Lions Share: Entrance


(46:10 / Massacre)

Mangelndes Engagement kann man den Jungs von Lions Share wirklich nicht vorwerfen, legen sie mit "Entrance" nun den immerhin schon vierten Longplayer vor. Die Änderrungen im Line-up - die einschneidenste dürfte wohl der Einstieg von Sänger Tony Niva sein, der den aus familären Gründen ausgestiegenen Andy Engberg ersetzt und leider auch nicht ganz an das stimmliche Niveua seines Vorgängers herankommt - sind zwar nicht wegzudiskutieren, aber am Stil der Mannen hat sich gottlob nichts geändert. Noch immer dominiert der ordentlich zimmernde Melodic Metal nordischer Prägung. Will sagen: Malmsteen Keyboarder Mats Olausson, der auf dieser Scheibe als vorübergehender Ersatzmann zu hören ist, hält sich arg im Hintergrund und macht somit Platz für amtlich wummernde Drums nebst fetten Gitarren. Songtechnisch geht`s natürlich auch recht amtlich auf der 10 Tracks (plus das obligatorische Intro) umfassenden Scheibe rund, wobei insbesondere die Mega Hymne "Believe" hervorhebenswert ist. Aber auch der druckvolle Opener "Shotgun Messiah", die Ballade "Through The Clouds" sowie der Rauskicker "Free Your Mind" wissen zu gefallen. Was mir aber ein wenig fehlt, sind die spektakulären Momente respektive Songs auf dieser Scheibe, denn ausser den oben erwähnten gutklassigen Songs ragt auf dieser Platte eigentlich nichts weiter heraus. Klar, ihr Handwerk verstehen die Jungs und die eine oder andere gute Idee lässt sich auch bei den anderen Songs ausmachen, aber insgesamt fehlt "Entrance" einfach das gewisse Etwas und der berühmte "Aha" Effekt will sich auch nach dem x-ten Durchlauf einfach nicht einstellen. Nicht das ihr mich jetzt falsch versteht: Die Songs sind sicherlich nicht schlecht, aber ähnliches Material bekommt man noch von zahlreichen anderen Bands kredenzt, wobei mir die etwas "softeren" Narnia aus diesem Genre persönlich eher zusagen. So können Fans vom gradlienigem Melodic Metal schwedischer Prägung hier sicherlich mal ein Ohr riskieren, aber als Pflichtkauf würde ich "Entrance" mitnichten bezeichnen. Nett, aber nicht wirklich spektakulär!

Fazit: 6 von 10 Punkten

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