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Rechenkünstler

Die Deutschen sind im internationalen Vergleich relativ gute Rechner. Dies hat eine Studie der OECD ergeben. In der Untersuchung getestet wurde unter anderem, wie sicher Menschen zwischen 16 und 65 Jahren in den einzelnen Ländern mit Zahlen umgehen können. Die Ergebnisse wurden in fünf Leistungsniveaus eingeordnet. Um das Niveau 4 oder 5 zu erreichen, mussten komplexe Aufgaben gelöst werden, beispielsweise die Kalkulation von Zinsen und Zinseszinsen oder die Erstellung von Bilanzen. Wer nur die Grundrechenarten beherrschte, schaffte es allenfalls auf das Niveau 1. Knapp ein Viertel der am Test beteiligten Deutschen (23,5%) waren gute oder sehr gute Rechner. Schweden (35,8%, Tschechien (31,9%), Dänemark (28,4%) und Norwegen 27,4%) konnten allerdings noch bessere Ergebnisse erreichen. Mathematische Defizite wurden vor allem in Slowenien, Polen und Portugal ermittelt. Hier lag der Anteil an guten oder sehr guten Rechnern nur bei 8,6%, 6,8% bzw. 5,2%.

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Hausaufgaben

Schüler Hausaufgabendienste im Internet werden von Experten schlecht bewertet. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen kämen die Antworten auf Schülerfragen entweder sehr spät oder seien sogar falsch. Für den Test hatten Experten insgesamt 108 Fragen zu verschiedenen Fachgebieten an neun Internetdienste gestellt. Nur 34 wurden beantwortet, davon lediglich 22 innerhalb einer Woche und drei der Dienste reagierten überhaupt nicht. Auch die Referate und Aufsätze, die im Internet bereitgestellt werden, seien häufig von zweifelhafter Qualität. Das Schummeln sollte man also lieber lassen. Zudem kann man über Suchmaschinen herausfinden, ob die Referate oder Hausaufgaben neu oder kopiert sind. Näheres unter www.vz.nrw.de/hausaufgaben.

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Studienanfänger

Im Wintersemester 2001/2002 haben sich an deutschen Hochschulen insgesamt 1.864.000 Studierende eingeschrieben, das sind 64.000 oder fast 4% mehr als im Wintersemester 2000/2001. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommt Destatis, das Satistische Bundesamt. Die Zahl der Studierenden liegt damit nur knapp unter dem Höchststand des Wintersemesters 1994/1995 (1.872.000). 72% der Nachwuchsakademiker studieren an Universitäten oder gleich rangierenden wissenschaftlichen Hochschulen. 26% an Fach- oder Verwaltungshochschulen und 2% an Kunsthochschulen. Im gesamten Studienjahr 2001/2002 haben 342.000 Studienanfänger erstmals ein Hochschulstudium in Deutschland aufgenommen, das waren nahezu 9% mehr als 2000/2001. Das Studienfach Informatik verzeichnete dabei seit dem Aufschwung zur Mitte der neunziger Jahre erstmals wieder rückläufige Studierendenzahlen (-4,6% gegnüber dem Vorjahr). Ebenfalls abgenommen haben die Zahlen der Studierenden im Fach Bauingenieurwesen (-19,5%). Beliebter sind hingegen die Ingenierwissenschaften Maschinenbau und Elektrotechnik/Elektronik mit Zuwächsen von 7,2% bzw. 4,4%.

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Studentenetat

Zur Finanzierung des Lebensunterhalts benötigte ein Student in den alten Bundesländern im vergangenen Jahr im Schnitt 1.295 D-Mark im Monat, in den neuen Bundesländern waren es 1.056 D-Mark. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft stiegen die Studentenbudgets im Osten seit Mitte der neunziger Jahre um insgesamt 25%, im Westen um lediglich 5%. Etwa die Hälfte des Studentenetats bringen die Eltern auf, rund ein Drittel (West) bzw. ein Fünftel (Ost) des Budgets verdienen die Studierenden selbst hinzu. Das BaföG spielt heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Anteil am Etat betrug 9% im Westen bzw. 18% im Osten. Die fehlenden rund 10% zum Gesamtetat stammen aus sonstigen Quellen wie beispielsweise Stipendien, Krediten oder Ersparnissen.

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Die Namensgeschichte des Geldes

Seit dem 01.01.2002 halten die Europäer eine Währung in den Händen, deren Name auch ihr Programm ist: "Euro" steht für die europäische Idee. Doch meist leuchtet nicht unmittelbar ein, wie das Geld zu seinem Namen gekommen ist. Von vielen traditionsreichen europäischen Währungen heißt es nun Abschied zu nehmen - Anlass für einen Rückblick auf einige Beispiele der Namensgeschichte des Geldes.

Der Ursprung der Mark war eine nordgermanische Gewichtseinheit, die erstmals im Jahr 857 erwähnt wurde und im Nordischen mork, im Angelsächsischen mearc und im Lateinischen marca hieß. Abgeleitet sind diese Begriffe wiederum von einer Markierung, die die Gewichtsstücke erhielten. Seit dem 11. Jahrhundert war die Mark in Deutschland das Edelmetallgewicht, das bei der Münzprägung zu Grunde gelegt wurde. Ihre Masse schwankte je nach Region zwischen etwa 200 und 280 Gramm, und aus einer Mark Silber wurden ursprünglich 160 Pfennige geprägt. Später wurden es mehr, der Pfennig wurde immer leichter. So war die Mark zunächst nur ein Zählmedium. Das änderte sich im 16. Jahrhundert. Ab 1506 wurden vom Wendischen Münzverein, dem auch die Hansestädte Hamburg, Lübeck, Lüneburg und Wismar angehörten, Münzen im Wert von 16 Schillingen bzw. 192 Pfennigen geprägt: Aus der Zähl-Mark war ein Geldstück geworden.

Damit hat die Mark zwar eine Geschichte als Einzelwährung, doch im Grunde ist sie - wie der Euro - eine Gemeinschaftswährung, und das seit 1871: Nach dem erfolgreichen Krieg gegen Frankreich hatte der preußische König Wilhelm das deutsche Kaiserreich ausgerufen, die Kleinstaaten verloren an Bedeutung. So brauchte man eine neue, einheitliche deutsche Währung - und einen Namen dafür. Die Bezeichnung der damals mächtigsten deutschen Währung - das war der preußische Taler - stieß allerdings auf den heftigen Widerstand der süddeutschen Länder. Deren Währung, der Gulden, ließ sich genauso wenig durchsetzen, und so einigte man sich auf den Begriff Mark. Und die Mark sollte nicht nur eine deutsche Währung bleiben: Es gab sie auch von 1918 bis 1927 in der Republik Estland und als Markka ab 1860 in Finnland.

In Frankreich wurden im Jahr 1360 Goldmünzen geprägt, die als Lösegeld für die Befreiung von König Johann aus englischer Gefangenschaft dienten. Diese Münzen, auf denen der französische König, der Francorum Rex, zu Pferd abgebildet war, hießen dementsprechend "Franc d'or à cheval". Wenige Jahre später folgten Goldmünzen, auf denen der König stehend, ohne Pferd zu sehen war. Man nannte sie folgerichtig "Franc d'or à pied".

Im 16. Jahrhundert gab es erneut französische Münzen mit dem Namen Franc, doch diesmal waren es Silberstücke, wiederum mit einem Abbild des Königs. Im 17. Jahrhundert wurde dieser Franc durch den silbernen Ecu abgelöst. Schließlich führte Frankreich 1795 eine neue Währungseinheit mit dem Namen Franc ein. Franc, Frank oder Franken gab es später auch in Belgien, Luxemburg, der Schweiz und einigen außereuropäischen Ländern.

Abwechslungsreich ist die Geschichte des Gulden. Von 1252 an wurde in der reichen Handelsstadt Florenz eine Münze zu 3,5 Gramm Feingold geprägt. Auf einer Seite zeigte sie den Stadtheiligen, Johannes den Täufer, und auf der anderen Seite das Stadtsymbol von Florenz, eine Lilie. Dies gab der Münze ihren Namen: florenus aureus (lateinisch flos = Blume, aureus = Gold) oder kurz Floren. In großen Stückzahlen hergestellt, verbreitete sich der Floren als Handelsmünze in weiten Teilen Europas. In Deutschland hieß er Gülden, Güldiner oder Gulden, abgeleitet von "golden". Er wurde zur wichtigsten Goldmünze Europas im Spätmittelalter, und noch heute kündet die Abkürzung "fl." für den holländischen Gulden von der Identität zwischen Floren und Gulden.

Seit dem 16. Jahrhundert prägte man auch Silbermünzen mit der Bezeichnung Gulden. Vor allem in Süddeutschland entwickelte sich der Gulden zur allgemeinen Rechnungs- und Währungseinheit und hatte erst mit dem Übergang zureichseinheitlichen Mark-Währung 1871 in Deutschland ausgedient.

Zu den ältesten Kronen zählen französische Goldmünzen aus dem Spätmittelalter sowie spanische Escudos. Auch die von den deutschen Zollvereinsstaaten und Österreich geschaffene Vereinsgoldmünze der Jahre 1857 bis 1871 wurde Krone genannt. Im Deutschen Reich von 1871 wurden goldene Zehnmarkstücke als Kronen bezeichnet, die Zwanzigmarkstücke als Doppelkronen. In Dänemark, Schweden, Norwegen, Island sowie der Tschechischen und der Slowakischen Republik ist die Krone bis heute Währungseinheit.

Sehr jung im Vergleich zu anderen Währungen ist der Cent. Er leitet sich aus dem lateinischen centum (ein Hundert) ab und findet sich nicht nur als ein Hundertstel Dollar in den USA wieder, sondern auch auch als Centime in Frankreich, als Centesimo in Italien, als Centimo in Spanien und als Centavo in Süd- und Mittelamerika. Und nicht nur dort: Seit Beginn dieses Jahres haben (fast) alle Europäer ihren Cent - als Untereinheit des Euro.

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Autor:   Wolf Zimmer E-Mail: wolf@wozim.de Homepage: http://www.wozim.de