Human Fortress: Lord Of Earth And Heavens Heir


(50:46 / LMP)

Ah, mal wieder eine Newcomerband aus dem melodischen Power Metal Bereich. Aber wenigstens eine, die ihr Handwerk versteht und denen man - soviel steht schon nach dem ersten Durchlauf der Platte unmweigerlich fest - auch nach dem Ende des True Metal Trends zumindest noch Chancen einräumt, gute CD`s zu veröffentlichen. Das Debutalbum ist auf jeden Fall schonmal gutklassig ausgefallen und bietet bei den zehn Tracks (plus ein kurzes Instrumental, welches man eigentlich auch hätte weglassen können) eine gelungene Abwechselung aus schnellen Songs ("Dragons Lair", "Light Beyond Horizon"), episch angehauchten Nummern ("Little Flame", "Lord Of Earth And Heavens Heir") sowie einer netten Ballade namens "Forgive And Forget". Klar, ab und an scheinen hier die musikalischen Vorbilder wie Stratovarius, Blind Guardian oder auch Rhapsody durch, doch plakativ und alzu berechnet gehen Human Fortress auf jeden Fall nicht vor und sind zumindest stets bemüht, ihren eigenen Stil zu finden, zumal man immer im Hinterkopf behalten muss, dass es sich um das Debutalbum der Jungs handelt. Deshalb sei es auch verziehen, dass nicht alle Songs des Albums Knüller vor dem Herrn sind und somit den kleinen, aber feinen Unterschied zur Elite in diesem Bereich ausmachen. Anyway, Pluspunkte können Human Fortress durch die Stimme ihres extrem variablen Sängers Jioti Parcharidis sowie die Produktion sammeln, die kein geringerer als Altmeister Tommy Newton (u.a. Helloween, Pretty Maids) übernommen hat und die erwartunsgemäß über alle Zweifel erhaben ist. Wenn die Jungs jetzt stellenweise noch etwas zwingender und griffiger zu Werke gehen würden und etwas am Songwriting arbeiten, bin ich optimistisch was die Zukunft von Human Fortress angeht. So reicht es für das Debutalbum lediglich zu einem knappen "gut" und somit sollten Fans des epischen / melodischen Power Metals die Platte zumindest mal einem Testdurchlauf unterziehen.

Fazit: 7 von 10 Punkten

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