Human Race: Dirt Eater


(54:56 / Massacre Records)

Huch, was haben wir denn hier? Eine schwedische Melodic Metal Band mit ihrem zweiten Album "Dirt Eater", die sich als Vorbilder vor allem die Pretty Maids und ein wenig Silver Mountain auf die Fahnen geschrieben haben. Gegen anständigen Melodic Metal ist auch gar nichts auszusetzen und wenn dabei so eine gutklassige Scheibe wie "Dirt Eater" herauskommt, ist man obendrein auch noch vollauf zufrieden. Aber alles der Reihe nach: Mit dem speedigen Opener "Paralyzed", dem nachfolgendem absolutem Highlight "Ending Calling" sowie dem Ohrwurm "One By One" legt die Band fulminant los und lässt den geneigten Hörer mit ihrer Mischung aus Pretty Maids und Silver Mountain dann auch erstmal mit offenem Mund stehen. Danach lassen Human Race allerdings ein wenig nach, denn nicht alle nachfolgenden Songs können mit dem hohen Niveau der ersten drei Tracks konkurrieren. Trotzdem gibt es mit "This Is Who We Are" und der Power Ballade (mit Betonung auf "Power") "Some Fall In Summertime" noch zwei weitere erstklassige Stücke und auch beim weiteren Material sucht man Totalausfälle eigentlich mit der Lupe. Gelungen abgerundet wird die CD mit dem Rainbow Cover "Tarot Woman", welches sich zwar größtenteils am Original hält, aber der CD trotzdem einen würdigen Abschluss bescherrt. Abzüge muss man leider in Sachen Produktion machen, denn das ganze klingt eindeutig zu höhenlastig, was aber den ansonsten positiven Gesamteindruck nur unwesentlich trüben kann. Alles in allem also ein äußerst gelungenes zweites Album einer Band, die alleine schon deshalb sympathisch ist, weil sie nicht im Kampf um die True Metal Krone mitmischt, sondern stattdessen auf bodenständigen Melodic Metal setzt, der einfach nur Spaß macht. Human Race sind - trotz des, ähem, merkwürdigem Coverartworks - sicherlich eine Band mit Zukunft, von der man wohl noch einiges erwarten kann. Melodic Metal Fans mit Vorliebe für Pretty Maids sollten sich "Dirt Eater" auf jeden Fall in den heimischen Plattenschrank stellen und werdem mit dem Teil sicherlich viel Spaß haben. Gelungenes Album!

Fazit: 8 von 10 Punkten

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