Mystic Prophecy: Vengeance


(51:38 / B.Mind Records)

Wenn ich jetzt sage, daß es sich bei Mystic Prophecy um einen weiteren Newcomer aus dem True Metal Bereich handelt, werden einige Fans wohl aufgrund der Überflutung in diesem Sektor aufschreien. Allerdings handelt es sich bei Mystic Prophecy mitnichten um eine völlig unbekannte Band, denn - mit Ausnahme von Gitarrist Gus G. - können die Herrschaften doch schon einiges an Erfahrung vorweisen: Sänger R.D. Liapakis singt auch noch bei den Prog. Metallern von Valley`s Eve, bei denen auch der Mystic Prophecy Bassist Martin Albrecht - Insidern vielleicht noch von seiner Tätigkeit bei den mitlerweile nicht mehr existierenden, aber immer unterbewerteten Stormwitch bekannt - in Lohn und Brot steht. Tja, und Drummer Dennis Ekdahl verdient sich seine Brötchen normalerweise bei Raise Hell. Alleine schon durch dieses Line-up dürfte klar sein, daß Mystic Prophecy mit ihrem True Metal nicht etwa auf den Spuren von HammerFall & Co. wandern, sondern aggressiver und rauher zu Werke gehen. Als Vergleiche kann man also eher Bands wie Iced Earth oder alte Nevermore anführen, an die "Vengeance" nicht selten erinnert. Macht aber auch nichts, denn Mystic Prophecy ziehen ihr Ding konsequent durch und liefern ein qualitativ konstant gutes Langeisen ab, von dem insbesondere der aggressive Opener "Sky`s Burning", der nachfolgende Smasher "Damnation And Darkness" und das abschließende Epos "Fallen Angel" hervorhebenswert sind. Abstriche muss man bei "Vengeance" eigentlich keine machen, denn alle Songs sind durch die Bank hinweg gut gelungen und wissen somit zu gefallen. Erfreulich ist zudem, daß Mystic Prophecy auch im Laufe der gut 50 Minuten nicht die Luft ausgeht und die Songs jeweils recht heavy und aggressiv aus den Boxen dröhnen und zum Mitbangen geradezu einladen. Das einzigste kleine Manko ist zwar die etwas fehlende Eigenständigkeit, aber das trifft um Grunde auf geschätzte 95 % aller Newcomer zu und solange die Mukke so zu gefallen weiß wie im Falle von Mystic Prophevy macht das auch nix. "Vengeance" ist somit ein Album, welches man Fans des reinrassigen Power Metal`s ohne Einschränkungen empfehlen kann und welches sicherlich seine Anhänger finden wird. Bleibt nur zu hoffen, daß Mystic Prophecy für die Members nicht nur den Charakter eines Sideprojekts haben, denn es wäre schade, wenn man von diesem Quartett in Zukunft nichts mehr hören würde...

Fazit: 8.5 von 10 Punkte

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