VGA-Planets...
VGA-Planets ein Mailbox Offlinespiel für 11 Spieler
VGA Planets
Vielen CCS-Base Nutzern ist dieses Wort sicher schon einmal begeg-net. Nein,
falsch gedacht, es ist kein dummes Astrologieprogramm, sonder ein sehr
interessantes rundenbasierendes Wirtschafts- und Strategiespiel. Es können bis
zu 11 Spieler teilnehmen, wobei jede Rasse (Spieler) eigene Vorteile hat.
Auf den ersten Blick sieht es nicht gerade sehr interessant aus, da es u.a.
eine etwas komplizierte Menüoberfläche hat. Das Spiel kommt aus dem Jahre 1993,
daher kann man von dem Spiel auch keine aufwendigen Grafiken erwarten. Aber VGA
Planets zieht in erster Linie nicht die Spieler an, die durch aufwendig
animierte Grafik und knallharte Action einen schnellen Spielspaß erleben
wollen, sondern viel mehr auf die, die lieber einen intelligenten und
menschlichen Spieler als Gegner haben wollen.
Maximal 11 Spieler können in einer Partie gegeneinander antreten. Zur Auswahl
stehen den Teilnehmern 11 verschiedene Rassen, wovon jede allerdings nur einmal
besetzt werden kann. (Federation, Cyborgs, Evil Empire, Robots, usw...) Jede
dieser Rassen hat seine eigenen Vor und Nachteile. Aber generell ist es möglich
mit jeder Rasse die Partie zu gewinnen.
Das Spiel spielt in ferner Zukunft weit weg von der Erde irgendwo im Weltraum
Das Spielprinzip ist bei jeder Rasse dasselbe. Man hat am Anfang ein Planet und
zwei Raumschiffe. Die beiden Schiffe belädt man dann mit Kolonisten, Geld und
Baumaterial, fliegt zu einem nahegelegenen Planeten und lädt dort die Fracht
ab.
Dann beginnen die Kolonisten auf Befehl Fabriken, Minen oder Verteidigungsanlagen
zu bauen.
- Fabriken stellen wiederum neue Baumaterialien her
- Minen fördern 4 verschiedene Mineralien unter der Planetenoberfläche
- Verteidigungsanlagen wehren feindliche Schiffe ab

Die DOS-Version von VGA-Planets, man kann allerdings auch mit einer Windows
version spielen
Um diese Gebäude zu bauen, braucht man Geld und Baumaterial. An Geld gelangt
man, wenn man seine eigenen Kolonisten oder die Eingeborenen, die sich auf dem
Planeten befinden, besteuert. Aber auch durch Verkauf von Baumaterial kann man
Geld gewinnen.
Nach kurzer Zeit reichen die zwei kleinen Schiffe nicht mehr aus. Man muß sich
auf der Starbase (Eine Station, auf der man Schiffe, Torpedos. Raum-jäger usw.
bauen kann) neue Schiffe bauen.
Auf der Starbase gibt es vier verschiedene Technologiebereiche die man mit
Geld immer weiter aufstocken kann. Die vier Bereiche sind Schiffskarosserien,
Triebwerke, Waffen und Torpedos. Je größer der Technologie Level (kurz:
Tech-Level) auf der Starbase ist, desto mehr Auswahlmöglichkeiten hat der
Spieler an verschiedenen Schiffen, die schneller und sparsamer durch den Raum
düsen, und die mit besseren Waffensystemen ausgerüstet sind.

Ein heißer Kampf zwischen einem Schiff und einem Planeten
Mit der Zeit baut sich jeder sein eigenes, gut funktionierendes Reich auf, und
durch diplomatisches Geschick kann man auch gewinnbringende Allianzen
schließen. So geht das Spiel dann immer weiter bis eine Rasse alle anderen
besiegt hat. In der CCS-Base läuft das so ab.
Dienstag ab 5 Uhr morgens kann man seine RST-File (Eine Datei, die alle
wichtigen Informationen über Schiffspositionen, Planeten usw. beinhaltet) aus
der Box abholen und seinen "Zug" machen (Befehle geben). Nehmen wir an, der
Spieler Meier will mit einem kleinen Raumschiff ein angreifendes Schlachtschiff
des Spieler Müller abwehren. Er gibt dazu die nötigen Befehle an das Schiff.
Bis Samstag, ebenfalls 5 Uhr morgens muß er seinen Zug wieder in der CCS-Base
hochladen. Dann werden alle Befehle gesammelt, und es werden wieder neue
RST-Files erstellt.
Dabei wird entschieden, ob Meier den Kampf gewonnen hat, oder ob sein Schiff
den kürzeren gezogen hat und in die Luft gegangen ist. Dazu werden alle Daten
der beiden Schiffe verglichen (z.B. wer bei den Waffen den höheren Tech-Level
hat oder wer das stärkere Schutzschild besitzt).
Ab 5 Uhr kann er sein RST-File wieder abholen. Nun können sich Meier und
Müller jeweils ihren Kampf anschauen.
Sollte man einmal nicht mitspielen können, so ist das auch kein Problem. Die
Schiffe fliegen einfach ihren gegebenen Kurs weiter, die Steuereinnahmen
erfolgen automatisch und ihr Reich verteidigt sich praktisch von selbst. So
eine Partie geht öfters über ein Jahr.
Wer nur einmal so reinschnuppern möchte, kann sich die Shareware-Version von
VGA Planets besorgen (Das File ist z.B. in der CCS-Base erhältlich) Mit dieser
Shareware kommt man aber nicht besonders weit, da sie nur Tech-Levels bis 7
zuläßt. Damit hat man einen sehr erheblichen Nachteil im Vergleich zur
Vollversion, die ca 30 DM kostet, und Tech Levels bis 10 zuläßt.
Hardwareanforderung: Auf einem alten 386'er läuft es ein bißchen langsam, aber
man kann auch schon damit spielen. Ideal ist ab 486er oder ein moderner Pentium
PC oder eine gute Emulation auf einem anderen System.
FAZIT: Ein Spiel der etwas anderen Art. Der Spielspaß ist aber sehr groß, da
man gegen oder mit echten menschlichen, mehr oder wenig Charakteren kämpft.
Deswegen kann dieses Spiel (eigentlich) auch nicht langweilig werden. Das
einzige Problem ist es nur, daß man sich zweimal in der Woche ca. 15 Minuten
Zeit nehmen sollte.
Robert Sterff
robert_sterff@t-online.de
BBS Vorstellungsarchiv:
Ausgabe 01: Die CCS-BASE BBS in Seeshaupt
Ausgabe 02: Vorstellung vom 8Bit-Net
Ausgabe 03: Boxen für Anfänger
Ausgabe 04: VGA-Planets ein Mailbox Offlinespiel für 11 Spieler
Ausgabe 05: Wer weiss was folgen wird?