13.3 Motive freistellenAm häufigsten wird man eine Maske zum Freistellen von Motiven verwenden. Oft kommt es vor, daß man einen bestimmten Ausschnitt eines Bildes gerne als Pinsel aufnehmen möchte, um mit diesem daraufhin weiterarbeiten zu können. Wenn die Grafik so wie die eben besprochene Eistüte bereits mit einem einfarbigen Hintergrund vorliegt, stellt dies kein Problem dar. Doch gerade bei digitalisierten Grafiken ist die Abstufung zwischen dem gewünschten Objekt und dem Hintergrund nicht so eindeutig gegeben. Wie wir sehen werden, ist es oft sogar der Fall, daß eine Farbe des Motivs auch im Hintergrund vorkommt. Das folgende Beispiel behandelt die typische Vorgehensweise beim Freistellen eines Motives, wobei bewußt eine Grafik verwendet wurde, die so ziemlich alle Probleme mit sich bringt, die bei dieser Aufgabe auftreten kann.
Es handelt sich um eine digitalisierte Blüte samt umgebendem
Blätterwerk. Wir möchten nun lediglich die Blüte
freistellen, sodaß wir diese als Pinsel aufnehmen und weiterbearbeiten
können. Ziel ist es, das Bild so zu bearbeiten, daß es zum Abschluß folgendes Aussehen hat:
Eine weitere, komplizierte Lösung wäre, den Umriß der Blüte manuell nachzuzeichnen und auf diese Weise das Objekt freizustellen. Der einfachste Weg ist und bleibt jedoch die Maske. Hier gilt es zuerst zu entscheiden, welche Art der Maske sich für die gewählte Aufgabe empfiehlt. Auf den ersten Blick scheint sich die Wahl einer Farbbereichs-Maske anzubieten, mit der man einfach alle Grün-Töne sperren könnte. Dies wäre sicherlich ein gangbarer Weg, doch leider gibt es auf den Blättern auch Reflexionen, die auf diese Weise nicht maskiert werden können. Da Blätter und Blüte ungefähr dieselben Kontrast- und Sättigungswerte aufweisen, scheidet auch die Sättigungs- und Kontrastmaske von vornherein aus. |