THE WAR OF THE WORLDS

No one would have believed, in the last years of the nineteenth century, that human affairs were being watched from the timeless world of space. No one could have dreamed we were being scrutinized, as someone with a microscope studies creatures that swarm and multiply in a drop of water. Few man even considered the possibility of life on othe planets an yet, across the gulf of space, minds immeasurably superior to ours regarded this Earth with envious eyes, and slowly and surely, they drew their plans agint us.

So beginnt Jeff Waynes Musical-Version vom Krieg der Welten, ein Start dem ein musikalischer Hörgenuss auf zwei CDs folgt, deren zwei Stücke besonders hervorgehoben werden sollten, da sie zum Welthit wurden: The Eve of the War und Ferever Autum, doch worum geht es zunächst im Krieg der Welten?

Das Musical basiert auf dem Roman von H.G.Wells "The War of the Worlds" oder in der deutschen Version "Der Krieg der Welten" er beschreibt darin eine Invasion vom Mars auf die Erde. Eine außerirdische Macht mit einer übermächtigen Technologie, der Menschlichen weit überlegen, mit der sie relativ erfolgreich einen Angriff durchführen. Wer nun mit riesigen Raumschiffen rechnet, der wird enttäuscht werden, da die Marsleute Zylinder auf die Erde schießen (ähnlich Raketen) in denen sich nicht nur die feindlichen Invasoren, sondern auch eine Art Bausatz für die Kampfmaschienen befindet. Am Anfang glaubt Keiner so recht daran, daß die plumpen Marsianer eine ensthafte Gefahr darstellen, da sich die Wesen wegen der höheren Schwerkraft ziemlich schwerfällig bewegen. Keiner rechnet ersthaft mit einer Gefahr und viele kommen von Außerhalb zum Krater, der Einschlagstelle des riesigen Zylinders, um sich die Wesen noch einmal anzuschauen, bevor sie mit einer Granate in Jenseits befördet werden. Doch so einfach ist es nicht, denn die Marsleute verschaffen sich mit einem Hitzestrahl, einer mächtigen Strahlenwaffe, Luft und töten reihenweise Menschen am Krater, die sich drumherum angesammelt haben.

Nun, da sie ihrer Ruhe haben, beginnen die Marsleute ihre dreibeinigen Kriegsmaschienen zu bauen mit denen sie im weiteren Verlauf des Buches die Dörfer und Städte angreifen. Am Anfang beginnt man sich noch zu wehren, doch später stellt man fest, daß die Lage ziemlich hoffnungslos ist, da man ihnen nichts entgegenzusetzen hat und immer mehr der feindlichen Invasoren vom Mars auf die Erde gelangen, man beginnt den Krieg zu verliehren...

Eigendlich sollte man meinen, daß wir relativ sicher leben, da Außerirdische ja grundsätzlich immer in Amerika landen und in den Filmen ja auch immer dort zerstören. H.G.Wells Roman und auch das Musical, das ja darauf basiert, spielen allerdings in England. Viele glauben, Wells wollte damals den Leuten einen Spiegel vorhalten, als sie den Eingeborenen ihr Land wegnamen. Wie muß es für sie wohl gewesen sein, wenn ein großes Schiff kommt und Männer mit Schußwaffen ihr Land in Besitz nehmen. Entsprechend beschreibt Wells in seinem Buch zunächst einen Krieg, den man nicht gewinnen kann, mit Waffen die weit den Unseren überlegen sind. Wer nun glaubt, daß die Geschichte der Marsinvasion ein alter Hut ist, der schon etliche Male erzählt wurde, der hat mit dieser Aussage zwar Recht, sollte aber dennoch vorsichtig sein, da das Buch tatsächlich schon über einhundert Jahre alt ist. Damit ist Wells eindeutig der Erste der die Geschichte erzählte und macht den Krieg der Welten praktisch zum "Herrn der Ringe" unter den Marsmännchenmärchen. Besonders faziniernd ist daß bei Wells alles logisch ist und ausführlich erklärt wird. Die Marsianer sind in seinen Augen keineswegs so bösartige Aliens, als die sie der Leser sieht, sondern er zieht Vergleiche mit den Menschen. Auf Seite 9 heißt es z.B.: "Und bevor wir sie zu hart beurteilen, müssen wir uns erinnern, mit welcher schonungslosen und grausamen Vernichtung unsere eigene Gattung nicht nur gegen Tiere wie den verschwundenen Bison und den Dodo, sondern gegen unsere eigenen inferioren Rassen gewütet hat. Die Tasmanier wurden trotz ihrer Menschenähnlichkeit in einem von europäischen Einwanderern geführten Vernichtungskrieg binnen fünfzig Jahren völlig ausgerottet. Sind wir solche Apostel der Gnade, daß wir uns beklagen dürfen, wenn die Marsleute uns in demselben Geist bekriegen?"

Der existierende Film gleichen Namens weist einige Veränderungen auf. So wurden die dreibeinigen Maschienen durch fliegende Untertassen ersetzt (Die waren zu dem Zeitpunkt nun mal sehr beliebt!) und außerdem verlegte man das Ganze nach Amerika. Selbst das Musical hält sich nicht zu 100% an dem Buch. Da werden aus den Marsleuten die eigendlich nur aus Köpfen bestehen schon mal Wesen von der Größe eines Bären, aber daß sind Kleinigkeiten. Man kann in dem Musical durchaus das Buch wiederfinden, was im Film nicht so ganz gelingt.

Das Album enthält zwei CDs, die auch voll genutzt werden, da die Stücke natlos ineinander übergehen. Die erste "The comming of the Martians", wo es um das auftauchen und dem Beginn der Krieges geht, ist zu Beginn relativ hektisch. Die Marsleute mit ihrem Hitzestrahl werden durch E-Gitarren dargestellt und erst ab "Forever Autum" kommt etwas Ruhe rein. Die zweite CD "The Earth under the Martians", wo es um das Überleben und das Ende der Marsians geht, ist etwas ruhiger und erlebt mit "The Spirit of man" und "Brave new World" ihre Stärken. Die zusammengewürfeltel Mixs am Ende der CD kann man getrost überhören, nicht aber den Erzähler Richard Burton, der die gesammten CDs über die Geschichte großartig rüberbringt. Allerdings kann ich nur für die englische Version sprechen, denn es gib auch noch eine deutsche, da solltet ihr aufpassen!

Aber Test zu irgendwelchen CDs zu schreiben ist immer schwer, da die Geschmäcker verschieden sind. Kennen sollte man den Krieg der Welten aber schon, also geht zumindest mal den Laden und hört mal rein und die paar Mark für das Buch sollte eigendlich jeder übrighaben, damit ein jeder sagen kann: "Der Krieg der Welten, da war doch mal was..."

Thomas Weber