"Nyx, der AAA-Prototyp"

Das fortschrittlichste Projekt, das jemals von Commodore in Angriff  genommen wurde, war die Schaffung der "Advanced Amiga Architecture" oder  kurz "AAA". In den späten 80er Jahren begonnen, war AAA der Versuch eine  neue Amiga-Architektur zu bauen, die wieder mit Kopf und Schultern über  dem Hauptstrom steht. AAA war weit voraus. Es würde 32 und 64-Bit-Systeme ergeben, die DRAM oder VRAM nutzen. Zahlreiche neue Grafikmodi würden  unterstützt, einschließlich 24-Bit, HAM10 und komprimierten 8 und  24-Bit-Modi. Der Blitter und der Copper waren komplett 32-Bit und der Copper konnte den Blitter speisen. Die Grafikauflösung stieg auf  1280x1024 noninterlaced, und die Pixelclock konnte sich Zeile für Zeile ändern, um eine hardwareseitige Versetzung alter Bildschirmmodi zu  erlauben. Der Audioteil wurde auf 8 Stimmen mit bis zu 100kHz und  16Bits/Sample erweitert. Die Schnittstelle des Diskettenlaufwerkes war  schnell genug für 4MB-Floppies, CD-ROMs mit 150KB/s, Digitales Radio und andere serielle Ströme, und die Dekodierung konnte auf dem Chip oder  softwaremäßig erfolgen. 1992 schuf Dave Haynie den "Nyx"-Protyp, der das erste Heim für die  AAA-Chips wurde. Basierend auf der Architektur des A3000 und viel  programmierbarer Logik, wurden drei arbeitende Systeme eingebaut. Als  Commodore die Geldmittel für das AAA-Projekt einstellte, waren kritische Chiprevisionen schon auf Band, aber noch nicht produziert. Die existierenden AAA-Chips lieferten 24-Bit-Grafik bei hoher  Bildschirmauflösung und Demos ließen den Copper den Blitter speisen, so daß ohne CPU-Aufwand Animationen möglich waren. In der nächsten Revision sollte schon das Amiga-Betriebssystem darauf laufen.