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Die folgende Auflistung von häufig gestellten Fragen zu den geplanten Amiga-Emulatoren AmigaXL und Amithlon wurde dem AmigaOS-XL-Bereich der Haage&Partner-Website (http://amigaosxl.haage-partner.de) entnommen.
»Von Beginn an gab es zu AmigaOS XL bzw. Amithlon und AmigaXL viele Fragen. Aufgrund der Anfragen von Kunden haben wir diesen Fragenkatalog zusammengestellt. Er sollte meisten Fragen beantworten. Wenn Sie weitere Fragen haben, so richten Sie sich an die Diskussionsgruppe, die von uns regelmäßig gelesen wird oder schicken Sie uns Ihre Frage direkt.
Amithlon: Derzeit existiert direkter Picasso96 Support für Matrox- und nVidia-Karten (noch nicht GForce3!). Weitere Treiber sind in Planung. Andere Karten werden als VESA-Framebuffer angesprochen, was eine Vesa2.0-Kompatibilität der Karte voraussetzt.
Mit eigenen Picasso96 Treibern sind alle Auflösungen in allen Farbtiefen die eine Karte anbietet direkt nutzbar.
Wenn die Karte nur über den VESA-Treiber eingebunden wird, steht jeweils nur eine Auflösung (Einstellbar: 640x480x8,800x600x8,1024x768x8) zur Verfügung.
AmigaXL: Über QNX werden fast alle gängigen Grafikkarten unterstützt. Siehe Hardwareliste
Amithlon: Die Soundausgabe erfolgt über eigene AHI-Treiber. In der aktuellen Version sind bereits Treiber für AC97 Codecs und SoundBlaster 128 enthalten. An weiteren Treibern wird bereits gearbeitet.
Das Interruptverhalten des Amiga Paula Bausteins wird exakt nachgebildet wodurch Programm die versuchen direkt auf die nicht vorhandene Hardware zuzugreifen weiterhin lautlos funktionieren werden.
AmigaXL: Die Soundausgabe wird über eine Paula-Emulation und AHI abgewickelt, dabei werden über QNX fast alle gängigen Soundkarten unterstützt. Siehe Hardwareliste
Amithlon: Die Druckeransteuerung erfolgt über die Amiga-Software. Daher funktionieren alle Drucker, die von AmigaOS, TurboPrint oder Studio unterstützt werden.
AmigaXL: Über QNX werden fast alle gängigen Drucker (seriell und USB) unterstützt. Siehe Hardwareliste
Amithlon: Miami, MiamiDX, AmiTCP und Genesis können direkt mit eigenen Treibern für die seriellen Schnittstellen verwendet werden.
AmigaXL: Es wird der QNX TCP/IP-Stack verwendet. Zudem kann der QNX-Browser Voyager oder Opera verwendet werden. Dadurch erhält man auch SSL, Macromedia Flash, MPEG, RealAudio, JavaScript und Java-Support.
Amithlon: In der aktuellen Version sind Treiber für beliebige NE2000 PCI Netzwerkkarten enthalten. Weitere Treiber für 100 MBit Modelle werden gerade geschrieben.
Die Treiber wurden schon ausgiebig mit allen bekannten Amiga TCP/IP-Stacks getestet und funktionieren tadellos.
Selbst das Amiga eigene Envoy-Netzwerk lässt sich ohne Probleme nutzen.
AmigaXL: Über QNX können fast alle 10 und 100 MBit Netzwerkkarten (auch PCMCIA für z.B. Laptops) verwendet werden. AmigaXL bietet Netzwerkunterstützung für TCP/IP und direkte QNX-Vernetzung im LAN (freier Zugriff auf alle Resourcen im Netz). Envoy ist leider noch nicht lauffähig.
Amithlon: Modems die an einer seriellen Schnittstelle angeschlossen sind können direkt verwendet werden. Bei ISDN-Karten werden in der aktuellen Version Karten mit SIEMENS ISAC-S/HSCX oder Cologne HFC Chipsätzen direkt unterstützt (z.B. AVM FitzCard-PCI)
AmigaXL: Modems können verwendet werden. ISDN ist noch nicht getestet.
Generell laufen Amithlon und AmigaXL auf fast allen Prozessoren, doch gewähren wir keine Garantie für alles unterhalb von Pentium II (Pentium I, Pentium MMX, K6, K6-2, Cyrix 6x86). Diese Prozessoren enthalten nicht alle Befehle und Funktionen, die für die Emulatoren notwendig bzw. nützlich sind. Die unterstützten Prozessoren sind daher AMD Athlon/Duron und Intel Pentium II/III/4/Celeron.
Amithlon: Eigener "scsi.device" kompatibler Treiber mit voller Unterstützung für SCSI, IDE und ATA Geräte; Amiga-Festplatten (IDE oder SCSI) können sofort angeschlossen und direkt gebootet werden.
AmigaXL: Unterstützung für alle gängigen SCSI- und IDE/ATAPI-Festplatten und CD-ROM-Laufwerke. Siehe Hardwareliste
Amithlon: Es können alle Amiga-Dateisysteme (FFS, SFS, PFS) verwendet werden.
AmigaXL: Man kann alle von QNX unterstützten Dateisysteme (QNX4, Linux ext2 Version 0 und 1, FAT32) und Amiga Festplatten (Festplatten mit einem RDB) mit einem beliebigen Amiga Dateisystem (FFS, SFS, PFS) verwenden.
Das Dateisystem QNX4 ist deutlich sicherer als FFS. Wenn man beide Systeme parallel verwenden will, sollte man aber ein Amiga-Dateisystem nutzen, weil nur das von beiden Systemen gelesen werden kann.
Amithlon: Ja, über die entsprechende Amiga-Software.
AmigaXL: Derzeit ist keine Fax-Support möglich.
Amithlon: Über entsprechende Amiga-Software wie ScanQuix oder BetaScan können Scanner direkt angesprochen werden, auch parallel Scanner die von ScanQuix unterstützt werden funktionieren direkt.
AmigaXL: Derzeit gibt es keinen Support für Scanner. Amiga-Treiber können jedoch relativ einfach auf QNX portiert werden.
Amithlon: Mit dem OS3.9 Action-Player lassen sich einfach AVIs abspielen. Für MP3-Dateien steht der Amplifier zur Verfügung. MPEG kann mit Shareware-Programmen wie z.B. Frogger abgespielt werden. Das Abspielen von DVDs ist prinzipiell möglich, allerdings ist wegen der hohen Lizenzkosten keine Software im Paket enthalten.
AmigaXL: MP3, MPEG können mit dem QNX-Mediaplayer abgespielt werden. In Zukunft kann man auch mit weiteren Abspielmodulen wie AVI und DVD für den Mediaplayer rechnen. Auf der Amiga-Seite können selbstverständlich alle dort verfügbaren Programme eingesetzt werden. Das Abspielen von DVDs ist prinzipiell möglich, allerdings ist wegen der hohen Lizenzkosten keine Software im Paket enthalten.
Amithlon: Unter Amithlon sind OCS/ECS/AGA-Grafikmodi über die integrierte Picasso96 RTG Software auf entsprechende Grafikkartenmodi umgeleitet. Für Software die direkt auf die Grafikhardware zugreift kann Amiga UAE verwendet werden der volle Kompatibilität für alle alten Spiele liefert.
AmigaXL: Im Prinzip ja, doch in der Praxis zeigen sich mehr oder weniger starke Einschränkungen. Es wird nur ECS gut unterstützt. Die AGA-Unterstützung ist lückenhaft. Siehe Softwareliste
Amithlon: Die gängige CD-Brenner-Software des Amiga ist direkt nutzbar, z.B. BurnIT, MasterISO, MakeCD.
AmigaXL: Derzeit ist das Brennen von CDs nicht möglich.
Amithlon: Ja, erste Testsoftware samt Beispiel-Sourcecode stehen zur Verfügung.
AmigaXL: Derzeit werden keine TV-Karten unterstützt.
Amithlon: Derzeit gibt es keine Unterstützung für Video-Hardware wie Genlocks und Schnittsysteme.
AmigaXL: Derzeit gibt es keine Unterstützung für Video-Hardware wie Genlocks und Schnittsysteme.
Amithlon: Für 68k basierende MAC-Emulatore ist bereits direkter Support in Amithlon integriert. Ein extra Neustart durch Programme wie RsrvWarm oder ähnliches entfällt ganz. ShapeShifter und Fusion wurden erfolgreich getestet und sind auf modernen Rechnern schneller als der derzeitige MAC-PPC Emulator auf Amiga Basis.
AmigaXL: Noch nicht getestet.
Wir werden hierzu eine spezielle Liste veröffentlichen. Die Arbeiten dazu sind im Gange und eine erste Version sollte in den nächsten Tagen online gehen. Siehe Softwareliste
Wir sind gerade dabei hierzu Werte zu ermitteln. Eine Übersicht wird in den nächsten Tagen verfügbar sein.
Für jeden Amiga-Computer braucht man eine separate Kickstart- und Workbench-Lizenz. Daher wird auch für AmigaOS XL bzw. Amithlon/AmigaXL eine Lizenz benötigt. Das gleiche gilt auch für die Picasso-Lizenz. Die dem AmigaOS XL beiliegende Version ist zudem eine neue, spezielle Version. Zudem wird in Amithlon ein speziell angepasstes Kickstart 3.1 verwendet.
Amithlon: Die CPU-Emulation braucht rund 16 - 32 MB Speicher, der Rest steht dem AmigaOS direkt zur Verfügung. Maximal kann unter Amithlon mit AmigaOS etwa 1 Gigabyte an RAM verwendet werden. Auf entsprechenden Systemen mit mehr als 128 MByte RAM ist es sinnvoll den für den JIT reservierten Speicher zu erhöhen, da je mehr übersetzter 68k-Code schon vorhanden ist, desto schneller rennt das AmigaOS.
AmigaXL: Ab 128MB, 256MB empfohlen.
Amithlon: Es kann direkt von der CD gebootet werden. Eine Installation des Emulationskerns auf Festplatte ist möglich, aber derzeit nicht vorgesehen.
AmigaXL: Zuerst wird QNX auf einer freien Partition oder innerhalb des Windows-Dateisystems (als eine große Datei) installiert. Dann erfolgt die Installation von AmigaXL. Danach steht AmigaXL direkt zur Verfügung.
Amithlon: Entweder eine eigene Amiga Festplatte, oder eine spezielle Partition auf einer PC-Festplatte die als virtuelle Amiga Festplatte mit eingebunden wird. Auf einer virtuellen Festplatte können dann wie gewohnt über die HDToolbox eigene Partitionen eingerichtet werden.
AmigaXL: Nicht unbedingt. Man kann QNX sowohl auf einer eigenen Partition, als auch innerhalb des Windows-Dateisystems installieren. Die erste Methode ist natürlich vorzuziehen.
Amithlon: Auf alles wofür es unter AmigaOS ein Dateisystem gibt. Also Windows oder DOS Laufwerke können direkt über eine Dateisystem wie z.B. Fat95 aus dem Aminet angesprochen werden.
AmigaXL: Amiga-Festplatten, QNX-, Windows- und Linux-Partitionen
Natürlich können auf dem Rechner mehrere Betriebssysteme installiert werden. Sie müssen dann gegebenenfalls den von uns vorinstallierten Bootmanager (der die Auswahl des zu startenden Systems übernimmt und bei unseren Komplettsystemen schon komplett installiert ist) ändern oder durch einen eigenen ersetzen.
Nein, derzeit gibt es keine Demoversion von AmigaOS XL. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass es jemals eine Demoversion geben wird, denn in dem Produkt sind sehr viele Lizenzen enthalten (Amiga Inc., QNX, Picasso96 und weitere Drittanbieter), die nicht einfach kostenlos verteilt werden können. Aus diesem Grund werden wir AmigaOS XL, bzw. Amithlon und AmigaXL auf verschiedenen Messen und sonstigen Veranstaltungen vorführen.
Amithlon: Es können ganze Programme oder auch nur kleine Rechenintensive Teile direkt in x86-Code umgesetzt werden. Dies bringt je nach der Art der Anwendung massive Geschwindigkeitsschübe.
Für Amithlon wird derzeit ein Entwicklerpaket zusammengestellt was anhand von Programmbeispielen und entsprechender Dokumentation erklärt wie man sehr leicht und einfach Software hierfür erstellen kann. Für direkte Anfragen hierzu bitte direkt an borg@vmc.de wenden und ausführlich schildern was damit gemacht werden soll, so können wir gezielter auf die jeweilige Anwendung eingehen.
AmigaXL:
Da es sich bei Amithlon und AmigaXL um 68k-Emulatoren handelt, ist es in der aktuellen Version nicht möglich, PPC-Software zu verwenden. In der Regel gibt es aber von PPC-Software auch eine 68k-Version, die dann mit höherer Geschwindigkeit auf den Emulatoren ablaufen kann. Eine spätere Einbindung durch Software oder entsprechende Hardware kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden.
Amithlon: Nein, da es keine Leistungsfähigen nicht Appel PPC-Rechner gibt, und somit kein ausreichend lukrativer Markt hierfür existiert.
AmigaXL: Von QNX gibt es in Kürze eine PPC-Version. Diese ist jedoch nicht frei erhältlich und in erster Linie für den Embedded-Markt gedacht. Dies zeigt auch die Liste der unterstützten Motherboards. Zudem müsste der Emulator darauf angepasst werden, was nur bei einer hohen Nachfrage nach einer solchen Lösung wirtschaftlich vertretbar wäre.
Die Planung und Organisation von AmigaOS 4.0 wird von Amiga Inc. geleitet. Es ist in der Hauptsache die Portierung des bestehenden AmigaOS 3.9 auf den PPC. Nur wenige neue Komponenten sind bisher dafür vorgesehen. Diese existieren zudem auch in einer 68k-Version und könnten daher auch problemlos mit Amithlon/AmigaXL verwendet werden. Dies ist aber die Entscheidung von Amiga Inc.
Neben dem PowerPC hat Amiga Inc. auch immer wieder den x86 als Zielplattform genannt. Somit kann AmigaDE auf der gleichen Hardware wie AmigaOS XL laufen. Das aktuelle ElateOS ist auch unter QNX 4 lauffähig. Denkbar wäre daher eine Portierung von ElateOS auf das neue QNX 6.1. Dann könnte AmigaDE und AmigaXL auch parallel ablaufen. Dies ist eine Spekulation von uns, denn hierzu haben wir derzeit keine weiteren Informationen.
Die beteiligten Firmen - Amiga Inc., VMC Harald Frank/Bernd Meyer und Haage&Partner - haben sich dazu entschlossen, nur ein Komplettpaket anzubieten, um keine Konkurrenz im kleinen Amiga-Markt aufkommen zu lassen. Zudem hat jeder Emulator seine eigenen speziellen Vorzüge und man kann sich unter Umständen nicht entscheiden bzw. wird gar beide Emulatoren parallel einsetzen wollen. Dies wird alles durch die Zusammenlegung der beiden Produkte vereinfacht.«