10.1.3   Offset-Angaben zur exakten Zyklus-Festlegung

Wenn Sie nun an einer anderen Stelle weiterzeichnen, so bemerken Sie, daß der Zyklus wieder bei diesem Blauton fortgesetzt wird. Zeichnen Sie nun wieder so lange, bis die blaue Farbe erreicht wird. Stellen Sie nun im Cycle-Requester das Eingabefeld "Offset" auf "0" und klicken darauf auf den "Zurücksetzen"-Schalter.

Wird nun weitergezeichnet, so beginnt Xi-Paint nicht mit der Farbe, mit der zuletzt aufgehört wurde (Blau) sondern mit der ersten Farbe des Zyklus (Rot). Mit dem Offset kann also festgelegt werden, mit welcher Farbe des Zyklus die nächste Zeichenoperation beginnen soll. Normalerweise verwendet Xi-Paint hierfür einen internen Wert, der sich aus der zuletzt verwendeten Farbe ergibt.

In bestimmten Situationen kann es jedoch, wie wir gleich sehen werden, wünschenswert sein, die Startfarbe selbst zu bestimmen. Dazu wird der entsprechende Wert im "Offset"-Feld des Cycle-Requester eingetragen und daraufhin der "Zuweisen"Schalter betätigt. Hierbei ist zu beachten, daß für jede neue Zeichenoperation der "Zuweisen"-Schalter verwendet werden muß.

Natürlich läßt sich der Zeichenmodus "Zyklisch", wie alle anderen Zeichenmodi auch, mit allen vorhandenen Pinseln und Stiften einsetzen. Bei Pinseln ist lediglich darauf zu achten, daß diese im "Outline"-Modus verwendet werden müssen, das heißt, daß lediglich deren Form, nicht aber deren Farben verwendet werden.

Probieren Sie ruhig ein wenig mit dem Zyklus herum, bevor Sie den nächsten Abschnitt lesen. Versuchen Sie, eigene Farbübergänge zu erzeugen, wobei Sie natürlich nicht auf drei verschiedene Farben beschränkt sind. Es lassen sich theoretisch beliebig viele Farbtöne verwenden. Beim Experimentieren sind lediglich einige wichtige Dinge zu beachten.

Wenn Sie einen Zyklus über mehrere Farben verwenden, so kann es sehr schnell passieren, daß der angegebene Wert bei "Schritte" zu klein wird. Dies äußert sich darin, daß der Zyklus beim Zeichnen plötzlich irgendwo abbricht und wieder mit der ersten Farbe begonnen wird.

In diesem Fall muß die Schrittgröße erhöht werden. Als Faustregel gilt, daß pro verwendeter Farbe ungefähr 15 bis 20 Schritte verwendet werden sollten. Sollten trotzdem noch Fehler auftreten, so versuchen Sie es mit einigen verschiedenen Werten (+/-10).

Ein oft gemachter Fehler: "Generieren" vergessen!

Vergessen Sie niemals, nach einer Änderung der Werte im CycleRequester den "Generieren"-Schalter zu betätigen. Andernfalls kommt es zu ungewünschten Effekten. Während eine Änderung der "von"/"bis"-Werte ohne Anwählen von "Generieren" die weitere Verwendung des bisherigen Zyklus bedeutet, entstehen beim Ändern der Schrittanzahl ohne zusätzliches Klicken auf "Generieren" unschöne Fehler im Zyklus.

Diese ergeben sich daraus, daß zwar intern angenommen wird, daß der Zyklus aus der neuen Anzahl an Schritten besteht, sich dieser jedoch, da ja "Generieren" nicht angeklickt wurde, immer noch aus der alten Schrittanzahl zusammensetzt.

Wurde eine große Anzahl an Schritten bei nur wenigen Farben verwendet, so kann es passieren, daß der Zyklus scheinbar nicht funktioniert. Dies kann man leicht selbst ausprobieren, indem man die Schritte beispielsweise mit "2000" festlegt und den Zyklus "von" 0 bis "1" reichen läßt.

Nach dem Anklicken von "Generieren" wird der Verlauf völlig richtig angezeigt, doch sobald man im Zeichenfenster ein Rechteck zieht, besteht der Rahmen scheinbar lediglich aus einer einzigen Farbe.

Dies ist jedoch kein Fehler, sondern Xi-Paint tut genau das, was ihm aufgetragen wurde, nämlich den Zyklus so aufzuteilen, daß dessen letzte Farbe erst nach 2000 Schritten erreicht wird. Wenn nun das Rechteck durchschnittlich aus 200 Punkten besteht (50x50 Pixel), so sind lediglich die ersten drei bis vier Abstufungen der ersten Farbe sichtbar, die oftmals als sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich angesehen werden.

Daß der Zyklus trotzdem funktioniert, kann einfach überprüft werden, indem einige weitere Rechtecke gezogen werden; oder man zeichnet mit dem Freihandwerkzeug eine möglichst lange Linie. Auch dann merkt man, wie langsam der Zyklus durchlaufen wird.

Wenn diese Punkte beachtet werden, sollte es keine Probleme mehr mit der Zyklus-Funktion geben. Experimentieren Sie ein wenig herum, bevor Sie im nächsten Abschnitt einige Anwendungen für die Praxis kennenlernen.