AMIGA-aktuell-Forum
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In dieser Rubrik sind die - bei den meisten anderen Magazinen getrennt
geführten - Rubriken "Leserbriefe", "Kleinanzeigen", und "Problemecke"
zusammengefasst.

Wenn Ihr einen Beitrag habt, schreibt bitte an:

        Carsten Schröder
        Helmoltstraße 10
        37081 Göttingen

E-Mail: aakt@aakt.de


1. Die Frage des Monats - wir möchten eure Meinung erfahren

Jeden Monat stellen wir euch in dieser Rubrik eine Amiga-bezogene Frage
oder machen eine provokante Bemerkung (die übrigens nicht unbedingt unsere
Meinung wiedergeben muss), in der Hoffnung, dass ihr euch möglichst
zahlreich mit Kommentaren zu Wort meldet. Wir werden eure Beiträge in der
jeweils folgenden Ausgabe veröffentlichen. Schickt sie an aakt@aakt.de


Die Frage des letzten Monats lautete:

»Was meinst du, ist eher die x86- oder die PowerPC-Plattform (bzw. keine
von beiden) dazu in der Lage, die Situation des Classic-AmigaOS zu
verbessern?«


Dietmar Kretlow sieht für den Amiga weder im x86- noch im PowerPC-Prozessor
eine Chance: »Meiner Meinung nach hat der Amiga mit PPC (obwohl dieser
besser ist als ein Intel [Benchmark-Test]) keine Chance, und mit x86 erst
recht nicht. Ich benutze einen PC/Athlon mit Linux und bin voll zufrieden.
Welchen Vorteil sollte denn ein User haben, wenn er einen Amiga kauft...die
teure Hardware (und bei den geringen Stückzahlen, die vom AmigaOne verkauft
werden, wird das teuer), die jedes andere System besser nutzen kann (ich
spreche von dem Softwareangebot)? Der AmigaOne ist (falls er überhaupt
erscheint) doch ein zum Tod verurteiltes Stück Hardware mit einem bekannten
Namen. Ich bin eigentlich der Meinung, dass AMIGA die User total egal sind,
die entwickeln doch jetzt nur noch ihren Player und lassen das OS von Haage
und Partner und Hyperion entwickeln (in beiden Unternehmen arbeiten nur
helle Köpfe), aber das verbessert die Situation auch nicht. AMIGA hat kein
Interesse am Desktop-Markt, und sie hätten auch keine Chance gegen
Microsoft und Linux. Die Sache mit der Hardwareunabhängigkeit könnte da
zwar helfen, aber im Windows-Bereich wird es ".Net" geben, und als
Gegenspieler im Linux-Bereich das dazu kompatible "Mono". Was soll AMIGA
also für Chancen haben? Ich denke, dass sie ihr DE mittelfristig als PDA-
Aufsatz etablieren können, aber die richtigen Computer werden weiterhin mit
Windows, Linux oder MacOS betrieben.
Langfristig wird sich nur ein OS durchsetzen können...LINUX!!!!«


Andreas Korduan dagegen glaubt an den PowerPC: »Ich denke, dass eher der
PPC die Methode der Wahl ist. Ganz einfach deshalb, weil Apple es schon
vorgemacht hat, diesen Prozessor in der Grafikbranche zu etablieren. Wo
sieht man heute noch in Grafikstudios, wo diese auch entwickelt wird, einen
DosenPC?
Ich finde, AMIGA sollte es Apple gleichtun und für sich eigene Strategien
entwickeln und beweisen, dass Amigas in gewissen Bereichen besser sind als
Wintel's, und dies nicht nur mit Software, sondern auch mit Hardware unter
Beweis stellen.«


Roman Sechting favorisiert eine »68k+«-CPU: »Ich meine, keine der beiden
Prozessorreihen könnte dem Amiga helfen. Denn würde man ihn mit einem x86-
Prozessor ausstatten, hätte er zwar den Vorteil, dass man, wenn man ein
Jahr warten würde, den Rechner billig aufrüsten könnte, denn dann kostet
die CPU weniger als die Hälfte. Nachteilig ist, dass man einen Emulator
einsetzen müsste, der wiederum kostbare Rechenzeit verschlingen würde,
insbesondere wenn ihn Microsoft oder andere Patschenfirmen programmieren
würden (Abstürze, min. 500 MByte RAM, 5000-MHz-Prozessor, 40-TByte-HD).
Auch ist zu beachten, dass die Teile für den PC vielleicht 10 Jahre aktuell
sind (Einführung von DDR-RAM, RAM-Bus-Speicher, 64-BIT Prozessor, VESAPCI-
Steckplatz), man müsste sich für fast jeden neuen Prozessor ein neues Board
kaufen!
Wenn überhaupt, hat nur ein 68K+-Prozessor eine Chance, wenn es
Softwareschmieden gibt, die Programme für diesen Rechner schreiben, und
nicht Software für einen Rechner, der erst in der Zukunft gebaut wird. Und
natürlich muss der Preis stimmen.«


Gernod Schomberg setzt auf die x86-Reihe: »Ich glaube, dass die x86-
Plattform eher die Möglichkeit bietet, einem größeren Anwenderkreis die
Vorzüge des AmigaOS nahe zu bringen, weil die meisten Computer-Anwender
privat das gleiche Gerät benutzen, das sie von ihrer Arbeitsstelle her
kennen. PowerPC-Geräte würden sicher nur diejenigen ansprechen, die heute
noch Amiga-Hardware haben. Eine Bedingung wäre aber, dass ein Amiga-
Emulator geboten wird, der ohne große Klimmzüge installiert werden kann.«


Nun zur aktuellen Frage des Monats. Sie befasst sich wiederum mit der
Amiga-Zukunft:

»Erwartest du von AMIGA, Inc. noch (für dich) positive Resultate? Warum
bzw. warum nicht?«


Schickt eure Beiträge bitte an aakt@aakt.de