Oldie Review: Bruce Dickinson / Skunkworks: Skunkworks


(47:48 / Castle Communication)

Passend zur aktuellen Best Of von Bruce Dickinson gibt es in diesem Monat auch noch ein Oldie Review eines der sträflich unterbewerteten Alben aus seiner Solokarriere überhaupt: Klar, die Rede ist von "Skunkworks".

"Skunkworks" war 1996 der Versuch von Bruce Dickinson, wieder eine Band um sich herum aufzubauen. Wir wir heute wissen scheiterte dieser Versuch kläglich, aber nichtdestotrotz bietet "Skunkworks" durchgängig geiles Material, auch wenn es mit Iron Maiden oder seinen nachfolgenden Soloalben eigentlich so gut wie gar nichts zu tun hat. Die Platte stilistisch zuzordnen ist dabei gar nicht so einfach, denn irgendwie hat es die Band seinerzeit geschafft, etwas komplett eigenständiges zu kreieren. Bruce Dickinson selber redete damals von einer Art "New Metal", was freilich nichts mit dem ganzen Scheiß zu tun hat, der heute unter diesem Namen läuft - man stelle sich den klassischen Metal vor, nehme einige Zutaten vom zweiten Dickinson Album "Balls To Picasso" und füge einige moderne Elemente hinzu und fertig ist der "Skunkworks" Cocktail. Dabei besticht das Album nicht nur durch superingängige Nummern wie "Space Race", "Back From The Edge", "Solar Confinement" oder "Inside The Machine", sondern bietet mit "I Will Not Accept The Truth", "Strange Death In Paradise" oder "Meltdown" auch höchst ungewöhnliches Material, an das man sich zwar zunächst gewöhnen muss, welches sich aber auf Dauer ebenfalls im Gehörgang festsetzt.

"Skunkworks" ist dabei aber sicherlich keine Platte, die man mal eben nebenbei hören kann - für einige Nummern mag das zwar zutreffen, aber um die Scheibe in ihrer Gesamtheit zu erfassen, sollte man sich doch intensiv damit auseinandersetzen, selbst wenn man "Skunkworks" zunächst nur wenig abgewinnen kann. So ging es mir vor 5 Jahren auch und ich hätte die Platte nach dem ersten Durchlauf am liebsten in die Ecke geworfen. Heute sieht es da anders aus und wer dieser ungewöhnlcihen Platte eine Chance gibt, wird sicherlich noch die eine oder andere Perle entdecken. Strange, but great!

Fazit: 10 von 10 Punkten

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