11.1.1   Ein buntes Rechteck für unsere Experimente

Für unsere Experimente benötigen wir ein Rechteck, dessen Seitenlänge ungefähr 10 bis 15 Pixel beträgt. Es muß sich hierbei nicht unbedingt um ein Quadrat handeln, die beiden Seiten können durchaus unterschiedlich lang sein.

Um das relativ kleine Rechteck besser zeichnen zu können, sollten Sie die Lupe (<m>) aktivieren. Das Rechteck sollte im definierten Farbverlauf erscheinen. Ist dies nicht der Fall, so überprüfen Sie noch einmal, ob tatsächlich der Zeichenmodus im gleichnamigen Menüauf "Verlauf" gestellt wurde.

Ist erst einmal des Rechteck korrekt gezeichnet, kann dieses mit Hilfe des Pinsel-Werkzeuges (<b>) ausgeschnitten werden. Achten Sie hier vor allem darauf, daß nicht irrtümlich der Hintergrund mit ausgeschnitten wird. Zur leichteren Positionierung sollte auch hierbei die Lupe eingeschaltet bleiben.

Sobald der gewünschte Pinsel ausgeschnitten wurde, kann die Lupe abgeschaltet werden. Am Mauszeiger sollte nun ein kleines Rechteck kleben, das mit dem Farbverlauf gefüllt ist. Aktivieren Sie nun das Werkzeug zum Zeichnen von gefüllten Freihandlinien (<W>) und aktivieren Sie den Zeichenmodus "As-it-is" (<rechte Amiga> <8>).

UmrißZeichnen Sie nun einen Umriß, der ungefähr die Form hat, die in dem unten abgedruckten Bild zu sehen ist. Diese Form wurde verwendet, damit der Effekt besonders deutlich zu sehen ist.

Sobald Sie die Maustaste loslassen, beginnt Xi-Paint mit seiner Arbeit. Je nach der gewählten Auflösung und der Größe, in der Sie den Umriß gezeichnet haben, kann die Wartezeit zwischen einigen Sekunden, aber auch mehreren Minuten betragen. Dies hängt auch von der vorhandenen Rechenleistung ab.

Sobald die Arbeit abgeschlossen ist, präsentiert sich jedoch ein Ergebnis, das, wenn alles gut gegangen ist, durchaus für diese Wartezeit belohnt. Leider kann die Wirkung in diesem Handbuch nicht so gut gezeigt werden, da durch die Beschränkung auf den SchwarzWeiß-Druck sehr viel des Effektes verloren geht.

FüllkörperIn jedem Fall sollten Sie am Bildschirm nun einen gefüllten Körper sehen, dessen rechter Rand Grün und dessen linker Rand (sofern er sichtbar ist) blau dargestellt wird. Dadurch entsteht jener Pseudo3D-Effekt, der vor allem von Fernsehanstalten, aber auch in Präsentationen sehr gerne verwendet wird.

Probieren Sie noch einige weitere Figuren aus, um zu sehen, wie der Effekt, beispielsweise bei überkreuzenden Linien, wirkt. Bevor wir uns im nächsten Abschnitt ansehen, wie es zu diesem wirklich hübschen Darstellungen kommt, können Sie die Objekte noch ein wenig verschönern, indem Sie die einfarbigen, roten Flächen mit einem Farbverlauf versehen.