2. Nachtrag zum G-REX-4000-Test in Ausgabe 12/2001 (von Andreas C. Schmidt)

Mittlerweile habe ich von Frank Mariak einen neuen rtl_8029-Treiber
bekommen, deshalb gibt es jetzt einen ersten Nachtrag bzgl. meines G-REX-
4000D-Tests:

Noch sind die neuesten 10MBit-Ethernet-Treiber für die G-REX PCI-Boards
nicht öffentlich verfügbar - dennoch freut es mich ungemein, dass die
Version V1.4 der rtl_8029 Treiber den von mir beschriebenen Fehler
ausmerzt.

Zur Erinnerung: Ich verwende in meinem privaten Netz einen Mix aus TCP/IP
(mittels MiamiDX) und ENVOY (welches ich für File- und Printersharing
nutze). Da ENVOY eigentlich auch die Paketkennungen von TCP/IP verwendet,
müssen diese leicht abgeändert werden, damit ein gleichzeitiger Betrieb
über die gleiche Netzwerkhardware möglich ist. Mit der Ariadne I läuft das
z.B. problemlos. Mit einer 10MBit-PCI-Ethernetkarte und dem rtl_8029.device
V1.3 hingegen friert der Rechner nach kürzester Zeit ein. Mit der neuen
Treiberversion wurde ein interner Fehler behoben, der dieses Verhalten
verursacht hatte.

Ich möchte aber betonen, dass die V1.3 des Treibers in einem reinen TCP/IP-
Betrieb relativ stabil läuft. Ich hatte kurzfristig ein A1200-Testsystem
mit G-REX1200. Der Betrieb einer 10MBit-Karte mit V1.3 warf dort keine
(offensichtlichen) Probleme auf.

Mittlerweile habe ich auch eine Version der 100MBit-Treiber (rtl_8139), die
zumindest im 10MBit-Betrieb keine Problem zu bereiten scheint. Der 100MBit-
Betrieb läuft ebenfalls - momentan aber noch sehr langsam. Dieser Treiber
steht ebenfalls noch nicht öffentlich zur Verfügung.

Des weiteren wurde mein A4000 auch mit einer Teratec PCI128i ausgestattet.
Die Karte verrichtet bei ersten kleinen Tests (MP3 mit Amplifier, Conflict:
Freespace, Heretic II) anstandslos ihren Dienst, genaueres kann ich sonst
leider noch nicht sagen.

Da ich alle meine Probleme habe lösen können und ab jetzt ausgelieferte
G-REX4000D mit Einbauanleitung und Treiber-CD ausgehändigt werden, kann
ich das Produkt ab sofort uneingeschränkt empfehlen. Die Unterstützung für
kommende Betriebssysteme (sei es MorphOS oder AmigaOS 4.0) ist laut
diverser Newsquellen gesichert, deshalb kann es für PPC-User mit A4000D nur
eine Empfehlung geben: Zuschlagen. :-)


P.S.: Ok, einen kleinen Wermutstropfen gibt's doch: Soweit ich weiß, ist
keine Linux-Unterstützung in Arbeit - dies gilt soweit ich informiert bin
auch für alle anderen Amiga-PCI-Lösungen.

Andreas C. Schmidt (privat@andreas-c-schmidt.de)