Copyschutz
Kopierschutz.......damals
So lange es Software auf Disketten gibt wurden sie kopiert.Um das zu verhindern gibt es
verschiedene Möglichkeiten.Ich fange am besten mal von Anfang an.Damals beim guten
alten C64 ging es schon los:Copyschutz.Da hatte man sein Geld in nicht gerade billige
Software geteckt und der Kumpel wollte natürlich auch mal Zocken.Die Zeit der
Datekasette war gerade am abklingen,man hatte sich ein 5 1/4 Laufwerk geleistet.Waren
das noch Zeiten "Press Play on Tape".Endlos lange Ladezeiten,über einen kleinen Speaker
konnte ich dem gepiepse lauschen.Bald konnte ich schon am Klang herausfinden ob man
mal wieder mit dem Winzling am Tonkopf schrauben muste.Endlich habe ich Turbotape
bekommen,dazu einen Haufen Raubcopys,jetzt waren die Ladezeiten etwas erträglich.Um
ein Spiel zu sichern muste man es zuerst beenden können (was meist nicht ging).Mit dem
Disklaufwerk war das dann schon etwas einfacher.Erste Copyprogramme kamen auf den
Markt,dazu aber auch der Copyschutz.Natürlich gab es auch Firmen die eine Lücke erkannt
hatten und besondere Copyprogramme zum Verkauf anboten.Irgendwann wurde auch die
Lade/Copyzeit mit dem Laufwerk zu lange,also:Parallelkabel.Zwar muste man alle paar
Monate den Chip im Sockel ersetzen (Wärme),dafür ging es jetzt superschnell.Kaum war
der Amiga da,ging das Ganze wieder los.Copyschutz von den Softwarefirmen,Copysoftware
von den anderen Firmen.Zum Schluß gab es X-Copy und Cyclon.Man hatte von Blindtracks
(80-81) über verschiedene Tricks letzendlich bis zu Tracks unterschiedlicher Länge alles
durchgetestet.Am Ende waren manche Orginale nur nach anhauchen und etwas bremsen
(runterdrücken im Laufwerk) zum Booten bereit.Der Schutz war so umständlich das die
Disketten nicht auf allen Laufwerken booten wollten.Der übelste Trick dabei:zu wenig
Syncs.Jetzt dachte man hatte man einen Trick der nicht zu knacken war.Selbst mit der
besten Software muste es scheitern,der Amiga konnte sie zwar lesen,aber nicht
schreiben.Bis.....ja bis Cyclon mit der kleinen Zusatzhardware.Auch wenn es Stunden
dauerte (wenn man zwei Laufwerke gefunden hatte die in etwa gleich schnell liefen)
man konnte eine Copy erstellen.Damit war der Krieg gewonnen.Ab jetzt gingen viele
Firmen zu Passwort Abfrage über.Zum einen konnten sich die User endlich einfache
Sicherheitscopys machen,zum andern waren die Reklamationen der User mit Disketten die
nicht laufen wollten damit vorbei.Andere Firmen mit weniger teurer Software benutzten
durchschnittliche Copyschutzsoftware um wenigstens etwas Schutz zu bekommen.Selbst
Hardware zum anstecken wurde verwendet und so mancher Softwarehersteller drohte
damit das sein Copyschutz den Amiga killen konnte (pure Verzweifelung).Ich selber besitze
noch immer Cyclon und die Hardware.Leider kann ich damit keine .lha Files machen um
sie ins Net zu stellen (habe einige Raritäten).Für einige Spiele gibt es ja schon Tools um
sie auf die Platte zu bannen.Übrigens:wer mehr über den Aufbau eines Datenträger wissen
möchte dem sei das Buch zu X-Copy zu empfehlen (Anleitung).
Gucky