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1. Amiga 1000 Phoenix, Legende oder Wahrheit? - Teil 2 (von W. Brennecke)

Nach dem es im ersten Teil um die Vorstellung des Phoenix-Boards ging, möchte ich mich jetzt den technischen Daten widmen und ein paar ausgewählte Bilder vorstellen. Leider ist es nicht möglich alle Bilder die wir erstellt haben zu publizieren, dies würde den Rahmen der AAK sprengen. Wenn ich mal viel Zeit und Muse übrig habe, stelle ich die Bilder, das eingescannte Manual und die Software auf meine Homepage.

Nur aber zum eigentlichen Thema:


Einen A1000 Phönix erkennt man äußerlich eigentlich nur an dem Aufkleber 
und den 2 Umschaltern an der Frontblende.  
  

Screenshot

An der rechten Seite, direkt neben der Floppy sind 2 Umschalter angebracht. Einer zur Kickstart-Umschaltung (Das Board kann mit 3 Kickstart gleichzeitig bestückt werden) und ein DF0/DF2 Umschalter. Dadurch kann dann von einer externen Floppy gebootet werden. Dies ist ideal für Spiele auf 5,25"- Disketten.

Die rückwärtigen Anschlüsse entsprechen genau die eines A1000 Standard. Was hier dazugekommen ist, ist ein externer SCSI Anschluß der optional erhältlich war. Das Kästchen am Videoslot hat mit dem ursprünglichen Rechner nichts zu tun, dies ist ein modifizierter A500 Flickerfixer der auf den A1000 angepasst wurde. Falls da Interesse besteht, den Umbauplan habe ich noch vollständig da. Einfach anmailen :-)

Screenshot

Jetzt geht es zu dem (wirklich interessanten) Innenleben.

Übrigens sind alle Bauteile restlos mit IC Sockel ausgeführt, dadurch sind Reparaturen und Fehlersuche wesentlich einfacher durchzuführen.


Der SCSI-Hostadapter  
Unten links ist der SCSI HA mit je einem Steckverbinder für interne und 
externe SCSI Geräte. Es ist möglich eine 1" hohe 3,5" SCSI HD in das 
Schirmblech zu montieren. Montagewinkel gab als Zubehör, nur den  
Ausschnitt mußte man selbst herausarbeiten.  

Das Device (pbscsi.device) konnte damals schon Autoboot ab Kick 1.3, RDB Bootblock und SCSI Direct nach Commodore Standard.

Ich habe selbst schon erfolgreich Brenner, Streamer und Scanner an dem Rechner betrieben. Was man von manchen "modernen" SCSI HA nicht sagen kann.

Das Chip-RAM

Hier sind 8 Sockel für verschiedene DRAM Typen einsetzbar.

Möglich sind:


1MByte Chip RAM 
1MByte Chip RAM / 1MByte Fast RAM 
2 MByte Fast RAM (mit passender Agnus) 
 

Fast selbstverständlich sind verschiedene Agnus bestückbar, nur muß dann das Board passend gejumpert werden.

Der Video-Slot

Hier ist ein komplett A2000B kompatibler Videoslot vorhanden. Nutzbar ist dieser eigentlich nur mit einem Winkelstecker, da sonst das Gehäuse nicht mehr schließbar ist. Laut Handbuch war so ein Winkelstecker als Zubehör bestellbar.

Der ZorroII-Slot

Ein uneingeschränkt nutzbarer voll kompatibler ZorroII-Slot, auch hier eigentlich nur sinnvoll mit einem Winkeladapter.

Memory-Slot

Eine Eigenentwicklung von Phönix Technologies um eigene Memory-Karten oder IDE Controller anbieten zu können . Da dieser "Standard" zu nichts kompatibel war habe ich auch nie solche Karten zu Gesicht bekommen. Leider war nicht heraus zu bekommen, ob diese jemals produziert wurden.

Kickstart-Sockel

Unter der Floppy sind 3 Kickstarts vorgesehen. 2 Sockel für die Standard Commodore ROMS (A500/A2000) oder eine Sockelkombination ist für Eproms der Baureihe 27C512 is 27C2048 vorgesehen. Dies sind einfach zu beschaffende Eproms wie sie überall eingesetzt werden.

Screenshot

Turbokarten

Alle A500Turbokarten die unter dem 68000er montiert werden sind auch hier einsetzbar. Eine MTEC020, MTEC030 hatte ich schon laufen. Jetzt aktuell ist eine Phase 5 Blizzard eingebaut, da hier die Kompatibilität am höchsten ist.


Damit sind wir eigentlich durch mit den technischen Features. Ich hoffe ich 
konnte alle Fragen klären und verbleibe hiermit 
  

euer

Werner Brennecke <wb@pag.mayn.de>

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