Jag Panzer: Mechanized Warfare


(54:24 / Century Media)

Man, dass nach dem völlig zu recht überall abgefeierten letztjährigen Konzeptalbum "Thane To The Throne" (Vorlage: Macbeth) die Jungs von Jag Panzer gut ein Jahr später bereits mit einem weiteren Longplayer am Start sind, hätte wohl keiner gedacht. Zwar handelt es sich bei "Mechanized Warfare" um kein Konzeptalbum, aber starke Einzelsongs, die keinem durchlaufendem Konzept unterworfen sind, können ja auch ganz unterhaltend sein. Und das ist fast eine Untertreibung, haben sich Jag Panzer doch auf ihrem aktuellen Studioalbum mal wieder selbst übertroffen und ein Album getreu der Devise "Only Killers, No Fillers" abgeliefert, welches sich schon nach dem ersten Durchlauf in den Gehörgang eines jeden Fans des klassischen (US) Metals einbohrt. Ganz egal ob man nun den Opener "Take To The Sky" (was ein Chorus!), den flotten Kracher "Frozen In Fear", das treibende "The Silent", das von Maiden`s Eingangsriff zu"22 Acacia Avenue" angetriebene "The Scarlet Letter" oder das powernde "Power Surge" anspielt - jeder Song ist ein individuelles Highlight auf "Mechanized Warfare". Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der mit orchestralen Elementen versetzte Abschlusstrack "All Things Renewed", der Fans des epischen Vorgängers nochmal nachhaltig vollauf zufrieden stellen dürfte. Die fetten Gitarren (und damit meine ich fett!) und der mal wieder göttergleiche Gesang von Harry "The Tyrant" Conklin tun ihr übriges, um dem Album den letzten Kick zu geben und machen die ganze Angelegenheit zu einem der stärksten Old School Metal Alben in diesem Jahr - hier können Fans eigentlich nichts falsch machen und die Platte ohne bedenken blind abgreifen. Stellt sich nur die Frage, wie Jag Panzer immer wieder solche Hammeralben hinkriegen, denn schon seit 1996 (ganz zu schweigen von dem Kultalbum "Ample Destruction") liefern die Jungs ausschließlich solche Göttergaben ab. Wer "Mechanized Warfare" nicht neben den alten Jag Panzer Alben im Schrank stehen hat, gehört sofort dazu verdammt, sich einen Tag lang dieses ganze Nu-Metal Geplänkel anzuhören - spätesten dann weiß man solche Killeralben wieder richtig zu würdigen!

Fazit: 10 von 10 Punkten

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