AMIGA-aktuell-Forum
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In dieser Rubrik sind die - bei den meisten anderen Magazinen getrennt
geführten - Rubriken "Leserbriefe", "Kleinanzeigen", und "Problemecke"
zusammengefasst.
Wenn Ihr einen Beitrag habt, schreibt bitte an:
Carsten Schröder
Helmoltstraße 10
37081 Göttingen
E-Mail: aakt@aakt.de
1. Die Frage des Monats - wir möchten eure Meinung erfahren
Jeden Monat stellen wir euch in dieser Rubrik eine Amiga-bezogene Frage
oder machen eine provokante Bemerkung (die übrigens nicht unbedingt unsere
Meinung wiedergeben muss), in der Hoffnung, dass ihr euch möglichst
zahlreich mit Kommentaren zu Wort meldet. Wir werden eure Beiträge in der
jeweils folgenden Ausgabe veröffentlichen. Schickt sie an aakt@aakt.de
Die Frage des letzten Monats lautete:
»Wie ist deiner Meinung nach 2001 für den Amiga verlaufen und was erwartest
du dir vom neuen Jahr?«
Jürgen Lange antwortet sehr ausführlich:
»Aus meiner Sicht hat das Jahr 2001 bezüglich Amiga-Produkten einen
befriedigenden Abschluß gefunden. Neben den PCI-Bus-Lösungen ist es vor
allem Amithlon, welches das System "Amiga" für mich wieder nutzbar macht.
Und auch die Veröffentlichung der beiden AmigaDE-Player und der Spiele
durch Amiga Inc. sind als positiv anzusehen.
Stefan hat Recht, die Hardware-Preise für Amiga-Erweiterungen sind sehr
hoch. Zusätzlich ist das Angebot an Software, die z.B. PPC unterstützt, für
viele derjenigen, die einen Amiga produktiv einsetzen, viel zu klein oder
gar nicht vorhanden.
Mit Amithlon läßt sich Amiga auch wieder produktiv einsetzen.
Die Erwartungshaltung an Amiga Inc. war von Beginn an viel zu hoch. Auf
der anderen Seite lag die einzige Chance für Amiga Inc., benötigte
Geldgeber zu finden, darin, ein ganz neues Produkt - AmigaDE - anzubieten.
Aus den bekannten Gründen, Geld wurde knapp und die erhoffte Hilfe der
"Gemeinde" blieb aus, verzögerte sich dessen Entwicklung.
Mit den "Bonbons" für die konservative Amiga-Gemeinde, AmigaONE mit PPC
und dazugehöriges OS, waren beide Partner (Eyetech und Amiga, Inc.)
überfordert. Dieses Projekt mußte bei den vorhandenen Resourcen scheitern.
Ich bin im Moment zufrieden, verwende überwiegend Amiga (auf Amithlon),
manchmal die eine oder andere Anwendung unter Linux und gelegentlich Amiga
auf meinem A4000.«
Marion (Nachname unbekannt) schreibt:
»Ich besitze auch schon sehr lange einen Amiga 1200, vorher hatte ich einen
C64 und den kleinen Amiga 600, und muss gestehen, ich war bisher sehr
zufrieden mit dem Amiga, leider verläuft aber die Entwicklung für den Amiga
in den letzten Jahren nicht so gut. Auch das letzte Jahr hätte besser
laufen müssen, ganz besonders in der Softwareentwicklung wird der Amiga
meiner Ansicht nach immer noch sehr vernachlässigt. Man kann nur hoffen dass
sich das in diesem Jahr sehr stark ändert.«
Guido Bruns hat folgende Zeilen verfasst:
»Tja, wie die letzten Jahre wird auch dieses Jahr, wir warten und warten.
Ich für meinen Teil hole mir einen PC und warte dann mit diesem Rechner,
was so alles (hoffentlich) von Amiga kommt.
God save the Amiga«
Jens Bache urteilt unter dem Titel »Hoffnungen fürs Jahr 2002« wie folgt:
»2001 war ein Jahr, in dem den Planungen für die Amiga-Zukunft ein Ende
gesetzt wurden. Es wurden Partner gesucht, Aufträge erteilt und Verträge
geschlossen.
Fürs neue Jahr hoffe ich, dass das AmigaOS 4 fertig wird und die
Partnerfirmen für dieses auch wie erhofft produzieren. Wenn alle
Partnerfirmen das AmigaOS unterstützen und die Raubkopierer aufhören, den
ohnehin kleinen Markt zu zerstören, dann kann eigentlich gar nichts mehr
schiefgehen. Ich jedenfalls glaube fest an die Zukunft von Amiga.
Natürlich hoffe ich auch, dass das AmigaONE-Board endlich fertig wird und
dem Pegasos-Board noch einige MByte RAM für die Grafikkarte spendiert
werden.«
Kai Stegemann sieht die Sache so:
»Das Jahr war an sich doch okay. Wir Amiganer sind nicht zu weit vom
technischen Fortschritt weggekommen.
Mit den PCI-Karten ist doch erst mal Luft nach oben und das Wasser steht
uns nicht mehr bis "Oberkante-Unterlippe"!
Kriegen wir jetzt noch neue PPC-Prozessoren, lacht die Sonne wieder über
Amigaland.«
Wolfgang Haas meint:
»Na ja, also ich war auf der Amiga-Messe in Köln und hab eigentlich nur
gesehen, was in der Amiga Future, im Internet und im Newsticker von Jürgen
Müller sowieso steht. War für mich nur interessant, was es an echten
Neuerungen gibt, wie AmigaXL auf QNX-Basis und PCI im Elbox-Tower. Hatte
auch die Möglichkeit, Herrn Haage mit Fragen zu löchern. Am meisten haben
die Talks mit den Mitbesuchern gebracht, da diese die Probleme aus
Anwendersicht kennen und auch vermitteln konnten. Von 2002 erwarte ich
einen Schub nach vorn. Es wird wohl kaum neue Anwender begeistern, da das
Floppy-Problem noch nicht ausreichend gelöst ist. Hier würde ich mir eine
PCI-Karte wünschen, an die ich ein Amiga-DD- oder -HD-Laufwerk anschließen
kann, um von dort aus wie gewohnt meine Programme zu installieren.
Weiterhin wären praxisnahe Komplettlösungen für Videoschnitt oder
Audioediting zum Schallplattenüberspielen oder ähnliches wünschenswert.
Aber mit der sinkenden Zahl von Amiga-Anwendern und den Preisen am PC-Markt
sehe ich ein, dass der Amiga auch weiterhin ein Nischenprodukt bleibt.
Dabei hab ich meinen A2000 seit 1986 und das Teil läuft, läuft und läuft
(mittlerweile mit 'ner Blizzard 2040/40 und 128 MByte RAM). Ich möchte den
sehen, der noch mit PCs von 1986 arbeitet. Ich freue mich auf die Zukunft
des Amigas.«
Gernod Schomberg äußert sich wie folgt:
»Das letzte Jahr war recht durchwachsen. Zwar kam nichts von AMIGA, Inc.,
aber dafür tat sich eine ganze Menge bei den Emulatoren. Da ich mir einen
PC hingestellt habe, kaufte ich mir alle drei, die Cloanto-CD mit WinUAE
und die H&P-CD mit Amithlon und AmigaXL. Und hier muss ich wiederholen, was
ich schon früher einmal gesagt hatte: Wichtig ist eine einfache
Installation der Programme auf einem PC, die auch von einem Laien
fehlerfrei erledigt werden kann.
Dieser Wunsch wird nur von WinUAE erfüllt. Bei beiden anderen Programmen
merkt man, dass sie von "Alternativ"-Spezialisten geschrieben wurden. Um
sie auf den PC selbststartend zu installieren, wird die Verwendung von
Programmen aus dem Linux- oder QNX-Bereich vorgeschlagen, deren Anwendung
nur bei entsprechender Vorkenntnis einfach ist. "Lilo" und "GRUB" sind für
mich Fremdworte, von der Partitionierungssoftware ganz zu schweigen.
Wahrscheinlich trifft das auch für die meisten Amiga- und PC-Anwender zu.
Ich habe es aufgegeben, nachdem ich mir meine WindowsME-Installation
kaputtgeschossen hatte und den Rechner neu einrichten musste. Dabei hatte
ich Glück, dass ich dank dem "Amiga Explorer" von Cloanto den Ordner mit
den bis dahin angesammelten eigenen PC-Dateien auf dem Amiga
zwischengelagert hatte. Nun starte ich "Amithlon" nur von der CD, "AmigaXL"
überhaupt nicht. Bernie Meyer, Entwickler von "Amithlon", schreibt selbst,
dass er von "Windows" so wenig Ahnung hat, dass seine Freundin ihn nicht an
ihren Rechner lässt!
Deshalb für das neue Jahr meine Bitte an die Entwickler: Bitte denkt an die
Leute ohne die speziellen Kenntnisse ("DAU" war wohl das richtige Wort),
damit auch diese ohne allzu große Schwierigkeiten die Emulation auf ihrem
Rechner einrichten können.
Und sonst? Nachdem ich gesehen habe, welche qualitativ hochwertigen
Programme auf dem PC laufen, kann ich über die Mängel des Betriebsystems
hinweg sehen. Da solche Programme auf einem neuen Amiga, mit welchem
Betriebssystem auch immer, in Kürze nicht zu erwarten sind, werde ich mir
in diesem Jahr keine neue Hardware leisten. Ich werde versuchen, die
Emulatoren doch irgendwie zum Laufen zu bringen, um das Amiga-Gefühl weiter
pflegen zu können, meinen A4000T habe ich ja auch noch. Ob irgendwann
einmal ein neuer Amiga-Rechner unter meinem Tisch stehen wird, hängt davon
ab, ob wirklich leistungsfähige Geräte und Software zur Verfügung stehen
werden.
Diese meine persönliche, düstere Meinung ist auch dadurch bedingt, dass mir
als 76-jährigem die Zeit weg läuft. Ich weiß nicht, ob ich noch fünf Jahre
warten kann!«
Nun zur aktuellen Frage des Monats:
»In welcher Verfassung wird sich deiner Einschätzung nach der Amiga-
PowerPC-Markt in einem Jahr befinden?
Beschreibe beispielsweise, welche Art von Software in welcher Qualität und
Menge (verglichen mit entsprechenden Windows-Programmen) deiner Meinung
nach zu dem Zeitpunkt existiert, wie stark Standard-Hardware mit Treibern
unterstützt wird, wie groß die Anwenderzahl ist, etc.«
Schickt eure Beiträge bitte an aakt@aakt.de
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