Im letzten Jahr konnten Stormhammer mit ihrem gutklassigen Debutalbum "Fireball" bereits auf sich aufmerksam machen, auch wenn die Platte aufgrund der vielen Releases ein wenig unterging und auch noch dem Problem der fehlenden, wirklich zündenden Ideen unterlag. Auf der anschließenden Tour zusammen mit Steel Prophet, Lefay und Angel Dust konnten sich die Jungs aber schon einige Fans erspielen (und hinterließen auch bei mir einen durchweg positiven Eindruck) und nun liegt der zweite Longplayer der Formation vor. Augenscheinlichste Veränderrung ist der Einstieg von Sänger Tommi Lion (ex-Drifter), der nicht nur Live einen hervorragenden Eindruck machte, sondern auch über ein wesentlich aggressiveres Stimmvolumen verfügt, als sein Vorgänger. Musikalisch ist natürlich im Vergleich zum Debut alles beim alten geblieben - d.h. NWOBHM Elemente treffen auf den typischen US Power Metal und auch der klassische deutsche Metal schimmert hier und da mal durch. Glücklicherweise verzichten Stormhammer auf zu viel Kitsch, Bombast und Pathos und präsentieren statt dessen knackig intonierte Metal Nummern wie den Opener "Sinner`s Soul", das abgehende "Children Of The Dawn" oder auch das episch angehauchte "The Law", die sofort auf den Punkt kommen und s ich sofort im Gehörgang festsetzen. Zwar sind nicht alle Nummern auf "Cold Desert Moon" absolute Volltreffer und hier und da fehlt auch noch das letzte Quentchen Ausgereiftheit, aber insgesamt kann man der Band sicherlich schon jetzt ein hohes Niveau attestieren. Fans des klassischen Metal`s, der sofort auf den Punkt kommt und einfach nur Spaß macht, sollten diesen gelungenen Zweitlung von Stormhammer unbedingt mal antesten - und sollte es den Jungs gelingen, mit dem nächsten Album nochmal eine Steigerrung vorzuweisen, könnten sich Stormhammer auch auf Dauer in der ersten Metal Liga etablieren. Um sich aber aus dem Pulk der Newcomer hervorzuheben reicht es allemal....
Fazit: 7.5 von 10 Punkten


