Zonata: Reality


(45:00 / Century Media)

Mal ganz ehrlich: Wer konnte die zahlreichen Helloween Clones in den letzten Wochen & Monaten noch zählen, geschweige denn auseinanderhalten? Und das es langsam, aber sicher eine Übersättigung des Marktes in diesem Bereich gibt, steht wohl ebenfalls ausser Frage. Nun legt die schwedische Formation Zonata, die sich ebenfalls dem Sound der alten Helloween verschrieben haben, ihr zweites Album "Reality" vor. Immerhin sind Zonata schonmal nicht mehr ganz unbekannt, haben sie den Plattenvertrag für das passable Debutalbum "Tunes Of Steel" (1999) doch immerhin durch die Unerhört Aktion vom Rock Hard ergattern können. Allerdings werden sich am neuen Album mal wieder die Geister scheiden: Die einen werden der Band vorwerfen, so zu klingen, wie zig andere Bands aus diesem Bereich auch, der anderen Gruppe ist es schlicht und ergreifend egal, solange die Mukke überzeugen kann. Sicherlich klingt Sänger Johannes Nyberg verdammt nach Michael Kiske, sicherlich erinnern Songs wie "Reality", mein persönlicher Favorit "Illusion Of Madness" oder "Evil Mind" nicht selten an Gamma Ray, Helloween oder teilweise auch Iron Maiden, aber nichtsdestotrotz kann man der Band einen gewissen Qualitätsstandard attestieren, der nicht unterschritten wird. Klar, einen Originalitätspreis wird die Combo mit "Reality" nicht gewinnen, aber Zonata sind sichtlich um eine eigene Identität bemüht und haben mit "Life?" auch eine wirklich nette Ballade mit an Bord, die neben all den Speed Krachern wirklich überzeugen kann. Wer also immer noch nicht genug vom melodischen Power Metal hat und das Debutalbum schon mochte, der wird auch das in meinen Augen gute Zweitwerk, welches übrigens mit einem wirklich gut gemachten Coverartwork von Derek Riggs (u.a. Iron Maiden, Gamma Ray etc.) daherkommt, ebenso in sein Herz schließen. Wer allerdings der Meinung ist, genug vom melodischem Power Metal zu haben, der sollte auch tunlichts von "Reality" die Finger lassen - denn neues oder gar innovatives sucht man hier absolut vergebens!

Fazit: 7.5 von 10 Punkten

Zurück zur Hauptseite