Bruce Dickinson: The Best Of Bruce Dickinson 2 CD


(63:40 & 71:32 / Metal-Is)

Schon vor einiger Zeit kündigte Meister Dickinson ein Raritäten Album namens "Catacombs" an, aus dem bedauerlicherweise nie etwas geworden ist - Material wäre zweifelsohne genügend da gewesen (wenn ich da nur an das "Lost Keith Olsen Album" denke...). Stattdessen ist vor kurzem eine Best Of von Dickinsons Solokarriere erschienen, derren limitierte Erstauflage auch eine CD mit einigen dieser Raritäten enthält und damit auch für Leute interessant ist, die schon sämtliche Alben seiner Solokarriere besitzen. Das Konzept hört sich irgendwie auch recht interessant an, ist dann aber bei näherem Hinsehen nichts halbes und nichts ganzes. Sicherlich, eine Best Of macht gerade bei der abwechselunsgreichen Solokarriere von Bruce Dickinson Sinn, sollte aber bei der überaus interessanten Solokarriere auch als Doppel CD erscheinen. So sind zwar die wichtigsten Stücke auf der ersten CD dieser Best Of auf der einen Seite enthalten, aber meiner Meinung nach fehlen auf der anderen Seite auch wieder einige Nummern, die ich auf jede Best Of von Mr.Dickinson packen würde - insbesondere die "Skunkworks" Phase (siehe auch Oldie Review in dieser Ausgabe) wird doch arg stiefmütterlich behandelt. Dafür gibt es mit "Silver Wings" und "Broken" auch noch zwei geile neue Tracks, die stilistisch zwischen den beiden letzten Alben "Chemical Wedding" und "Accident Of Birth" pendeln. Tja, damit hätten wir den Best Of Teil dieser CD schon abgeschlossen - kommen wir nun zur zweiten CD mit den Raritäten. Auch hier finden sich zwar viele interessante Perlen (etwa die Original Version von "Bring Your Daughter To The Slaughter", diverse unveröffentlichte Tracks sowie B-Seiten, eine Live Version von "Jerusalem", Bruces ersten Song "Dracula" aus dem Jahre 1977 sowie eine nette Dokumentation zu den Raritäten vom Meister höchspersönlich), aber alleine schon die Tatsache das das grandiose, zweigeteilte "No Way Out" (vom "Lost Keith Olsen" Album, welches 1994 auf diversen Singles erschienen ist) nur zur Hälfte (nämlich der zweite Teil) hier vertreten ist, ist eine Frechheit. Ebenso vermisse ich persönlich noch "The Breeding House" aus der selben Ära, welches mit zu den stärksten Kompositionen von Herrn Dickinson gehört. Um es zusammenzufassen: Die beiden Ideen (Best Of / Raritäten) hätten für sich alleine genommen sehr viel mehr Sinn gemacht, als das vorliegende Release. Schlecht ist das ganze sicherlich nicht und Fans sollten hier trotzdem zugreifen, aber so richtig gedient ist mit dieser Mixtur dann doch niemanden...

Fazit: ---

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