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Auf der Suche nach Beteiligung und konstruktiver Kritik (von Christian Aichinger)
"Fini" für diesen Monat. Ich denke, es waren wieder einige interessante Artikel dabei. Ich möchte in diesem Schlußwort noch auf etwas hinweisen, das mir und der gesamten Redaktion sehr am Herzen liegt. Diejenigen unter den Lesern, die an dieser oder früheren AMIGA-aktuell-Ausgaben etwas zu bemängeln haben, sollten sich die folgenden, letzten Worte dieser Ausgabe doch bitte etwas genauer durchlesen. Es geht unter Anderem um "konstruktive Kritik".
"Konstruktive Kritik" ist für das AMIGA-aktuell-Team sehr wichtig. Sie hilft allen Mitarbeitern, die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und die eingeschränkten Mittel (Zeit, Arbeitsaufwand, usw.) so gut wie möglich einzusetzen. Nicht umsonst weist Carsten in jedem Editorial darauf hin, daß sich jeder Redakteur über konstruktive Kritik freut. Leider scheint es so, daß dieser Aufruf für viele Leser nur noch eine Floskel darstellt, die bloß von Wenigen bewußt wahr- bzw. ernstgenommen wird. Deshalb möchte ich noch einmal explizit darauf hinweisen: Es genügt, wenn eine kurze, aussagekräftige E-Mail an den entsprechenden Redakteur geschickt wird. Niemand wird dem Leser aufgrund seiner Kritik den Kopf abreißen, solange es sich bei der Kritik auch um solche handelt. Eine weitere Möglichkeit ist die im letzten Monat eröffnete E-Mail- Verteilerliste, in der jeder Leser mit anderen Lesern und einem Großteil der Redaktion über AMIGA aktuell (und noch einige andere Dinge) diskutieren kann. Meist wird einem selbst erst nach einem Gespräch mit anderen Lesern klar, wie der Hase läuft - oder besser gesagt, wie die Interessen unter der Allgemeinheit der Leser verteilt sind.
Leider kommt es auch manchmal vor, daß jemand "konstruktive Kritik" mit "Beleidigungen" und "Gemecker" verwechselt oder dies sogar bewusst tut. Es kann z.B. nicht angehen, daß ein Leser von der Redaktion fordert, komplette Rubriken ersatzlos einzustellen, ohne irgendeinen triftigen Grund dafür zu nennen. Es kann ebenfalls nicht sein, daß sich diese Person anmaßt, das Magazin zu kritisieren, wenn sie selbst AMIGA aktuell nur in archivierter Form auf ihrer Festplatte "sammelt", ohne es überhaupt zu lesen. Ich würde demjenigen doch sehr empfehlen, sich zuerst zu überlegen, was er überhaupt kritisieren und wie er es selbst besser machen könnte. Interessiert jemanden eine komplette Rubrik überhaupt nicht, soll er sie doch bitte dezent überlesen und sich anderen Artikeln zuwenden. Niemand kann von den eigenen Interessen auf die Interessen anderer Leser schließen. Noch besser wäre es natürlich, wenn sich diejenigen Leser diesem - nach ihrem Empfinden - Mißstand widmen und sich selbst hin und wieder mit Artikeln bei der Redaktion melden würden.
Ich glaube, damit wäre ich auch bei dem Knackpunkt dieses Schlussworts. Jeder enttäuschte Leser sollte sich über eines im Klaren sein: AMIGA aktuell ist ein Magazin von Lesern für Leser. Erklärt sich niemand bereit, etwas für AMIGA aktuell zu tun, ist es nur eine Frage der Logik, daß AMIGA aktuell langweilig und damit für viele nicht zufriedenstellend ausfällt. Alle Mitarbeiter machen ihre Aufgabe für AMIGA aktuell aus reinem Spaß und großen Enthusiasmus. Sie werden für ihre Arbeit nicht bezahlt und sind mit ihren Aufgaben zum Teil schon eher über- als ausgelastet. Niemand kann von AMIGA aktuell erwarten, teure Hard- und Software zu kaufen, Interviews zu organisieren oder über Hintergründe und Neuigkeiten zu informieren, wenn weder Zeit noch Geld für solche Dinge zur Verfügung stehen. Wir sind auf Anwender angewiesen, die sich entsprechende Dinge gekauft haben, Kontakte zu interessanten Personen besitzen oder über bestimmte technische Fähigkeiten/Kenntnisse verfügen. Einen Lohn in Form von Geld gibt es für die ganze Arbeit zwar nicht, aber doch die Hoffnung, daß ein anderer Leser eines Tages einen Text über ein Thema schreibt, das vielleicht den eigenen Interessen entspricht.
Ich möchte hiermit alle "stillen" Leser bitten, mir einen Artikelwunsch (Hardware-Review, Interview, Workshop oder was euch sonst noch so einfällt) und dazu einen eigenen Text (das kann von der Vorstellung eines klitzekleinen Shell-Programms bis zum Workshop eines selbstgebastelten Amiga-Motherboards so ziemlich alles sein) zuzusenden. Ich werde alle Leserwünsche in einem Text in das AMIGA-aktuell-Forum stellen, in der Hoffnung, daß sich andere Leser dazu bereit erklären, sich einem der aufgeführten Berichte anzunehmen.
Mir zugesandte Beiträge werden in der nächsten Ausgabe veröffentlicht.
So, jetzt fangt gleich fleißig mit dem Schreiben an ;)! Ich bin schon gespannt auf eure Texte.
Bis zum nächsten Mal,
Christian Aichinger <christian@aakt.de>