BardsTale 1-3,Dragonwars,BlackCrypt und Blade


Bards Tale 1-3


Die BardsTale saga liefert ein eigenständiges spielsystem das auf einem sichtfenster mit seitlichem Textfeld besteht.Kämpfe und menüs werden im Textfeld dargestellt,bewegung findet im sichtfenster als schritt für schritt vorgehen statt,wobei alle gespräche und kampfereignisse im unteren Textfeld ausgegeben werden.
Zu beginn erschafft man sich seine truppe aus verschiedenen Berufen und Rassen. Dabei gilt das diese spiele einen erzzauberer bieten der alle anderen 4 richtungen vorher erlernt hat.Ausserdem hat BT1-3 sehr viele karten,gegenstände,Sprüche und ausgefeilte Fallensysteme im angebot.Am c-64 gab es sogar einen editor für Bards Tale.
Das kampfsystem sieht eine einteilung in nahkampfränge ( position1-4) und hintere Ränge (Position 5+6) vor,dabei verwendet es eine entfernungsbestimmung in 10er Schritten um abstände zwischen den kämpfenden darzustellen.Das entfernungssystem wird auch bei Zaubern und waffen benutzt.Alle aktionen müssen zu beginn der Runde festgelegt werden (angriff,verteidigen,zaubern,plätze tauschen usw.).Obwohl dieses system nicht schlecht funktioniert so ist es doch etwas schwierig und wurde auch nie von anderen Firmen übernommen.

Als taktik empfiehlt sich bei entfernten gegnern zu schiessen/zaubern und bei nahen opponenten vorn zu verteidigen und nur hinten zu zaubern.Wenn man sich bei der bewegung der gegner sicher ist kann man auch versuchen leere Felder als ziel zu wählen damit der gegner beim vorrücken in die attacke läuft.
Problematisch ist bei BT1-3 vorallem das abspeichern und rasten da nur Inns dafür zugelassen sind,weshalb man immer für hin und rückweg planen muß.

Zeitbasierte Wertung:

  • Grafik= 65%
  • Sound/Fx= 45%
  • Steuerung=Maus,Tastatur
  • taktik= knifflig
  • Magie=sehr umfangreich
  • Motivation= mittel,durch lange wege bis zum abspeichern und viele schwierige passagen nur für freaks

Dragon Wars


Der inoffizielle Nachfolger von BT 1-3 bietet einige änderungen und eine sehr gute hintergrundgeschichte.Statt klassen und Rassen bestimmen Fähigkeiten und ein Skillsystem die charaktergenerierung.Das magiesystem ist durch die einteilung in 5 gruppen und mit der gestaltung durch Fähigkeitspunkte bei der jeweiligen gruppe sehr flexibel.Sprüche müssen aber alle gefunden oder bei versteckten Lehrern gelernt werden.Die insgesamt 30 skills und die Grundwerte werden zu beginn mit lernpunkten eingestellt.Beim levelaufstieg erhält man dann neue lernpunkte die jederzeit investiert werden können.Auch der verzicht auf Inns und das jederzeitige abspeichern bereiten diesem sehr frei benutzbaren RPG eine bessere Motivation als seine Vorgänger.Das kampfsystem entspricht größtenteils BT 1-3 und auch die normale bewegung in der Spielwelt.Die vielen Skills liefern alle notwendigen optionen,wobei im Handbuch die wichtigen zusätzlich nebenbei erwähnt werden.

Nicht nur die freie gestaltung und das weniger im Dungeon verlaufende geschehen geben Dragon Wars ein eigenständiges gesicht,nein auch das Magiesystem ist verbessert worden.Statt immer mehr klassen und Sprüche hat man auf energiebasierte Zauber umgestellt,hierfür kann nicht nur in auladezonen und durch Rasten aufgefüllt werden sondern auch mit "Dragonstones,Dragonseyes".Ein leergezauberter enrgiebalken kann so im Kampf aufgefrischt werden und da die investierbare energiemenge von den Skillpunkten der jeweiligen Disziplin abhängt kommt es sicher zu einer spezialisierung trotz fehlender berufseinteilung.

Die Reise beginnt mit 4 Figuren die dann mit aufgesammelten mitstreitern auf bis zu 7 erweiterbar ist.Im gegensatz zu anderen RPGs verlangt Dragon Wars keine feste Route und mit der automatisch mitgezeichneten Karte bietet es optionen an die sonst fehlen.

Zeitbasierte wertung:

  • Grafik = 75%
  • Sound/fx= 65%
  • Steuerung=Maus/Tastatur
  • taktik= wie BT 1-3
  • Magie= hervorragend
  • Motivation=sehr gut,die gute atmosphäre und die flexible gestaltung erhöhen den weiterspielfaktor beträchtlich.

Black Crypt


Das DungeonRPG von ravensoft fällt vorallem durch eine abwechslungsreiche gestaltung und eine gute Grafik und Sound+Fx auf.Wie alle Dungeonspiele besitzt es ein grosses Aktivfenster wo die gesamte handlung abläuft und am unteren Bildschirmrand die Charaktergrafiken und Aktionsicons.Seitliche Menüs erlauben auswahlen und lade/speichern funktion.Beim start stellt jede Gilde einen Mitstreiter der mit den Punkten auf die gewünschten werte eingestellt werden kann.Weil das spielziel die verbannung Estoroths durch vier Spezialgegenstände ist und diese von jeweils einem Mitglied der entsprechenden Gilde bedient werden muss ist Black Crypt in der Berufsauswahl festgelegt.Trotzdem stellen die vorhandenen Berufe eine gute Mischung dar,so dass keine nachteile gegnüber anderen RPGs entstehen.Die unterschiedlichen Levels sind interressant gestaltet und bieten kaum leerlauf.Bekannte konzepte wie Nahrungsbedarf,schalter,Truhen, aus der ferne sichtbare Monster,teleporter usw werden im Dungeon-stil angeboten und mit den grossen Karten pro ebene im hinteren Teil des Handbuchs sollten auch Anfänger Black Crypt durchspielen können.

Kämpfe laufen in echtzeit ab daher werden alle aktionen mit Zeitverbrauch belegt und benutzte icons sind deshalb bis zum nächstmöglichen Einsatz schraffiert. Bei konfrontationen bewegt sich die Gruppe immer als ganzes und darum sollte man immer auf ausreichend Platz achten um beschuss seitlich ausweichen zu können. Auch im nahkampf bringt ein zuschlagen und wegbewegen gegen langsamere Gegner grosse erfolge.Ein RPG enthält natürlich auch Magie und in Black Crypt kommen hier 3 arten zum einsatz:angriff/verteidigung,gestaltung,heilung.Um diese Zauber zu benutzen muss erst das entsprechende Buch gefunden werden,schriftrollen können manche Sprüche sogar früher oder hochwertiger bieten.Notwendige Energie zum Zaubern muss regeneriert oder aufgeladen werden.

Mit einem umfangreichen Arsenal an ausrüstung,sprüchen und Gegnern in ansprechender Grafik und mit verschiedenen Aufgaben in 20 ebenen die ausserdem über automap erfasst werden stellt Black Crypt ein sehr empfehlenswertes Dungeon-RPG dar.

Zeitbasierte Wertung:

  • Grafik = 85%
  • Sound/fx= 80%
  • steuerung= Maus,Tastatur
  • taktik= Hit n Run,mittelschwer
  • Magie = passt zum soloRPG,für serien nur bedingt geeignet
  • Motivation= hoch,da sehr abwechslungsreich und jederzeit speicherbar

Blade


Ein iso-3D RPG mit 4 Spielfiguren dass scheinbar halbfertig abgeliefert wurde. Leider hat es trotz 50 levels wenig abwechslung bei der hintergrundgrafik und ein Endgegner fehlt völlig.

Zuerst sucht man sich aus den Rassen und Berufen eine vierergruppe heraus mit der man dann von der begrenzten Oberwelt ins Dungeon hinabsteigt.Die hohen einkaufspreise und die geringe gesamtauswahl schränken die möglichkeiten bald ein,wozu die kaum vorhandenen Fund/Beutestücke und die wenigen Läden ihr übriges tun um einen halbfertigen Eindruck zu hinterlassen.Zwar kann das aktionspunktesystem und die fertigkeiten der charakter mit den Dungeonlevels und Fallen umgehen,im Kampf zeigt die wenige Magie und das zuteilen der erfahrung nicht auf alle am erfolg beteiligten sondern zum ausführenden des finalen treffers dass es bald zu ungleichgewichten in der Gruppe kommt wenn man nicht herumtrickst.

Karten sind durch die jeweilige neugenerierung beim wechsel des Dungeonlevels kaum sinnvoll. AndreasGuldner