Wer das Kultalbum "Fighting For The Earth" (erschienen 1985) von Warrior im heimischen Schrank stehen hat, gehört wohl definitiv zu einem der vielen Verfechter knackiger US Power Metal Sounds. Das Teil ist sicherlich einer der Meilensteine in Sachen US Power Metal und wird auch heute noch gerne gecovert (den Titeltrack der Scheibe namen sich z.B. Paragon auf ihrer `98er Langrille "Final Command" an). Dreizehn Jahre nach diesem Hammeralbum startete man in Form von "Ancient Future" einen ersten Comeback Versuch, der zwar nicht an alte Glanztaten anknüpfen konnte, aber trotzdem grundsolide daherkam. Nun liegt mit "The Code Of Life" ein weiterer Longplayer der kandischen Formation vor, der gerne da anknüpfen würde, wo man seinerzeit so erfolgreich aufgehört hat. Und das ist den Herrschaften - zumindest teilweise - gelungen: "The Code Of Life" rockt ordentlich und wuchtig ab und insbesondere der Drumsound brettert in perfekter US Power Metal Manier sehr amtsgemäß rein. So können vor allem der etwas melodischere Titeltrack, der knallende Opener "Day Of Reckoning" sowie die mit starken Axel Rudi Pell Anleihen daherkommende Halbballade "The Endless Beginning" schon beim ersten Durchlauf überzeugen. Die Axel Rudi Pell Ähnlichkeiten kommen übrigens nicht von ungefähr, zeichnet sich doch Meistersänger Rob Rock (der nicht nur bei Pell, sondern auch bei M.A.R.S und Impelliterri tätig war und vor kurzem sein bärenstarkes Solodebut "Rage Of Creation" rausgebracht hat) für sämtliche Vocals auf "The Code Of Life" verantwortlich. Zu erwähnen wären dann noch das einprägsame, bei jedem Durchlauf besser werdende "We Are One" sowie der Midtemposmasher "Soul Survivor". Demgegnüber stehen mit den beiden kurzen Instrumentalstücken "Panatheon" und "Insignificance" sowie dem recht belanglosen "The Fool`s Theme" nur drei Stücke, auf die Warrior auhc gut und gerne hätten verzichten dürfen. Na ja, das macht das restliche, gut gemachte - wenn auch recht einfach gestrickte - Material auch nicht schlechter, wenn auch Alltimeklassiker, wie man sie auf dem `85er Debut abgeliefert hat, auf dieser Scheibe fehlen. Bleibt insgesamt ein Album, daß alle Fans von knackigen US Metal Sound begeistern dürfte und welches wohl auch von der nach wie vor vorhandenen Warrior Fanschaar angenommen wird. Well Done Guys!
Fazit: 8.5. von 10 Punkten


