7.1.2 Unterschiede zu anderen MalprogrammenAn dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Wer bereits mit normalen Amiga-Zeichenprogrammen gearbeitet hat (z.B. DPaint), der wird festgestellt haben, daß durch das Ändern einer bestehenden Farbe, die auch in der Zeichnung verwendet wurde, diese automatisch auch in der Zeichnung selbst angepaßt wurde. Dies ist bei Malprogrammen wie Xi-Paint, die ja mit 16,8 Millionen Farben arbeiten, nicht so. Während nämlich bei normalen Zeichenprogrammen jeder Farbkasten gleichzeitig eine der zur Verfügung stehenden Farben in der Zeichung repräsentiert (es können ja im Normalfall beispielsweise nur 16 aus 4096 bzw. ab dem AGA-Chipset 256 aus 16,8 Millionen Farben verwendet werden), stehen bei Xi-Paint immer alle möglichen Farbtöne zur Verfügung. In der Colorbox wird deshalb nicht festgelegt, aus welchen Farben sich die Zeichnung zusammensetzt (da es ja sowieso immer alle 16,8 Millionen sind), sondern Sie definieren sich lediglich jene Farbtöne, die Sie gerade zum Arbeiten benötigen. Wenn Sie also einen bestehenden Farbton in Xi-Paint ändern, so bewirkt dies in der Zeichnung selbst keinerlei Veränderung. Sie legen nur für sich selbst eine Mischung fest, mit der Sie zeichnen möchten. Am Besten läßt sich dies noch mit dem Malen mit Ölfarben vergleichen. Bei diesen können Sie auch zuerst beispielsweise ein Blau anmachen, mit dem Sie danach auf der Leinwand malen. Wenn Sie daraufhin auf der Palette in das Blau ein Rot einmischen, um ein Violett zu erhalten, so ändert dies auf der Leinwand selbst ebenfalls nichts, Sie haben nur eine neue Farbe zusammengestellt mit der Sie nun malen können. |