Über den Sinn oder Unsinn dieses Live Album`s kann man sicherlich streiten, denn nach nur einer Soloalbum unter dem Banner Halford ein Live Album rauszubringen, riecht schon arg nach Geldmacherei. Na ja, immerhin wird dieses Doppealbum zum Preis einer Einzel CD vertickt was zusammen mit der Setlist durchaus wieder versöhnlich stimmt, denn die insgesamt 27 Tracks (plus Intro) lesen sich recht interessant: Vom Material des neuen Album`s ("Resurrection", "Made In Hell", "Cyber World", "The One You Love To Hate", "Silent Screams") über einige Fight Klamotten ("Into The Pit", "Nailed To The Gun") bis hin zu alten Priest Klassikern ("Stained Class", "Running Wild", "Jawbreaker", "Breaking The Law" - um nur einige zu nenen) ist wirklich alles vorhanden. Dazu gibt es noch die beiden Japan Bonus Tracks "Hell`s Last Survivor" und "Sad Wings" sowie drei neue Songs, die teilweise noch aus dem Judas Priest Fundus stammten. Eigentlich müsste das Live Album ein Killer par excellence sein. Eigentlich, denn der Eindruck, daß diese Live Platte im Studio kräftig nachpoliert und nachträglich aufgepeppt wurde, dürfte nicht von ungefähr kommen. So frage ich mich zum Bleistift, wo bitteschön die beiden Japan Bonus Tracks Live gespielt wurden und bei welchen Shows die Fans lauter waren als der Meister und seine Band - das dürfte eigentlich äußerst selten vorgekommen sein und war bei seinem Auftritt in der Essener Grugahalle definitiv nicht der Fall. Zudem trifft Rob Halford nahezu perfekt jeden Ton, was eigentlich recht verwunderlich anmutet, konnte er doch bei längst nicht allen Shows restlos überzeugen. Lässt man diesen Kritikpunkt mal aussen vor - teilweise fühlt man sich hier an das Judas Priest "Live" Album "Unleashed In The East" erinnert, das ebenfalls kräftig im Studio nachbearbeitet wurde - bekommt man einen guten Querschnitt über das bisherige Schaffen des "Metal Gott". Vor allem die alten Priest Klassiker sind eine gute Idee gewesen, war ein Song wie "Stained Class" doch bisher auf keinem (offiziellen) Priest Album vertreten und hat vor allem auch heute nichts von seinem Charme verloren. Die drei neuen, qualitativ hochwertigen Tracks werten diese Scheibe nochmals nachhaltig auf und machen diese eigentlich unverzichtbar für alle Judas Priest & Halford Fans. Wäre da nicht der fade Beigschmack der "Nachproduktion" - wer aber damit leben kann, greift sich "Live Insurrection" ohne zu zögern ab, denn das es hier "Value For Money" gibt, steht ausser Frage...
Fazit: ---


