Midnight Sun: Metal Machine


(45:57 / LMP)

Hmm, das ich nix gegen gut gemachten True Metal habe dürfte hinlänglich bekannt sein - was Midnight Sun auf ihrem neuesten Album "Metal Machine" abliefern, geht aber sogar mir auf den Senkel. So fabrizieren Midnight Sun besten Kinderlied Metal, der die Burschen vom HammerFall im direkten Vergleich wie eine extreme Grindcore Band aussehen lässt. Songtitel wie "Dungeons Of Steel", "Steel To Steel", "Metal Will Stand Tall" und "Metal Gods" zeugen schonmal nicht von intellektuellen Lyrics, können aber - wie man nicht nur am Beispiel HammerFall erkennen kann - trotzdem Spass machen. Es liegt vielmehr am billigen und unterirdisch schlechten Songwriting der Jungs von Midnight Sun, das die Mischung aus melodischen Power Metal und einigen Hardrock Elementen zur Realsatire verkommen lässt. Durch die ständigen unfreiwilligen (?) Lacheinlagen, die diese CD so hervorruft, will auch keiner der Songs so wirklich im Gehörgang hängen bleiben und es wundert mich echt, dass sich Flower Kings Mukker Jaime Salazar sowie Last Tribe Member Magnus Karlsson für diese Combo aufopfern. Na ja, immerhin wird dadurch sichergestellt, dass spielerisch zumindest alles im grünen Bereich ist, auch wenn das natürlich viel zu wenig ist, um die CD ernst zu nehmen oder gar empfehlen zu können. Wer mir das bis dato einfach nicht glaubt, der möge sich nur den abschließenden Rauskicker "Metal Will Stand Tall" anhören und wird mir spätestens danach ohne Einschränkungen zustimmen können. Tja, insgesamt drängt sich mir doch arg der Verdacht auf, dass die Musiker von Midnight Sun es mit ihrem extrem berechenbaren und ohne Funken von Spielfreude vorgetragenen Metal eher auf die schnelle Mark abgesehen haben, denn das dieser Stil nach wie vor angesagt ist, dürfte sich inwzischen bis in den letzten Winkel Alaskas herumgesprochen haben. Wenn man zudem bedenkt, dass Midnight Sun früher ernstzunehmende Musik auf die Headbanger losgelassen haben, wirkt dieser Vorwurf umso schwerer. Also, selbst wenn ihr zu den beinharten True Metallern auf diesem Planeten gehört möchte ich Euch inständig bitten diese halbgare Platte links liegen zu lassen und die gespaarte Knete lieber anderweitig zu investieren. Denn es gibt aber auch gar nichts, was den Kauf dieser Platte rechtfertigen würde. Ach doch: Das Cover kann für so manche Belustigung sorgen, passt allerdings ansonsten qualitativ zum Niveau der Musik.

Fazit: 1.5 von 10 Punkten

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