"DiskSalv-Guide"
"Vorwort"
Die Geschichte von DiskSalv
Vor ungefähr neun Jahren hatte ich meinen ersten Fehler auf einer
AmigaDOS Diskette. Ich schrieb gerade an einem Programm für meinen
brandneuen Amiga 1000, als das Laufwerk versagte. Es war natürlich die
einzige Kopie meines Meisterwerkes und ich wollte es auf jeden Fall
zurückhaben.
Es wurde in dieser Zeit viel darüber geschrieben, wie robust doch das "Dateisystem" des Amiga sei.
Deshalb ging ich am nächsten Tag in die Softwareabteilung von Commodore, um
mir ihr Programm zur Laufwerksreparatur zu holen und mit der Arbeit an
meinem neuen Wunderwerk fortzufahren. Zu meiner großen Bestürzung gab es
kein Programm für diesen Zweck. Ich ging wieder mit einer Kopie von etwas,
das sich DiskEd nannte und "vielleicht helfen könnte".
Einige Zeit später, als ich meine ursprüngliche Absicht schon fast
wieder vergessen hatte, veröffentlichte ich ein Programm, das ich DiskSalv
V0.9 nannte und das sehr schnell in der kleinen, aber stetig größer
werdenden Gemeinde der Amiga-Benutzer populär wurde. Es konnte mit jedem "Device" umgehen, solange es
ein Diskettenlaufwerk (df0: bis df3:) war. Sogar die CATS-Gruppe von
Commodore benützte es, da an
"DiskDoctor" noch gearbeitet wurde, und es nicht einmal als
Prototyp auf legale Weise verfügbar war. Im Laufe der Jahre entstand
DiskSalv 1, welches auch andere AmigaDOS Devices unterstützte. Es enthielt
auch eine größere Anzahl raffinierterer Wiedergewinnungsmethoden.
Der Übergang zu DiskSalv 2
Gegen Ende von 1989 begann ich eine vollständige Überarbeitung von
DiskSalv. Dieses Programm sollte Intuition zur einfacheren Interaktion mit
dem Benutzer verwenden. Die Zeit verging, das Programm wuchs und mit ihm
die Komplikationen, da viele der Sachen, die ich ausprobierte auf einem
AmigaOS 1.3 System nicht einfach oder sauber implementiert werden konnten.
Im Dezember 1991 war die Version 2.04 des Betriebssystems fertig, und
ich hatte DiskSalv auf 2.x festgelegt. Im Juni 1993 veröffentlichte ich
DiskSalv 2, das wieder zusätzliche, verbesserte Suchroutinen, Fix-in-Place
Modi und ein AmigaOS 2.x kompatibles, Intuition verwendendes
Benutzerinterface enthielt, das auf den Style-Guide Programmierrichtlinien
basierte. Es war eines der ersten Programme, das sowohl die Lokalisierung
als auch den AmigaGuide unterstützte, obwohl ich den DiskSalv.guide nie
beendet habe. Es unterstützt auch alle AmigaDOS "Dateisysteme" , in dieser Zeit sechs
verschiedene Typen. Einige Versionen später war DiskSalv ziemlich stabil
und ich begann mit kleinen Erweiterungen.
Dann DiskSalv 3
Das führt mich zu DiskSalv 3. Als ich DiskSalv 2 veröffentlichte, war es
schon abzusehen, daß ein raffiniertes GUI-gesteuertes Programm eine bessere
Dokumentation erforderte, als ich in einer einfachen "ReadMe" Datei
anbieten konnte. Ich hatte ursprünglich beabsichtigt und angeboten, daß ich
ein gedrucktes Handbuch herausgeben würde. Als ich die Reaktionen, die auf
die ersten Veröffentlichungen von DiskSalv 2 erfolgten, durchsah,
entwickelte ich viele der weiterführenden Ideen, die ich zurückgehalten
hatte, um DiskSalv 2 herausbringen zu können. Darum beschloss ich, anstelle
eines "halb-kommerziellen" Handbuches für DiskSalv 2, eine komplette
Weiterentwicklung für denselben Preis anzubieten.
Und nun... DiskSalv 4
DiskSalv ist eine Anstrengung über das originale Design von DiskSalv
hinaus zu expandieren und das erste Nicht-Commodore-Dateisystem, "AmiFileSafe" (AFS) von
Fourth Level Development, zu unterstützen. Obwohl dieses das erste fremde
Dateisystem ist, das von DiskSalv unterstützt wird, ist der Mechanismus von
DiskSalv zur Unterstützung fremder Dateisysteme nun soweit gereift, daß das
Hinzufügen weiterer Dateisysteme in zukünftigen Revisionen kein Problem
mehr darstellt.
Zusätzlich wurde DiskSalv's Hilfssystem verbessert. Ein häufiger
Kritikpunkt war, daß die Symbole von DiskSalv zu klein waren. Da ich selber
eine hohe Auslösung (1152x900) nutze, kann ich dem nur zustimmen. Darum
verändern die Symbole ihre Größe gemeinsam mit dem benutzten Zeichensatz.
Ich komme nicht umhin, auch die 640x200er Bildschirme zu unterstützen, aber
mit dem neuen, kontextsensitiven Automatik-Hilfssystem sollte die
Symbolgröße weniger ein Problem sein.
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