Bis auf wenige Ausnahmen war es in Sachen Heavy Metal in Dänemark immer recht ruhig geblieben. Eine dieser Ausnahmen sind die Pretty Maids, die im Laufe ihrer inzwischen 20-jährigen Bandgeschichte nicht nur für treibende Live Shows stehen, sondern auch jede Menge Klassiker abgeliefert haben, die heute - völlig zu recht - Kultstatus genießen.
Ich habe mir für die Metal Corner den zweiten Longplayer der Band rausgewühlt, der für mich der stärkste in der Bandgeschichte ist. So besticht "Red, Hot And Heavy" nicht nur mit bärenstarken Metal Geschossen der Marke "Back To Back" (eine der stärksten Songs der Combo überhaupt, der übrigens von HammerFall auf dem `98er Zweitwerk "Legacy Of Kings" in einer völlig blutleeren Version gecovert wurde), "Red, Hot And Heavy" oder "Cold Killer", die allesamt von Sänger Ronnie Atkins in bester Metal Manier veredelt werden, sondern auch mit melodischerem Material wie etwa "Waitin` For The Time", welches einen hervorragenden Kontrast zu den beiden vorher gespielten "Back To Back" und "Red, Hot And Heavy" bietet und ein weiteres Highlight auf dieser Platte ist. Zwar verzichten die Jungs auf diesem Album noch gänzlich auf Balladen (die sie - wie sich im weiteren Verlauf der Karriere noch herausstellen sollte - ebenfalls hervorragend komponieren), aber die weiteren Kracher wie das erfrischend vorwärts preschende "Night Danger" oder die etwas gemäßigteren "A Place In The Night" bzw. "Queen Of Dreams" entschädigen komplett dafür. Mit "Little Darling" gibt es zum Abschluss sogar noch eine nette Coverversion im Metal Gewand, die den Longplayer würdig abrundet.
Alles in allem ist "Red, Hot And Heavy" ein Album ohne Ausfall und somit völlig zu Recht ein Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen darf - als Vinyl Version macht dieses Album alleine schon aus klanglicher Hinsicht noch wesentlich mehr her, aber auch die normale CD Version, die heutzutage für schlappe 20 DM zu haben ist, sollten sich Fans des klassischen Metal`s mit gehöriger Melodic Schlagseite auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Schade ist nur, dass dieses musikalische Juwel bereits nach knapp 37 Minuten wieder zu Ende ist....
Fazit: 10 von 10 Punkten


