Christopher Street Day Frankfurt


Termin

CSD Frankfurt vom 19.07 - 21.07.2002 auf der Konstabler Wache


Die CSD-Demo findet am Samstag, den 21.07. statt.
Anmeldeformulare für CSD-Info-Stände sowie die Parade gibt's im Internet unter www.CSD-Frankfurt.de oder beim

CSD Organisationsbüro
Rainer Gütlich Eventmanagment

069 - 46 999 475
Der Frühling beginnt erst gerade, aber die Frankfurter CSD-Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: nicht nur die Anmeldungen für Info-Stände und die Parade sind gestartet (siehe Tablelle), auch CSD Organisator Rainer Gütlich arbeitet hart am persönlichen Bühnenauftritt. Im Gegensatz zum letztjährigen Auftritt im Trümmer-Trash-Kostüm zum Abschluss des dreitägigen Festes möchte Gütlich zu diesem Jahr glänzen: Steptanzstunden stehen auf seinem Terminplan für die Bühne 2002 - "Und er macht sich ziemlich gut" meinte sein Tanzlehrer Räppi La Belle. Während Gütlich über die Hauptbühne auf der Konstablerwache steppt, können sich andere Tänzer auf der Discobühne profilieren: denn auch die wird es, in leicht abgewandter Form, geben. Genau wie das Politzelt, das in den letzten beiden Jahren nicht stattfand. Es soll Raum für Informationen und Diskussion bieten: Im Vorfeld der im September stattfindenden Bundestagswahlen werden sich die politischen Parteien bestimmt nicht nehmen lassen, Rede und Antwort zu stehen.

Demonstration oder Volksbelustigung? - Die "Love Parade"-Frage auch für den CSD?

Die letztjährige Entscheidung des Berliner Oberverwaltungsgerichts, die der "Love Parade" den Status einer Demonstration aberkannte, hat auch Frankfurter Behörden aufhorchen lassen: die hiesige Stadtverwaltung meldete in diesem Jahr erstmals Bedenken an, den jährlichen CSD-Demonstrationszug durch die Frankfurter Innenstadt nicht als solchen anzuerkennen. Demonstration oder bloße Volksbelustigung ohne Botschaft? Schon das Frankfurter CSD-Motto "Wir haben unsere Geschichte nicht vergessen" zeigt, dass die CSD-Parade mehr zu bieten hat als Federboas und gepiercte Brustwarzen. Auch - oder gerade durch die Einführung der Homo-Ehe im Sommer letzten Jahres sind politische Forderungen nicht verstummt. Die Parade bietet die Möglichkeit, Meinungen zu äußern, die Vielfalt lesbischer-schwulen Lebens auch auf Plakaten, Bannern und Spruchbändern zur Schau zu stellen. Die Entscheidung, die Botschaft der lesbisch-schwulen Demonstration nicht im Bass-Gewummer untergehen zu lassen, liegt in der Community.

Lassen wir sie uns nicht nehmen.

Der Autor
Sylvester "Silvio" Beck
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