At Vance: Dragonchaser


(Shark Records / 52:15)

Mit ihren beiden bisherigen Alben "No Escape" (1999) und insbesondere "Heart Of Steel" (2000) konnte mich die Band um Ausnahmegittarist Olaf Lenk volkommen überzeugen und als neuen Fan begrüßen - nun liegt mit "Dragonchaser" das dritte Album des Sextett`s vor, auf dem die Band erneut melodischen Power Metal in der Schnittmenge zwischen Stratovarius und Malmsteen zum besten gibt. Insgesamt präsentieren sich At Vance auch auf ihrem dritten Langeisen wieder sehr routiniert und abwechselungsreich: So hat man auf der einen Seite mit dem Opener "Dragonchaser", dem Hammerohrwurm "Ages Of Glory" sowie dem abschließendem Doppel "Two Kings" und "Too Late" (denen nur noch das Instrumental "Ases Death" folgt) wieder einige typischen At Vance Nackenbrecher im Programm, die gut und gerne auch auf den ersten beiden Alben hätten stehen können und schon nach dem ersten Durchlauf im Ohr hängen bleiben. Auf der anderen Seite hat man auch wieder ruhigere Klänge in Form der Gänsehautballade "My Bleeding Heart" und den beiden gemäßigteren Tracks "Crucified" und "Heaven Can Wait" an Bord, die qualitativ zu überzeugen wissen. Aber At Vance wären nicht At Vance, wenn Gitarrist Olaf Lenk bei "Beethovens 5th. Sinfonie" nicht zeigen würde, was für ein begnadeter Gitarrist er doch ist - dieses begnadete Instrumental verdeutlicht wohl am eindrucksvollsten, daß sich Olaf Lenk nicht hinter einem Timo Tolkki verstecken braucht. Tja, und dann wäre da auch noch die schon standardgemäße Abba Coverversion: Nach den Adaptionen von "Money, Money, Money" auf "No Escape" und "S.O.S." auf "Heart Of Steel" ist nun "The Winner Takes It All" der schwedischen Pop Gruppe dran und At Vance beweisen erneut, daß sie auch Mainstream Hymnen in ein nettes Metal Gewand packen können. Alles in allem also ein sehr abwechselungsreicher und kurzweiliger Longplayer, der die bisherigen Fans der Band wohl nicht enttäuschen wird und evtl. noch den einen oder anderen Headbanger auf sich aufmerksam machen wird. Fest steht: Mit "Dragonchaser" haben sich At Vance endgültig in der Metal Szene etablieren können und brauchen sich hinter ihren musikalischen Vorbildern Stratovarius oder Malmsteen nicht verstecken. Gute Scheibe!

Fazit: 9 von 10 Punkten

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