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R(equest)
Intrigiert der Titel? Ja er tut es! R ist eine Abkürzung von Request bzw. R(equest). Diese kleine Utility wurde von Guido Mersmann geschrieben, dem Schöpfer der Amiga Version von Boulder Däsh. Der Autor sagt, daß dieses Programm der "wildeste Feind von Schablonen" ist. Aus meiner Sicht hat er recht.
Ich bin sicher, daß Ihr schon mal Probleme mit der Ausführung einiger Kommandos hattet. Ihr habt einen Fehler gemacht oder zu viele Optionen oder Argumente angegeben. Anstatt der Programmausführung bekommt ihr nur merkwürdige Ausgaben, die ungefähr so aussehen können:
COMMAND,OPT/K,ALL/S,DIRS/S,FILES/S,INTER/S:
Dies sind Schablonen. Das ist kein großes Problem wenn das Kommando nicht zu kompliziert ist. Was ist aber, wenn diese Schablonen Zehn oder mehr Optionen enthalten? Muß ich dann jedes einzelne analysieren und einen Kilometer langes Kommandos eingeben? Diejenigen unter Euch die ambitionierter sind und diejenigen, die die Begabung haben nicht schnell aufzugeben, können das machen.
Aber die "faulen" Amiga-User, die mehr Wert auf Schnelligkeit und Klarheit legen, werden eher R(equest) nutzen. Das Hauptziel des Utilities ist es ein GUI für jedes Kommando, welches keine GUI hat, zu entwerfen. R macht das basierend auf den Shell-Schablonen, welche in ein lesbares und verständliches Interface umgewandelt werden. Ein Interface bestehend aus Gadgets, Requestern und Schaltern.
Das einzige was Ihr tun müßt, ist in einem Con Fenster den Namen des R Kommandos (Default ist einfach R) mit dem Shell-Kommando als Argument einzugeben. Dieses Argument ist der Schlüssel zu dem Kommando für das GUI, das Ihr wollt. Zum Beispiel gebt Ihr ein:
| R C:Copy |
Wir bekommen ein einfaches, hübsch anzusehendes GUI, indem wir dann die Files und den Speicherpfads angeben können. Um Schalter zu benutzen, können wir auch noch Optionen wie "ALL" und "QUIET" angeben. Das ist einfach und immer noch dasselbe als wenn wir alles über die Shell eingeben würden.
Nichtsdestotrotz wird sich das für einige von Euch unmöglich anhören, denn wir müssen eine Shell öffnen und Text dort eingeben. Der Unterschied ist aber das wir nur noch eine einzelne, simple Zeile eingeben müssen und nicht mehr schrecklich viele Argumente und Parameter.
Das Utility scheint keine Schattenseiten und großen Fehler zu haben. Manchmal bemerkt Ihr, daß R kein GUI für manche Kommandos generiert. Derjenige, der daran Schuld ist, ist der Schöpfer des Kommandos (nicht R), weil R nur für Kommandos, die auf den originalen Schablonen von Commodore basieren ein GUI generieren kann. Nichtsdestoweniger sollte man sich nicht darum kümmern, da es nur sehr wenige Kommandos gibt, die andere als die Commodore-Schablonen verwenden.
Das Utility braucht nicht viel. OS2.0, das ist alles. Es ist Smurfware. Das heißt, wenn Euch das Programm gefällt und Ihr es benutzt, dann sendet einen Schlumpf an den Programmierer. Die neueste Version ist 1.57 und kann im Aminet (util/cli/r.lha) geladen werden.
Sebastian "Mailman" Rosa <sebastian.rosa@wp.pl>
Deutsche Übersetzung von Thomas "Gojira" Nosutta (http://acbb.de)