12.1 Texte mit FarbverläufenEin äußerst einfacher, aber wirkungsvoller Trick ist das Anwenden von Farbverläufen auf einen Text. Dies läßt sich in Xi-Paint ohne Probleme realisieren. Rufen Sie dazu den Farbrequester (<rechte Amiga> <C>) auf und weisen Sie den ersten beiden Farbtöpfen die Farben Rot (RGB = 255,0,0) und Gelb (RGB = 255,255,0) zu. Vergessen Sie nicht, den "Zuweisen"-Schalter zu betätigen, sodaß die Änderungen auch tatsächlich wirksam werden. Öffnen Sie nun den Verlauf-Requester (<rechte Amiga> <U>) und stellen Sie einen "2 Farben, Vertikal"-Verlauf ein. Nach dem Anklicken von "Vorschau" sollte im Vorschaurechteck ein Verlauf zu sehen sein, der am oberen Rand mit Rot beginnt und danach bis zum unteren Rand in Gelb verläuft. Als nächsten Schritt rufen wir den Style-Requester (<rechte Amiga> <T>) auf, um eine möglichst große Schrift einzustellen. (Falls Ihnen die anderen Requester im Weg sind, können Sie diese selbstverständlich schließen. Für das Experimentieren hat es sich jedoch als praktisch erwiesen, wenn die benötigten Fenster geöffnet bleiben, sodaß man die Parameter relativ schnell verändern kann.)
Die Werte für xdpi und ydpi werden nicht verändert, das Antiliasing wird auf "Ein" gestellt. Dies ist vor allem bei Schriften wichtig, die nicht im Compugraphic-, sondern im herkömmlichen Amiga-FontFormat vorliegen, da diese bei der Anpassung an die gewünschte Größe zumeist stufige, ausgefranste Konturen bekommen. Durch die Verwendung des Antiliasing werden diese unschönen Effekte so weit wie möglich ausgeglichen. Damit sind eigentlich bereits so gut wie alle Vorbereitungen getrof- fen. Öffnen Sie nun ein neues Zeichenfenster, falls Sie dieses nicht sowieso bereits getan haben. Der Zeichenmodus wird auf "Verlauf" (<rechte Amiga> <3>) gestellt und als Zeichenwerkzeug verwen- den wir (klarerweise) den Text <t>. Es ist übrigens auch wichtig, daß der Ein-Punkt-Stift verwendet wird. Es erscheint nun ein Texteingabe-Requester, in den wir den gewünschten Text eintippen können. Natürlich stehen alle Editiermöglichkeiten zur Verfügung. Die Eingabe wird durch die <Eingabetaste> abgeschlossen. Daraufhin "klebt" der Schriftzug als Pinsel am Mauszeiger und kann an jene Stelle geschoben werden, an der er endgültig eingefügt werden soll.
Auf diese Weise lassen sich bereits äußerst ansprechende Schriftzüge erstellen. Doch hat diese Vorgehensweise einen Nachteil, der jedoch nur in Spezialfällen zu Tage tritt. Der Farbverlauf wird nämlich immer auf den gesamten Text angewendet. Was geschieht jedoch, wenn man diesen Verlauf auf jeden Buchstaben einzeln anwenden möchte? Bei vertikalen 2-Farb-Verläufen ändert dies nichts, doch bei allen anderen macht es einen gewaltigen Unterschied. |