Anvil: Plenty Of Power


(Massacre / 45:46)

Beim Namen Anvil dürften nicht wenige Headbanger aufhorchen, sind die Kanadier doch seit jeher ein Garant für hervorragende Old School Metal Alben, die ohne irgendwelche modernen Elemente auskommen. Mitlerweile ist auch das neue Album namens "Plenty Of Power" erschienen, welches den arg durchschnittlichen und für Anvil Verhältnisse viel zu trashigen Vorgänger vergessen machen will. So stehen glücklicherweise wieder die groovigen Midtemponummern im Vordergrund, was sich in guten Nummern wie "The Creep" oder "Groove Science" mehr als deutlich wiederspiegelt. Auch der Titeltrack und gleichzeitige Opener "Plenty Of Power", der nicht selten an alte Glanztaten erinnert, ist eine geile Komposition geworden, die alle Anvil Fans sicherlich vor Freude im Dreieck hüpfen lassen wird und bestimmt auch Live für ausrastende Headbanger sorgen wird. Allerdings zeigen einige durchschnittliche Nummern wie etwa "Pro Wrestling", "Siren Of The Sea" oder auch "Beat The Law" das Anvil im Jahre 2001 nicht mehr an das Niveau ihrer frühen Glanztaten heranreichen können - da hilft auch kein Überhammer wie "Ball Of Fire" oder der ganz klar an "Metal On Metal" angelehnte Track "Real Metal", der freilich nicht an das Original heranreichen kann. Kult hin oder her: Anvil haben zwar auf "Plenty Of Power" wieder einige geile Tracks zu offerieren und bieten nach wie vor rauhen und ungeschliffenen Old School Metal - Balladen, Keyboards oder irgendwelche Soundexperimente sucht man natürlich vergebens - mit den unverkennbaren Vocals von Lips, haben aber auch einige Aussetzer mit an Bord, die das Gesamtbild nicht unwesentlich trüben. So ist "Plenty Of Power" zwar einen ganzen Zacken besser als der Vorgänger "Speed Of Light", ist allerdings aber nicht der erwartete Überhammer geworden und kann es mit den alten Werken nicht wirklich aufnehmen. Die-Hard Fans müssen und sollten natürlich zugreifen, alle anderen, die auf Old School Metal stehen, checken die Platte zumindest mal an und der Rest kauft sich, sofern noch nicht geschehen, erstmal Jahrhundertwerke wie "Metal On Metal" oder "Forged In Fire" der kanadischen Metal Institution. Basta!

Fazit: 6.5 von 10 Punkten

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