Angra: Rebirth


(52:51 / Steamhammer)

Also ganz ehrlich: Ein wenig Angst hatte ich schon die neue Angra CD in den Schacht meines CD Player zu packen, war ich mir doch überhaupt nicht sicher, ob das neue Line-up dem alten Angra Line-up auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann. Denn immerhin sind sowohl Ausnahmesänger und Songwriter Andre Matos als auch die komplette Rhytmusfraktion bestehend aus Bassist Luis Mariutti und Drummer Ricardo Confessori nicht mehr mit von der Partie. Aber schon nach dem ersten Durchlauf der neue CD "Rebirth" wird klar, dass der Albumtitel nicht hätte passender gewählt werden können. Mit Sänger Edu Falaschi haben Angra erneut einen absoluten Top Sänger in ihren Reihen, der nicht umsonst seinerzeit bei Iron Maiden ganz oben auf der Kandidatenliste stand, als Bruce Dickinson die Band verlassen hatte. Seine aggressive, aber stets melodische Stimme passt jederzeit perfekt zum Sound von Angra, der auf "Rebirth" wieder deutlicher in Richtung des `96er Klassikers "Holy Land" tendiert und erneut melodischen Speed Metal mit brasilianischen Folklorelementen vermischt auf perfekte Art und Weise zu einer Symbiose verbindet. Anspieltipp`s sind neben dem hymnenhaftigen Opener "Nova Era" vor allem die gemäßigteren "Millennium Sun" und "Visions Prelude". Nicht vergessen werden darf natürlich auch das zweigeteilte "Unholy Wars", in dem Angra zur absoluten Höchstform auflaufen und alle Bandtrademarks, die zumindest ich schon verloren glaubte, perfekt verbinden. Nun, was soll ich noch groß sagen, ausser dass ich massiv erleichtert bin? Angra sind nach wie vor eine absolute Ausnahmeband und ich kann alle Fans echt beruhigen: "Rebirth" ist ein starkes Album geworden, welches man als langjähriger Fan der Band nicht im Plattenladen stehen lassen kann. Jetzt bin ich ja mal auf das erste Album von "Shaman" gespannt, in dem die drei abtrünnigen Mitglieder um ex-Sänger Andre Matos den alten Angra Geist aufleben lassen wollen. Derren Platte wird sich aber wohl oder übel mit dem hohen Niveau von "Rebirth" messen lassen müssen...

Fazit: 9 von 10 Punkten

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