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PSMail V1.2 - ein Schön-Drucker für YAM
So beschreibt Alastair M. Robinson sein Programm und das, wie ich finde, ganz zu Recht! Jeder, der schon einmal eine Nachricht aus YAM ohne PSMail gedruckt hat, weiß um die Umständlichkeit der Sache. Man muss die Datei irgend wo hin kopieren, mit einem Editor oder Schreibprogramm müssen überzählige Zeilen entfernt und die Formatierung angepasst werden, ehe man das Ganze dem Drucker übergeben kann.
Und das macht PSMail ganz automatisch und bietet ohne jedes Zutun ein schönes Druckbild.
Folgendes wird auf dem Amiga benötigt:
Die Installation ist einfach. Nach dem Herunterladen aus dem Aminet und dem Entpacken oder von der Aminet-CD 40 (hier wird automatisch entpackt) braucht man nur das ganze Verzeichnis nach YAM:Rexx zu verschieben. Es enthält zwei ARexx-Scripts, zwei AmigaDOS-Scripts, zwei ausführbare Programme und einen "Prolog" für Postscript. Auch eine sehr ausführliche Beschreibung im AmigaGuide-Format liegt bei, die aber nur in Englisch vorliegt. Außerdem ist noch ein Verzeichnis "Goodies" vorhanden, in dem einige Dateien liegen, die nach Meinung des Autors im Aminet-Archive von GhostScript fehlen.
Dass das Paket in mehrere Einzelprogramme aufgeteilt ist (abgesehen vom "Prolog"), hat sicher damit zu tun, dass während der doch recht aufwendigen PostScript-Bearbeitung die anderen Scripts immer beendigt werden können, um nicht durch Warteschleifen CPU-Zeit zu verbrauchen.
Dann startet man YAM. Auf der Menü-Seite "Einstellungen/Konfiguration/ARexx" sucht man sich einen freien Platz, in den man "REXX/PSMail/GSMail.yam" als Script einträgt. Der "Name" kann frei gewählt werden, ich habe "Drucken" geschrieben. Daneben muss als Systemprogramm "ARexx" erscheinen, "Öffne Konsolenfenster" und "Warte auf Beendigung" dürfen NICHT markiert sein. Die Einstellungen werden abgespeichert.
So, wie PSMail nun eingerichtet ist, nimmt das Programm an, dass TurboPrint und GhostScript mit dem hineinkompilierten Treiber für Turboprint verwendet werden. Wenn dies nicht der Fall ist, muss die Datei "print.script" in einen Texteditor geladen und die Zeile nach "CD GhostScript:", die mit "GS" beginnt, an den vorhandenen Drucker angepasst werden. Hinweise und Beispiele, wie das zu machen ist, sind in der Datei vorhanden.
Eine Eigenschaft des Programms ist, dass man den Kopf, der am Beginn gedruckt wird, auswählen und dass man einige Worte in seine eigene Sprache übersetzen kann. Dazu muss man die Datei "Prolog1.2.ps" in einem Editor verändern. Eine ausführliche Beschreibung dieser Möglichkeiten stehen am Anfang der Datei, allerdings auch wieder nur auf Englisch. Ich habe, die Einstellung des Kopfes gelassen wie sie war und habe nur einige Worte übersetzt, nämlich "Page" in "Seite", "Rasterizing Page" in "Seite wird bearbeitet" und "Printing Page" in "Seite wird gedruckt".
Und wenn man nun eine E-Mail ausdrucken will, muss man im Folder nur diese Nachricht markieren, das YAM-Menü "Skripts" öffnen und auf "Drucken" klicken. In der Statuszeile von YAM wird angezeigt, was passiert, ein Textrequester meldet den Status. Der Drucker schreibt eine oder mehrere ausgezeichnet formatierte DIN-A4-Seite(n) mit dem Inhalt der E-Mail. Im Bild habe ich, wie markiert, einen leeren Teil des Blattes weggelassen, um die Textdarstellung ein wenig größer zu machen, dass man das gute Aussehen wenigstens erahnen kann.
Mein Eindruck:
PSMail ist sehr empfehlenswert!
Wenn man GhostScript und YAM installiert hat, ist die Verwendung von PSMail eigentlich ein Muss! Denn selbst wenn man nur hier und da eine E-Mail druckt, braucht man zum Bearbeiten und Formatieren mindestens so viel Zeit, wie auch ein langsamerer Rechner mit dem Laden von GhostScript zubringt.
Wer allerdings nur ganz selten den Inhalt einer E-Mail gedruckt haben möchte und an PostScript weiter nicht interessiert ist, muss sich überlegen, ob er GhostScript einrichtet, es sind immerhin mehrere Megabytes an Daten herunterzuladen.
Gernod Schomberg <g.schomberg@t-online.de>