Das ich im letzten Jahr von dem Debutalbum "Words Of Nostradameus" ziemlich angetan war, hatte ich Euch ja schon damals in Form einer acht Punkte Kritik mitgeteilt. Nun gibt es das neue Langeisen der Jungs, welches mit "The Prophet Of Evil" betitelt wurde und stilistisch natürlich den auf dem Debut eingeschlagenen Weg aus old-Helloween, Gamma Ray, HammerFall und Stratovarius Elementen fortführt. So treten die Jungs auch ordentlich auf`s Gaspedal und legen mit "Hymn To These Lands", "Evil Prophecies" (mmmh, hört Euch mal das Solo an - nach welcher NWOBHM Band klingt denn das?), "In Prison", "The Escape", und "The Power`s In Your Hand" fünf Nummern vor, die erst gar keinen Zweifel an der stilistischen Ausrichtung lassen und von fetten Doublebass Attacken angetrieben werden. Die Ballade "Requiem (I Will Honour Thy Name)" sorgt dabei noch etwas für Abwechselung, kann aber nicht mit "Without Your Love" vom Debut mithalten, wenngleich es sicherlich schlechtere Balladen in diesem Genre gibt. Ein wenig herausragend ist der gut elf minütige Abschluss "The Final Battle", der von seiner Machart an Stratovarius Tracks der Marke "Visions" oder Helloween`s "Keeper Of The Seven Keys" erinnert und das (Pseudo) Konzeptalbum zu einem logischen Ende führt. Besonderer Erwähnung bedarf es ansonsten nur noch dem etwas vielschichtigeren "Murder", welches für mich klar das Highlight auf "The Prophet Of Evil" darstellt und der abschließenden Europe Coverversion von "Scream Of Anger". Insgesamt also mal wieder ein Album, welches der angepeilten Zielgruppe der alten Helloween / HammerFall / Gamma Ray / Stratovarius (bei Bedarf kann man hier noch weitere Bands hinzufügen....) ohne Einschränkungen an`s Herz gelegt werden kann - allerdings bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob "The Prophet Of Evil" nun besser ist, als der Vorgänger und tendiere eher zu einem "Nein". Somit gibt es folgerichtig auch nur ein knappes "gut" als Fazit, aber ist ja schonmal besser als gar nix. Vielleicht ist es aber auch nur die Übersättigung in diesem Genre....
Fazit: 7 von 10 Punkten


