11.2 Die zugehörige TheorieDer eben beschriebene Effekt sieht zwar sehr gut aus, doch um ihn auch wirklich nutzen zu können, ist es für Sie sicher von Interesse zu erfahren, wie dieser zustande kommt. Wie bereits erwähnt, verwendet Xi-Paint zum Füllen von Flächen nicht immer einen EinPunkt-Stift, sondern setzt hierfür den aktuellen Pinsel ein. Dieser wird jedoch nicht, entsprechend seiner Größe, wie eine Kachel nebeneinander gesetzt, sondern es wird trotzdem jeder einzelne Punkt der zu füllenden Fläche gezeichnet. Das heißt, für jeden Punkt der Fläche wird einmal der gesamte Pinsel dargestellt. Daraus erklärt sich auch die relativ lange Rechenzeit, bis auch eine kleine Fläche vollständig gefüllt ist. Xi-Paint geht bei "Füllen"immer vom am höchsten oben liegenden Punkt aus. Sollten mehrere Punkte auf derselben Höhe liegen, so wird mit jenem begonnen, der am weitesten links liegt. Danach wird die Fläche jeweils von links nach rechts und von oben nach unten ausgefüllt. Auf diese Weise entsteht der Pseudo-3D-Effekt. Denn während die inneren Teile immer durch den oberen Rand des Pinsels (der in unserem Fall Rot ist) dargestellt werden, ist am rechten und am linken Rand immer auch der Rest des Pinsels sichtbar. Wer diese Vorgehensweise einmal erkannt und verstanden hat, kann Xi-Paint sogar bei der Arbeit über die Schulter schauen. Stellen Sie dazu noch einmal allen Einstellungen so ein, wie vorhin beim Füllen der Freihandfläche (Rechteck mit Verlauf als Pinsel, "Solid" als Zeichenmodus) und wählen Sie dieses Mal eine gefüllte Ellipse (<E>) als Zeichenwerkzeug. Wenn Sie nun eine Ellipse zeichnen, werden Sie feststellen, daß diese (leider) keinen 3D-Effekt mehr aufweist. Stattdessen ist die untere Hälfte (bis auf den rechten Rand) mit Blau gefüllt und die obere Hälfte mit Rot. |