der ihn hochhebt, als ob ein Stab den hochhöbe, der kein 
Holz ist! 16 Darum wird der Herr, der HERR der Heerscharen, Schwindsucht senden 
unter seine Fetten, und unter seiner Herrlichkeit wird ein Brand auflodern wie ein 
Feuerbrand. 17 Und das Licht Israels wird zum Feuer werden und sein Heiliger zur 
Flamme; die wird seine Dornen und seine Disteln in Brand setzen und verzehren an 
einem Tag. 18 Und man wird die Herrlichkeit seines Waldes und seines Fruchtgartens 
von der Seele bis zum Fleisch vernichten, und es wird sein, wie wenn ein Kranker 
dahinsiecht. 19 Dann wird der Rest der Bäume seines Waldes zu zählen sein: ein 
Junge könnte sie aufschreiben.


@ENDNODE

@NODE Jes_10.20. "Rettung des Überrestes Israels und Jerusalems"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Rettung des Überrestes Israels und Jerusalems

	20 An jenem Tag wird es geschehen: Da wird der Überrest Israels, und was vom 
Haus Jakob entkommen ist, sich nicht mehr länger auf den stützen, der es schlägt, 
sondern es wird sich auf den HERRN, den Heiligen Israels, stützen in Treue. 21 Ein 
Überrest wird umkehren, ein Überrest Jakobs, zu dem starken Gott. 22 Denn wenn 
auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre: [nur] ein Überrest davon wird 
umkehren. Vernichtung ist beschlossen, einherflutend [mit] Gerechtigkeit. 23 Denn der 
Herr, der HERR der Heerscharen, vollzieht festbeschlossene Vernichtung inmitten der 
ganzen Erde.

     24 Darum, so spricht der Herr, der HERR der Heerscharen: Fürchte dich nicht,
 mein Volk, das in Zion wohnt, vor Assur, der dich mit dem Stock schlägt und seinen
 Stab gegen dich erhebt in der Art Ägyptens! 25 Denn nur noch eine ganz kurze Weile,
 dann wird der Grimm zu Ende sein, und mein Zorn [richtet sich] auf ihre
 Vernichtung. 26 Und der HERR der Heerscharen wird über ihn die Geißel schwingen wie
 bei der Niederlage Midians am Felsen Oreb und seinen Stab über das Meer, und er
 wird ihn erheben in der Art Ägyptens. 27 An jenem Tag wird es geschehen, da weicht
 seine Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und
 vernichtet wird das Joch vor dem Fett.

	28 Er kommt auf Ajat zu, zieht durch Migron; in Michmas läßt er seinen Troß. 29 
Sie ziehen durch die Schlucht, `Geba sei unser Nachtquartier! Rama bebt, Gibea Sauls 
flieht. 30 Schreie gellend, Tochter Gallims! Horche auf, Lajescha! Elendes Anatot! 31 
Madmena eilt davon, die Bewohner von Gebim bringen [sich] in Sicherheit. 32 Noch 
heute macht er Halt in Nob. - Er schwingt seine Hand gegen den Berg der Tochter Zion, 
den Hügel Jerusalems. - 33 Siehe, der Herr, der HERR der Heerscharen, haut mit 
Schreckensgewalt die Äste herunter. Und die Hochgewachsenen werden gefällt, und 
die Emporragenden werden niedersinken. 34 Und er schlägt das Dickicht des Waldes 
mit dem Eisen nieder, und der Libanon fällt durch einen Mächtigen.


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@NODE Jes_11. "Das zukünftige Friedensreich des Christus"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Das zukünftige Friedensreich des Christus

 11
	1 Und ein Sproß wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schößling aus 
seinen Wurzeln wird Frucht bringen. 2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, 
der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der 
Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN; 3 und er wird sein Wohlgefallen haben an 
der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und 
nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren hören, 4 sondern er wird die Geringen 
richten in Gerechtigkeit und die Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit. Und 
er wird den Gewalttätigen schlagen mit dem Stab seines Mundes und mit dem Hauch 
seiner Lippen den Gottlosen töten. 5 Gerechtigkeit wird der Schurz seiner Hüften sein 
und die Treue der Schurz seiner Lenden. - 6 Und der Wolf wird beim Lamm weilen und 
der Leopard beim Böckchen lagern. Das Kalb und der Junglöwe und das Mastvieh 
werden zusammen sein, und ein kleiner Junge wird sie treiben. 7 Kuh und Bärin 
werden [miteinander] weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern. Und der Löwe 
wird Stroh fressen wie das Rind. 8 Und der Säugling wird spielen an dem Loch der 
Viper und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle der Otter. 9 
Man wird nichts Böses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg. 
Denn das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein, wie von Wassern, die das 
Meer bedecken. - 10 Und an jenem Tag wird es geschehen: der Wurzelsproß Isais, der 
als Feldzeichen der Völker dasteht, nach ihm werden die Nationen fragen; und seine 
Ruhestätte wird Herrlichkeit sein.

	11 Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der Herr noch einmal seine 
Hand erheben, um den Überrest seines Volkes, der übrigbleibt, loszukaufen aus Assur 
und Ägypten, aus Patros und Kusch, aus Elam, Schinar und Hamat und von den Inseln 
des Meeres. 12 Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die 
Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Verstreuten Judas wird er sammeln 
von den vier Enden der Erde. 13 Dann wird die Eifersucht Ephraims weichen, und die 
Bedränger Judas werden ausgerottet werden. Ephraim wird auf Juda nicht eifersüchtig 
sein, und Juda wird Ephraim nicht bedrängen. 14 Und sie werden nach Westen auf die 
Berglehne der Philister fliegen. Miteinander werden sie die Söhne des Ostens 
ausplündern. Edom und Moab werden ihre Hand greifen, und die Söhne Ammons 
werden ihnen hörig sein. 15 Dann wird der HERR die Meereszunge Ägyptens spalten. 
Und er wird seine Hand über den Strom schwingen mit der Gewalt seines Hauches und 
ihn in sieben Bäche zerschlagen, so daß man mit Schuhen hindurchgehen kann. 16 So 
wird es eine Straße geben für den Überrest seines Volkes, der aus Assur übrigbleibt, 
wie es eine [Straße] für Israel gab an dem Tag, als es aus dem Land Ägypten 
heraufzog.


@ENDNODE

@NODE Jes_12. "Dank des Überrestes im zukünftigen Friedensreich"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Dank des Überrestes im zukünftigen Friedensreich

 12
	1 Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, HERR! Ja, du hast mir 
gezürnt. Möge dein Zorn sich wenden, daß du mich tröstest! 2 Siehe, Gott ist mein Heil, 
ich bin voller Vertrauen und fürchte mich nicht. Denn Jah, der HERR, ist meine Stärke 
und mein Loblied, und er ist mir zum Heil geworden. - 3 Und mit Freuden werdet ihr 
Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils 4 und werdet an jenem Tage sprechen: 
Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern seine Taten 
bekannt, verkündet, daß sein Name hoch erhaben ist! 5 Lobsingt dem HERRN, denn 
Herrliches hat er getan! Das soll auf der ganzen Erde bekannt werden. 6 Jauchze und 
juble, Bewohnerin von Zion! Denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels. 
Ankündigung der Zerstörung Babels, auch als Bild des Gerichts über alle Nationen


@{"Kap. 21." Link Kap. 21.},1-10;@{" 47." Link  47.},1-15; @{"Jer_50." Link Jer_50.}; 51

@ENDNODE

@NODE Jes_13. "Jesaja Kapitel 13."
@TOC JesTable_Of_Contents

 13
	1 Ausspruch über Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat.
	2 Auf kahlem Berg richtet ein Feldzeichen auf, mit lauter Stimme ruft ihnen zu, 
winkt mit der Hand, daß sie einziehen durch die Tore der Edlen! 3 Ich habe meine 
Geheiligten entboten, auch meine Helden zu meinem Zorn[gericht] gerufen, die über 
meine Hoheit frohlocken. 4 Horch! Getümmel auf den Bergen wie von einem großen 
Volk! Horch! Getöse von Königreichen, von versammelten Nationen! Der HERR der 
Heerscharen mustert ein Kriegsheer. 5 Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des 
Himmels - der HERR mit den Werkzeugen seiner Verwünschung, um das ganze Land 
zugrunde zu richten. 6 Heult, denn nahe ist der Tag des HERRN! Er kommt wie eine 
Verwüstung vom Allmächtigen. 7 Darum werden alle Hände erschlaffen, und jedes 
Menschenherz wird zerschmelzen. 8 Und sie werden bestürzt sein. Krämpfe und 
Wehen werden sie packen, sie werden sich winden wie eine Gebärende. Einer starrt 
den andern an, ihre Gesichter glühen wie Flammen.

     9 Siehe, der Tag des HERRN kommt, grausam mit Grimm und Zornglut, um die Erde
 zur Wüste zu machen; und ihre Sünder wird er von ihr austilgen. 10 Denn die Sterne
 des Himmels und seine Sternbilder werden ihr Licht nicht leuchten lassen. Die Sonne
 wird finster sein bei ihrem Aufgang, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen
 lassen. 11 Und ich werde am Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen
 ihre Schuld. Ich werde der Anmaßung der Stolzen ein Ende machen und den Hochmut der
 Gewalttätigen erniedrigen. 12 Ich will den Sterblichen seltener machen als
 gediegenes Gold und den Menschen [seltener] als Ofirgold. 13 Darum werde ich die
 Himmel erzittern lassen, und die Erde wird aufbeben von ihrer Stelle beim Grimm des
 HERRN der Heerscharen und am Tage seiner Zornglut. 14 Und es wird wie mit einer
 verscheuchten Gazelle sein und wie mit einer Herde, die niemand sammelt: jeder wird
 sich zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land fliehen. 15 Wer irgend gefunden
 wird, soll durchbohrt werden; und wer irgend ergriffen wird, soll durchs Schwert
 fallen. 16 Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert
 und ihre Frauen geschändet werden.

     17 Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold
 kein Gefallen haben. 18 [Ihre] Bogen werden junge Männer niederstrecken, und über
 die Leibesfrucht werden sie sich nicht erbarmen, und der Kinder wegen werden sie
 nicht betrübt sein. 19 So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen
 Pracht der Chaldäer, ergehen wie [nach] der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch
 Gott. 20 Nie mehr wird es bewohnt sein, und [es bleibt] unbesiedelt von Generation
 zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden [ihre
 Herden] dort nicht lagern lassen. 21 Aber Wüstentiere werden dort lagern, und
 voller Eulen werden ihre Häuser sein. Strauße werden dort wohnen und Bocks-Dämonen
 dort tanzen. 22 Wilde Hunde werden heulen in seinen Palästen und Schakale in den
 Lustschlössern. Und seine Zeit steht nahe bevor, und seine Tage werden nicht
 verlängert werden.


@ENDNODE

@NODE Jes_14. "Freude und Staunen über den Sturz Babels und seines Königs"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Freude und Staunen über den Sturz Babels und seines Königs

@{"Kap. 21." Link Kap. Jes_21.},1-10; @{"47." Link Jes_47.},1-15; @{"Jer_50." Link Jeremia.guide/Jer_50.}; 51

 14
	1 Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch [einmal] 
erwählen und wird sie in ihr Land setzen. Und der Fremde wird sich ihnen anschließen, 
und sie werden sich dem Haus Jakob zugesellen. 2 Und die Völker werden sie nehmen 
und sie an ihren Ort bringen. Dann wird das Haus Israel [diese] als Knechte und Mägde 
in Erbbesitz nehmen im Land des HERRN. Und sie werden die gefangen wegführen, 
die sie gefangen wegführten, und sie werden ihre Unterdrücker [nieder]treten.

     3 Und es wird geschehen, an dem Tag, an dem der HERR dir Ruhe verschafft von
 deiner Mühsal und deiner Unruhe und von dem harten Dienst, den man dir auferlegt
 hat, 4 da wirst du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen:
 Wie hat aufgehört der Unterdrücker, aufgehört das Anstürmen! 5 Zerbrochen hat der
 HERR den Stab der Gottlosen, den Herrscherstab, 6 der Völker schlug im Grimm mit
 Schlägen ohne Unterlaß, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung.
 7 Es ruht, es rastet die ganze Erde. Man bricht in Jubel aus. 8 Auch die
 Wacholderbäume freuen sich über dich, die Zedern des Libanon: `Seitdem du daliegst,
 kommt der Holzfäller nicht mehr zu uns herauf. 9 Der Scheol drunten ist in Bewegung
 um deinetwillen, in Erwartung deiner Ankunft. Er stört deinetwegen die Schatten
 auf, alle Mächtigen der Erde, er läßt von ihren Thronen alle Könige der Nationen
 aufstehen. 10 Sie alle beginnen und sagen zu dir: `Auch du bist kraftlos geworden
 wie wir, bist uns gleich! 11 In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht und der
 Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind
 deine Decke. 12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der
 Morgenröte! [Wie bist du] zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen! 13 Und
 du, du sagtest in deinem Herzen: `Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den
 Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den
 Versammlungsberg im äußersten Norden. 14 Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen,
 dem Höchsten mich gleich machen. - 15 Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in
 die tiefste Grube. 16 Die dich sehen, betrachten dich, sehen dich genau an: `Ist
 das der Mann, der die Erde erbeben ließ, Königreiche erschütterte? 17 Er machte den
 Erdkreis der Wüste gleich und riß ihre Städte nieder. Seine Gefangenen entließ er
 nicht nach Hause. 18 Alle Könige der Nationen, sie alle ruhen in Ehren, jeder in
 seinem Haus. 19 Du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabstätte wie ein
 verabscheuter Schößling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten wie ein
 zertretenes Aas. 20 [Mit denen,] die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind,
 mit ihnen wirst du nicht vereint werden im Grab. Denn du hast dein Land zugrunde
 gerichtet, dein Volk erschlagen. Das Geschlecht von Übeltätern wird in Ewigkeit
 nicht [mehr] genannt werden.

	21 Bereitet für seine Söhne die Schlachtbank zu um der Schuld ihrer Väter 
willen! Sie sollen sich nicht [mehr] erheben und die Erde in Besitz nehmen und die 
Fläche des Erdkreises mit Städten füllen. 22 Und ich werde mich gegen sie erheben, 
spricht der HERR der Heerscharen, und werde von Babel ausrotten Namen und 
Überrest und Sproß und Nachkommen, spricht der HERR. 23 Ich werde es zum Besitz 
der Igel machen und zu Wassersümpfen. Und ich werde es ausfegen mit dem Besen 
der Vertilgung, spricht der HERR der Heerscharen.


@{" Drohendes Gericht über Assur und die Philister " Link Jes_14.24.}
@ENDNODE

@NODE Jes_14.24. "Drohendes Gericht über Assur und die Philister"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Assur und die Philister

	24 Der HERR der Heerscharen hat geschworen und gesagt: Fürwahr, wie ich es 
erwog, so geschieht es, und wie ich es beschlossen habe, so kommt es zustande: 25 
daß ich Assur in meinem Land zerschmettere und es auf meinen Bergen zertrete. Dann 
weicht von ihnen sein Joch, und seine Last weicht von ihrer Schulter. 26 Das ist der 
Ratschluß, der über die ganze Erde beschlossen ist, und das ist die Hand, die über alle 
Nationen ausgestreckt ist. 27 Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen. 
Wer wird es ungültig machen? Und seine Hand ist ausgestreckt. Wer wendet sie 
zurück?


@{"Hes_25." Link Hes_25.},15-17; @{"Sach_9." Link Sach_9.},5-7

	28 Im Todesjahr des Königs Ahas geschah dieser Ausspruch: 29 Freue dich 
nicht, ganz Philistäa, daß der Stock zerbrochen ist, der dich schlug! Denn aus der 
Wurzel der Schlange wird eine Otter hervorkommen, und ihre Frucht wird eine 
fliegende feurige Schlange sein. 30 Da werden die Erstgeborenen der Geringen weiden 
und die Armen sich in Sicherheit lagern. Aber deine Wurzel werde ich durch Hunger 
töten, und deinen Überrest werde ich erschlagen. 31 Heule, Tor! Schrei um Hilfe, Stadt! 
Verzage, ganz Philistäa! Denn von Norden her kommt Rauch, und keiner sondert sich 
ab von seinen Scharen. 32 Und was antwortet man den Boten der Nation? Ja, der 
HERR hat die Grundmauern Zions gelegt, und darin finden die Elenden seines Volkes 
Zuflucht.


@ENDNODE

@NODE Jes_15. "Drohendes Gericht über Moab"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Moab

@{"Kap. 16." Link Kap. 16.},6-14; @{"Jer_48." Link Jer_48.}; @{"Hes_25." Link Hes_25.},8-11; @{"Am_2." Link Am_2.},1-3; @{"Zeph_2." Link Zeph_2.},8-11

 15
	1 Ausspruch über Moab.
	Ja, über Nacht ist Ar-Moab verwüstet, vernichtet; ja, über Nacht ist Kir-Moab 
verwüstet, vernichtet. 2 Man steigt zum [Götzen]tempel hinauf und nach Dibon auf die 
Höhen, um zu weinen; auf  Nebo und auf  Medeba jammert Moab. Auf allen seinen 
Köpfen ist eine Glatze, jeder Bart ist abgeschoren. 3 Auf seinen Gassen gürten sie sich 
Sacktuch um; auf seinen Dächern und auf seinen [Markt]plätzen jammert alles, in 
Tränen zerfließend. 4 Heschbon und Elale schreien um Hilfe; bis Jahaz hört man ihre 
Stimme. Darum erheben die Gerüsteten Moabs das Kriegsgeschrei, es zittert um sein 
Leben. 5 Mein Herz schreit um Hilfe für Moab, - seine Flüchtlinge [fliehen] bis nach 
Zoar, nach Eglat-Schelischija. Ja, die Anhöhe von Luhit steigt man mit Weinen hinauf; 
ja, auf dem Weg nach Horonajim erhebt man Geschrei über den Zusammenbruch. 6 
Ja, die Wasser von Nimrim sollen zu Wüsten werden. Ja, verdorrt ist das Gras, verwelkt 
das Kraut; das Grün ist nicht mehr da. 7 Darum trägt man über den Pappelbach, was 
man erübrigt und was man aufbewahrt hat. 8 Ja, das Wehgeschrei umkreist das Gebiet 
von Moab: bis nach Eglajim [dringt] sein Jammern und nach Beer-Elim sein Jammern. 9 
Ja, die Wasser von Dimon sind voller Blut. Denn ich verhänge noch mehr [Unheil] über 
Dimon: einen Löwen über die Entkommenen Moabs und über den Überrest des 
Landes.

@ENDNODE

@NODE Jes_16. "Jesaja 16."
@TOC JesTable_Of_Contents

 16
	1 Sendet einen Widder des Landesherrn von Sela in der Wüste zum Berg der 
Tochter Zion! 2 Und es geschieht: wie umherflatternde Vögel, [wie] ein 
aufgescheuchtes Nest sind die Töchter Moabs an den Übergängen des Arnon. 3 
Schaffe Rat, triff Entscheidung! Am hellen Mittag mache deinen Schatten der Nacht 
gleich, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling verrate nicht! 4 Laß die Vertriebenen 
Moabs sich bei dir als Fremde aufhalten! Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwüster! - 
Wenn der Unterdrücker nicht mehr da ist, die Verwüstung aufgehört hat, die Zertreter 
aus dem Lande verschwunden sind, 5 dann wird in Güte ein Thron aufgerichtet werden. 
Und auf ihm - im Zelt Davids - wird einer in Beständigkeit sitzen, der da richtet und nach 
Recht trachtet und der in Gerechtigkeit erfahren ist.


Kap. 15,1-9

     6 Wir haben gehört von dem Hochmut Moabs, dem sehr hochfahrenden, von seinem
 Stolz, seinem Hochmut und seiner Überheblichkeit, von seinem eitlen Prahlen. 7
 Darum wird Moab heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von
 Kir-Hareset werdet ihr seufzen, ganz zerschlagen. 8 Denn Heschbons
 Terrassen[gärten] sind verwelkt, die Weinstöcke von Sibma, deren edle Trauben die
 Herren der Nationen [mit Trunkenheit] bezwangen. Bis nach Jaser reichten sie,
 verloren sich in die Wüste. Seine Ranken breiteten sich aus, gingen über das Meer.
 9 Darum beweine ich, wie Jaser weint, den Weinstock von Sibma, mit meinen Tränen
 tränke ich dich satt, Heschbon und Elale. Denn über dein Sommerobst und über deinen
 Ernteertrag ist das Jauchzen [der Feinde] gefallen. 10 Da sind Freude und Jubel aus
 den Fruchtgärten abgeerntet, und in den Weinbergen wird nicht gejubelt, nicht
 gejauchzt. In den Kelterkufen tritt kein Kelterer den Wein; dem Jauchzen habe ich
 ein Ende gemacht. 11 Darum klagen meine Eingeweide über Moab wie eine Zither und
 mein Inneres über Kir-Heres. 12 Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich
 abmüht auf der Opferhöhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, dann wird es
 nichts ausrichten. 13 Das ist das Wort, das der HERR einst über Moab geredet hat.
 14 Jetzt aber redet der HERR und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines
 Tagelöhners, wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich sein samt all der großen
 Menge. Und der Überrest wird winzig klein, [gar] nicht groß sein.


@ENDNODE

@NODE Jes_17. "Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Damaskus und das Reich Israel

@{"Jer_49." Link Jer_49.},23-27; @{"Am_1." Link Am_1.},3-5

 17
	1 Ausspruch über Damaskus: Siehe, Damaskus hört auf, eine Stadt zu sein, und 
wird ein Trümmerhaufen. 2 Verlassen sind die Städte von Aroer, sie werden den 
Herden preisgegeben; die lagern [dort] und niemand schreckt sie auf. 3 Und 
verschwinden wird die feste Stadt aus Ephraim und das Königtum aus Damaskus. Und 
dem Überrest von Aram ergeht es wie der Herrlichkeit der Söhne Israel, spricht der 
HERR der Heerscharen.

	4 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird die Herrlichkeit Jakobs 
armselig sein und das Fett seines Fleisches mager werden. 5 Es wird sein, wie wenn 
einer bei der Ernte Getreidehalme zusammenfaßt und sein Arm Ähren abmäht. Es wird 
sein, wie wenn einer Ähren sammelt in der Talebene Refaim. 6 # Doch wird eine 
Nachlese an ihm übrigbleiben wie beim Abschlagen der Oliven: zwei, drei reife Oliven 
oben im Geäst, vier, fünf an den Zweigen des Fruchtbaums, spricht der HERR, der Gott 
Israels. - 7 An jenem Tag wird der Mensch auf den hinschauen, der ihn gemacht hat, 
und seine Augen werden auf den Heiligen Israels sehen. 8 Und er wird nicht schauen 
auf die Altäre, das Werk seiner Hände. Und was seine Finger gemacht haben, wird er 
nicht ansehen, weder die Ascherim noch die Räucheraltäre. - 9 An jenem Tag werden 
seine Festungsstädte sein wie die verlassenen Orte des Waldes und des Berggipfels, 
die man vor den Söhnen Israel verließ; und es wird eine Öde sein. - 10 Ja, du hast 
vergessen den Gott deines Heils und nicht gedacht an den Felsen deiner Zuflucht. 
Deshalb pflanze nur Pflanzungen des `Lieblichen und besäe sie [nur] mit ausländischen 
Weinranken! 11 Am Tag, da du gepflanzt, ziehst du [sie] groß, und am Morgen, da du 
gesät, bringst du [sie] zum Blühen: hin ist die Ernte am Tag des Siechtums und des 
unheilbaren Schmerzes.

	12 Wehe, ein Getöse vieler Völker: wie das Tosen der Meere tosen sie; und ein 
Rauschen von Völkerschaften: wie das Rauschen gewaltiger Wasser rauschen sie. 13 
Völkerschaften rauschen wie das Rauschen vieler Wasser. Doch er bedroht sie, und sie 
fliehen in die Ferne. Und sie werden gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind 
und wie die Raddistel vor dem Sturm. 14 Zur Abendzeit, siehe da, [jähes] Erschrecken. 
Ehe es Morgen wird, gibt es sie nicht mehr. Das ist das Geschick derer, die uns 
plündern, und das Los derer, die uns berauben.


@ENDNODE

@NODE Jes_18. "Drohendes Gericht über Kusch"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Kusch

 18
	1 Wehe, Land des Flügelgeschwirrs, jenseits der Ströme von Kusch, 2 das 
Boten auf dem Meer entsendet und in Papyruskähnen über der Wasserfläche! Geht 
hin, schnelle Boten, zu der Nation, die hochgewachsen und blank ist, zu dem Volk, das 
weit und breit gefürchtet ist, zu der Nation, die mit gespannter Kraft [alles] zertritt, deren 
Land Ströme durchschneiden! 3 Ihr alle, Bewohner des Festlandes und die ihr auf der 
Erde ansässig seid, wenn man ein Feldzeichen auf den Bergen aufrichtet, seht hin! Und 
wenn man ins Horn stößt, hört hin!

	4 Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Ich will mich ruhig verhalten und 
will zuschauen an meiner Stätte, wie flimmernde Glut bei Sonnenschein, wie 
Taugewölk in der Ernteglut. 5 Denn vor der Ernte, wenn die Blüte vorbei ist und die 
Blume zur reifenden Traube wird, wird er die Reben abschneiden mit Winzermessern 
und die Ranken entfernen [und] abreißen. 6 Sie werden allesamt den Raubvögeln der 
Berge und den Tieren der Erde überlassen werden. Und die Raubvögel werden den 
Sommer darauf zubringen, und alle Tiere der Erde werden darauf überwintern.

	7 In jener Zeit wird dem HERRN der Heerscharen ein Geschenk dargebracht 
werden: von einem Volk, das hochgewachsen und blank ist, und von einem Volk, das 
weit und breit gefürchtet ist, von einer Nation, die mit gespannter Kraft alles zertritt, 
deren Land Ströme durchschneiden - zur Stätte des Namens des HERRN der 
Heerscharen, zum Berg Zion.

@ENDNODE

@NODE Jes_19. "Drohendes Gericht über Ägypten"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Ägypten

@{"Jer_46." Link Jer_46.},2-26; @{"Hes_29." Link Hes_29.}-32

 19
	1 Ausspruch über Ägypten.
     Siehe, der HERR fährt auf einer schnellen Wolke und kommt nach Ägypten. Da
 beben  die  Götzen  Ägyptens  vor  ihm, und das Herz Ägyptens zerschmilzt in seinem
 Innern.  2  Und ich will Ägypten gegen Ägypten aufstacheln, daß sie kämpfen werden,
 jeder  gegen  seinen  Bruder  und  jeder  gegen seinen Nächsten, Stadt gegen Stadt,
 Königreich  gegen  Königreich.  3  Dann  wird  der  Geist Ägyptens in seinem Innern
 verstört  werden, und seinen Ratschlag will ich verwirren: da werden sie die Götzen
 und  die  Totenbeschwörer,  die  Totengeister und die Wahrsager befragen. 4 Und ich
 will  Ägypten  ausliefern  in  die Hand eines harten Herrn. Und ein grausamer König
 wird  über  sie  herrschen, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen. - 5 Und die
 Wasser  werden  im Meer versiegen, und der Strom wird verdunsten und austrocknen, 6
 und die Ströme werden stinkend werden. Die Kanäle Mazors werden armselig werden und
 vertrocknen,  Rohr  und  Schilf  werden schwarz werden. 7 Die Binsen am Nil, an der
 Mündung des Nil, und jedes Saatfeld am Nil verdorrt, wird verweht und besteht nicht
 mehr.  8  Da  klagen  die  Fischer,  und  es trauern alle, die die Angel in den Nil
 auswerfen.  Und  die  auf der Wasserfläche das Netz ausbreiten, werden hinfällig. 9
 Und  zuschanden  werden  die,  die  Flachsstengel zu Gekämmtem verarbeiten, und die
 Weber  erbleichen.  10  Und  seine Grundpfeiler sind zerschlagen. Alle, die um Lohn
 arbeiten,  sind  [in  ihrer]  Seele  betrübt. 11 Lauter Toren sind die Obersten von
 Zoan,  die  weisen Ratgeber des Pharao. [Ihr] Ratschlag hat sich als dumm erwiesen.
 Wie  sagt  ihr  zum  Pharao:  Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn von Königen der
 Vorzeit?  12  Wo  sind  sie  denn,  deine  Weisen? Mögen sie dir doch verkünden und
 erkennen,  was  der  HERR  der  Heerscharen  über  Ägypten  beschlossen hat. 13 Die
 Obersten  von  Zoan sind zu Toren geworden, die Obersten von Nof sind betrogen. Die
 Anführer  seiner  Stämme  haben  Ägypten  zum  Taumeln gebracht. 14 Der HERR hat in
 seiner  Mitte  einen  Geist  des  Schwindels  gebraut,  daß sie Ägypten zum Taumeln
 gebracht  haben in all seinem Tun, wie ein Trunkener taumelt in seinem Erbrochenen.
 15  Und  Ägypten  wird  keine Tat [mehr] gelingen, die Kopf oder Schwanz, Palmzweig
 oder Binse verrichten [wollen].


@{" Ägypten und Assur mit Israel im zukünftigen Friedensreich " Link Jes_19.16.}
@ENDNODE

@NODE Jes_19.16. "Ägypten und Assur mit Israel im zukünftigen Friedensreich"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Ägypten und Assur mit Israel im zukünftigen Friedensreich

	16 An jenem Tag werden die Ägypter wie Frauen sein. Sie werden zittern und 
beben vor dem Schwingen der Hand des HERRN der Heerscharen, die er gegen sie 
schwingen wird. 17 Und das Land Juda wird für Ägypten zum Schrecken werden. So oft 
jemand es bei den Ägyptern erwähnt, werden sie beben vor dem Ratschluß des 
HERRN der Heerscharen, den er über sie beschlossen hat.
	18 An jenem Tag werden fünf Städte im Land Ägypten sein, die die Sprache 
Kanaans reden und dem HERRN der Heerscharen schwören werden. Eine wird 
Ir-Heres heißen. 19 An jenem Tag wird mitten im Land Ägypten dem HERRN ein Altar 
geweiht sein und ein Gedenkstein für den HERRN nahe an seiner Grenze. 20 Und er 
wird zu einem Zeichen und zu einem Zeugnis für den HERRN der Heerscharen im 
Land Ägypten werden: Wenn sie zum HERRN schreien werden wegen der 
Unterdrücker, dann wird er ihnen einen Retter senden; der wird den  Streit führen und 
sie erretten. 21 Und der HERR wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und die 
Ägypter werden an jenem Tag den HERRN erkennen. Dann werden sie dienen mit 
Schlachtopfern und Speisopfern und werden dem HERRN Gelübde tun und sie 
erfüllen. 22 Und der HERR wird die Ägypter schlagen, schlagen und heilen. Und sie 
werden sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ihnen erbitten lassen und sie 
heilen.

	23 An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur 
wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit 
Assur dem HERRN dienen. 24 An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten 
und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. 25 Denn der HERR der Heerscharen 
segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände 
Werk, und Israel, mein Erbteil!

@ENDNODE

@NODE Jes_20. "Ankündigung des Sieges Assurs über Ägypten und Kusch"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Ankündigung des Sieges Assurs über Ägypten und Kusch

@{"Hes_29." Link Hes_29.}-32

 20
	1 In dem Jahr, in dem der Tartan nach Aschdod kam, als Sargon, der König von 
Assur, ihn gesandt hatte und er gegen Aschdod kämpfte und es einnahm, 2 in dieser 
Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz: Geh und löse das Sacktuch 
von deinen Hüften und ziehe deine Sandalen von deinen Füßen! Und er tat es, ging 
nackt und barfuß. 3 Da sprach der HERR: Ebenso wie mein Knecht Jesaja nackt und 
barfuß gegangen ist, drei Jahre lang als Zeichen und Wahrzeichen über Ägypten und 
über Kusch, 4 so wird der König von Assur die Gefangenen Ägyptens und die 
Weggeführten von Kusch wegtreiben, junge Männer und Greise, nackt und barfuß und 
mit entblößtem Gesäß, zur Schande Ägyptens. 5 Und sie werden schreckerfüllt und 
beschämt sein wegen Kuschs, ihrer Hoffnung, und wegen Ägyptens, ihres Stolzes. 6 
Und die Bewohner dieses Küstenlandes werden an jenem Tag sagen: Siehe, so ist es 
mit unserer Hoffnung, zu der wir um Hilfe flohen, um vor dem König von Assur gerettet 
zu werden! Wie sollten wir da entrinnen?


@ENDNODE

@NODE Jes_21. "Weissagung der Verwüstung Babels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Weissagung der Verwüstung Babels

@{"Kap. 13." Link Kap. 13.}; 14; @{"47." Link 47.},1-15; @{"Jer_50." Link Jer_50.}; 51

 21
	1 Ausspruch über die Wüste des Meeres.
	Wie Stürme, wenn sie im Süden daherfahren, so kommt es aus der Wüste, aus 
einem furchtbaren Land. 2 Ein hartes Gesicht wurde mir kundgetan: Der Räuber raubt, 
und der Verwüster verwüstet. Auf, Elam! Belagere, Medien! All ihrem Seufzen mache 
ich ein Ende. 3 Darum sind meine Hüften voll Beben, Wehen haben mich gepackt wie 
die Wehen einer Gebärenden. Ich krümme mich, daß ich nicht hören, bin bestürzt, daß 
ich nicht sehen kann. 4 Mein Herz rast, Schauder hat mich überfallen. Die Dämmerung, 
die ich liebe, hat er mir in Schrecken verwandelt.

	5 Man rüstet den Tisch, man ordnet die Polster, man ißt, man trinkt: `Steht auf, 
ihr Obersten! Salbt den Schild! - 6 Denn so hat der Herr zu mir gesprochen: Geh hin, 
stell einen Späher auf! Was er sieht, soll er berichten. 7 Und sieht er einen Wagenzug, 
ein Pferdegespann, einen Zug Esel, einen Zug Kamele, dann horche er gespannt auf, 
mit großer Aufmerksamkeit! 8 Da rief er [wie] ein Löwe: Auf der Turmwarte, o Herr, 
stehe ich beständig am Tag, und auf meinem Wachtposten stehe ich bereit alle Nächte 
hindurch! 9 Und siehe da, es kam ein Wagenzug von Männern, ein Pferdegespann . . . 
Und er fing an und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle Götzenbilder seiner 
Götter sind zu Boden geschmettert!

	10 Du mein gedroschenes [Volk] und Sohn meiner Tenne! Was ich vom HERRN 
der Heerscharen, dem Gott Israels, gehört, habe ich euch verkündigt.

@ENDNODE

@NODE Jes_22. "Strafrede gegen Jerusalem"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Strafrede gegen Jerusalem

 22
	1 Ausspruch [über das] Tal der Offenbarung.
	Was ist dir denn, daß du insgesamt auf die Dächer gestiegen bist? 2 [Du] 
lärmende Stadt voller Getümmel, du ausgelassene Stadt, deine Erschlagenen sind 
nicht mit dem Schwert Erschlagene und nicht in der Schlacht Getötete! 3 All deine 
Anführer sind miteinander geflohen, ohne einen Bogen[schuß] wurden sie gefangen, 
alle, die man in dir fand, wurden miteinander gefangen, weit fort wollten sie fliehen. 4 
Darum sage ich: Schau weg von mir! Bitterlich weinen muß ich. Dringt nicht darauf, 
mich zu trösten über die Verwüstung der Tochter meines Volkes! 5 Denn ein Tag der 
Bestürzung, der Zertretung und der Verwirrung [kam] vom Herrn, dem HERRN der 
Heerscharen, im Tal der Offenbarung. Es bricht die Mauer, und Hilfegeschrei [hallt] zum 
Gebirge hin. 6 Und Elam erhebt den Köcher mit bemannten Wagen [und] Reitern; und 
Kir enthüllt den Schild. 7 Und es wird geschehen, deine auserlesenen Talebenen 
werden voller Wagen sein, und die Reiter nehmen Stellung gegen das Tor. 8 Da nimmt 
man Judas Schutz weg. Aber du blickst an jenem Tag nach den Waffen des 
Waldhauses. 9 Und ihr seht die Risse der Stadt Davids, daß sie zahlreich sind, und ihr 
sammelt die Wasser des unteren Teiches. 10 Auch zählt ihr die Häuser von Jerusalem 
und brecht die Häuser ab, um die Mauer unzugänglich zu machen. 11 Und ihr macht 
ein Sammelbecken zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches. 
Aber ihr blickt nicht auf den, der es getan, und seht den nicht an, der es lange vorher 
gebildet hat. - 12 Und an jenem Tag ruft der Herr, der HERR der Heerscharen, zum 
Weinen und zur Wehklage auf, zum Kahlscheren und zum Umgürten von Sacktuch. 13 
Aber siehe, Wonne und Freude, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und 
Weintrinken: Laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir! 14 Aber der HERR 
der Heerscharen hat sich meinen Ohren geoffenbart: Wenn euch diese Schuld 
vergeben wird, bis ihr sterbt, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen.


@{" Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim " Link Jes_22.15.}
@ENDNODE

@NODE Jes_22.15. "Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Absetzung des Schebna, Einsetzung des Eljakim

	15 So sprach der Herr, der HERR der Heerscharen: Auf! Geh zu diesem 
Verwalter da, zu Schebna, der über das Haus [des Königs bestellt] ist [, und sprich]: 16 
Was hast du hier, und wen hast du hier, daß du dir hier ein Grab aushaust? - [du,] der 
sein Grab aushaut [hier] auf der Höhe, sich eine Wohnung in den Felsen meißelt? 17 
Siehe, der HERR wird dich weit wegschleudern, [dich] hin und herschütteln, Mann! Er 
wird dich fest packen, 18 zu einem Knäuel wird er dich fest zusammenwickeln, wie den 
Ball [dich wegschleudern] in ein Land, das nach beiden Seiten weit ausgedehnt ist. Dort 
wirst du sterben, und dorthin [kommen] deine Prunkwagen, du Schande für das Haus 
deines Herrn! 19 Und ich werde dich von deinem Posten wegstoßen, und aus deiner 
Stellung wird man dich herunterreißen. - 20 Und es wird geschehen an jenem Tag, da 
werde ich meinen Knecht Eljakim rufen, den Sohn des Hilkija. 21 Und ich werde ihn mit 
deinem Leibrock bekleiden und ihm deinen Gürtel fest umbinden und werde deine 
Herrschaft in seine Hand geben. Und er wird den Bewohnern von Jerusalem und dem 
Haus Juda zum Vater sein. 22 Und ich werde den Schlüssel des Hauses David auf 
seine Schulter legen. Er wird öffnen, und niemand wird schließen, er wird schließen, 
und niemand wird öffnen. 23 Und ich werde ihn als Pflock einschlagen an einen festen 
Ort; und er wird seinem Vaterhaus zum Thron der Würde sein. 24 Dann werden sie sich 
an ihn hängen - die ganze Bürde seines Vaterhauses: die Sprößlinge und die 
Schößlinge, alle kleinen Gefäße, von den Beckengefäßen bis zu allen Kruggefäßen. 25 
An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, wird der Pflock weichen, der an 
einem festen Ort eingeschlagen war, und er wird abgehauen werden und fallen, und die 
Last, die er trug, wird beseitigt werden. Denn der HERR hat geredet.


@ENDNODE

@NODE Jes_23. "Ausspruch über Tyrus"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Ausspruch über Tyrus

V. 1-14: @{"Jer_25." Link Jer_25.},22; @{"Hes_26." Link Hes_26.}-28; @{"Am_1." Link Am_1.},9.10; @{"Sach_9." Link Sach_9.},2-4

 23
	1 Ausspruch über Tyrus.
	Heult, ihr Schiffe von Tarsis! Denn es ist verwüstet, ohne Haus. Beim 
Heimkommen aus dem Land Kittim ist es ihnen kundgeworden. 2 Wehklagt, ihr 
Bewohner der Küste, Kaufmann von Sidon, der über das Meer fuhr - sie haben dich 
angefüllt - 3 und über gewaltige Wasser! Die Saat des Schihor, die Ernte des Nil war ihr 
Ertrag; und sie war der Handelsgewinn der Nationen. 4 Sei beschämt, Sidon! Denn das 
Meer spricht, das Meer, [deine] Zuflucht: Ich habe keine Wehen gehabt und nicht 
geboren und keine jungen Männer großgezogen noch Jungfrauen auferzogen. 5 
Sobald die Nachricht nach Ägypten kommt, werden sie sich winden wie bei der 
Nachricht von Tyrus. 6 Fahrt hinüber nach Tarsis! Heult, ihr Bewohner der Küste! 7 Ist 
das eure ausgelassene [Stadt], deren Ursprung in den Tagen der Urzeit [liegt], deren 
Füße sie hintragen, in der Ferne [als Fremde] zu wohnen?

	8 Wer hat dies beschlossen über Tyrus, die Kronenspenderin, deren Kaufleute 
Oberste, deren Händler die Geehrten der Erde waren? 9 Der HERR der Heerscharen 
hat es beschlossen, um den Hochmut aller Herrlichkeit zu entweihen, um alle Geehrten 
der Erde verächtlich zu machen.
	10 Bearbeite dein Land, wie [man es am] Nil [tut], Tochter Tarsis! Es gibt keine 
Werft mehr. 11 Er hat seine Hand über das Meer ausgestreckt, hat Königreiche in 
Beben versetzt; der HERR hat gegen Kanaan aufgetragen, seine Festungen zu 
zerstören. 12 Und er sprach: Du sollst nicht mehr frohlocken, du geschändete Jungfrau, 
Tochter Sidon! Mache dich auf nach Kittim, fahre hinüber! Auch dort wirst du keine 
Ruhe haben. 13 Siehe, das Land der Kittäer, dieses Volk gibt es nicht [mehr]! - Assur 
hatte es für seine Schiffe bestimmt. - Man hat Belagerungstürme [gegen es] errichtet, 
seine Paläste bloßgelegt, es zu einem Trümmerhaufen gemacht. 14 Heult, ihr Schiffe 
von Tarsis! Denn eure Festung ist verwüstet.

	15 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird Tyrus siebzig Jahre vergessen 
sein, [solange] wie die [Lebens]tage eines Königs [währen]. Am Ende von siebzig 
Jahren [aber] wird es Tyrus ergehen, wie [es in] dem Lied von der Hure [heißt]: 16 
Nimm die Zither, geh umher in der Stadt, vergessene Hure! Spiel, so gut du kannst, 
sing Lied um Lied, daß man sich an dich erinnert! 17 Denn es wird am Ende von 
siebzig Jahren geschehen, da wird der HERR Tyrus [wieder] heimsuchen. Und sie wird 
wieder zu ihrem Hurenlohn kommen und wird Hurerei treiben mit allen Königreichen 
der Erde [, die] auf der Fläche des Erdbodens [sind]. 18 Und ihr Handelsgewinn und ihr 
Hurenlohn wird dem HERRN heilig sein. Er wird nicht angehäuft und nicht aufbewahrt 
werden, sondern ihr Handelsgewinn wird für die sein, die vor dem HERRN wohnen, 
damit sie essen, bis sie satt sind, und prächtig gekleidet seien.


@ENDNODE

@NODE Jes_24. "Verwüstung des Landes als Heimsuchung Gottes"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Verwüstung des Landes als Heimsuchung Gottes

 24
	1 Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfläche 
um und zerstreut ihre Bewohner. 2 Und wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie 
dem Knecht, so seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem Käufer, so 
dem Verkäufer; wie dem Verleiher, so dem Borger; wie dem Schuldner, so seinem 
Gläubiger. 3 Völlig ausgeleert wird die Erde und geplündert, denn der HERR hat dieses 
Wort geredet. 4 Es vertrocknet, es welkt das Land, es schmachtet, es welkt der 
Erdkreis, es schmachten die Hohen des Volkes im Land. 5 Und die Erde ist entweiht 
worden unter ihren Bewohnern. Denn sie haben die Gesetze übertreten, die 
Ordnungen überschritten, den ewigen Bund ungültig gemacht! 6 Darum hat der Fluch 
die Erde verzehrt, und es büßen, die auf ihr wohnen. Darum sind die Bewohner der 
Erde dahingeschwunden, und wenig Menschen bleiben übrig. 7 Es vertrocknet der 
Most, es welkt der Weinstock, es seufzen alle, die frohen Herzens waren. 8 Ins Stocken 
geraten ist die Freude der Tamburine, der Lärm der Ausgelassenen hat aufgehört, es 
stockt die Freude der Zither. 9 Man trinkt keinen Wein mehr mit Gesang, bitter 
schmeckt der Rauschtrank denen, die ihn trinken. 10 Zertrümmert ist die öde Stadt, 
verschlossen jedes Haus, so daß niemand hineinkommt. 11 Klagegeschrei um den 
Wein [hallt] auf den Straßen; untergegangen ist alle Festfreude, verschwunden die 
Freude der Erde. 12 In der Stadt ist [nur] Verwüstung übriggeblieben, und das Tor 
wurde zu Trümmern zerschlagen. 13 Denn so wird es geschehen mitten auf der Erde, 
mitten unter den Völkern: wie beim Abschlagen der Oliven, wie bei der Nachlese, wenn 
die Weinernte zu Ende ist.

	14 Jene werden ihre Stimme erheben, werden jubeln. Über die Hoheit des 
HERRN jauchzen sie vom Meer her: 15 Darum gebt dem HERRN Ehre im Osten, auf 
den Inseln des Meeres dem Namen des HERRN, des Gottes Israels! 16 Vom Ende der 
Erde her hören wir Gesänge: Herrlichkeit dem Gerechten! - Da sagte ich: Ich vergehe, 
ich vergehe, wehe mir! Räuber rauben, und räuberisch raubend rauben sie. 17 Grauen 
und Grube und Garn über dich, Bewohner der Erde! 18 Und es geschieht, wer vor der 
Stimme des Grauens flieht, fällt in die Grube; und wer aus der Grube heraufsteigt, wird 
im Garn gefangen. Denn die Fenster in der Höhe tun sich auf, und es erbeben die 
Grundfesten der Erde. 19 Berstend zerbirst die Erde, brechend zerbricht die Erde, 
wankend wankt die Erde, 20 taumelnd taumelt die Erde wie ein Betrunkener und 
schwankt hin und her wie eine Nachthütte. Und schwer lastet auf ihr ihr [Treu]bruch: sie 
fällt und steht nicht wieder auf.

	21 Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR das Heer der Höhe 
heimsuchen in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde. 22 Sie werden 
eingesperrt, wie man Gefangene in die Grube einsperrt, ja, sie werden in den Kerker 
eingeschlossen und nach vielen Tagen heimgesucht werden. 23 Da wird der Mond 
schamrot werden und die Sonne sich schämen. Denn der HERR der Heerscharen 
herrscht als König auf dem Berg Zion und in Jerusalem, und vor seinen Ältesten ist 
Herrlichkeit.

@ENDNODE

@NODE Jes_25. "Freude im zukünftigen Friedensreich"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Freude im zukünftigen Friedensreich

 25
	1 HERR, du bist mein Gott! Ich will dich erheben, preisen will ich deinen Namen. 
Denn du hast Wunder gewirkt, Ratschlüsse von fernher, Treue [und] Wahrheit. 2 Denn 
du hast aus einer Stadt einen Steinhaufen gemacht, die uneinnehmbare Stadt zu einem 
Trümmerhaufen, den Palast der Fremden, daß sie keine Stadt mehr ist: sie wird in 
Ewigkeit nicht [mehr] aufgebaut werden. 3 Darum wird ein starkes Volk dich ehren, 
Städte gewalttätiger Nationen werden dich fürchten. 4 Denn du bist dem Geringen eine 
Festung gewesen, eine Festung dem Armen in seiner Bedrängnis, eine Zuflucht vor 
dem Wolkenbruch, ein Schatten vor der Hitze. Denn das Schnauben der Gewalttätigen 
ist wie ein Unwetter im Winter, 5 wie Hitze in einer dürren Gegend. Du demütigst das 
Lärmen der Fremden. [Wie] die Hitze durch den Schatten einer Wolke, so wird der 
Gesang der Gewalttätigen gedämpft.

	6 Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl 
von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von markigen fetten Speisen, 
geläuterten alten Weinen. 7 Dann wird er auf diesem Berg die Hülle verschlingen, die 
das Gesicht aller Völker verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist. 8 
Den Tod verschlingt er auf ewig, und der Herr HERR wird die Tränen abwischen von 
jedem Gesicht, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde 
hinwegtun. Denn der HERR hat geredet.

	9 An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Gott, auf den wir hofften, daß 
er uns rette! Da ist der HERR, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen 
in seiner Rettung! 10 Denn die Hand des HERRN wird auf diesem Berg ruhen. Aber 
Moab wird unter ihm zertreten werden, wie man Stroh zertritt in einer Mistlache. 11 Und 
breitet es seine Hände darin aus, wie der Schwimmer sie ausbreitet, um zu 
schwimmen, dann wird er seinen Hochmut erniedrigen trotz der [geschickten] 
Bewegungen seiner Hände. 12 Und deine festen, hochragenden Mauern wird er 
niederwerfen, niederstürzen, zu Boden stoßen bis in den Staub.


@ENDNODE

@NODE Jes_26. "Zukünftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Zukünftiges Lob Israels und Bitte um weiteres Heil

 26
	1 An jenem Tag wird dieses Lied im Land Juda gesungen werden: Wir haben 
eine starke Stadt. Zur Rettung setzt er Mauern und Bollwerk. 2 Macht die Tore auf, daß 
eine gerechte Nation, die einzieht, Treue bewahrt! 3 Bewährten Sinn bewahrst du in 
Frieden, in Frieden, weil er auf dich vertraut. 4 Vertraut auf den HERRN für immer! 
Denn in Jah, dem HERRN, ist ein Fels der Ewigkeiten. 5 Denn die, die in der Höhe 
wohnen, hat er niedergeworfen, die hochragende Stadt; er hat sie niedergestürzt, hat 
sie zu Boden niedergestürzt, hat sie niedergestoßen bis in den Staub. 6 Es zertritt sie 
der Fuß, die Füße der Elenden, die Tritte der Geringen. - 7 Der Pfad für den Gerechten 
ist Geradheit; gerade ist der Weg des Gerechten, den du bahnst. 8 Selbst auf dem Pfad 
deiner Gerichte, HERR, haben wir auf dich gewartet. Nach deinem Namen und nach 
deinem Lobpreis [ging] das Verlangen der Seele. 9 Mit meiner Seele verlangte ich nach 
dir in der Nacht; ja, mit meinem Geist in meinem Innern suchte ich dich. Denn wenn 
deine Gerichte die Erde [treffen], lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. 10 
Wird dem Gottlosen Gnade zuteil, lernt er nicht Gerechtigkeit: im Land der Geradheit 
handelt er unrecht und sieht nicht die Hoheit des HERRN. 11 HERR, deine Hand ist 
hoch erhoben, sie wollen es nicht sehen. Sehen werden sie den Eifer um das Volk und 
zuschanden werden; ja, Feuer [gegen] deine Gegner wird sie verzehren. - 12 HERR, du 
wirst uns Frieden geben, denn du hast ja alle unsere Werke für uns vollbracht. 13 
HERR, unser Gott, über uns haben außer dir [andere] Herren geherrscht; allein durch 
dich haben wir an deinen Namen gedacht. 14 Tote werden nicht lebendig, Schatten 
stehen nicht [wieder] auf. Darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und hast 
jede Erinnerung an sie verlorengegeben. 15 Du hast die Nation vermehrt, HERR, du 
hast die Nation vermehrt, du hast dich verherrlicht. Du hast alle Grenzen des Landes 
erweitert. 16 HERR, in der Not haben sie dich gesucht. Als deine Züchtigung sie 
bedrängte, schrieen sie. 17 Wie eine Schwangere, die, dem Gebären nahe, sich 
windet, um Hilfe schreit in ihren Wehen, so sind wir, HERR, vor deinem Angesicht 
gewesen. 18 Wir gingen schwanger, wir wanden uns. [Doch es war,] als ob wir Wind 
geboren hätten: Rettung verschafften wir dem Land nicht, und Bewohner der Welt 
wurden nicht geboren. 19 Deine Toten werden lebendig, meine Leichen [wieder] 
auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist 
dein Tau, und die Erde wird die Schatten gebären.

	20 Geh hin, mein Volk, tritt ein in deine Zimmer und schließ deine Tür hinter dir 
zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis die Verwünschung vorübergeht! 21 Denn 
siehe, der HERR zieht aus seiner Stätte aus, um die Schuld der Erdenbewohner an 
ihnen heimzusuchen. Dann wird die Erde ihr Blut enthüllen und nicht länger ihre 
Erschlagenen bedecken.

@ENDNODE

@NODE Jes_27. "Drohendes Gericht über die Weltmächte - Sammlung Israels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über die Weltmächte - Sammlung Israels

 27
	1 An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, großen und starken Schwert 
heimsuchen den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene 
Schlange, und wird das Ungeheuer erschlagen, das im Meer ist.

	2 An jenem Tag [wird man sagen]: Ein prächtiger Weinberg! Besingt ihn! 3 Ich, 
der HERR, behüte ihn, bewässere ihn alle Augenblicke. Damit ihm nichts zustößt, 
behüte ich ihn Nacht und Tag. 4 Zorn habe ich nicht. Oh, fände ich Dornen und Disteln 
[darin], im Kampf würde ich auf sie losgehen, sie allesamt verbrennen! 5 Oder man 
müßte meinen Schutz ergreifen, Frieden mit mir machen, Frieden machen mit mir.
     6 In den kommenden [Tagen] wird Jakob Wurzeln schlagen, Israel blühen und
 knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises. 7 Hat er es
 geschlagen, wie er die schlug, die es schlugen? Oder ist er ermordet worden, wie
 seine Mörder ermordet wurden? 8 Mit Maßen, als du es verstießest, hast du mit ihm
 einen Rechtsstreit geführt. Er trieb es fort mit seinem heftigen Hauch am Tag des
 Ostwindes. 9 Wahrlich, dadurch wird die Schuld Jakobs gesühnt werden. Und dies ist
 die ganze Frucht der Hinwegnahme seiner Sünde: daß es alle Altarsteine
 zerschlagenen Kalksteinen gleichmachen wird [und] Bilder der Ascherim und
 Räucheraltäre sich nicht mehr erheben. 10 Denn die befestigte Stadt ist einsam,
 eine preisgegebene Wohnstätte und verlassen wie die Steppe. Dort weidet der
 Jungstier, und dort lagert er und frißt ihre Zweige kahl. 11 Wenn ihre Zweige dürr
 geworden sind, werden sie abgebrochen: Frauen kommen, zünden sie an. Denn es ist
 kein verständiges Volk. Darum erbarmt sich über sie nicht, der es gemacht hat, und
 der es gebildet hat, erweist ihm keine Gnade.

	12 Und an jenem Tag wird es geschehen, da wird der HERR [Ähren] ausklopfen 
vom Euphratstrom an bis zum Bach Ägyptens, und ihr werdet zusammengelesen 
werden, einer nach dem andern, ihr Söhne Israel. 13 Und an jenem Tag wird es 
geschehen, da wird in ein großes Horn gestoßen werden, und die Verlorenen im Land 
Assur und die Vertriebenen im Land Ägypten werden kommen und den HERRN 
anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem.

@ENDNODE

@NODE Jes_28. "Drohendes Gericht über Samaria und Warnung an Jerusalem"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Samaria und Warnung an Jerusalem

 28
     1 Wehe der stolzen Krone der Betrunkenen Ephraims und der welkenden Blume
 seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des fetten Tales der vom Wein Bezwungenen! 2
 Siehe, einen Starken und Mächtigen hat der Herr. Wie ein Hagelwetter, wie ein
 verheerender Sturmwind, wie ein Unwetter gewaltiger, überflutender Wasser reißt er
 zu Boden mit Macht. 3 Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Betrunkenen
 Ephraims. 4 Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupt des
 fetten Tales ergeht es wie dessen Frühfeige vor der Obsternte: kaum ist sie in der
 Hand dessen, der sie erblickt, da verschlingt er sie.

	5 An jenem Tag wird der HERR der Heerscharen für den Überrest seines Volkes 
zur herrlichen Krone und zum prächtigen Kranz 6 und zum Geist des Rechts dem, der 
zu Gericht sitzt, und zur Heldenkraft denen, die den Kampf zurückdrängen ans Tor.
	7 Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank: Priester 
und Prophet wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom 
Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen. 8 Denn alle 
Tische sind voll Unflat [und] Erbrochenem, daß kein Platz mehr da ist. 9 Wen will er 
Erkenntnis lehren und wem die Botschaft verständlich machen? [Kindern], die von der 
Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind? 10 Denn [er sagt]: Zaw la zaw, 
zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein wenig! - 11 Ja, durch 
stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, 12 
er, der zu ihnen sprach: Das ist die Ruhe! Schafft Ruhe dem Erschöpften! Und das ist 
die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören. 13 Und das Wort des HERRN für sie wird 
sein: zaw la zaw, zaw la zaw, kaw la kaw, kaw la kaw, hier ein wenig, da ein wenig; 
damit sie hingehen und rückwärts stürzen und zerschmettert werden, sich verstricken 
lassen und gefangen werden.

	14 Darum hört das Wort des HERRN, ihr Männer der Prahlerei, Beherrscher 
dieses Volkes, das in Jerusalem ist! 15 Denn ihr sagt: Wir haben einen Bund mit dem 
Tod geschlossen und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht. Wenn die einherflutende 
Geißel hindurchfährt, wird sie uns nicht erreichen, denn wir haben Lüge zu unserer 
Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen. 16 Darum, so spricht der Herr, HERR: 
Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren 
Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht [ängstlich] eilen. 17 Und ich 
werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird 
die Zuflucht der Lüge hinwegfegen, und die Wasser werden das Versteck 
wegschwemmen. 18 Und euer Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und euer 
Vertrag mit dem Scheol wird nicht bestehen bleiben. Wenn die einherflutende Geißel 
hindurchfährt, dann werdet ihr von ihr zertreten werden. 19 Sooft sie hindurchfährt, wird 
sie euch erfassen; denn Morgen für Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tag und bei 
Nacht. Dann wird es lauter Schrecken sein, die Botschaft verständlich zu machen. 20 
Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich 
einzuhüllen. 21 Denn der HERR wird sich aufmachen wie am Berg Perazim, wie [im] 
Tal bei Gibeon wird er toben: um sein Werk zu tun - befremdend ist sein Werk # und 
um seine Arbeit zu verrichten; seltsam ist seine Arbeit. 22 Und nun, treibt nicht Spott, 
damit eure Fesseln nicht fester gemacht werden! Denn ich habe von festbeschlossener 
Vernichtung gehört durch den Herrn, den HERRN der Heerscharen, über die ganze 
Erde.

	23 Horcht auf und hört meine Stimme! Gebt acht und hört meine Rede! 24 Pflügt 
denn der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Bricht er [nur] um und eggt [den 
ganzen Tag] sein Ackerland? 25 Ist es nicht so: Wenn er dessen Fläche geebnet hat, 
streut er Dill und sät Kümmel, er wirft Weizen, Hirse und Gerste auf das abgesteckte 
Stück und das Korn an seinen Rand. 26 So unterwies ihn sein Gott zum richtigen 
Verfahren, er belehrte ihn. 27 Denn Dill wird nicht mit dem Dreschschlitten 
ausgedroschen und das Wagenrad nicht über Kümmel gerollt, sondern Dill wird mit 
dem Stab ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stock. 28 Wird Brotkorn zermalmt? 
Nein, nicht unaufhörlich drischt es der Drescher. Und wenn er das Rad seines Wagens 
und seine Pferde [darüber] treibt, zermalmt er es [doch] nicht. 29 Auch dies geht aus 
vom HERRN der Heerscharen. Er führt seinen Plan wunderbar aus, [seine] Weisheit 
läßt er groß sein.


@ENDNODE

@NODE Jes_29. "Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Ankündigung der Angst und Rettung Jerusalems

 29
	1 Wehe Ariel, Ariel, [du] Stadt, wo David lagerte! Fügt Jahr zu Jahr, laßt die 
Feste kreisen! 2 Aber ich werde Ariel bedrängen, daß es Weh und Wehgeschrei geben 
wird. Dann wird sie mir wie ein Ariel sein. 3 Und ich werde mein Lager ringsum gegen 
dich aufschlagen und dich mit einem Wall einschließen und Belagerungswerke gegen 
dich errichten. 4 Dann bist du erniedrigt und wirst aus der Erde reden, und aus dem 
Staub wird deine Rede dumpf ertönen. Und deine Stimme wird sein wie die eines 
Totengeistes aus der Erde, und aus dem Staub wird deine Rede flüstern. 5 Aber wie 
feiner Staub wird die Menge deiner Feinde sein und wie dahinfahrende Spreu die 
Menge der Gewalttätigen. Und plötzlich, in einem Augenblick, wird es geschehen: 6 
Vom HERRN der Heerscharen wird sie heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben 
und großem Getöse, [mit] Wind und Sturm und mit der Flamme eines verzehrenden 
Feuers. 7 Und wie ein Traum, [wie] ein Nachtgesicht wird die Menge all der Nationen 
sein, die Krieg führen gegen Ariel, und alle, die gegen sie und ihre Befestigung zu 
Felde ziehen und sie bedrängen. 8 Und es wird sein wie wenn der Hungrige träumt: 
siehe, er ißt - dann wacht er auf, und seine Seele ist leer, und wie wenn der Durstige 
träumt: siehe, er trinkt - dann wacht er auf, und siehe, er ist erschöpft, und seine Seele 
ist ausgedörrt: so wird die Menge all der Nationen sein, die Krieg führen gegen den 
Berg Zion.


@{" Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott " Link Jes_29.9.}
@ENDNODE

@NODE Jes_29.9. "Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Verblendung und Verwandlung des Volkes durch Gott

	9 Stutzt und staunt! Seid verblendet und erblindet! Sie sind betrunken, doch nicht 
vom Wein; sie taumeln, doch nicht vom Rauschtrank. 10 Denn der HERR hat einen 
Geist tiefen Schlafs über euch ausgegossen, ja, verschlossen hat er eure Augen; die 
Propheten und eure Häupter, die Seher, hat er verhüllt. 11 Und jedes Gesicht ist für 
euch geworden wie die Worte einer versiegelten Buchrolle, die man einem gibt, der zu 
lesen versteht, indem man sagt: Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht, denn es ist 
versiegelt. 12 Und man gibt die Buchrolle einem, der nicht lesen kann, indem man sagt: 
Lies das doch! Er aber sagt: Ich kann nicht lesen. 13 Und der Herr hat gesprochen: 
Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein 
Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir [nur] angelerntes Menschengebot ist: 14 
darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und 
wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand 
seiner Verständigen sich verbergen.

	15 Wehe denen, die [ihren] Plan tief verbergen vor dem HERRN und deren 
Werke im Finstern geschehen, und die sagen: Wer sieht uns, und wer erkennt uns? 16 
Oh eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgeachtet werden? # daß das 
Werk von seinem Meister sagt: Er hat mich nicht gemacht! # und ein Gebilde von 
seinem Bildner sagt: Er versteht nichts?
	17 [Dauert] es nicht nur noch eine ganz kurze Weile, daß sich der Libanon in 
einen Fruchtgarten verwandelt und der Karmel dem Wald gleichgeachtet wird? 18 An 
jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches hören, und aus Dunkel und 
Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen. 19 Und die Demütigen werden 
mehr Freude im HERRN haben, und die Armen unter den Menschen werden jubeln 
über den Heiligen Israels. 20 Denn der Gewalttätige ist nicht mehr da, und der Spötter 
geht zugrunde. Und ausgerottet werden alle, die auf Unheil bedacht sind, 21 die den 
Menschen in einer [Rechts]sache schuldig sprechen und dem Schlingen legen, der im 
Tor [über Recht und Unrecht] entscheidet, und mit nichtigen [Beweisgründen] den 
Gerechten aus seinem Recht verdrängen. 22 Darum, so spricht der HERR, der 
Abraham erlöst hat, zum Haus Jakob: Jetzt wird Jakob nicht [mehr] beschämt werden, 
und sein Gesicht wird jetzt nicht [mehr] erblassen. 23 Denn wenn er, [wenn] seine 
Kinder das Werk meiner Hände in seiner Mitte sehen, werden sie meinen Namen 
heiligen; und sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten. 24 
Und die mit irrendem Geist werden Einsicht kennen, und Murrende werden Belehrung 
annehmen.


@ENDNODE

@NODE Jes_30. "Warnung vor Hilferuf an Ägypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen -Zukünftige"
@TOC JesTable_Of_Contents

Warnung vor Hilferuf an Ägypten und Mahnung, dem HERRN zu vertrauen -Zukünftige 
Erneuerung Jerusalems

 30
	1 Wehe den widerspenstigen Söhnen, spricht der HERR, die einen Plan 
machen, aber nicht von mir aus, und Bündnisse weihen, aber nicht nach meinem Geist, 
um Sünde auf Sünde zu häufen; 2 die sich aufmachen, um nach Ägypten 
hinabzuziehen - aber meinen Mund haben sie nicht befragt -, um unter den Schutz des 
Pharao zu flüchten und um Zuflucht zu suchen im Schatten Ägyptens! 3 Doch der 
Schutz des Pharao wird euch zur Schande werden und die Zuflucht im Schatten 
Ägyptens zur Schmach. 4 Denn seine Obersten waren [zwar] in Zoan, und seine 
Gesandten erreichten Hanes; 5 [doch] jeder wird zuschanden an einem Volk, das ihm 
nichts nutzt, das nicht zur Hilfe und nicht zum Nutzen, sondern zur Schande und auch 
zur Schmach [dient]. - 6 Ausspruch über die Tiere des Südens: Durch ein Land der Not 
und der Angst, aus dem Löwin und Löwe, Giftschlange und fliegende feurige 
Schlangen [kommen], tragen sie auf dem Rücken von Eseln ihren Reichtum und auf 
den Höckern der Kamele ihre Schätze zu einem Volk, das nichts nützt. 7 Denn umsonst 
und vergebens wird Ägypten helfen. Darum nenne ich es Rahab, die zum Schweigen 
Gebrachte.

	8 Geh nun hin, schreib es bei ihnen auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch 
ein, damit es für einen künftigen Tag bleibe als Zeuge bis in Ewigkeit! 9 Denn ein 
widerspenstiges Volk ist es, verlogene Söhne, Söhne, die das Gesetz des HERRN 
nicht hören wollen, 10 die zu den Sehern sagen: Seht nicht! und zu den Schauenden: 
Schaut uns nicht das Richtige! Sagt uns Schmeicheleien! Schaut uns Täuschungen! 11 
Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad! Laßt uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels! 12 
Darum, so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und auf 
Unterdrückung und Arglist vertraut und euch darauf stützt, 13 darum wird für euch diese 
Schuld wie ein sturzbringender Riß sein, der sich vorschiebt an einer hochragenden 
Mauer, deren Zusammenbruch in einem Augenblick, plötzlich kommt. 14 Und er wird 
sie zerbrechen, wie man einen Töpferkrug zerbricht, mitleidslos zertrümmert, und unter 
dessen Bruchstücken man nicht ein [ganzes] Tongefäß findet, um [damit] Feuer vom 
Herd zu holen oder Wasser aus einer Wassergrube zu schöpfen.

	15 Denn so spricht der Herr, HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und 
durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr 
habt nicht gewollt. 16 Ihr sagtet: `Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen, darum 
werdet ihr fliehen; und: `Auf Rennern wollen wir reiten, darum werden eure Verfolger 
[hinter euch her] rennen. 17 Je ein Tausend [wird fliehen] vor dem Drohen eines 
einzigen. Vor dem Drohen von Fünfen werdet ihr [alle] fliehen, bis ihr [nur noch] ein 
Rest seid wie eine Signalstange auf der Spitze des Berges und wie ein Feldzeichen auf 
dem Hügel. 18 Und darum wird der HERR darauf warten, euch gnädig zu sein, und 
darum wird er sich erheben, sich über euch zu erbarmen. Denn ein Gott des Rechts ist 
der HERR. Glücklich alle, die auf ihn harren! 19 Ja, [du] Volk aus Zion, das in 
Jerusalem wohnt, du wirst nicht mehr weinen! Er wird dir gewiß Gnade erweisen auf die 
Stimme deines Hilfegeschreis. Sobald er hört, wird er dir antworten. 20 Und hat der 
Herr euch auch Brot der Not und Wasser der Bedrängnis gegeben, so wird dein Lehrer 
sich nicht mehr verbergen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen. 21 Und 
wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort 
hinter dir her hören: Dies ist der Weg, den geht! 22 Dann wirst du den Überzug deiner 
silbernen Schnitzbilder und die Bekleidung deiner goldenen Gußbilder unrein machen. 
Du wirst sie wegwerfen wie etwas Unreines: Dreck! wirst du dazu sagen. - 23 Und er 
wird Regen geben deiner Saat, mit der du den Erdboden besäst, und Brot als Ertrag 
des Erdbodens, und [alles] wird saftig und fett sein. Deine Herden werden an jenem 
Tag weiden auf weitem Weidegrund. 24 Und die Rinder und Esel, die den Erdboden 
bearbeiten, werden gemischtes Sauerfutter fressen, das man mit Schaufel und mit der 
Gabel geworfelt hat. 25 Und auf jedem hohen Berg und auf jedem hochragenden Hügel 
werden Bäche, Wasserläufe sein am Tag des großen Mordens, wenn Türme fallen. 26 
Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der 
Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der 
HERR den Bruch seines Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird.


@{" Drohendes Gericht über die Feinde, besonders über Assur " Link Jes_30.27.}
@ENDNODE

@NODE Jes_30.27. "Drohendes Gericht über die Feinde, besonders über Assur"
@TOC JesTable_Of_Contents

  Drohendes Gericht über die Feinde, besonders über Assur

	27 Siehe, der Name des HERRN kommt von weit her mit seinem brennenden 
Zorn und wuchtigem Auffahren. Seine Lippen sind voller Grimm, und seine Zunge ist 
wie ein verzehrendes Feuer 28 und sein Atem wie ein überflutender Bach, der bis an 
den Hals reicht: um die Nationen zu schwingen mit dem Schwingsieb des Nichts und 
einen irreführenden Zaum an die Kinnbacken der Völker [zu legen]. 29 Das Lied werdet 
ihr [auf den Lippen] haben wie in der Nacht, in der das Fest gefeiert wird, und Freude 
im Herzen wie der, der unter Flötenspiel hinaufzieht, um auf den Berg des HERRN zu 
kommen, zum Felsen Israels. 30 Dann wird der HERR hören lassen die Hoheit seiner 
Stimme und sehen lassen das Niederfahren seines Armes mit wütendem Zorn und 
einer Flamme verzehrenden Feuers, [unter] Platzregen und Wolkenbruch und 
Hagelsteinen. 31 Ja, von der Stimme des HERRN wird Assur zerschlagen, wenn er mit 
dem Stock dreinschlägt. 32 Und es wird geschehen, jeder Hieb der Zuchtrute, die der 
HERR auf es niedersausen läßt, [erfolgt] unter Tamburin- und Zitherspiel. Und mit 
geschwungenem Arm wird er gegen es kämpfen. 33 Denn längst ist eine Feuerstätte 
hergerichtet. Auch für den König ist sie bereitet, tief [und] weit hat er sie gemacht. Ihr 
Scheiterhaufen [ist für] das Feuer und [hat] Holz in Menge. Wie ein Schwefelstrom setzt 
der Atem des HERRN ihn in Brand.


@ENDNODE

@NODE Jes_31. "Warnung vor Hilferuf an Ägypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Warnung vor Hilferuf an Ägypten - Ansage der Hilfe des HERRN gegen Assur

 31
	1 Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen um Hilfe, sich auf Pferde stützen 
und die ihr Vertrauen auf Wagen setzen, weil es viele sind, und auf Reiter, weil sie 
zahlreich sind; die aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und nach dem HERRN 
nicht fragen! 2 Doch auch er ist weise und bringt Unglück herbei und nimmt seine 
Worte nicht zurück. Sondern er steht auf gegen das Haus der Übeltäter und gegen die 
Hilfe derer, die Unrecht tun. 3 Auch die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre 
Pferde sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR streckt seine Hand aus, da stürzt 
der Helfer, und der, dem geholfen wird, fällt. Und alle miteinander gehen sie zugrunde.

	4 Denn so hat der HERR zu mir gesprochen: Wie der Löwe und der Junglöwe, 
gegen den die Menge der Hirten zusammengerufen wird, über seinem Raub knurrt, vor 
ihrer Stimme nicht erschrickt und vor ihrem Lärmen sich nicht duckt, so wird der HERR 
der Heerscharen herabsteigen, um auf dem Berg Zion und auf seinem Hügel zu 
kämpfen. 5 Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der Heerscharen Jerusalem 
beschirmen: beschirmen und erretten, schonen und befreien. - 6 Kehrt um, Söhne 
Israel, zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! 7 Denn an jenem Tag wird jeder von 
ihnen seine Götzen aus Silber und seine Götzen aus Gold verwerfen, die eure Hände 
euch zur Sünde gemacht haben. 8 Und Assur wird fallen durch das Schwert, [aber] 
nicht [durch das] eines Mannes; und das Schwert, [aber] nicht [das eines] Menschen, 
wird es fressen. Und es wird vor dem Schwert fliehen, und seine jungen Krieger werden 
zur Zwangsarbeit [gezwungen] werden. 9 Und sein Fels wird vor Schrecken vergehen, 
und seine Obersten werden fahnenflüchtig, spricht der HERR, der sein Feuer in Zion 
und seinen Ofen in Jerusalem hat.


@ENDNODE

@NODE Jes_32. "Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgießen des Geistes Gottes"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit - Heil durch Ausgießen des Geistes Gottes

 32
	1 Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden 
nach Recht herrschen. 2 Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und 
ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der 
Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land. 3 Da werden die Augen der 
Sehenden nicht [mehr] verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam 
sein. 4 Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge 
der Stammelnden wird fließend Deutliches reden. 5 Der Törichte wird nicht mehr edel 
genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden. 6 Denn ein törichter 
[Mensch] redet Törichtes. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und 
Irreführendes gegen den HERRN zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen 
und dem Durstigen den Trank zu verweigern. 7 Und die Werkzeuge des Schurken sind 
böse: er beschließt böse Anschläge, um die Elenden durch Lügenreden zugrunde zu 
richten, selbst wenn der Arme redet, [was] Recht [ist]. 8 Aber der Edle beschließt Edles, 
und auf Edlem besteht er.

	9 Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme, ihr Töchter, die ihr so 
sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede! 10 Über Jahr und Tag, da werdet ihr zittern, 
ihr Sicheren. Denn die Weinlese ist dahin, die Obsternte kommt nicht. 11 Bebt, ihr 
Sorglosen; zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus und entblößt euch und umgürtet die 
Lenden [mit Sacktuch]! 12 An die Brust schlägt man sich wegen der prächtigen Fluren, 
wegen des fruchtbaren Weinstocks, 13 wegen des Ackerlandes meines Volkes, das in 
Gestrüpp [und] Dornen aufgeht, ja, wegen aller Häuser [voller] Freude [in] der 
ausgelassenen Stadt. 14 Denn der Palast ist aufgegeben, verödet das Getümmel der 
Stadt. Ofel und Wachtturm dienen als Höhlen für ewig, zur Freude der Wildesel, zur 
Weidefläche der Herden, 15 bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird 
und die Wüste zum Fruchtgarten wird und der Fruchtgarten dem Wald gleichgeachtet 
wird. 16 In der Wüste wird das Recht sich niederlassen und die Gerechtigkeit im 
Fruchtgarten wohnen. 17 Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der 
Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig. 18 Dann wird mein Volk wohnen 
an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien 
Ruheplätzen. - 19 Und stürzen wird mit [mächtigem] Sturz der Wald und die Stadt in 
Niedrigkeit versinken. - 20 Glücklich ihr, die ihr an allen Wassern sät und Rind und Esel 
freien Lauf laßt!


@ENDNODE

@NODE Jes_33. "Jerusalems Not, Rettung und zukünftiges Glück"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Jerusalems Not, Rettung und zukünftiges Glück

 33
	1 Wehe dir, Verwüster, der du selbst nicht verwüstet wurdest, und dir, Treuloser, 
an dem man nicht treulos gehandelt hat! Sobald du das Verwüsten beendet hast, wirst 
du verwüstet werden. Sobald du mit der Treulosigkeit fertig bist, wirst du treulos 
behandelt werden. - 2 HERR, sei uns gnädig! Auf dich hoffen wir. Sei unser Arm jeden 
Morgen, ja, unsere Rettung zur Zeit der Not! - 3 Vor dem gewaltigen Tosen fliehen die 
Völker, vor deinem Aufstehen zerstreuen sich die Nationen. 4 Und weggerafft wird eure 
Beute, [wie] Ungeziefer wegrafft. Wie Heuschreckenschwärme herabstürzen, stürzt 
man sich darauf. - 5 Hoch erhaben ist der HERR. Denn in der Höhe wohnt er. Er füllt 
Zion mit Recht und Gerechtigkeit. 6 Und sichere Zeiten wirst du haben: Fülle von Heil, 
von Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN, sie wird sein Schatz sein. 7 
Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Friedensboten weinen bitterlich. 8 Verödet 
sind die Straßen, der Wanderer zieht nicht mehr hindurch. Man hat den Bund ungültig 
gemacht, die Städte verworfen, keinen Menschen geachtet. 9 Es vertrocknet, es welkt 
das Land. Beschämt steht der Libanon da, er ist schwarz geworden. Scharon ist einer 
Steppe gleich geworden, Basan und Karmel schütteln [ihr Laub] ab. 10 Jetzt will ich 
aufstehen, spricht der HERR. Jetzt will ich mich aufrichten, jetzt mich erheben. 11 Ihr 
geht schwanger mit Heu, Strohstoppeln werdet ihr gebären. Euer Schnauben ist ein 
Feuer, das euch verzehren wird. 12 Und die Völker werden zu Kalk verbrannt, wie 
abgehauene Dornen, die im Feuer verbrennen. 13 Hört, ihr Fernen, was ich getan 
habe, und ihr Nahen, erkennt meine Macht!

	14 Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Gottlosen gepackt. `Wer 
von uns kann sich bei verzehrendem Feuer aufhalten? Wer von uns kann sich bei 
ewigen Gluten aufhalten? - 15 Wer in Gerechtigkeit lebt und Wahrheit redet, wer den 
Gewinn der Erpressungen verwirft, wer seine Hände schüttelt, um keine Bestechung 
anzunehmen, wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören, und seine Augen 
verschließt, um Böses nicht zu sehen: 16 der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten 
sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie. - 17 Deine 
Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin 
offenes Land. 18 Dein Herz wird an den Schrecken denken: Wo ist der, der zählte? Wo 
der, der abwog? Wo ist der, der die Türme zählte? 19 Du wirst das freche Volk nicht 
mehr sehen, das Volk mit dunkler Sprache, die man nicht versteht, mit stammelnder 
Zunge ohne Sinn. 20 Schau Zion an, die Stadt unserer Festversammlungen! Deine 
Augen werden Jerusalem sehen, eine sorgenfreie Wohnstätte, ein Zelt, das nicht 
wandern wird, dessen Pflöcke man ewig nicht herauszieht und von dessen Stricken 
keiner je zerreißen wird; 21 sondern  # dort ist ein Mächtiger bei uns, der HERR - [es 
ist] ein Ort mit Flüssen, mit breiten Strömen: keine Ruderflotte fährt darauf, und kein 
mächtiges Schiff zieht darüber hin. 22 Denn der HERR ist unser Richter, der HERR 
unser Anführer, der HERR unser König. Er wird uns retten. - 23 Schlaff hängen deine 
Taue. Sie halten das Gestell ihres Mastes nicht fest, halten das Segel nicht 
ausgebreitet. - Dann wird die Ausbeute des Plündergutes ausgeteilt in Menge, [selbst] 
Lahme plündern die Beute. 24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem 
Volk, das darin wohnt, wird die Schuld vergeben sein.


@ENDNODE

@NODE Jes_34. "Zukünftiges Gericht über die Feinde Israels, besonders über Edom"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Zukünftiges Gericht über die Feinde Israels, besonders über Edom

V. 1-8: @{"Kap. 63." Link Kap. 63.},1-6; V. 1-17: @{"Jer_49." Link Jer_49.},7-22

 34
	1 Tretet heran, ihr Nationen, um zu hören! Und ihr Völkerschaften, hört 
aufmerksam zu! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm 
entsproßt! 2 Denn der HERR hat einen Zorn auf alle Nationen, und [sein] Grimm [richtet 
sich] auf ihr ganzes Heer. Er hat an ihnen den Bann vollstreckt, sie zur Schlachtung 
dahingegeben. 3 Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen, und der Gestank ihrer 
Leichen steigt auf, und die Berge zerfließen von ihrem Blut. 4 Und alles Heer der 
Himmel zergeht. Und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle. Und ihr 
gesamtes Heer verwelkt wie das Laub am Weinstock verwelkt und wie Welkes am 
Feigenbaum.


(Kap. 21,11.12) @{"Hes_25." Link Hes_25.},12-14; 35; @{"Am_1." Link Am_1.},11.12; @{"Ob_?." Link Ob_?.}

	5 Denn trunken ist im Himmel mein Schwert. Siehe, auf Edom fährt es herab und 
auf das Volk meines Bannes zum Gericht. 6 Ein Schwert hat der HERR, voll von Blut, 
es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder. Denn 
ein Schlachtopfer hält der HERR in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom. 7 
Da stürzen Büffel mit ihnen hin und Jungstiere samt den starken [Stieren]. Und ihr Land 
wird trunken von Blut, und ihr Boden trieft von Fett. 8 Denn einen Tag der Rache hat 
der HERR, ein Jahr der Vergeltungen für die Rechtssache Zions. 9 Und Edoms Bäche 
verwandeln sich in Pech und sein Boden in Schwefel; und sein Land wird zu 
brennendem Pech. 10 Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig steigt sein Rauch empor. 
Von Generation zu Generation liegt es in Trümmern, für immer und ewig zieht niemand 
hindurch. 11 Wüstenkauz und Igel nehmen es in Besitz, Eule und Rabe wohnen darin. 
Und er spannt darüber die Meßschnur der Öde und das Senkblei der Leere. 12 Seine 
Edlen - keine sind da, die das Königtum ausrufen; und alle seine Obersten nehmen ein 
Ende. 13 Und in seinen Palästen gehen Dornen auf, Nesseln und Disteln in seinen 
befestigten Städten. Und es wird zur Wohnstätte der Schakale, zur Siedlung für 
Strauße. 14 Da treffen Wüstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksdämonen 
begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen Ruheplatz für sich. 15 Dort 
nistet die Pfeilschlange und legt ihre Eier und brütet und spaltet sie. Ja, dort 
versammeln sich die Geier, einer zum andern. - 16 Forscht im Buch des HERRN nach 
und lest! Es fehlt nicht eins von diesen, keins vermißt das andere. Denn der Mund des 
HERRN, er hat es befohlen; und sein Geist, er hat sie zusammengebracht. 17 Und er 
selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen mit der Meßschnur 
zugeteilt. Ewig werden sie es besitzen, von Generation zu Generation darin wohnen.


@ENDNODE

@NODE Jes_35. "Heimkehr Israels nach allem Leid"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Heimkehr Israels nach allem Leid

 35
	1 Freuen werden sich die Wüste und das dürre Land, frohlocken wird die Steppe 
und aufblühen wie eine Narzisse. 2 Sie wird in voller Blüte stehen und frohlocken, ja, 
frohlockend und jubelnd. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von 
Karmel und Scharon: sehen werden sie die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht 
unseres Gottes. 3 Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie! 4 Sagt zu 
denen, die ein ängstliches Herz haben: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, [da ist] 
euer Gott, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten.

	5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben 
geöffnet. 6 Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jauchzen wird die Zunge 
des Stummen. Denn in der Wüste brechen Wasser hervor und Bäche in der Steppe. 7 
Und die Wüstenglut wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen. An der 
Stelle, wo die Schakale lagerten, wird Gras sowie Rohr und Schilf sein. 8 Und dort wird 
eine Straße sein und ein Weg, und er wird der heilige Weg genannt werden. Kein 
Unreiner wird darüber hinziehen, sondern er wird für sie sein. Wer auf dem Weg geht - 
selbst Einfältige werden nicht irregehen. 9 Kein Löwe wird dort sein, und kein reißendes 
Tier wird [auf ihm] hinaufgehen noch dort gefunden werden, sondern die Erlösten 
werden darauf gehen. 10 Und die Befreiten des HERRN werden zurückkehren und 
nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie 
werden Wonne und Freude erlangen, und Kummer und Seufzen werden entfliehen.


@ENDNODE

@NODE Jes_36. "Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Königs Hiskia"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Belagerung Jerusalems durch Assur zur Zeit des Königs Hiskia
@{"2Kö_2.18" Link 2Kö_2.18},13-37; @{"Chr_2.32" Link Chr_2.32},1-19

 36
	1 Und es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der 
König von Assur, herauf gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein. 2 Und 
der König von Assur sandte den Rabschake mit einem gewaltigen Heer von Lachisch 
aus zum König Hiskia nach Jerusalem. Und er stellte sich an der Wasserleitung des 
oberen Teiches auf, an der Straße des Walkerfeldes. 3 Da gingen zu ihm hinaus der 
Palastvorsteher Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der 
Berater Joach, der Sohn Asafs.

     4 Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der große
 König, der König von Assur: Was ist das für ein Vertrauen, mit dem du vertraust? 5
 Du sagst: Fürwahr, ein bloßes Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg! Nun, auf
 wen vertraust du, daß du dich gegen mich empört hast? 6 Siehe, du vertraust auf
 diesen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in
 seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für
 alle, die auf ihn vertrauen. 7 Wenn du aber zu mir sagst: Auf den HERRN, unsern
 Gott, vertrauen wir - ist er es nicht, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt
 hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Vor diesem Altar sollt ihr euch
 niederwerfen? 8 Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette
 ein! Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du dir [die nötigen] Reiter
 dafür aufstellen kannst. 9 Doch wie willst du [auch nur] einen einzigen
 [Provinz-]Statthalter zurücktreiben, einen von den geringsten Knechten meines
 Herrn? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der Wagen und Pferde. 10 Und nun, bin
 ich ohne den HERRN gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verheeren? Der HERR
 hat zu mir gesagt: Zieh hinauf in dieses Land und verheere es!

	11 Da sagten Eljakim und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu 
deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es, und rede nicht judäisch zu uns vor 
den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist! 12 Doch der Rabschake sagte: Hat mich 
mein Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, 
[und] nicht zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen 
und ihren Harn zu trinken?
	13 Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf judäisch und sagte: 
Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assur! 14 So spricht der König: 
Hiskia täusche euch nicht! Denn er kann euch nicht retten. 15 Und Hiskia vertröste 
euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird uns gewiß retten; diese 
Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden! 16 Hört nicht auf 
Hiskia! Denn so spricht der König von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir 
heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum 
essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken, 17 bis ich komme und euch in ein 
Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und 
Weinbergen. 18 Hiskia verführe euch nicht, indem er sagt: Der HERR wird uns retten! 
Haben [etwa] die Götter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des Königs von 
Assur gerettet? 19 Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo die Götter von 
Sefarwajim? Und haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet? 20 Welche sind 
es unter allen Göttern dieser Länder, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, daß 
der HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? 21 Da schwiegen sie still und 
antworteten ihm kein Wort. Denn das war der Befehl des Königs: Ihr sollt ihm nicht 
antworten! - 22 Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher und der 
Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen mit zerrissenen 
Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.


@ENDNODE

@NODE Jes_37. "Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Hiskias Hilferuf an Jesaja, sein Gebet und die Rettung Jerusalems

 @{"Kö_2.19." Link Kö_2.19.},1-37; @{"Chr_2.32." Link Chr_2.32.},20-23

 37
	1 Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, zerriß er seine Kleider, hüllte 
sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN. 2 Dann sandte er Eljakim, den 
Palastvorsteher, den Schreiber Schebna und die Ältesten der Priester, in Sacktuch 
gehüllt, zum Propheten Jesaja, dem  Sohn des Amoz. 3 Und sie sagten zu ihm: So 
spricht Hiskia: Ein Tag der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung ist 
dieser Tag. Denn die Kinder sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine 
Kraft zu gebären. 4 Vielleicht hört der HERR, dein Gott, die Worte des Rabschake, den 
sein Herr, der König von Assur, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen, 
und bestraft [ihn] wegen der Worte, die der HERR, dein Gott, gehört hat. Erhebe doch 
ein Gebet für den Überrest, der sich [noch] findet!

	5 So kamen die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja. 6 Und Jesaja sagte zu 
ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: Fürchte dich nicht vor 
den Worten, die du gehört hast, mit denen die Diener des Königs von Assur mich 
gelästert haben! 7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, daß er ein Gerücht hören 
und in sein Land zurückkehren wird. Dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert 
fällen.
	8 Und der Rabschake kehrte zurück und fand den König von Assur im Kampf 
gegen Libna, denn er hatte gehört, daß er von Lachisch aufgebrochen wäre. 9 Der 
[König] hatte nämlich über Tirhaka, den König von Kusch, sagen hören: Er ist 
ausgezogen, um gegen dich zu kämpfen. Und als er es hörte, sandte er Boten zu 
Hiskia und ließ [ihm] sagen: 10 So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sagen: Dein 
Gott täusche dich nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird nicht in 
die Hand des Königs von Assur gegeben werden!

	11 Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assur mit allen Ländern getan 
haben, indem sie an ihnen den Bann vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? 12 
Haben die Götter der Nationen, die meine Väter vernichtet haben, sie gerettet: Gosan, 
Haran und Rezef und die Söhne Edens, die in Telassar waren? 13 Wo ist der König 
von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt Sefarwajim, [von] Hena 
und Awa?
	14 Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las ihn. Dann ging er 
hinauf ins Haus des HERRN, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus. 15 Und 
Hiskia betete zum HERRN: 16 HERR der Heerscharen, Gott Israels, der du über den 
Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein, für alle Königreiche der Erde. Du 
hast den Himmel und die Erde gemacht. 17 Neige, HERR, dein Ohr und höre! Tue 
HERR, deine Augen auf und sieh! Ja, höre all die Worte Sanheribs, der [hierher] 
gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen! 18 Es ist wahr, HERR, die Könige 
von Assur haben alle Nationen und ihr Land in Trümmer gelegt. 19 Und ihre Götter 
haben sie ins Feuer geworfen, denn sie waren ja keine Götter, sondern ein Werk von 
Menschenhänden, Holz und Stein, und so konnte man sie vernichten. 20 Nun aber, 
HERR, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde 
erkennen, daß du allein der HERR bist!

	21 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ [ihm] sagen: So 
spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast wegen Sanheribs, des 
Königs von Assur, [habe ich gehört]. 22 Dies ist das Wort, das der HERR über ihn 
geredet hat:
	Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter 
Jerusalem schüttelt das Haupt hinter dir her.
	23 Wen hast du verhöhnt und gelästert und gegen wen die Stimme erhoben? 
Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!

	24 Durch deine Knechte hast du den Herrn verhöhnt und hast gesagt: Mit der 
Menge meiner Wagen habe ich die Höhe der Berge erstiegen, das äußerste Ende des 
Libanon. Ich haue den Hochwald seiner Zedern um, die Auslese seiner 
Wacholderbäume, ich komme auf seine äußerste Höhe, in das Dickicht seines 
Baumbestandes.
	25 Ich habe gegraben und Wasser getrunken, und mit der Sohle meiner Füße 
trockne ich alle Ströme Mazors aus.
	26 Hast du nicht gehört, daß ich lange vorher es gewirkt und von den Tagen der 
Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, daß du befestigte 
Städte verwüstest zu öden Steinhaufen.

	27 Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden schreckerfüllt und 
zuschanden. Sie waren [wie] Kraut des Feldes und grünes Gras, [wie] Gras auf den 
Dächern, das vor dem Ostwind verdorrt.
	28 Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja, dein Toben gegen 
mich.
	29 Wegen deines Tobens gegen mich, und weil dein Übermut in meine Ohren 
heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an 
deine Lippen und werde dich zurückführen auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. -

	30 Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahr den Nachwuchs 
[der Ernte] essen und im zweiten Jahr den Wildwuchs. Aber im dritten Jahr sollt ihr 
säen und ernten, Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen.
	31 Und was vom Haus Juda entkommen, was übriggeblieben ist, wird wieder 
wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben. 32 Denn von Jerusalem wird ein 
Überrest ausgehen und das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der 
Heerscharen wird das tun.

	33 Darum, so spricht der HERR über den König von Assur: Er wird nicht in diese 
Stadt kommen. Und er wird keinen Pfeil hineinschießen und ihr nicht mit dem Schild 
entgegentreten, und er wird keinen Wall gegen sie aufschütten. 34 Auf dem Weg, den 
er gekommen ist, auf ihm wird er zurückkehren und wird nicht in diese Stadt kommen, 
spricht der HERR. 35 Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um 
meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
	36 Da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185 000 
[Mann]. Und als man früh am Morgen aufstand, siehe, da [fand man] sie alle tot, [lauter] 
Leichen. 37 Und Sanherib, der König von Assur, brach auf, zog fort und kehrte zurück; 
und er blieb in Ninive. 38 Und es geschah, als er sich niederwarf im Haus seines Gottes 
Nisroch, da erschlugen ihn seine Söhne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; 
und sie entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an seiner 
Stelle König.


@ENDNODE

@NODE Jes_38. "Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Hiskias Krankheit und Genesung - Segen der Krankheit

V. 1-8: @{"Kö_2.20." Link Kö_2.20.},1-11; @{"Chr_2.32." Link Chr_2.32.},24

 38
	1 In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des 
Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn 
du wirst sterben und nicht am Leben bleiben! 2 Da wandte Hiskia sein Gesicht zur 
Wand und betete zu dem HERRN. 3 Und er sprach: Ach, HERR! Denke doch daran, 
daß ich vor deinem Angesicht in Treue und mit ungeteiltem Herzen gelebt habe und 
daß ich getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. 4 Da geschah 
das Wort des HERRN zu Jesaja: 5 Geh hin und sage zu Hiskia: So spricht der HERR, 
der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört, ich habe deine Tränen 
gesehen! Siehe, ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen. 6 Und aus der 
Hand des Königs von Assur will ich dich und diese Stadt retten und will diese Stadt 
beschirmen. 7 Und dies wird dir das Zeichen vom HERRN sein, daß der HERR dieses 
Wort, das er geredet hat, tun wird: 8 Siehe, ich lasse den Schatten [der Sonnenuhr um 
so viele] Stufen zurückkehren, wie die Sonne von den Stufen an der Sonnenuhr des 
Ahas [bereits] abwärts gegangen ist, zehn Stufen zurück. Da kehrte die Sonne zehn 
Stufen zurück, an den Stufen, die sie abwärts gegangen war.

	9 Aufzeichnung Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von 
seiner Krankheit genesen war.
	10 Ich sagte: In der Mitte meiner Tage soll ich hingehen zu den Pforten des 
Scheols. Ich bin beraubt des Restes meiner Jahre. 11 Ich sagte: Ich werde Jah nicht 
sehen, Jah im Land der Lebendigen, auch nicht Menschen mehr erblicken bei den 
Bewohnern des Totenreiches. 12 Meine Hütte ist abgebrochen und wurde von mir 
weggenommen wie ein Hirtenzelt. Wie ein Weber habe ich mein Leben zu Ende 
gewebt: Vom Kettgarn schnitt er mich los. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit 
mir machen!

	13 Ich schrie um Hilfe bis zum Morgen, [aber] wie ein Löwe, so zerbrach er alle 
meine Gebeine. Vom Tag bis zur Nacht wirst du ein Ende mit mir machen! 14 Wie eine 
Schwalbe, eine Drossel, so zwitscherte ich, ich gurrte wie die Taube. Verschmachtend 
[blickten] meine Augen zur Höhe: O Herr, ich bin in Bedrängnis! Tritt als Bürge für mich 
ein!
	15 Was soll ich reden, nachdem er zu mir gesprochen und es selbst ausgeführt 
hat? Ich will [dich] loben alle meine Jahre trotz der Betrübnis meiner Seele, 16 o Herr! 
[Ich will dich loben] wegen derer, die leben, und für alles, worin mein Geist lebt. Und du 
machst mich gesund und erhältst mich am Leben. 17 Siehe, zum Heil wurde mir 
bitteres Leid: Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung 
zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.

	18 Denn der Scheol preist dich nicht, der Tod lobsingt dir [nicht]; die in die Grube 
hinabgefahren sind, hoffen nicht auf deine Treue. 19 Der Lebende, der Lebende, der 
preist dich, wie heute ich: der Vater erzählt den Kindern von deiner Treue. 20 Der 
HERR [war bereit], mich zu retten. Und wir wollen das Saitenspiel erklingen lassen alle 
Tage unseres Lebens im Haus des HERRN.
	21 Und Jesaja sagte, man solle einen Feigenkuchen [aus] Feigenfrüchten 
nehmen und ihn auf dem Geschwür verstreichen, damit er genese. 22 Da sprach 
Hiskia: Was ist das Zeichen, daß ich in das Haus des HERRN hinaufgehen werde?


@ENDNODE

@NODE Jes_39. "Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia und Gottes Gerichtsandrohung
@{"Kö_2.20." Link Könige2.guide/Kö_2.20.},12-19; @{"Chr_2.32." Link Chronik2.guide/Chr_2.32.},25-31

 39
	1 In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von 
Babel, Brief und Geschenk an Hiskia, denn er hatte gehört, daß er krank gewesen und 
wieder zu Kräften gekommen war. 2 Und Hiskia freute sich über sie und zeigte ihnen 
sein Schatzhaus: das Silber und Gold, Balsamöle und das köstliche Öl, sein ganzes 
Vorratshaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in 
seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte. 3 
Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese 
Männer gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem 
fernen Land sind sie zu mir gekommen, von Babel. 4 Er aber sprach: Was haben sie in 
deinem Haus gesehen? Und Hiskia  sagte: Sie haben alles gesehen, was in meinem 
Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt hätte. 5 
Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN der Heerscharen! 6 Siehe, 
Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zum 
heutigen Tag angehäuft haben, nach Babel weggebracht werden. Nichts wird 
übrigbleiben, spricht der HERR. 7 Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen, die 
du zeugen wirst, wird man [einige] nehmen, und sie werden im Palast des Königs von 
Babel Hofbeamte sein. 8 Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das 
du geredet hast. Denn er sagte [sich]: In meinen Tagen wird ja Friede und Sicherheit 
sein.


@ENDNODE

@NODE Jes_40. "Botschaft des HERRN von der Erlösung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Botschaft des HERRN von der Erlösung

 40
	1 Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. 2 Redet zum Herzen Jerusalems, 
und ruft ihm zu, daß sein Frondienst vollendet, daß seine Schuld abgetragen ist! Denn 
es hat von der Hand des HERRN das Doppelte empfangen für all seine Sünden.
	3 Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der 
Steppe eine Straße für unseren Gott! 4 Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel 
erniedrigt werden! Und das Höckerige soll zur Ebene werden und das Hügelige zur 
Talebene! 5 Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch 
miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet.

     6 Eine Stimme spricht: Rufe! Und ich sage: Was soll ich rufen? - Alles Fleisch
 ist Gras, und all seine Anmut wie die Blume des Feldes. 7 Das Gras ist verdorrt,
 die Blume ist verwelkt, denn der Hauch des HERRN hat sie angeweht. Fürwahr, das
 Volk ist Gras. 8 Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort
 unseres Gottes besteht in Ewigkeit.
	9 Auf einen hohen Berg steig hinauf, du Freudenbotin Zion! Erhebe mit Macht 
deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Sprich zu 
den Städten Judas: Siehe da, euer Gott! 10 Siehe, der Herr, HERR, kommt mit Kraft, 
und sein Arm übt die Herrschaft für ihn aus. Siehe sein Lohn ist bei ihm, und seine 
Belohnung [geht] vor ihm her. 11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer 
wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden 
[Muttertiere] wird er [fürsorglich] leiten.


@{" Die unvergleichliche Größe Gottes " Link Jes_40.12.}
@ENDNODE

@NODE Jes_40.12. "Die unvergleichliche Größe Gottes"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Die unvergleichliche Größe Gottes

     12 Wer hat die Wasser gemessen mit seiner hohlen Hand und die Himmel abgemessen
 mit der Spanne? Und wer hat den Staub der Erde mit einem Maß erfaßt und die Berge
 mit der Waage gewogen, die Hügel mit Waagschalen? 13 Wer hat den Geist des HERRN
 ermessen, und [wer ist] der Mann seines Rates, den er unterwiese? 14 Mit wem beriet
 er sich, daß er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts
 und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn [über] den Weg der Einsicht unterwiesen hätte?
 15 Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am Eimer und wie Staub auf der
 Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hoch wie ein Stäubchen. 16 Und der Libanon reicht
 nicht hin zum Brennholz, und sein Wild reicht nicht hin zum Brandopfer. 17 Alle
 Nationen sind wie nichts vor ihm und gelten ihm als nichtig und leer. -


V. 18-26: @{"Kap. 44." Link Kap. 44.},6-21; `Jer_10.,1-16

	18 Mit wem wollt ihr Gott vergleichen, und was für ein Abbild wollt ihr ihm 
gegenüberstellen? 19 Der Kunsthandwerker gießt das Götterbild, der Goldschmied 
beschlägt es mit Gold und [mit] silbernen Ketten vom Goldschmied. 20 Maulbeerholz 
[wählt er], ein Holz, das nicht fault. Er sucht sich einen geschickten Kunsthandwerker, 
um ein Götterbild aufzustellen, das nicht wackelt. - 21 Habt ihr es nicht erkannt? Hört 
ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündet worden? Habt ihr nicht Einsicht 
gewonnen von der Gründung der Erde her? 22 [Er ist es,] der da thront über dem Kreis 
der Erde, daß ihre Bewohner wie Heuschrecken [erscheinen], der die Himmel 
ausspannt wie einen Schleier und ihn ausbreitet wie ein Zelt zum Wohnen, 23 der die 
Fürsten dem Nichts anheimgibt, die Richter der Erde der Nichtigkeit gleichmacht. 24 
Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm Wurzeln in der Erde 
getrieben, da bläst er sie schon an. Sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie 
Stoppeln hinweg. 25 Mit wem denn wollt ihr mich vergleichen, dem ich gleich wäre? 
spricht der Heilige. 26 Hebt zur Höhe eure Augen [empor] und seht: Wer hat diese [da] 
geschaffen? Er, der ihr Heer hervortreten läßt nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen: 
Vor [ihm], reich an Macht und stark an Kraft, fehlt kein einziger.

	27 Warum sagst du, Jakob, und sprichst du, Israel: Mein Weg ist verborgen vor 
dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht? 28 Hast du es nicht erkannt, oder 
hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR, der Schöpfer der Enden der 
Erde. Er ermüdet nicht und ermattet nicht, unergründlich ist seine Einsicht. 29 Er gibt 
dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt er die Stärke. 30 Jünglinge ermüden 
und ermatten, und junge Männer straucheln [und] stürzen. 31 Aber die auf den HERRN 
hoffen, gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen 
und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.


@ENDNODE

@NODE Jes_41. "Das Walten Gottes mit den Völkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Das Walten Gottes mit den Völkern und seinem Knecht Israel nach seiner Vorhersage

 41
	1 Hört mir schweigend zu, ihr Inseln! Und die Völkerschaften sollen neue Kraft 
gewinnen. Sie sollen herzutreten, dann mögen sie reden: Laßt uns miteinander vor 
Gericht treten! 2 Wer hat vom [Sonnen]aufgang her den erweckt, dessen Fuß 
Gerechtigkeit begegnet? [Wer] gibt Nationen vor ihm dahin und stürzt Könige hinab? 
Sein Schwert macht sie wie Staub, sein Bogen wie verwehte Strohstoppeln. 3 Er jagt 
ihnen nach, zieht wohlbehalten einher, berührt den Weg nicht mit seinen Füßen. 4 Wer 
hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin 
der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe. 5 Die Inseln haben es gesehen und 
fürchten sich, es erbeben die Enden der Erde. Sie näherten sich und kamen herbei.

	6 Einer hilft dem andern und sagt zu seinem Bruder: Sei mutig! 7 Und der 
Kunsthandwerker ermutigt den Goldschmied. Der mit dem Hammer glättet, [ermutigt] 
den, der auf den Amboß schlägt, und sagt von der Lötung: Sie ist gut. Und er befestigt 
es mit Nägeln, daß es nicht wackelt.
	8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme 
Abrahams, meines Freundes, 9 du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von 
ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich 
habe dich erwählt und nicht verworfen - 10 fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe 
keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit 
der Rechten meiner Gerechtigkeit. 11 Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, 
die [in Feindschaft] gegen dich entbrannt sind. Es werden wie nichts und gehen 
zugrunde die Männer, die den Rechtsstreit mit dir führen. 12 Du wirst sie suchen und 
nicht finden, die Männer, die mit dir zanken. Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die 
Männer, die mit dir Krieg führen. 13 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine 
Rechte ergreift, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! Ich, ich helfe dir! - 14 Fürchte dich 
nicht, du Wurm Jakob, du Häuflein Israel! Ich, ich helfe dir, spricht der HERR, und dein 
Erlöser ist der Heilige Israels. 15 Siehe, ich habe dich zu einem scharfen, neuen 
Dreschschlitten gemacht, mit Doppelschneiden versehen: du wirst Berge dreschen und 
zermalmen und Hügel der Spreu gleichmachen. 16 Du wirst sie worfeln, und der Wind 
wird sie forttragen und der Sturm sie zerstreuen. Du aber, du wirst jubeln in dem 
HERRN und dich rühmen in dem Heiligen Israels.

	17 Die Elenden und die Armen suchen nach Wasser, und es gibt keins, ihre 
Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der HERR, werde sie erhören, ich, der Gott Israels, 
werde sie nicht verlassen. 18 Ich werde Ströme öffnen auf den kahlen Höhen und 
Quellen mitten in den Talebenen. Ich werde die Wüste zum Wasserteich machen und 
das dürre Land zu Wasserquellen. 19 Ich werde Zedern in die Wüste setzen, Akazien, 
Myrten und Olivenbäume, werde Wacholderbäume in die Steppe pflanzen, Platanen 
und Zypressen miteinander, 20 damit sie sehen und erkennen, es merken und 
verstehen allesamt, daß die Hand des HERRN dies getan und der Heilige Israels es 
geschaffen hat.

	21 Bringt eure Rechtssache vor! spricht der HERR. Bringt eure Beweise herbei! 
spricht der König Jakobs. 22 Sie sollen [sie] herbeibringen und uns verkünden, was 
sich ereignen wird: das Frühere, was war es? Verkündet es, damit wir es uns zu 
Herzen nehmen! Oder laßt uns das Künftige hören, damit wir seinen Ausgang 
erkennen! 23 Verkündet das später Kommende, damit wir erkennen, daß ihr Götter 
seid! Ja, laßt es gut sein oder schlimm sein, daß wir uns gegenseitig ansehen und 
miteinander erschrecken! 24 Siehe, ihr seid nichts, und euer Tun ist Nichtigkeit. Ein 
Greuel ist, wer euch erwählt!

	25 Ich habe [ihn] von Norden her erweckt, und er kam herbei, - von 
Sonnenaufgang her den, der meinen Namen anruft. Und er zertritt Befehlshaber wie 
Lehm und wie ein Töpfer, der Ton stampft. 26 Wer hat es von Anfang an verkündet, 
daß wir es erkannt hätten, und von jeher, daß wir sagen könnten: Richtig! Ja, da war 
keiner, der es verkündete, ja, keiner, der es hören ließ, ja, keiner, der eure Sprüche 
gehört hätte. 27 Als erster [habe ich] zu Zion [gesagt]: Siehe, siehe, da sind sie, und 
Jerusalem gebe ich einen Freudenboten! 28 Und ich sehe hin, doch da ist niemand, 
und unter diesen da ist kein Ratgeber, daß ich sie fragen könnte und sie mir Antwort 
gäben. 29 Siehe, sie alle sind Betrug. Nichtigkeit sind ihre Machwerke, Wind und Leere 
ihre gegossenen Bilder.


@ENDNODE

@NODE Jes_42. "Der Knecht des HERRN in seiner Größe und Armut - Klage über Israel als Knecht des"
@TOC JesTable_Of_Contents

Der Knecht des HERRN in seiner Größe und Armut - Klage über Israel als Knecht des 
HERRN

 42
	1 Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele 
Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den 
Nationen hinausbringen. 2 Er wird nicht schreien und [die Stimme] nicht erheben und 
seine Stimme nicht hören lassen auf der Straße. 3 Das geknickte Rohr wird er nicht 
zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er 
das Recht hinaus. 4 Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht 
auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung. - 5 So spricht 
Gott, der HERR, der die Himmel schuf und sie ausspannte, der die Erde ausbreitete 
und was ihr entsproßt, der dem Volk auf ihr den Atem gab und den [Lebens]hauch 
denen, die auf ihr gehen: 6 Ich, der HERR, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und 
ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, 
zum Licht der Nationen, 7 blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker 
herauszuführen [und] aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen. - 8 Ich bin 
Jahwe, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen 
Ruhm den Götterbildern. 9 Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues 
verkündige ich. Bevor es aufsproßt, lasse ich es euch hören.

	10 Singt dem HERRN ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde: Es 
brause das Meer und seine Fülle, die Inseln und ihre Bewohner! 11 [Die Stimme] sollen 
erheben die Steppe und ihre Städte, die Dörfer, die Kedar bewohnt! Jubeln sollen die 
Bewohner von Sela, jauchzen vom Gipfel der Berge her! 12 Dem HERRN sollen sie 
Ehre geben und seinen Ruhm auf den Inseln verkündigen! 13 Der HERR zieht aus wie 
ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer. Er erhebt einen Schlachtruf, ja, ein 
gellendes Feldgeschrei, er beweist sich als Held gegen seine Feinde.

	14 Seit ewigen [Zeiten] habe ich geschwiegen, war still, habe an mich gehalten. 
Wie eine Gebärende will ich [nun] stöhnen, schnauben und [nach Luft] schnappen 
zugleich. 15 Ich will Berge und Hügel ausdörren und all ihr Kraut vertrocknen lassen. 
Und ich will Ströme zu Inseln machen und Teiche trockenlegen. 16 Und ich will die 
Blinden auf einem Weg gehen lassen, den sie nicht kennen, auf Pfaden, die sie nicht 
kennen, will ich sie schreiten lassen. Die Finsternis vor ihnen will ich zum Licht machen 
und das Holperige zur Ebene. Das sind die Dinge, die ich tun und von denen ich nicht 
ablassen werde. 17 Es weichen zurück, es werden völlig zuschanden [alle], die auf ein 
Götterbild vertrauen, die zum gegossenen Bild sagen: Ihr seid unsere Götter.

	18 Hört, ihr Tauben! Und ihr Blinden, schaut her, um zu sehen! 19 Wer ist blind, 
wenn nicht mein Knecht, und taub, wenn nicht mein Bote, den ich sende? Wer ist blind 
wie Meschullam und blind wie der Knecht des HERRN? 20 Er hat vieles gesehen, aber 
es nicht beachtet, hat offene Ohren, aber hört nicht. 21 Deinem HERRN hat es gefallen 
um seiner Gerechtigkeit willen. Er macht das Gesetz groß und  herrlich. 22 Doch ist es 
[jetzt noch] ein beraubtes und ausgeplündertes Volk. Sie sind allesamt in Löchern 
gefesselt, und in Kerkern werden sie versteckt gehalten. Sie sind zur Beute geworden, 
und da ist kein Erretter, [zur] Plünderung, und niemand sagt: Gib wieder her! 23 Wer 
unter euch will das zu Ohren nehmen, will achtgeben und für die Zukunft hören? 24 
Wer hat Jakob der Plünderung preisgegeben und Israel den Räubern? Nicht der 
HERR, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf seinen Wegen gehen 
und hörten nicht auf sein Gesetz. 25 Da hat er die Glut seines Zornes und die Gewalt 
des Krieges über es ausgegossen. Und er hat es ringsum versengt, aber es kommt 
nicht zur Erkenntnis, und er hat es in Brand gesteckt, aber es nimmt es nicht zu 
Herzen.


@ENDNODE

@NODE Jes_43. "Israels Erlösung aus Gnaden"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Israels Erlösung aus Gnaden

 43
	1 Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen, Jakob, und der dich 
gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei 
deinem Namen gerufen, du bist mein. 2 Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, 
und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst 
du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. 3 Denn ich bin 
der HERR, dein Gott, [ich], der Heilige Israels, dein Retter. Ich gebe Ägypten als 
Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle. 4 Weil du teuer bist in meinen 
Augen [und] wertvoll bist und ich dich liebhabe, so gebe ich Menschen hin an deiner 
Stelle und Völkerschaften anstelle deines Lebens. 5 Fürchte dich nicht, denn ich bin mit 
dir! Vom [Sonnen]aufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom 
[Sonnen]untergang her werde ich dich sammeln. 6 Ich werde zum Norden sagen: Gib 
her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fernher und meine 
Töchter vom Ende der Erde, 7 jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich 
zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!

	8 Laß hervortreten das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die 
doch Ohren haben! 9 Alle Nationen sind miteinander versammelt, und die 
Völkerschaften sind zusammengekommen! Wer unter ihnen verkündet dies? Auch 
Früheres sollen sie uns hören lassen! Sie sollen ihre Zeugen stellen, daß sie gerecht 
sind! Und man wird es hören und sagen: Es ist wahr! 10 Ihr seid meine Zeugen, spricht 
der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt 
und einseht, daß ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird 
keiner sein. 11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. 12 Ich habe 
verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder [Gott] war unter euch. Und 
ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und ich bin Gott. 13 Ja, auch weiterhin bin 
ich derselbe, und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet. Ich wirke, und wer kann 
es rückgängig machen?

	14 So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euretwillen habe 
ich nach Babel gesandt. Und ich stoße herunter all die Riegel [eines Gefängnisses]. 
Und die Chaldäer - zur Klage wird ihr Jubel. 15 Ich bin der HERR, euer Heiliger, der 
Schöpfer Israels, euer König.
	16 So spricht der HERR, der einen Weg gibt im Meer und einen Pfad in 
mächtigen Wassern, 17 der ausziehen läßt Wagen und Pferd, Heer und Held - 
zusammen liegen sie da, stehen nicht wieder auf; sie sind erloschen, verglommen wie 
ein Docht -: 18 Denkt nicht an das Frühere, und auf das Vergangene achtet nicht! 19 
Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sproßt es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die 
Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde. 20 Die Tiere des Feldes werden mich 
ehren, Schakale und Strauße, weil ich in der Wüste Wasser gegeben habe, Ströme in 
der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes. 21 Dieses Volk, das ich mir 
gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm erzählen.

	22 Nicht mich hast du angerufen, Jakob, daß du dich um mich gemüht hättest, 
Israel! 23 Du hast mir nicht das Lamm deiner Brandopfer gebracht und mit deinen 
Schlachtopfern mich nicht geehrt. Ich habe dir nicht mit Opfergaben Arbeit gemacht 
noch mit Weihrauch dich ermüdet. 24 Du hast mir nicht für Geld Würzrohr gekauft noch 
mit dem Fett deiner Schlachtopfer mich gesättigt. Vielmehr hast du mir Arbeit gemacht 
mit deinen Sünden, du hast mich ermüdet mit deinen Sünden. 25 Ich, ich bin es, der 
deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht 
gedenken.

	26 Zeige mich an! Wir wollen miteinander vor Gericht treten! Erzähle du, damit 
du recht behältst! 27 Dein erster Vater hat [schon] gesündigt, und deine Vermittler 
haben mit mir gebrochen. 28 So entweihe ich die Obersten des Heiligtums. Und ich 
gebe Jakob dem Bann und Israel den Hohnreden preis.

@ENDNODE

@NODE Jes_44. "Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes"
@TOC JesTable_Of_Contents
@SMARTWRAP

 Der segnende, lebendige Gott und die Torheit des Götzendienstes

 44
	1 Aber nun höre, Jakob, mein Knecht, und Israel, den ich erwählt habe. 2 So 
spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleibe an dich gebildet hat, der dir 
hilft: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und Jeschurun, den ich erwählt habe! 3 
Denn ich werde Wasser gießen auf das durstige und Bäche auf das trockene Land. Ich 
werde meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine 
Sprößlinge. 4 Und sie werden aufsprossen wie Schilf zwischen Wassern, wie Pappeln 
an Wasserläufen. 5 Dieser wird sagen: Ich gehöre dem HERRN! Und jener wird sich 
mit dem Namen Jakob nennen. Und jener wird auf seine Hand schreiben: Dem HERRN 
eigen! und wird mit dem Namen Israel genannt werden.


V. 6-21: Kap. 40,18-26; @{"Jer_10." Link Jer_10.},1-16

     6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der
 Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es
 keinen Gott. 7 Und wer ist wie ich? Er rufe und verkünde es und lege es mir
 dar! - Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen? Und was eintreten
 wird, sollen sie uns verkünden! 8 Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe
 ich es dich nicht schon längst hören lassen und [es dir] verkündet? Und ihr
 seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich
 kenne keinen. 9 Die Bildner von Götterbildern sind allesamt nichtig, und
 ihre Lieblinge nützen nichts. Und ihre Zeugen sehen nicht und erkennen
 nicht, damit sie zuschanden werden. 10 Wer hat [je] einen Gott gebildet und
 ein Götterbild gegossen, damit es nichts nützt? 11 Siehe, alle seine
 Anhänger werden zuschanden. Und die Kunsthandwerker sind ja [nur] Menschen.
 Sollen sie sich alle versammeln, hintreten: erschrecken müssen sie,
 zuschanden werden allesamt! 12 Der Handwerker in Eisen schärft das Beil und
 arbeitet mit Kohlenglut, und er formt es mit Hämmern und verarbeitet es mit
 seinem kräftigen Arm. Er wird [dabei] auch hungrig und kraftlos, er trinkt
 kein Wasser und ermüdet. 13 Der Handwerker in Holz spannt die Schnur,
 zeichnet es mit dem Stift vor, führt es mit den Schnitzmessern aus und
 umreißt mit dem Zirkel. Und er macht es wie das Bild eines Mannes, wie das
 Prachtstück von einem Menschen, damit es in einem Haus wohnt. 14 [Er geht,]
 um sich Zedern zu fällen, oder nimmt eine Steineiche oder eine Eiche und
 zieht sie sich groß unter den Bäumen des Waldes. Er pflanzt eine Fichte, und
 der Regen läßt sie wachsen. 15 Und [das alles] dient dem Menschen zur
 Feuerung, und er nimmt davon und wärmt sich. Teils heizt er und bäckt Brot,
 teils verarbeitet er es zu einem Gott und wirft sich [davor] nieder, macht
 ein Götzenbild daraus und beugt sich vor ihm. 16 Die Hälfte davon verbrennt
 er im Feuer. Auf [dieser] seiner Hälfte brät er Fleisch, ißt den Braten und
 sättigt sich. Auch wärmt er sich und sagt: Ha! Mir wird es warm, ich spüre
 Feuer. 17 Und den Rest davon macht er zu einem Gott, zu seinem Götterbild.
 Er beugt sich vor ihm und wirft sich nieder, und er betet zu ihm und sagt:
 Errette mich, denn du bist mein Gott! # 18 Sie haben keine Erkenntnis und
 keine Einsicht, denn ihre Augen sind verklebt, daß sie nicht sehen, [und]
 ihre Herzen, daß sie nicht verstehen. - 19 Und er nimmt es nicht zu Herzen
 und [hat] keine Erkenntnis und keine Einsicht, daß er sagte: Die Hälfte
 davon habe ich im Feuer verbrannt, auch habe ich auf seinen Kohlen Brot
 gebacken, ich brate Fleisch und esse; und den Rest davon mache ich zu einem
 Greuel, vor einem Holzklotz beuge ich mich! 20 Wer sich mit Asche einläßt,
 ist betrogen, [sein] Herz hat ihn irregeführt. Er rettet seine Seele nicht
 und sagt [nicht]: Ist nicht Lüge in meiner Rechten?


	21 Denke daran, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich 
gebildet, du bist mein Knecht. Israel, du wirst nicht von mir vergessen. 22 Ich habe 
deine Verbrechen ausgelöscht wie einen Nebel und wie eine Wolke deine Sünden. 
Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! 23 Jubelt, ihr Himmel, denn der HERR hat 
es getan! Jauchzt, ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und all 
ihr Bäume darin! Denn der HERR hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich.


@ENDNODE

@NODE Jes_45. "Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Ankündigung der Herrschaft des Kyrus zum Heil Israels

	24 So spricht der HERR, dein Erlöser und der dich vom Mutterleib an gebildet 
hat: Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, der 
die Erde ausbreitete - wer war [da] bei mir? 25 [Ich bin es,] der die Wunderzeichen der 
Orakelpriester platzen läßt und die Wahrsager zu Narren macht, der die Weisen zur 
Umkehr zwingt und ihr Wissen zur Torheit macht, 26 der das Wort seines Knechtes 
aufrichtet und den Plan seiner Boten ausführt, der von Jerusalem sagt: Es soll bewohnt 
werden! und von den Städten Judas: Sie sollen aufgebaut werden, und seine 
Trümmerstätten werde ich [wieder]aufrichten! -  27 der zur Meerestiefe spricht: 
Versiege, und deine Ströme will ich austrocknen - 28 der von Kyrus spricht: Mein Hirt, 
er wird alles ausführen, was mir gefällt, indem er von Jerusalem sagen wird: Es werde 
aufgebaut, und der Grundstein des Tempels werde gelegt!


 45
     1 So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyrus, den ich bei seiner Rechten
 ergriffen habe, um Nationen vor ihm zu unterwerfen - und die Hüften der Könige
 entgürte ich -, um Türen vor ihm zu öffnen, und Tore bleiben nicht verschlossen: 2
 Ich, ich werde vor dir herziehen und werde die Ringmauern einebnen. Eherne Türen
 werde ich zerbrechen und eiserne Riegel zerschlagen. 3 Ich gebe dir verborgene
 Schätze und versteckte Vorräte, damit du erkennst, daß ich der HERR bin, der dich
 bei deinem Namen ruft, der Gott Israels. 4 Um meines Knechtes Jakob willen und
 Israels, meines Auserwählten, habe ich dich bei deinem Namen gerufen. Ich gebe dir
 einen Ehrennamen, ohne daß du mich gekannt hast. 5 Ich bin der HERR und sonst
 keiner. Außer mir gibt es keinen Gott. Ich gürte dich, ohne daß du mich erkannt
 hast, 6 damit man erkennt vom Aufgang der Sonne und von [ihrem] Untergang her, daß
 es außer mir gar keinen gibt. Ich bin der HERR # und sonst keiner -, 7 der das
 Licht bildet und die Finsternis schafft, der Frieden wirkt und das Unheil schafft.
 Ich, der HERR, bin es, der das alles wirkt.

	8 Träufelt, ihr Himmel, von oben! Und ihr Wolken, fließt [über] von Gerechtigkeit! 
Das Land öffne [seine Ackerfurchen], und sie sollen fruchtbar sein mit Heil, und es 
lasse Gerechtigkeit hervorwachsen zugleich! Ich, der HERR, habe es geschaffen. 9 
Weh dem, der mit seinem Bildner rechtet - ein Tongefäß unter irdenen Tongefäßen! 
Sagt [etwa] der Ton zu seinem Bildner: Was machst du?, und [sagt etwa] dein Werk 
[von dir]: Er hat keine Hände? 10 Weh dem, der zum Vater sagt: Warum zeugst du? 
und zur Frau: Warum hast du Wehen? 11 So spricht der HERR, der Heilige Israels und 
sein Bildner: Wollt ihr mich [etwa] wegen meiner Kinder fragen und über das Werk 
meiner Hände mir Befehl geben? 12 Ich, ich habe die Erde gemacht und den 
Menschen auf ihr geschaffen. Ich [war es], meine Hände haben die Himmel 
ausgespannt, und all ihrem Heer habe ich Befehl gegeben. 13 Ich, ich habe ihn erweckt 
in Gerechtigkeit, und alle seine Wege ebne ich. Er wird meine Stadt bauen und meine 
Weggeführten freilassen, nicht für einen Kaufpreis und nicht für ein Geschenk, spricht 
der HERR der Heerscharen.

	14 So spricht der HERR: Der Erwerb Ägyptens und der Handelsgewinn von 
Kusch und die Sebäer, hochgewachsene Männer, werden zu dir übergehen und dir 
gehören. Sie werden dir nachfolgen, in Fesseln werden sie [zu dir] übergehen. Und sie 
werden sich vor dir niederwerfen, werden zu dir flehen: Ja, bei dir ist Gott. Es gibt 
keinen sonst, keinen Gott! - 15 Wahrlich, du bist ein Gott, der sich verborgen hält, Gott 
Israels, ein Retter! - 16 Sie werden zuschanden und auch zunichte, sie alle 
miteinander. Sie gehen allesamt in Schmach dahin, die Götzenmacher. 17 Israel findet 
Rettung in dem HERRN, ewige Rettung. Ihr werdet nicht zuschanden und nicht 
zunichte werden in alle Ewigkeiten. 18 Denn so spricht der HERR, der die Himmel 
geschaffen hat - er ist Gott -, der die Erde gebildet und sie gemacht hat - er hat sie 
gegründet, nicht als eine Öde hat er sie geschaffen, [sondern] zum Bewohnen hat er 
sie gebildet -: Ich bin der HERR, und sonst gibt es keinen [Gott]! 19 Nicht im 
Verborgenen habe ich geredet, am Ort eines finsteren Landes. Ich sprach zu den 
Nachkommen Jakobs nicht: Sucht mich vergeblich! Ich bin der HERR, der Gerechtigkeit 
redet, Wahrheit verkündet.

	20 Versammelt euch und kommt! Nähert euch allesamt, ihr Entkommenen der 
Nationen! Keine Erkenntnis haben die, die das Holz ihres Götterbildes tragen und zu 
einem Gott flehen, der nicht retten kann. 21 Berichtet und bringt [Beweise] herbei! Ja, 
sollen sie sich miteinander beraten! Wer hat dies von alters her hören lassen, schon 
längst es verkündet? Nicht ich, der HERR? Und sonst gibt es keinen Gott außer mir. 
Einen gerechten und rettenden Gott gibt es außer mir nicht! 22 Wendet euch zu mir und 
laßt euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Gott und keiner sonst. 23 Ich 
habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, 
ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge 
[mir] schwören 24 und sagen: Nur in dem HERRN ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm 
wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt 
waren. 25 In dem HERRN werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen 
Israels.


@ENDNODE

@NODE Jes_46. "Vernichtung der Götzen - Heil in Gott"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Vernichtung der Götzen - Heil in Gott

 46
	1 Bel bricht in die Knie, Nebo krümmt sich. Ihre Götzenbilder sind dem 
[Saum]tier und dem [Last]vieh [aufgelegt] worden; eure Tragbilder sind aufgeladen, 
eine Last für das erschöpfte [Vieh]. 2 Sie krümmen sich, brechen in die Knie allesamt, 
sie können die Last nicht retten; und sie selbst ziehen in die Gefangenschaft.
     3 Hört auf mich, Haus Jakob und der ganze Überrest des Hauses Israel, die ihr
 von Mutterleib an [mir] aufgeladen, von Mutterschoß an [von mir] getragen worden
 seid! 4 Auch bis in [euer] Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu [eurem] grauen
 Haar werde ich selbst [euch] tragen. Ich, ich habe es getan, und ich selbst werde
 heben, und ich selbst werde tragen und werde erretten.

     5 Mit wem wollt ihr mich vergleichen und gleichstellen und mich ähnlich machen,
 daß wir uns gleichen? 6 Sie, die Gold aus dem Beutel schütten und Silber auf der
 Waage abwiegen, dingen einen Goldschmied, daß er einen Gott daraus macht. Sie
 beugen sich, ja, sie werfen sich nieder. 7 Sie heben ihn auf die Schulter, tragen
 ihn [umher] und setzen ihn nieder an seine Stelle, und er steht da: von seinem
 Platz weicht er nicht. Auch schreit man zu ihm, aber er antwortet nicht, hilft ihm
 nicht aus seiner Not. 8 Denkt daran und ermahnt euch, nehmt es [wieder] zu Herzen,
 ihr Abtrünnigen! 9 Gedenket des Früheren von der Urzeit her, daß ich Gott bin. Es
 gibt keinen sonst, keinen Gott gleich mir, 10 der ich von Anfang an den Ausgang
 verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, - der ich spreche: Mein
 Ratschluß soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus, 11 der
 ich den Raubvogel rufe von Osten her, aus fernem Land den Mann meines Ratschlusses.
 Ja, ich habe [es] geredet, ja, ich werde es auch kommen lassen. Ich habe [es]
 gebildet, ja, ich führe es auch aus. - 12 Hört auf mich, ihr Trotzigen, die ihr
 fern seid von Gerechtigkeit! 13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist
 nicht fern, und mein Heil zögert nicht. Und ich gebe in Zion Heil, für Israel meine
 Herrlichkeit.


@ENDNODE

@NODE Jes_47. "Triumph und Spott über den Untergang Babels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Triumph und Spott über den Untergang Babels

@{"Kap. 13." Link Kap. 13.}; 14; 21,1-10; @{"Jer_50." Link Jer_50.}; 51

 47
     1 Steig herunter und setz dich in den Staub, Jungfrau, Tochter Babel! Setz dich
 auf die Erde ohne Thron, Tochter der Chaldäer! Denn man wird dich nicht länger die
 Verwöhnte und Verzärtelte nennen. 2 Nimm die Mühle und mahle Mehl! Schlage deinen
 Schleier zurück, hebe die Schleppe, entblöße die Schenkel, wate durch Ströme! 3
 Deine Blöße soll aufgedeckt, ja, deine Schande gesehen werden! Ich werde Rache
 nehmen und Menschen nicht verschonen. - 4 Unser Erlöser, HERR der Heerscharen ist
 sein Name, der Heilige Israels! - 5 Setze dich stumm hin und geh in die Finsternis,
 Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht länger Herrin der Königreiche genannt
 werden. 6 Ich war erzürnt über mein Volk, ich entweihte mein Erbteil, und ich gab
 sie in deine Hand. Du hast ihnen kein Erbarmen erwiesen, auf den Greis legtest du
 schwer dein Joch. 7 Und du sagtest: Auf ewig werde ich Herrin sein, für immer! Du
 nahmst dir dies nicht zu Herzen, das Ende davon bedachtest du nicht. 8 Und nun höre
 dies, du Wollüstige, die in Sicherheit wohnt, die in ihrem Herzen sagt: Ich, und
 sonst gar nichts! Ich werde nicht als Witwe sitzen noch Kinderlosigkeit kennen! 9
 Dies beides wird über dich kommen in einem Augenblick, an einem einzigen Tag:
 Kinderlosigkeit und Witwenschaft. In vollem Maße werden sie über dich kommen trotz
 der Menge deiner Zaubereien, trotz der gewaltigen Fülle deiner Bannsprüche. 10 Aber
 du vertrautest auf deine Bosheit. Du sagtest: Niemand sieht mich. Deine Weisheit
 und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: Ich,
 und sonst gar nichts! 11 So kommt Unheil über dich, gegen das du keinen Zauber
 kennst. Und ein Verderben wird über dich herfallen, das du nicht abwenden kannst.
 Und plötzlich wird ein Sturm über dich kommen, den du nicht ahnst. - 12 Tritt doch
 auf mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich
 abgemüht hast von deiner Jugend an! Vielleicht kannst du Hilfe schaffen, vielleicht
 wirst du Schrecken einflößen. 13 Du bist müde geworden durch die Menge deiner
 Beratungen. Sie sollen doch auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die
 Sternebeschauer, die an jedem Neumond wissen lassen, was über dich kommen soll! 14
 Siehe, sie sind wie Strohstoppeln geworden, Feuer hat sie verbrannt! Vor der Gewalt
 der Flamme haben sie ihr Leben nicht gerettet: es gab keine Kohle, um sich zu
 wärmen, kein Feuer, um davor zu sitzen. 15 So sind dir die geworden, für die du
 dich abgemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an. Sie taumeln, jeder
 nach seiner Seite hin; niemand rettet dich.

@ENDNODE

@NODE Jes_48. "Jesaja 48. - Weitere Mahnung an Israel und erneute Verheißung der Rettung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 48
	1 Weitere Mahnung an Israel und erneute Verheißung der Rettung
	Hört dies, Haus Jakob, die mit dem Namen Israel benannt und aus den Wassern 
Judas hervorgegangen sind, die beim Namen des HERRN schwören und den Gott 
Israels bekennen, [doch] nicht in Wahrheit und nicht in Gerechtigkeit; 2 ja, nach der 
heiligen Stadt nennen sie sich, und sie stützen sich auf den Gott Israels, HERR der 
Heerscharen ist sein Name: 3 Das Frühere habe ich längst schon verkündet. Aus 
meinem Mund ist es hervorgegangen, und ich habe es hören lassen; plötzlich tat ich es, 
und es traf ein. 4 Weil ich wußte, daß du hart bist und daß dein Nacken eine eiserne 
Sehne und deine Stirn aus Erz ist, 5 so habe ich es dir schon längst verkündet, ehe es 
eintraf, habe ich es dich hören lassen, damit du nicht sagst: Mein Götze hat es getan, 
und mein Götterbild und mein gegossenes Bild haben es befohlen. 6 Du hast es gehört, 
betrachte es [nun] alles! Und ihr, wollt ihr es nicht verkünden? Von nun an lasse ich 
dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht kanntest. 7 Jetzt ist es geschaffen 
und nicht [schon] früher und vor dem [heutigen] Tag. Und du hast nicht davon gehört, 
damit du nicht sagst: Siehe, ich habe es gewußt. 8 Du hast es weder gehört noch 
gewußt, noch war dein Ohr früher [schon] geöffnet. Denn ich wußte, daß du völlig 
treulos bist und daß man dich `Abtrünnig von Mutterleib an genannt hat. 9 Um meines 
Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme 
ich mich dir zugute, um dich nicht auszurotten. 10 Siehe, ich habe dich geläutert, doch 
nicht im Silber[schmelzofen]; ich habe dich geprüft im Schmelzofen des Elends. 11 Um 
meinetwillen, um meinetwillen will ich es tun - denn wie würde mein Name entweiht 
werden! #, und meine Ehre gebe ich keinem andern.

     12 Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich
 der Erste, ich auch der Letzte. 13 Ja, meine Hand hat die Grundmauern der Erde
 gelegt und meine Rechte die Himmel ausgespannt; ich rufe ihnen zu: allesamt stehen
 sie da. 14 Versammelt euch, ihr alle, und hört! Wer unter ihnen hat dies verkündet?
 Der HERR liebt ihn. Er wird an Babel ausführen, was ihm gefällt, und sein Arm
 [wird] die Chaldäer [richten]. 15 Ich, ich selbst habe geredet, ja, ich habe ihn
 gerufen. Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg wird gelingen. 16 Tretet her zu
 mir, hört dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit
 an, da es geschah, bin ich da. - Und nun hat der Herr, HERR, mich gesandt und
 seinen Geist [verliehen]. - 17 So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige
 Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt zu [deinem] Nutzen, der dich
 leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.

	18 Ach, hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dann wäre wie der Strom 
dein Friede gewesen und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres. 19 Dann 
wäre wie der Sand deine Nachkommenschaft gewesen und die Sprößlinge deines 
Leibes wie seine Körner. Sein Name würde nicht ausgerottet und nicht ausgetilgt 
werden vor meinem Angesicht.
	20 Zieht aus Babel fort! Flieht aus Chaldäa! Mit jubelnder Stimme verkündet, laßt 
es hören, breitet es aus bis an die Enden der Erde! Sprecht: Erlöst hat der HERR 
seinen Knecht Jakob! 21 Und sie dürsteten nicht, als er sie durch die Trümmerstätten 
führte. Wasser aus dem Felsen ließ er ihnen rinnen, er spaltete den Felsen, und 
Wasser floß heraus. - 22 Kein Friede den Gottlosen, spricht der HERR. -


@ENDNODE

@NODE Jes_49. "Der Knecht des HERRN: Licht für die Heiden und Heil für Israel"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Der Knecht des HERRN: Licht für die Heiden und Heil für Israel

 49
	1 Hört auf mich, ihr Inseln, und horcht auf, ihr Völkerschaften, [die ihr] von 
fernher [seid]! Der HERR hat mich berufen vom Mutterleib an, hat von meiner Mutter 
Schoß an meinen Namen genannt. 2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert 
gemacht, hält mich versteckt im Schatten seiner Hand. Und er hat mich zu einem 
geschärften Pfeil gemacht, hat mich verborgen in seinem Köcher. 3 Und er sprach zu 
mir: Mein Knecht bist du, Israel, an dem ich mich verherrlichen werde. - 4 Ich aber 
sagte: Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft 
verbraucht. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. - 5 
Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an für sich zum Knecht gebildet 
hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen und damit Israel zu ihm gesammelt werde - und 
ich bin geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott ist meine Stärke geworden -, 6 
ja, er spricht: Es ist zu wenig, daß du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs 
aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So habe ich dich [auch] zum 
Licht der Nationen gemacht, [daß] mein Heil reiche bis an die Enden der Erde. 7 So 
spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem ganz und gar Verachteten, 
zu dem Verabscheuten der Nation, zu dem Knecht der Herrscher: Könige werden es 
sehen und aufstehen, [auch] Oberste, und sie werden sich niederwerfen um des 
HERRN willen, der treu ist, [um] des Heiligen Israels [willen], der dich erwählt hat. 8 So 
spricht der HERR: Zur Zeit des Wohlgefallens habe ich dich erhört, und am Tag des 
Heils habe ich dir geholfen. Und ich werde dich behüten und dich zum Bund des Volkes 
machen, das Land aufzurichten, die verödeten Erbteile auszuteilen, 9 den Gefangenen 
zu sagen: Geht hinaus! [und] zu denen, die in Finsternis sind: Kommt ans Licht! Sie 
werden an den Wegen weiden, und auf allen kahlen Höhen wird ihre Weide sein. 10 
Sie werden nicht hungern und nicht dürsten, und weder Wüstenglut noch Sonne wird 
sie treffen. Denn ihr Erbarmer wird sie leiten und wird sie zu Wasserquellen führen. 11 
Alle meine Berge will ich zum Weg machen, und meine Straßen werden hoch 
dahinführen. 12 Siehe, diese werden von fernher kommen, und siehe, die von Norden 
und von Westen und jene aus dem Land Sewenim. 13 Jubelt, ihr Himmel, und jauchze, 
du Erde! Und ihr Berge, brecht in Jubel aus! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, 
und über seine Elenden erbarmt er sich.


@{" Klage, Tröstung und Wiederherstellung Israels " Link Jes_49.14.}
@ENDNODE

@NODE Jes_49.14. "Klage, Tröstung und Wiederherstellung Israels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Klage, Tröstung und Wiederherstellung Israels

	14 Zion sagt: Verlassen hat mich der HERR, der Herr hat mich vergessen. 15 
Vergißt [etwa] eine Frau ihren Säugling, daß sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres 
Leibes? Sollten selbst diese vergessen, ich werde dich niemals vergessen. 16 Siehe, in 
[meine] beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet. Deine Mauern sind beständig 
vor mir. 17 Deine Erbauer eilen herbei, deine Zerstörer und deine Verwüster ziehen aus 
dir fort. 18 Erhebe ringsum deine Augen und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen 
zu dir! So wahr ich lebe, spricht der HERR, ja, du wirst sie alle wie ein Schmuck[stück] 
anlegen und dich mit ihnen gürten wie eine Braut. 19 Denn deine Trümmerstätten, 
deine verödeten Orte und dein zerstörtes Land - ja, nun wird es dir zu eng werden vor 
[Menge an] Bewohnern; und die dich verschlangen, werden fernbleiben. 20 Die Kinder 
deiner Kinderlosigkeit werden noch vor deinen Ohren sagen: Der Raum ist mir zu eng. 
Mach mir Platz, daß ich wohnen kann! 21 Da wirst du in deinem Herzen sagen: Wer hat 
mir diese geboren? Ich war doch der Kinder beraubt und unfruchtbar, in der 
Verbannung und abtrünnig! Und diese, wer hat sie großgezogen? Siehe, ich war ja 
allein übriggeblieben; diese [also], wo waren sie?

	22 So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich werde meine Hand zu den Nationen 
hin erheben und zu den Völkern hin mein Feldzeichen aufrichten. Und sie werden deine 
Söhne auf den Armen bringen, und deine Töchter werden auf der Schulter getragen 
werden. 23 Und Könige werden deine Wärter sein und ihre Fürstinnen deine Ammen. 
Sie werden sich vor dir niederwerfen mit dem Gesicht zur Erde und den Staub deiner 
Füße lecken. Da wirst du erkennen, daß ich der HERR bin: die auf mich hoffen, werden 
nicht beschämt werden.

	24 Kann man einem Helden die Beute nehmen, oder kann der Gefangene eines 
Gewaltigen entkommen? 25 Ja, so spricht der HERR: Auch der Gefangene des Helden 
wird [ihm] genommen, und die Beute des Gewaltigen wird entkommen. Wer dich 
angreift, den werde ich angreifen; und deine Söhne werde ich retten. 26 Ich werde 
deine Unterdrücker speisen mit ihrem eigenen Fleisch, und von ihrem Blut sollen sie 
trunken werden wie von Most. Und alles Fleisch wird erkennen, daß ich, der HERR, 
dein Retter bin, und der Mächtige Jakobs, dein Erlöser.


@ENDNODE

@NODE Jes_50. "Israels Schuld - Erniedrigung des treuen Knechtes Gottes"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Israels Schuld - Erniedrigung des treuen Knechtes Gottes

 50
	1 So spricht der HERR: Wo ist denn der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich 
sie entlassen hätte? Oder wer ist es von meinen Gläubigern, dem ich euch verkauft 
hätte? Siehe, eurer Sünden wegen seid ihr verkauft, und wegen eurer Verbrechen ist 
eure Mutter entlassen.
	2 Warum bin ich gekommen, und kein Mensch war da, habe gerufen, und 
niemand antwortete? Ist meine Hand etwa zu kurz zur Erlösung? Oder ist in mir keine 
Kraft, um zu erretten? Siehe, durch mein Drohen trockne ich das Meer aus, mache 
Ströme zu einer Wüste: es stinken ihre Fische, weil kein Wasser da ist, und sie vor 
Durst sterben. 3 Ich kleide die Himmel in Trauerschwärze und lege ihnen Sacktuch als 
Kleidung an.

	4 Der Herr, HERR, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich erkenne, 
den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt [mich, ja] Morgen für Morgen weckt 
er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören]. 5 Der Herr, HERR, hat mir das Ohr 
geöffnet, und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen. 6 Ich 
bot meinen Rücken den Schlagenden und meine Wangen den Raufenden, mein 
Angesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. 7 Aber der Herr, HERR, 
hilft mir. Darum bin ich nicht zuschanden geworden, darum habe ich mein Gesicht [hart] 
wie Kieselstein gemacht. Ich habe erkannt, daß ich nicht beschämt werde. 8 Nahe ist, 
der mir Recht schafft: Wer will mit mir einen Rechtsstreit führen? Laßt uns zusammen 
hintreten! Wer ist mein Rechtsgegner? Er trete her zu mir! 9 Siehe, der Herr, HERR, 
hilft mir. Wer ist es, der mich schuldig erklären will? Siehe, allesamt werden sie 
zerfallen wie ein Kleid, die Motte wird sie fressen.

	10 Wer ist unter euch, der den HERRN fürchtet, der auf die Stimme seines 
Knechtes hört? Wer in Finsternis lebt und wem kein Lichtglanz [scheint], vertraue auf 
den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott! 11 Siehe, ihr alle, die ihr ein 
Feuer anzündet, mit Brandpfeilen euch rüstet: Lauft hinein in die Glut eures Feuers und 
in die Brandpfeile, die ihr angesteckt habt! Von meiner Hand geschieht euch das. In 
Qualen sollt ihr daliegen.


@ENDNODE

@NODE Jes_51. "Gottes Trost im Leid und Ankündigung der Erlösung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Gottes Trost im Leid und Ankündigung der Erlösung

 51
     1 Hört auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht!
 Blickt hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem
 ihr gegraben seid! 2 Blickt hin auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch
 geboren hat! Denn ich rief ihn als einen einzelnen, und ich segnete ihn und mehrte
 ihn. 3 Denn der HERR tröstet Zion, tröstet alle seine Trümmerstätten. Und er macht
 seine Wüste wie Eden und seine Steppe wie den Garten des HERRN. Jubel und Freude
 findet man darin, Lobpreis und Stimme des Gesanges.

	4 Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung 
geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker. Im Nu 5 ist nahe meine 
Gerechtigkeit, mein Heil ist hervorgetreten, und meine Arme werden die Völker richten. 
Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm warten sie. 6 Erhebt zum Himmel eure 
Augen und blickt auf die Erde unten! Denn die Himmel werden wie Rauch zerfetzt 
werden, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden 
dahinsterben wie Mücken. Aber mein Heil wird in Ewigkeit bestehen, und meine 
Gerechtigkeit wird nicht zerschlagen werden o. 7 Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit 
kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht die Schmähung der 
Menschen und erschreckt nicht vor ihren Hohnreden! 8 Denn wie ein Kleid wird die 
Motte sie verzehren und wie Wolle die Schabe sie verzehren. Aber meine Gerechtigkeit 
wird in Ewigkeit bestehen und mein Heil von Generation zu Generation.

	9 Wach auf, wach auf! Kleide dich in Kraft, du Arm des HERRN! Wach auf wie in 
den Tagen der Vorzeit, [wie bei] den [längst] vergangenen Generationen! Bist du es 
nicht, der Rahab zerhauen, das Seeungeheuer durchbohrt hat? 10 Bist du es nicht, der 
das Meer ausgetrocknet hat, die Wasser der großen Flut, der die Tiefen des Meeres zu 
einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzogen? 11 Und die Befreiten des 
HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude 
wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und 
Seufzen werden entfliehen.

     12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, daß du dich vor dem Menschen
 fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das [wie] Gras dahingegeben
 wird, 13 und daß du den HERRN vergißt, der dich macht, der die Himmel ausspannt und
 die Grundmauern der Erde legt, und daß du dich beständig, den ganzen Tag, vor dem
 Zorn des Bedrängers fürchtest, wenn er zielt, um [dich] zu vernichten? Wo ist denn
 der Zorn des Bedrängers? 14 Der [in Fesseln] Gekrümmte wird bald losgelassen werden
 und wird nicht hinsterben ins Grab, und sein Brot wird ihm nicht mangeln. 15 Denn
 ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, daß seine Wogen brausen, HERR der
 Heerscharen ist sein Name. - 16 Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und
 dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel [wie ein Zelt]
 aufzuschlagen und die Grundmauern der Erde zu legen und zu Zion zu sagen: Mein Volk
 bist du!

	17 Raff dich auf, raff dich auf! Erhebe dich, Jerusalem, die du aus der Hand des 
HERRN den Becher seines Zornes getrunken! Den Kelch, den Becher des Taumels, 
hast du getrunken, hast [ihn] ausgeschlürft. 18 Da war niemand, der sie leitete, von 
allen Kindern, die sie geboren, und niemand, der sie bei der Hand nahm, von allen 
Kindern, die sie großgezogen hatte. 18 Dies beides hat dich getroffen - wer bekundet 
dir Beileid? Verwüstung und Zusammenbruch, Hungersnot und Schwert - wie könnte 
ich dich trösten? 20 Deine Kinder sind ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen 
Straßenecken wie die Antilope im Netz, voll [getroffen] vom Zorn des HERRN und dem 
Drohen deines Gottes. 21 Darum höre doch dies, die du elend bist und trunken, aber 
nicht vom Wein! 22 So spricht der HERR, dein Herr, und dein Gott, der den Rechtsstreit 
seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelch, 
den Becher meines Zorns; du wirst ihn nicht mehr länger trinken. 23 Ich gebe ihn in die 
Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sagten: Bück dich, daß wir hinüberschreiten! 
Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, wie eine Straße für die 
Hinüberschreitenden.


@ENDNODE

@NODE Jes_52. "Jerusalem im kommenden Königreich"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Jerusalem im kommenden Königreich

 52
	1 Wach auf, wach auf! Kleide dich, Zion, in deine Kraft! Kleide dich in deine 
Prachtgewänder, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn nicht mehr länger soll dich ein 
Unbeschnittener und ein Unreiner betreten. 2 Schüttle den Staub von dir ab! Steh auf, 
setz dich hin, Jerusalem! Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene 
Tochter Zion! 3 Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, und nicht 
für Geld sollt ihr gelöst werden. 4 Denn so spricht der Herr, HERR: Nach Ägypten zog 
mein Volk im Anfang hinab, um sich dort als Fremder aufzuhalten; und Assur hat es am 
Ende bedrückt. 5 Aber nun, was habe ich hier [zu schaffen]? spricht der HERR. Denn 
mein Volk ist umsonst weggenommen worden. Seine Beherrscher höhnen, spricht der 
HERR, und ständig, den ganzen Tag, wird mein Name gelästert. 6 Darum wird mein 
Volk meinen Namen erkennen, darum an jenem Tag [erkennen], daß ich es bin, der da 
spricht: Hier bin ich!

	7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der [frohe] Botschaft bringt, 
der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion 
spricht: Dein Gott herrscht als König! 8 Horch! Deine Wächter erheben die Stimme, sie 
jubeln allesamt. Denn Auge in Auge sehen sie, wie der HERR nach Zion zurückkehrt. 9 
Brecht [in Jubel] aus, jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerusalems! Denn der HERR 
hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst! 10 Der HERR hat seinen heiligen Arm 
entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung 
unseres Gottes. - 11 Weicht, weicht! Geht von dort hinaus, rührt nichts Unreines an! 
Geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt! 12 Denn 
nicht in Hast sollt ihr ausziehen und nicht in Flucht weggehen. Denn der HERR zieht 
vor euch her, und eure Nachhut ist der Gott Israels.


@{" Die Stellvertretung des erniedrigten Knechtes Gottes und seine Erhöhung " Link Jes_52.13.}
@ENDNODE

@NODE Jes_52.13. "Die Stellvertretung des erniedrigten Knechtes Gottes und seine Erhöhung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Die Stellvertretung des erniedrigten Knechtes Gottes und seine Erhöhung

	13 Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln. Er wird erhoben und erhöht 
werden und sehr hoch sein. 14 Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt war 
sein Aussehen, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der 
Menschenkinder #, 15 ebenso wird er viele Nationen besprengen; über ihn werden 
Könige ihren Mund schließen. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden 
war, und was sie nicht gehört hatten, werden sie wahrnehmen.

@ENDNODE

@NODE Jes_53. "Jesaja 53."
@TOC JesTable_Of_Contents

 53
	1 Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN 
offenbar geworden? - 2 Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein 
Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir 
ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, daß wir Gefallen an ihm gefunden hätten. 3 Er 
war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit 
Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir 
haben ihn nicht geachtet.

	4 Jedoch unsere Leiden - er hat [sie] getragen, und unsere Schmerzen - er hat 
sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und 
niedergebeugt. 5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um 
unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine 
Striemen ist uns Heilung geworden. 6 Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns 
jeder auf seinen [eigenen] Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld. - 7 
Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, 
das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen 
Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf. - 8 Aus Drangsal und Gericht wurde er 
hinweggenommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde 
abgeschnitten vom Lande der Lebendigen. Wegen des Vergehens seines Volkes [hat] 
ihn Strafe [getroffen]. 9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem 
Reichen [ist er gewesen] in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein 
Trug in seinem Mund gewesen ist.

	10 Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. 
Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er 
wird [seine] Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand 
gelingen. 11 Um der Mühsal seiner Seele willen wird er [Frucht] sehen, er wird sich 
sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur 
Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. 12 Darum werde 
ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: 
dafür, daß er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern 
zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte 
getan.


@ENDNODE

@NODE Jes_54. "Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit"
@TOC JesTable_Of_Contents

Israels Wiederannahme, sein Gebiets- und Bevölkerungszuwachs, seine Herrlichkeit 
und Sicherheit

 54
	1 Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die 
keine Wehen gehabt hat! Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne 
der Verheirateten, spricht der HERR. 2 Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine 
Zeltdecken spanne aus! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke 
fest! 3 Denn du wirst dich nach rechts und links ausbreiten, und deine Nachkommen 
werden die Nationen beerben und die verödeten Städte besiedeln. 4 Fürchte dich nicht, 
denn du wirst nicht zuschanden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht beschämt 
dastehen! Sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und nicht mehr an 
die Schmach deiner Witwenschaft denken. 5 Denn dein Gemahl ist dein Schöpfer, 
HERR der Heerscharen ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels: Gott der 
ganzen Erde wird er genannt. 6 Denn wie eine entlassene und tiefgekränkte Frau hat 
dich der HERR gerufen und wie die Frau der Jugend, wenn sie verstoßen ist, - spricht 
dein Gott. 7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großem 
Erbarmen werde ich dich sammeln. 8 Im aufwallenden Zorn habe ich einen Augenblick 
mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade werde ich mich über dich 
erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. 9 Wie die Tage Noahs [gilt] mir dies, als ich 
schwor, daß die Wasser Noahs die Erde nicht mehr überfluten sollten, so habe ich 
geschworen, daß ich dir nicht mehr zürnen noch dich bedrohen werde. 10 Denn die 
Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir 
weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.

     11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich lege deine Steine in
 Hartmörtel und lege deine Grundmauern mit Saphiren. 12 Ich mache deine Zinnen aus
 Rubinen und deine Tore aus Karfunkeln und deine ganze Einfassung aus Edelsteinen.
 13 Und alle deine Kinder werden von dem HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder
 wird groß sein. 14 Durch Gerechtigkeit wirst du festgegründet sein. Sei fern von
 Bedrängnis, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er
 wird sich dir nicht nähern! 15 Siehe, wenn man auch angreift, so [geschieht] es
 nicht von mir aus. Wer dich angreift, wird um deinetwillen fallen. 16 Siehe, ich
 selbst habe den Schmied geschaffen, der das Kohlenfeuer anbläst und die Waffe
 hervorbringt als sein Werk; und ich selbst habe den Verderber geschaffen, um
 zugrundezurichten. 17 Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es
 gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig
 sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit von mir
 her, spricht der HERR.


@ENDNODE

@NODE Jes_55. "Heilsangebot Gottes an alle"
@TOC JesTable_Of_Contents
 
 Heilsangebot Gottes an alle

 55
     1 Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt,
 kommt, kauft und eßt! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch!
 2 Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das,
 was nicht sättigt? Hört doch auf mich, und eßt das Gute, und eure Seele labe sich
 am Fetten! 3 Neigt euer Ohr und kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben! Und
 ich will einen ewigen Bund mit euch schließen, [getreu] den unverbrüchlichen
 Gnadenerweisen an David. - 4 Siehe, ich habe ihn zu einem Zeugen für Völkerschaften
 gesetzt, zum Fürsten und Gebieter von Völkerschaften. 5 Siehe, du wirst eine Nation
 herbeirufen, die du nicht kennst; und eine Nation, die dich nicht kannte, wird zu
 dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und wegen des Heiligen Israels. Denn
 er hat dich herrlich gemacht.

	6 Sucht den HERRN, während er sich finden läßt! Ruft ihn an, während er nahe 
ist. 7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! 
Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem 
Gott, denn er ist reich an Vergebung! 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure 
Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. 9 Denn [so viel] 
der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und 
meine Gedanken als eure Gedanken. 10 Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der 
Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie 
sprießen läßt, daß sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, 11 so wird 
mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir 
zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es 
gesandt habe.

	12 Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die 
Berge und die Hügel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und alle Bäume des Feldes 
werden in die Hände klatschen. 13 Statt der Dornsträucher werden Wacholderbäume 
aufschießen, und statt der Brennesseln schießen Myrten auf. Und es wird dem HERRN 
zum Ruhm, zu einem ewigen Denkzeichen sein, das nicht ausgelöscht wird.

@ENDNODE

@NODE Jes_56. "Heil für die Nationen bei Sabbatheiligung"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Heil für die Nationen bei Sabbatheiligung

 56
	1 So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit! Denn mein Heil 
ist nahe, daß es kommt, und meine Gerechtigkeit, daß sie geoffenbart wird. 2 Glücklich 
der Mensch, der dies tut, und das Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat 
bewahrt, ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgend etwas Böses zu 
tun! 3 Und der Sohn der Fremde, der sich dem HERRN angeschlossen hat, soll nicht 
sagen: Der HERR wird mich sicher von seinem Volk ausschließen. Und der 
Verschnittene sage nicht: Siehe, ich bin ein dürrer Baum! 4 Denn so spricht der HERR: 
Den Verschnittenen, die meine Sabbate bewahren und das erwählen, woran ich 
Gefallen habe, und festhalten an meinem Bund, 5 denen gebe ich in meinem Haus und 
in meinen Mauern einen Platz und einen Namen, besser als Söhne und Töchter. Einen 
ewigen Namen werde ich ihnen geben, der nicht ausgelöscht werden soll. 6 Und die 
Söhne der Fremde, die sich dem HERRN angeschlossen haben, um ihm zu dienen und 
den Namen des HERRN zu lieben, ihm zu Knechten zu sein, jeden, der den Sabbat 
bewahrt, ihn nicht zu entweihen, und [alle,] die an meinem Bund festhalten: 7 die werde 
ich zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Bethaus. Ihre 
Brandopfer und ihre Schlachtopfer sollen [mir] ein Wohlgefallen sein auf meinem Altar. 
Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Völker. 8 So spricht der 
Herr, HERR, der die Vertriebenen Israels sammelt: Zu ihm, zu seinen Gesammelten, 
werde ich noch mehr hinzusammeln.


@{" Friede den Gerechten - Kein Friede den Gottlosen " Link Jes_56.9.}
@ENDNODE

@NODE Jes_56.9. "Friede den Gerechten - Kein Friede den Gottlosen"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Friede den Gerechten - Kein Friede den Gottlosen

	9 Kommt her, um zu fressen, all ihr Tiere des Feldes, all ihr Tiere im Wald! 10 
Seine Wächter sind blind, sie alle erkennen nichts. Sie alle sind stumme Hunde, die 
nicht bellen können. Sie träumen, liegen da, lieben den Schlummer. 11 Und die Hunde 
sind gefräßig, kennen keine Sättigung. Und das sind Hirten! Sie kennen keine Einsicht. 
Sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, jeder seinem [ungerechten] Gewinn zu, 
ohne Ausnahme: 12 `Kommt her, ich will Wein holen, und laßt uns Rauschtrank saufen! 
Und der morgige Tag soll wie dieser sein, herrlich über alle Maßen!

@ENDNODE

@NODE Jes_57. "Jesaja 57."
@TOC JesTable_Of_Contents

 57
	1 Der Gerechte kommt um, aber es gibt keinen, der es zu Herzen nimmt. Und 
die treuen Männer werden hinweggerafft, ohne daß jemand es beachtet. Ja, vor der 
Bosheit wird der Gerechte hinweggerafft; 2 er geht ein zum Frieden. Sie ruhen auf ihren 
Lagerstätten, [jeder,] der seinen geraden [Weg] geht.

     3 Ihr aber, tretet hierher, Kinder der Zauberin, Brut des Ehebrechers
 und der Hure! 4 Über wen macht ihr euch lustig? Über wen reißt ihr das Maul
 auf [und] streckt die Zunge heraus? Seid ihr nicht Kinder des Verbrechens,
 eine Brut der Lüge, 5 die ihr brünstig geworden seid bei den Terebinthen,
 unter jedem grünen Baum, die ihr Kinder in den Tälern schlachtet unterhalb
 der Felsspalten? 6 An den glatten [Steinen] des Bachtales ist dein Teil.
 Sie, sie sind dein Los. Auch hast du ihnen Trankopfer ausgegossen, hast
 ihnen Speisopfer aufgetragen. Sollte ich mich dabei beruhigen? 7 Auf einem
 hohen und erhabenen Berg schlugst du dein Lager auf. Auch stiegst du dort
 hinauf, um Schlachtopfer zu opfern. 8 Und hinter die Tür und den Pfosten
 setztest du dein Denkzeichen. Denn von mir abgewendet hast du dein Lager
 aufgedeckt, hast es bestiegen und breit gemacht und du hast dir [Hurenlohn]
 von ihnen ausgehandelt; du liebtest ihr Lager, sahst ihre Blöße. 9 Du zogest
 mit Öl zum König und mehrtest deine wohlriechenden Salben. Du sandtest deine
 Boten in die Ferne und tief hinab bis zum Scheol. 10 Durch deinen weiten Weg
 bist du müde geworden, [doch] du sagtest nicht: Es ist umsonst! Du fandest
 Belebung deiner Kraft, darum bist du nicht schwach geworden. 11 Und wen hast
 du gescheut und gefürchtet, daß du gelogen hast und nicht an mich dachtest,
 es nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen und [meine Augen]
 verhüllt? Doch mich fürchtest du nicht. 12 Ich, ich werde deine
 Gerechtigkeit verkünden; und deine Machwerke, sie werden dir nichts nützen.
 13 Wenn du um Hilfe schreist, sollen dich deine [Götzen]haufen retten! Aber
 ein Wind wird sie allesamt entführen, ein Hauch [sie] hinwegnehmen. Wer aber
 bei mir seine Zuflucht sucht, wird das Land erben und meinen heiligen Berg
 in Besitz nehmen.

	14 Und er sagt: Macht Bahn, macht Bahn! Bahnt einen Weg! Beseitigt [jedes] 
Hindernis aus dem Weg meines Volkes! 15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, 
der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligen 
wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben 
den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen. 16 Denn nicht 
ewig rechte ich, und nicht für immer zürne ich; denn ihr [Lebens]hauch würde vor mir 
verschmachten und die Menschenseelen, die ich ja gemacht habe. 17 Wegen der 
Sünde seiner Habsucht zürnte ich und schlug es, indem ich mich verbarg und erzürnt 
war; doch es ging abtrünnig auf dem Weg seines Herzens. 18 Seine Wege habe ich 
gesehen und werde es heilen. Und ich werde es leiten und ihm Tröstungen gewähren 
und seinen Trauernden 19 die Frucht der Lippen schaffen. Friede, Friede den Fernen 
und den Nahen! spricht der HERR. Ich will es heilen. - 20 Aber die Gottlosen sind wie 
das aufgewühlte Meer. Denn es kann nicht ruhig sein, und seine Wasser wühlen Kot 
und Schlamm auf. 21 Kein Friede den Gottlosen! spricht mein Gott. -


@ENDNODE

@NODE Jes_58. "Falsche und echte Frömmigkeit"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Falsche und echte Frömmigkeit

 58
	1 Rufe aus [voller] Kehle, halte nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Horn 
und verkünde meinem Volk sein Vergehen und dem Haus Jakob seine Sünden! 2 Zwar 
befragen sie mich Tag für Tag, und es gefällt ihnen, meine Wege zu kennen. Wie eine 
Nation, die Gerechtigkeit übt und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hat, fordern 
sie von mir gerechte Entscheidungen, haben Gefallen daran, Gott zu nahen. - 3 
"Warum fasten wir, und du siehst es nicht, demütigen [wir] uns, und du merkst es nicht?" 
- Siehe, am Tag eures Fastens geht ihr euren Geschäften nach und drängt alle eure 
Arbeiter. 4 Siehe, zu Streit und Zank fastet ihr und, um mit gottloser Faust zu schlagen. 
Zur Zeit fastet ihr nicht [so], daß ihr eure Stimme in der Höhe zu Gehör brächtet. 5 Ist 
ein Fasten, an dem ich Gefallen habe, etwa wie dies: Ein Tag, an dem der Mensch sich 
demütigt? Seinen Kopf zu beugen wie eine Binse und sich [in] Sacktuch und Asche zu 
betten? Nennst du das ein Fasten und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag? 6 Ist 
nicht [vielmehr] das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Ungerechte Fesseln zu 
lösen, die Knoten des Joches zu öffnen, gewalttätig Behandelte als Freie zu entlassen 
und daß ihr jedes Joch zerbrecht? 7 [Besteht es] nicht [darin], dein Brot dem Hungrigen 
zu brechen und daß du heimatlose Elende ins Haus führst? Wenn du einen Nackten 
siehst, daß du ihn bedeckst und daß du dich deinem Nächsten nicht entziehst?

	8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung 
wird schnell sprossen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir herziehen, die Herrlichkeit des 
HERRN wird deine Nachhut sein. 9 Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten. 
Du wirst um Hilfe schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du aus deiner Mitte 
fortschaffst das Joch, das Fingerausstrecken und böses Reden 10 und [wenn du] dem 
Hungrigen dein Brot darreichst und die gebeugte Seele sättigst, dann wird dein Licht 
aufgehen in der Finsternis, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. 11 Und beständig 
wird der HERR dich leiten, und er wird deine Seele sättigen an Orten der Dürre und 
deine Gebeine stärken. Dann wirst du sein wie ein bewässerter Garten und wie ein 
Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegen. 12 Und die von dir [kommen], werden die 
uralten Trümmerstätten aufbauen; die Grundmauern vergangener Generationen wirst 
du aufrichten. Und du wirst genannt werden: Vermaurer von Breschen, Wiederhersteller 
von Straßen zum Wohnen.

	13 Wenn du deinen Fuß vom Sabbat zurückhältst, deine Geschäfte an meinem 
heiligen Tag zu treiben, und nennst den Sabbat eine Wonne und den heiligen [Tag] des 
HERRN ehrwürdig, und [wenn du] ihn ehrst, so daß du nicht deine Gänge machst, 
deinem Geschäft nachgehst und [eitle] Worte redest, 14 dann wirst du deine Lust am 
HERRN haben. Und ich werde dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde und 
werde dich speisen mit dem Erbteil Jakobs, deines Vaters. Ja, der Mund des HERRN 
hat geredet.


@ENDNODE

@NODE Jes_59. "Sündhaftigkeit, Bekenntnis und Gottes zukünftiges Handeln zum Heil"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Sündhaftigkeit, Bekenntnis und Gottes zukünftiges Handeln zum Heil

 59
	1 Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht 
zu schwer, um zu hören; 2 sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung 
gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein 
Angesicht vor euch verhüllt, daß er nicht hört. 3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt 
und eure Finger mit Sündenschuld. Eure Lippen reden Lüge, eure Zunge murmelt 
Verkehrtheit. 4 Niemand lädt vor in Gerechtigkeit, und niemand tritt vor Gericht in 
Wahrhaftigkeit. [Sondern bei euch gilt dies:] Auf Leeres vertrauen, Gehaltloses reden, 
mit Mühsal schwanger gehn, Unrecht zeugen! 5 Vipernneier brüten sie aus, und 
Gewebe von Spinnen weben sie! Wer von ihren Eiern ißt, muß sterben, und zerdrückt 
man [eins], fährt eine Giftschlange heraus. 6 Ihr Gewebe taugt nicht zur Bekleidung, 
und mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken. Ihre Werke sind Werke des 
Unrechts, und Gewalttat ist in ihren Händen. 7 Ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, 
unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unrechts, 
Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Straßen. 8 Den Weg des Friedens kennen sie 
nicht, und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade machen sie sich krumm: jeder, der 
sie betritt, kennt keinen Frieden.

	9 Darum ist das Recht fern von uns, und Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir 
hoffen auf Licht, und siehe, [da ist] Finsternis, auf Lichtglanz, [aber] in dichtem Dunkel 
gehen wir umher. 10 Wir tappen herum wie Blinde an der Wand und wie die, die keine 
Augen haben, tappen wir herum. Wir stürzen am Mittag wie in der Dämmerung. Wir 
sind unter Gesunden den Toten gleich. 11 Wir brummen alle wie die Bären, und wie die 
Tauben gurren wir. Wir hoffen auf Recht, aber da ist keins, auf Rettung, [doch] sie ist 
fern von uns. 12 Denn zahlreich sind unsere Vergehen vor dir, und unsere Sünden 
zeugen gegen uns. Denn unserer Vergehen sind wir uns bewußt, und unsere Sünden, 
die kennen wir: 13 Brechen mit dem HERRN und [ihn] verleugnen und zurückweichen 
von unserem Gott, reden von Unterdrückung und Abfall, mit Lügenworten schwanger 
werden und [sie] aus dem Herzen sprechen. 14 So ist das Recht zurückgedrängt, und 
die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem [Markt]platz, und 
die Geradheit findet keinen Eingang. 15 So geschieht es, daß die Wahrheit fehlt, und 
wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt.

     Und der HERR sah es, und es war böse in seinen Augen, daß es kein Recht gab. 16
 Er sah, daß kein Mann da war, und er wunderte sich, daß es keinen gab, der Fürbitte
 tat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn. 17 Er zog
 Gerechtigkeit an wie einen Panzer und [setzte] den Helm des Heils auf sein Haupt,
 und er zog Rachegewänder an als Kleidung und hüllte sich in Eifer wie in einen
 Mantel. 18 Gemäß den Taten, wie es angemessen ist, wird er vergelten: Zorn seinen
 Gegnern, Vergeltung seinen Feinden; den Inseln wird er [ihr] Tun vergelten. 19 Dann
 werden sie den Namen des HERRN fürchten vom [Sonnen]untergang an und vom
 Sonnenaufgang seine Herrlichkeit. Denn er wird kommen wie ein drängender Strom, den
 der Hauch des HERRN vorwärtstreibt. 20 Und ein Erlöser wird kommen für Zion und für
 die, die in Jakob [vom Treu]bruch umkehren, spricht der HERR. 21 Ich aber - dies
 ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine
 Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Mund weichen
 noch aus dem Mund deiner Nachkommen, noch aus dem Mund der Nachkommen deiner
 Nachkommen, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.


@ENDNODE

@NODE Jes_60. "Die zukünftige Herrlichkeit Zions"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Die zukünftige Herrlichkeit Zions

 60
	1 Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des 
HERRN ist über dir aufgegangen. 2 Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und 
Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit 
erscheint über dir. 3 Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum 
Lichtglanz deines Aufgangs. 4 Erhebe ringsum deine Augen und sieh! Sie alle 
versammeln sich, kommen zu dir: deine Söhne kommen von fern her, und deine 
Töchter werden auf den Armen herbeigetragen. - 5 Dann wirst du es sehen und [vor 
Freude] strahlen, und dein Herz wird beben und weit werden; denn die Fülle des 
Meeres wird sich zu dir wenden, der Reichtum der Nationen zu dir kommen. 6 Eine 
Menge Kamele wird dich bedecken, junge Kamele von Midian und Efa. Sie alle werden 
aus Saba kommen. Gold und Weihrauch tragen sie, und sie werden das Lob des 
HERRN [fröhlich] verkündigen. 7 Alle Schafherden von Kedar werden sich zu dir 
versammeln, die Widder Nebajots werden dir zu Diensten stehen: [mir] zum 
Wohlgefallen werden sie auf meinen Altar kommen. Und das Haus meiner Herrlichkeit 
werde ich herrlich machen. - 8 Wer sind diese, die wie eine Wolke geflogen kommen 
und wie Tauben zu ihren Schlägen? 9 Denn auf mich hoffen die Inseln, und die Schiffe 
von Tarsis [ziehen] voran, um deine Kinder aus der Ferne zu bringen, ihr Silber und ihr 
Gold mit ihnen, zum Namen des HERRN, deines Gottes, und zu dem Heiligen Israels, 
weil er dich herrlich gemacht hat. - 10 Und die Söhne der Fremde werden deine 
Mauern bauen und ihre Könige dich bedienen; denn in meinem Zorn habe ich dich 
geschlagen, aber in meiner Huld habe ich mich Über dich erbarmt. 11 Und deine Tore 
werden beständig offenstehen. Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen, um zu dir 
zu bringen den Reichtum der Nationen und ihre [gefangen] weggeführten Könige. 12 
Denn die Nation und das Königreich, die dir nicht dienen wollen, werden 
zugrundegehen. Diese Nationen werden verheert werden, ja verheert. 13 Die 
Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen, Wacholder, Platane und Zypresse 
miteinander, um die Stätte meines Heiligtums zu schmücken. Und ich werde die Stätte 
meiner Füße herrlich machen. 14 Und gebeugt werden zu dir kommen die Söhne 
deiner Unterdrücker, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich niederwerfen zu 
deinen Fußsohlen. Und sie werden dich nennen: Stadt des HERRN, Zion des Heiligen 
Israels.

	15 Anstatt daß du eine Entlassene bist und eine Verhaßte und niemand 
hindurchzieht, will ich dich zum ewigen Stolz machen, zur Freude von Generation zu 
Generation. 16 Du wirst saugen die Milch der Nationen und saugen an der Brust der 
Könige. Und du wirst erkennen, daß ich der HERR, dein Retter bin und [ich,] der 
Mächtige Jakobs, dein Erlöser. 17 Statt der Bronze werde ich Gold bringen und statt 
des Eisens werde ich Silber bringen, statt der Hölzer Bronze und statt der Steine Eisen. 
Als deine Wache setze ich Frieden ein und als deine Obrigkeit Gerechtigkeit. 18 Nicht 
mehr wird man von Gewalttat hören in deinem Land, von Verwüstung und 
Zusammenbruch in deinen Grenzen; sondern deine Mauern wirst du Rettung nennen 
und deine Tore Ruhm. 19 Nicht mehr wird die Sonne dir als Licht am Tage dienen noch 
als heller Schein der Mond dir leuchten; sondern der HERR wird dir zum ewigen Licht 
sein und dein Gott zu deinem Glanz. 20 Nicht mehr untergehen wird deine Sonne, noch 
wird dein Mond abnehmen; denn der HERR wird dir zum ewigen Licht sein. Und die 
Tage deiner Trauer werden ein Ende haben. 21 Und dein Volk, sie alle werden 
Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, [sie,] ein Schößling der 
Pflanzungen des HERRN, ein Werk seiner Hände, sich zu verherrlichen. 22 Der 
Kleinste wird zu Tausend werden und der Geringste zu einer gewaltigen Nation. Ich, 
der HERR, werde es zu seiner Zeit schnell ausführen.


@ENDNODE

@NODE Jes_61. "Gute Botschaft vom zukünftigen Heil"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Gute Botschaft vom zukünftigen Heil

 61
	1 Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er 
hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die 
gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des 
Kerkers den Gebundenen, 2 auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der 
Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden, 3 den Trauernden Zions [Frieden], 
ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand 
statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der Gerechtigkeit genannt werden, 
eine Pflanzung des HERRN, daß er sich [durch sie] verherrlicht.

	4 Sie werden die uralten Trümmerstätten aufbauen, das früher Verödete wieder 
aufrichten. Und sie werden die verwüsteten Städte erneuern, was verödet lag von 
Generation zu Generation. 5 Dann werden Fremde dastehen und eure Schafherden 
weiden, und Ausländer werden eure Bauern und eure Weingärtner sein. 6 Ihr aber, ihr 
werdet Priester des HERRN genannt werden; Diener unseres Gottes wird man zu euch 
sagen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen genießen und mit ihrer Herrlichkeit euch 
brüsten. 7 Weil ihre Schande doppelt war und sie Schmach besaßen als ihr [Erb]teil, 
darum werden sie in ihrem Land das Doppelte besitzen. 8 Denn ich, der HERR, liebe 
das Recht, ich hasse den Raub mitsamt dem Unrecht. Und ich werde ihnen ihren Lohn 
in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. 9 Und ihre Nachkommen 
werden bekanntwerden unter den Nationen und ihre Sprößlinge inmitten der Völker. 
Alle, die sie sehen, werden erkennen, daß sie Nachkommen sind, die der HERR 
gesegnet hat.

	10 Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in 
meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der 
Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem 
Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. 11 Denn wie die 
Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten seine Saat aufsprossen läßt, so wird 
der Herr, HERR, Gerechtigkeit und Ruhm aufsprossen lassen vor allen Nationen.

@ENDNODE

@NODE Jes_62. "Gottes Bemühen um die Wiederherstellung Israels"
@TOC JesTable_Of_Contents

 @{b}Gottes Bemühen um die Wiederherstellung Israels @{ub}

 @{font times.font 24}@{b}@{fg fill}62 @{ub}@{fg text}@{deffont}
	1 Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich 
nicht ruhen, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine 
Fackel brennt. 2 Und die Nationen werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige 
deine Herrlichkeit. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der 
Mund des HERRN bestimmen wird. 3 Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der 
Hand des HERRN und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes. 4 Nicht 
länger wird man `Entlassene zu dir sagen, und zu deinem Land wird man nicht mehr 
"Öde sagen. Sondern man wird dich nennen mein Gefallen an ihr und dein Land 
"Verheiratete; denn der HERR wird Gefallen an dir haben, und dein Land wird 
verheiratet sein. 5 Denn wie der junge Mann die Jungfrau heiratet, so werden deine 
Söhne dich heiraten. Und wie der Bräutigam sich an der Braut freut, so wird dein Gott 
sich an dir freuen.

	6 Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und 
die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN 
erinnert, gönnt euch keine Ruhe 7 und laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem [wieder] 
aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden! - 8 Der HERR hat geschworen 
bei seiner Rechten und bei seinem starken Arm: Wenn ich jemals deinen Feinden dein 
Korn zur Speise gebe und wenn Söhne der Fremde deinen Most trinken werden, für 
den du dich abgemüht hast! 9 Sondern die es einsammeln, sollen es [auch] essen und 
den HERRN loben. Und die ihn einbringen, sollen ihn [auch] trinken in den Vorhöfen 
meines Heiligtums.

	10 Zieht hindurch, zieht hindurch durch die Tore! Bereitet den Weg des Volkes! 
Bahnt, bahnt die Straße, reinigt sie von Steinen! Richtet ein Feldzeichen auf über den 
Völkern! 11 Siehe, der HERR läßt es hören bis ans Ende der Erde hin: Sagt der 
Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine 
Belohnung [geht] vor ihm her. 12 Und man wird sie nennen: das heilige Volk, die 
Erlösten des HERRN; und dich wird man nennen: die Gesuchte, die nie [mehr] 
verlassene Stadt.

@ENDNODE

@NODE Jes_64. "Drohendes Gericht über Edom und andere Völker"
@TOC JesTable_Of_Contents

 Drohendes Gericht über Edom und andere Völker

@{"Kap. 34." Link Jes_34.},1-8

 63
     1 Wer ist der, der von Edom kommt, von Bozra in grellroten Kleidern, er, der
 prächtig [ist] in seinem Gewand, der stolz einherzieht in der Fülle seiner Kraft? -
 Ich bin`s, der in Gerechtigkeit redet, der mächtig ist zu retten. - 2 Warum ist Rot
 an deinem Gewand und sind deine Kleider wie die eines Keltertreters? - 3 Ich habe
 die Kelter allein getreten, und von den Völkern war kein Mensch bei mir. Ich
 zertrat sie in meinem Zorn und zerstampfte sie in meiner Erregung. Und ihr Saft
 spritzte auf meine Kleider, und ich besudelte mein ganzes Gewand. 4 Denn der Tag
 der Rache war in meinem Herzen, und das Jahr meiner Vergeltung war gekommen. 5 Und
 ich blickte umher, aber da war keiner, der half. Und ich wunderte mich, aber da war
 keiner, der [mich] unterstützte. Da hat mein Arm mir geholfen, und mein Grimm, der
 hat mich unterstützt. 6 Und ich trat die Völker nieder in meinem Zorn und machte
 sie trunken in meiner Erregung, und ich ließ ihren Saft zur Erde rinnen.


@ENDNODE

@NODE Jes_64. "Jesaja 64.- wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser zum Wallen bringt"
@TOC JesTable_Of_Contents

 64
	1 - wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser zum Wallen bringt -, um 
deinen Namen kundzutun deinen Gegnern, [so daß] vor deinem Angesicht die Nationen 
erzittern, 2 wenn du furchtgebietende Taten vollbringst, die wir nicht erwarteten 3 und 
die man von alters her nicht vernahm! Kein Ohr hörte, kein Auge sah [je] einen Gott 
außer dir, der an dem handelt, der auf ihn harrt. 4 [Ach,] daß du einen anträfest, der 
freudig Gerechtigkeit übt, solche, die auf deinen Wegen an dich denken! Siehe, du, du 
zürntest, weil wir von jeher gegen dich gesündigt und [mit dir] gebrochen haben. 5 Wir 
alle sind wie ein Unreiner geworden und all unsere Gerechtigkeiten wie ein beflecktes 
Kleid. Wir alle [sind verwelkt] wie das Laub welkt, und unsere Sünden trugen uns davon 
wie der Wind. 6 Und da war niemand, der deinen Namen anrief, der sich aufraffte, an 
dir festzuhalten. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und uns preisgegeben 
wegen unserer Sünden. - 7 Aber nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton, und 
du bist unser Bildner, und wir alle sind das Werk deiner Hände. 8 HERR, zürne nicht 
allzusehr, und nicht ewig erinnere dich an die Sünde! Siehe, schau doch her, dein Volk 
sind wir alle! 9 Deine heiligen Städte sind eine Wüste geworden, Zion ist eine Wüste 
geworden, Jerusalem eine Öde. 10 Unser heiliges und herrliches Haus, worin unsere 
Väter dich lobten, ist ein Raub des Feuers, und alle unsere Kostbarkeiten sind zu 
Trümmern geworden. 11 Willst du, HERR, bei [all]dem an dich halten? Willst du 
schweigen und uns ganz und gar demütigen?


@ENDNODE

@NODE Jes_65. "Gottes Urteil über Abtrünnige und Getreue - Neuer Himmel und neue Erde"
@TOC JesTable_Of_Contents

Gottes Urteil über Abtrünnige und Getreue - Neuer Himmel und neue Erde

 65
	1 Ich war zu erfragen für die, die nicht [nach mir] fragten; ich war zu finden für 
die, die mich nicht suchten. Ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich! zu einer Nation, die 
meinen Namen nicht anrief. 2 Ich habe den ganzen Tag meine Hände ausgebreitet zu 
einem widerspenstigen Volk, [zu solchen], die auf dem Weg, der nicht gut ist, ihren 
eigenen Gedanken nachlaufen. 3 Die Leute, die mich beständig ins Angesicht reizen, in 
den Gärten opfern und auf Ziegelsteinen Rauchopfer darbringen, 4 die in den Gräbern 
sitzen und in verborgenen Orten übernachten, die Schweinefleisch essen und 
Greuelbrühe in ihren Gefäßen haben, 5 die da sagen: Bleib für dich und komm mir nicht 
nahe, denn ich bin heilig für dich! - diese sind Rauch in meiner Nase, Feuer, das den 
ganzen Tag brennt. 6 Siehe, aufgeschrieben ist es vor mir. Ich werde nicht schweigen, 
es sei denn, ich habe vergolten. In ihren Schoß vergelte ich 7 ihre Sünden und die 
Sünden ihrer Väter miteinander, spricht der HERR, [denen], die auf den Bergen 
Rauchopfer dargebracht und mich auf den Hügeln verhöhnt haben. Ich werde [ihnen] 
den Lohn für ihr früheres Tun in ihren Schoß zumessen.

	8 So spricht der HERR: Wie sich Saft in der Traube findet, und man sagt: 
Vernichte sie nicht, denn ein Segen ist in ihr! - so will ich tun um meiner Knechte willen, 
daß ich nicht das Ganze vernichte. 9 Ich werde aus Jakob Nachkommenschaft 
hervorgehen lassen und aus Juda einen Besitzer meiner Berge. Und meine 
Auserwählten sollen es besitzen, und meine Knechte sollen dort wohnen. 10 Und 
Scharon wird zum Weideplatz der Schafe und das Tal Achor zum Lagerplatz der Rinder 
werden für mein Volk, das mich gesucht hat. 11 Ihr aber, die ihr den HERRN verlaßt, 
die ihr meinen heiligen Berg vergeßt, die ihr dem Gad einen Tisch zurichtet und der 
Meni den Mischkrug füllt: 12 Ich habe euch für das Schwert bestimmt, und ihr alle 
werdet zur Abschlachtung in die Knie brechen, weil ich gerufen habe, ihr aber nicht 
geantwortet habt, [weil] ich geredet habe, ihr aber nicht gehört, sondern getan habt, 
was böse ist in meinen Augen, und das erwählt habt, woran ich kein Gefallen habe.

	13 Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, meine Knechte werden essen, ihr 
aber werdet hungern. Siehe, meine Knechte werden trinken, ihr aber werdet dürsten. 
Siehe, meine Knechte werden sich freuen, ihr aber werdet beschämt sein. 14 Siehe, 
meine Knechte werden jubeln von Herzenslust, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid 
und heulen vor Verzweiflung. 15 Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwählten 
zum Fluchwort hinterlassen: `Der Herr, HERR, wird dich töten. Meine Knechte aber 
wird man mit einem andern Namen nennen. 16 Daher, wer sich im Land segnet, wird 
sich bei dem Gott der Treue segnen, und wer im Land schwört, wird bei dem Gott der 
Treue schwören. Denn die früheren Nöte werden vergessen und vor meinen Augen 
verborgen sein.

     17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das
 Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen. 18
 Vielmehr freut euch und frohlockt allezeit über das, was ich schaffe! Denn siehe,
 ich schaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Freude. 19 Und ich werde
 über Jerusalem frohlocken und über mein Volk mich freuen. Und die Stimme des
 Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird darin nicht mehr gehört werden. 20 Und
 es wird dort keinen Säugling mehr geben [,der nur wenige] Tage [alt wird,] und
 keinen Greis, der seine Tage nicht erfüllte. Denn der Jüngste wird im Alter von
 hundert Jahren sterben, und wer das Alter von hundert Jahren nicht erreicht, wird
 als verflucht gelten. 21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, und Weinberge
 pflanzen und ihre Frucht essen. 22 Sie werden nicht bauen und ein anderer bewohnt,
 sie werden nicht pflanzen, und ein anderer ißt. Denn wie die Lebenszeit des Baumes
 wird die Lebenszeit meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk
 ihrer Hände genießen. 23 Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum
 jähen Tod werden sie zeugen. Denn sie sind die Nachkommen der Gesegneten des HERRN,
 und ihre Sprößlinge werden bei ihnen sein. 24 Und es wird geschehen: ehe sie rufen,
 werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören. 25 Wolf und Lamm
 werden zusammen weiden; und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind; und die
 Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Böses und nichts Schlechtes
 tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR.


@ENDNODE

@NODE Jes_66. "Ablehnung von heuchlerischem Gottesdienst - Zukünftige Heilsvollendung für"
@TOC JesTable_Of_Contents

Ablehnung von heuchlerischem Gottesdienst - Zukünftige Heilsvollendung für Jerusalem

 66
	1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel 
meiner Füße. Wo wäre denn das Haus, das ihr mir bauen könntet, und wo denn der Ort 
meines Ruhesitzes? 2 Hat doch meine Hand dies alles gemacht, und alles dies ist 
geworden, spricht der HERR. Aber auf den will ich blicken: auf den Elenden und den, 
der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort. 3 Wer ein Rind 
schlachtet, ist [wie] einer, der einen Menschen erschlägt; wer ein Schaf opfert, ist [wie] 
einer, der einem Hund das Genick bricht; wer Speisopfer opfert: es ist Schweineblut; 
wer Weihrauch als Gedächtnisopfer darbringt, ist [wie] einer, der Unheil segnet. Wie 
diese ihre eigenen Wege gewählt haben und ihre Seele an ihren Scheusalen Gefallen 
hat, 4 so werde [auch] ich Mißhandlung für sie wählen und über sie bringen, wovor 
ihnen graut, weil ich gerufen habe und niemand geantwortet hat, [weil] ich geredet und 
sie nicht gehört haben, sondern getan haben, was böse ist in meinen Augen, und das 
gewählt haben, woran ich kein Gefallen habe.

	5 Hört das Wort des HERRN, die ihr zittert vor seinem Wort! Es sagen eure 
Brüder, die euch hassen, die euch verstoßen um meines Namens willen: Der HERR 
erweise sich herrlich, daß wir auf eure Freude sehen können! Aber sie werden 
zuschanden werden. 6 Schall eines Getöses von der Stadt her! Schall aus dem 
Tempel! Schall vom HERRN, der Vergeltung übt an seinen Feinden!
	7 Ehe sie Wehen hatte, hat sie geboren; ehe Geburtsschmerzen sie ankamen, 
wurde sie von einem Knaben entbunden. 8 Wer hat so etwas [je] gehört, wer hat 
dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder 
eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch [schon] 
seine Söhne. 9 Sollte ich zum Durchbruch bringen und [dann] nicht gebären lassen? 
spricht der HERR. Oder sollte ich gebären lassen und [dabei den Schoß] verschließen? 
spricht dein Gott.

	10 Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Frohlockt 
mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! 11 Damit ihr saugt und euch 
sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer 
Herrlichkeit. 12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich wende ihr Frieden zu wie einen 
Strom und die Herrlichkeit der Nationen wie einen überflutenden Bach. Und ihr werdet 
saugen. Auf den Armen werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost werden. 13 
Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten. An Jerusalem sollt ihr 
getröstet werden. 14 Ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure 
Gebeine werden sprossen wie das junge Gras. Und die Hand des HERRN wird sich an 
seinen Knechten zeigen, aber seine Feinde wird er bedrohen.


@{" Drohendes Gericht über die Treulosen - Zukünftige Heimkehr der Zerstreuten " Link Jes_66.15.}
@ENDNODE

@NODE Jes_66.15. "Drohendes Gericht über die Treulosen - Zukünftige Heimkehr der Zerstreuten"
@TOC JesTable_Of_Contents

Drohendes Gericht über die Treulosen - Zukünftige Heimkehr der Zerstreuten
 
	15 Denn siehe, der HERR kommt im Feuer, und wie der Sturmwind sind seine
Wagen, um seinen Zorn auszulassen in Glut und sein Drohen in Feuerflammen. 16
Denn mit Feuer hält der HERR Gericht, mit seinem Schwert [vollzieht er es] an
allem Fleisch, und die Erschlagenen des HERRN werden zahlreich sein. 17 Die
sich weihen und die sich reinigen für die Gärten, dem einen nach, der in der
Mitte ist, die Schweinefleisch und Abscheuliches und Springmäuse essen:
allesamt werden sie ein Ende nehmen, spricht der HERR.

	18 Ich aber, ich kenne ihre Taten und ihre Gedanken, und ich bin gekommen, 
alle Nationen und Sprachen zu versammeln. Und sie werden kommen und meine 
Herrlichkeit sehen. 19 Ich richte unter ihnen ein Zeichen auf und sende Entkommene 
von ihnen zu den Nationen, nach Tarsis, Put und Lud, [zu denen], die den Bogen 
spannen, nach Tubal und Jawan, zu den fernen Inseln, die die Kunde von mir nicht 
gehört und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben. Und sie verkünden meine 
Herrlichkeit unter den Nationen. 20 Und sie bringen alle eure Brüder aus allen Nationen 
als Opfergabe für den HERRN, auf Pferden, auf [offenen] Wagen und [in] überdachten 
Wagen, auf Maultieren und auf Dromedaren zu meinem heiligen Berg, nach Jerusalem, 
spricht der HERR, ebenso wie die Söhne Israel das Speisopfer in einem reinen Gefäß 
zum Haus des HERRN bringen. 21 Und auch von ihnen nehme ich [mir einige] zu 
Priestern und zu Leviten, spricht der HERR.

     22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen,
 spricht der HERR, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. 23 Und es wird
 geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um
 vor mir anzubeten, spricht der HERR. 24 Und sie werden hinausgehen und sich die
 Leichen der Menschen ansehen, die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht
 sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles
 Fleisch.




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