4. Leserbrief zur Informationsflut im Internet (von Stephan Karnasch) Die letzten AMIGA-aktuell-Specials haben mal wieder gezeigt, wie schwierig es ist, verlässliche Nachrichten im Internet zu erhalten. Ich sage nicht, dass das generell so ist und dass andere Medien eine Ausnahme bilden. Nur dass im Internet der Informationsfluss um einiges schneller ist und es schnell zu voreiligen, übertriebenen oder einfach falschen Infos kommen kann. Der Umstand, dass es einige gibt, die Gift in den Nachrichtenfluss kippen, indem sie in Nachrichtensysteme einbrechen (wie vermutet) oder Hoaxes verbreiten, trifft entweder auf offene Ohren und damit auf die gewünschte Reaktion/Manipulation oder bewirkt, dass das Vertrauen in die News schwinden. Deshalb Dank an Carsten und das Team für den Kommentar und die schnelle Überprüfung der Quelle. Ich sage das alles, weil ich die negativen Auswirkungen der ach so tollen "Informationsflut" gerade im Amiga-Bereich kenne. Übertrieben emotional auf irgendwelche Nachrichten zu reagieren, schadet nur mir selbst. Wenn ich schon angemessen reagiere, dann auf die Art, dass ich mich vom Informationsfluss abkehre, mich auf die Suche nach der Quelle mache und mit einem Fingerhut schöpfe (für die meisten zu mühselig und manchmal Zeitverschwendung). Also wenn ich mich mal wieder über eine Nachricht aufregen sollte, denke ich daran, wieviel Arbeit ich mir machen müsste, um die "Wahrheit" zu finden, was mich auf der Stelle ruhig werden lässt - denn dazu hab ich überhaupt keinen Nerv. Also nochmals Dank an alle vom AMIGA-aktuell-Team, die diese Arbeit für mich übernehmen und Nachrichten berichten, ohne Nachrichten zu machen. So jetzt aber genug "gepredigt", sonst werd' ich zuuu ernst. Stephan Karnasch <Sourcerer@GMX.de> [Anm. d. leit. Red.: Das von Stephan angesprochene Ereignis führte zu einer diffizilen Situation, die die Frage aufwarf, ob die Meldung vom Rückzug Haage & Partners ein AMIGA-aktuell-Special nötig macht oder nicht. Hierzu vollzog ich folgende Abwägung: Entsteht unseren Lesern mehr Schaden, wenn die - vermeintlich von einem seriösen Newsdienst veröffentlichte, also verifizierte - Meldung zutrifft (was aufgrund der derzeitigen Amiga-Lage durchaus hätte der Fall sein können), und die Leser erst wesentlich später als andere Amiga-User davon erfahren? Oder ist der Schaden für sie dann größer, wenn wir die Meldung sofort versenden - und zwar mit einem deutlichen Hinweis auf deren Fragwürdigkeit - und unsere Leser danach über den Stand der Dinge und mögliche Dementis auf dem Laufenden halten? Und da war und bin ich der Ansicht, dass letzteres - gerade in Verantwortung vor den Usern - eindeutig die bessere Alternative ist und habe dementsprechend gehandelt.] |