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2. Test: Bildbearbeitungssoftware »Photogenics 5.0« (von Michael Scholz)

Zu allererst einmal die Frage:

1. "Was ist Photogenics?"

Photogenics ist ein Grafikpaket, mit dem es möglich ist, erstaunliche Bilder aus dem Nichts zu erschaffen oder bestehende Bilder zu verändern. Es bietet eine Menge von Anwendungsmöglichkeiten, von der einfachen Dateikonvertierung bis hin zur fortgeschrittenen Bildmanipulation und Retuschierung von Bildern.

2. "Welche Möglichkeiten stellt uns Photogenics zur Verfügung?"


3. "Was für ein System brauche ich?"

Amiga:

Minimale Systemanforderungen: 68020, 8 MB RAM, Amiga OS 3.0, CD-ROM-Laufwerk
Empfohlene Systemanforderungen: 68060, 16 oder 24-Bit-Anzeige, 16 MB RAM,
Amiga OS 3.0, CD-ROM-Laufwerk

Non-Amiga:

Ein handelsüblicher PC mit installiertem Windows oder Linux

4. "Welchen Eindruck macht das Programm?"

Ich hatte mir auf der Amiga-Messe in Köln 1999 das Programm Photogenics 4.0 zugelegt, angefangen hatte ja damals alles mit der Bundle-Version von Photogenics zu meiner Cybervision 64, ein Freund von mir hatte sich später irgendwann Photogenics 2.0 zugelegt, und ich fand dieses Programm damals recht gut, zumindest gefiel es mir wesentlich besser als mein ArtEffect 1.5.

Soweit zur Vorgeschichte, damals wurde nach der Messe natürlich gleich das Programm installiert, aber damals schon folgte die erste Enttäuschung, keine Unterstützung für GIFs, die war aber in der Version 2.0 noch vorhanden. Na ja, erst einmal die ganze Sache durchgecheckt und alle möglichen Filter und Effektmöglichkeiten durchgetestet, kurzum: Ich war erst einmal enttäuscht, allein wegen der ganzen Systemneustarts während der ganzen Testphase - Photogenics 4.0 war äußerst instabil, zumindest auf meinem Rechner, aber ich war guter Hoffnung, da ja Updates angekündigt und auch in unregelmäßigen Abständen auf der Webseite von Paul Nolan zu finden waren. Allerdings brachten die auch keine wesentliche Besserung. Gut, das Programm wurde schneller und lief ein wenig stabiler, aber überzeugen konnte es mich nicht.

Dann kam eine lange Zeit des Wartens, es war die Zeit, in der Paul Nolan damit beschäftigt war, sein Photogenics erst einmal für Windows und Linux zu portieren und zu optimieren. Doch dann gegen Anfang April 2001 las ich auf der Amiga-News-Seite, daß ein neues Update auf Photogenics 5.0 verfügbar sei, also nichts wie hin und den Download gestartet.

Nachdem der Download vollendet war, habe ich natürlich sofort das Update auf die neue Version durchgeführt, dies ist ganz einfach - Photogenics starten, das Update ausführen, Photogenics beenden und neu starten, und schon hat man die neue Version auf seinem Rechner installiert.

Screenshot

Frischen Mutes startete ich also das neue Photogenics 5.0, in der Hoffnung, dass nun endlich auch das Laden und Speichern von GIFs funktionierte, schließlich wurde es auf der Homepage angepriesen, aber was passierte als erstes beim Laden eines GIF-Images? Ja, genau richtig geraten, es kommt eine Fehlermeldung, dass dieses Format nicht unterstützt wird, zur Sicherheit habe ich mich noch mal bei den Speichermodulen vergewissert, ob vielleicht ein GIF-Saver vorhanden ist, aber auch Fehlanzeige, weiterhin keine Unterstützung.

Gut, kommen wir weiter zu den anderen Funktionen von Photogenics, es bietet jede Modi, mit denen man seine Bilder frisieren kann, den altbekannten Airbrush, Smear, Smudge, Chalk, Watercolor, Sponge, Fire Operatoren, Blur Modes, Color Modes, Convolve Modes, Enhance Modes, Map Modes, Multivision Modes, Retouch Modes, Rub Modes, Stylize Modes und Transform Modes.

Screenshot

Sehr zu empfehlen ist auch die gute Online-Hilfe, welche im HTML-Format gehalten ist, also dementsprechend auch einen Browser auf dem installierten System voraussetzt. Da aber seit OS 3.5 AWeb mitgeliefert wird, gehe ich davon aus, dass diese Hürde von fast jedem Amiga-Besitzer genommen werden kann.

Zu guter Letzt habe ich Photogenics noch einmal einem Stabilitätstest unterzogen, das Ergebnis war leider so, wie ich es erwartet hatte, es läuft auf meinem System (OS 3.9) weiterhin ziemlich instabil, bei verschiedenen Operatoren hat sich mein System einfach aufgehängt, so dass nur noch ein Neustart half. Des weiteren passiert es bei einigen Operatoren, dass bei deren Auswahl diese nicht auf das aktuelle Bild angewandt werden, man also manche Änderungen mehrfach durchführen muss, damit sie auch auf das Bild angewandt werden.

Fazit:

Paul Nolan hat mit der Amiga-Version von Photogenics noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich, um es stabil zum Laufen zu bekommen. Sollte das einmal soweit sein, können sich manch andere Programme von Photogenics noch eine Scheibe abschneiden, aber bis dahin werde ich ein anderes Programm nutzen, welches ich mir letztes Jahr auf der Amiga-Messe gekauft habe, das wesentlich stabiler läuft und dank PPC-Unterstützung auch eine höhere Geschwindigkeit bietet.

Support-Website Photogenics: http://www.paulnolan.com

Michael Scholz <mgf-design@t-online.de>, http://www.mgf-design.de

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