Schon das Debutalbum "Time Is Progress" der Jungs aus Hamm wusste zu begeistern, präsentierte die Band doch schon dort hervorragend nostalgisch klingenden Old School Bay Area Trash Metal der Marke Exodus oder Testament. Dieser Stilrichtung ist die Band natürlich auch auf dem Zweitwerk treu geblieben, auch wenn man sich stilistisch zu keiner Sekunde absolut festlegen will - Eigenständigkeit wird offenbar bei Delirious groß geschrieben, so dass es neben den typischen Bay Area Trash Metal Attacken wie "Forgotten Guilt" oder "Death Boys" auch melodischeren Stoff oder gar episch angehauchtes Material auf "Designed By Violence" gibt, was "No One" oder "Contra State" eindrucksvoll unter Beweis stellen. Möglich werden diese kleinen stilistischen Schwenker, die dafür sorgen, dass die Platte auch nach dem x-ten Durchlauf nicht langweilig wird und bei jedem Durchlauf interessant bleibt, durch die hervorragende Performance von Sänger Markus Bednarek, der auf der einen Seite die typischen Trash Metal Shouts und Vocals auf Lager hat, auf der anderen Seite aber auch richtig gut melodisch singen kann und dabei ein wenig an Andy Allendörfer von Squealer erinnert. Ausfälle sucht man auf "Designed By Violence" jedenfalls vergeblich und ich war - um ehrlich zu sein - doch ziemlich überrascht von dem erneut so hochklassigen Longplayer der Jungs. Insofern dürfen alle Old-School Metaller bei dieser Platte blind zugreifen und selbst wenn man nicht ganz so auf Trash Metal steht, wird man "Designed By Violence" einiges abgewinnen können. Wer sich also die neue Kreator, Sodom und Destruction in den Einkaufskorb legt, der sollte Delirious nicht links liegen lassen und als Bonus oben drauf legen. Bleibt nur zu hoffen, dass das auch genügend Metaller machen, denn es wäre schade, wenn die Verkaufszahlen von "Designed By Violence" ähnlich gering wären wie die des Vorgängers...
Fazit: 8 von 10 Punkten


